GeekBook X14 Pro im Test: Das leistet das erste Notebook von Geekom
Geekom ist bekannt für Mini-PCs, aber seit Ende 2025 bietet der Hersteller auch Notebooks an. Mit dem GeekBook X14 Pro wirft ComputerBase einen ausführlichen Blick auf das kompakte Einstiegsmodell, das anders als noch zur IFA geplant auf den Markt gekommen ist. Was es leistet, klärt der ausführliche Test.
Das GeekBook X14 Pro im Überblick
Geekom hat GeekBook X14 Pro und GeekBook X16 Pro zur IFA im September 2025 präsentiert.
Mit Core Ultra 100H „Meteor Lake“
Damals hieß es, die ersten Notebooks des Herstellers würden mit Core Ultra 200H (Arrow Lake-H) auf den Markt kommen, am Ende ist es aber Core Ultra 100H (Meteor Lake-H) geworden. Die Entscheidung sei nach weiteren Tests und mit dem Ziel, die beiden GeekBooks mit ausgereifter Technik zum attraktiven Preis anbieten zu können, getroffen worden.
Die anderen damals in Aussicht gestellten Eckdaten sind hingegen im Wesentlichen unverändert geblieben:
| GeekBook X14 Pro | ||
|---|---|---|
| Ankündigung IFA | finale Serie | |
| CPU | Intel Core Ultra 9 285H Intel Core Ultra 5 225H |
Intel Core Ultra 9 185H Intel Core Ultra 5 125H |
| RAM | 32 GB LPDDR5X-7500 | |
| Display | 14 Zoll QHD+ (2.880×1.800), 100 % DCI-P3, OLED, 60/120 Hertz, 450 Nits |
|
| SSD | 1 × M.2 (2280 Key), PCIe 4.0 | |
| Anschlüsse | 1 × HDMI 2.0 2 × USB-C 4.0 (40 Gbit/s) 1 × USB-A 3.2 Gen1 (5 Gbit/s) 1 × 3,5mm Kopfhörer/Mikrofon |
|
| Akku | 72 Wh | |
| Maße | 311,7 × 215,4 × 16,9 mm³ | |
| Gewicht | 999 Gramm | |
| OS | Windows 11 Pro | |
UVP und Rabatt-Preise
Preislich ruft Geekom einen UVP von 1.399 Euro für die Variante mit Core Ultra 5 125H, 32 GB RAM und 1 TB großer SSD auf, für den Core Ultra 9 185H mit 32 GB RAM und 2 TB großer SSD werden 1.599 Euro fällig. Doch Geekom wäre nicht Geekom, wenn der UVP im eigenen Shop nicht unterboten werden würde – und mit Rabattcode noch mehr möglich ist.
Sowohl im Geekom-Store* als auch über Amazon* sind bis Ende März Preise weit unterhalb des „UVP“ möglich.
Das X14 Pro gibt es auf diesem Weg mit kleinerer CPU bereits für unter 1.000 Euro. Das Testmuster mit Core Ultra 9, 32 GB Speicher und 2 TB großer SSD ist für unter 1.200 Euro zu bekommen. Kein Notebook mit 14-Zoll-OLED und gleichem Speicherausbau ist derzeit günstiger, viele sind teurer (Preisvergleich).
| Variante | UVP | Preis Stand 2. März | Preis mit Aktionscode („CP14PRO10“ (bis 30. März)) |
|---|---|---|---|
| Core Ultra 5 125H, 32 GB, 1 TB | 1.399,00 Euro | 1.049,00 Euro | 944,10 Euro* |
| Core Ultra 9 185H, 32 GB, 2 TB | 1.599,00 Euro | 1.299,00 Euro | 1.169,10 Euro* |
Wie von Geekom zu erwarten war, wird auch das GeekBook X14 Pro also massiv über den Preis beworben und der Blick auf diesen Preis nach Anwendung des Rabatt-Codes (10 Prozent über diesen Artikel, im Store selber werden nur 5 Prozent beworben) weckt erst einmal Hoffnung, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich gut ausfällt. Wie sieht es in der Praxis aus?
Einrichtung & Installation
Auch der erste Eindruck überzeugt: Das GeekBook X14 Pro ist mit Windows 11 Pro schnell eingerichtet, eine Registrierung ist nicht notwendig und Bloatware Fehlanzeige.
Einzig und allein der Geekom PC Manager, der drei Leistungsprofile und die Installation von Treiber- und Firmware-Updates bietet, findet sich auf dem Desktop wieder. Dessen wesentlichen Stellschrauben sind:
- Drei Leistungsprofile (TDP + Kühlung)
- Verschiedene Mikrofon-Effekte
- Treiber- und BIOS-Updates
Im Testzeitraum konnte der BIOS-Update-Prozess direkt erlebt werden: Das Update (von BIOS 2.11 auf BIOS 2.12) wird nach Anstoß im Geekom-Tool vollautomatisch über das Terminal aktualisiert, nach einem Neustart steht die neue Firmware direkt zur Verfügung. Auf einer Linux-Shell über einen USB-Stick booten braucht man also auch beim Erstlingswerk von Geekom nicht mehr.
Display
Und wie steht es um das OLED? Geekom bewirbt das spiegelnde Display mit bis zu 450 Nits, das Muster erreichte diese maximale Helligkeit im SDR-Betrieb aber nicht. Bei einer Homogenität von 93 Prozent lag die höchste gemessene Helligkeit bei vollweißem Hintergrund bei 420 cd/m². Die gemessene minimale Helligkeit liegt bei 10 cd/m². Erst wenn HDR in Windows aktiviert wird, sind sogar knapp 500 Nits messbar.
Da es sich um ein OLED handelt, das perfektes Schwarz darstellt (LED aus), lässt sich der Kontrast nicht ermitteln. Die Farben sind satt, die Blickwinkel sehr gut. Die Bildwiederholrate lässt sich in Windows zwischen 60 und 120 Hertz wählen.
Leistung
Das GeekBook X14 Pro kommt mit drei Leistungsprofilen zum Kunden: Energiesparen, Gleichgewicht und Leistung. Durchdacht wirken die Profile allerdings noch nicht.
Leistung nach Profilen
Doch zuerst bleibt festzuhalten: Vor dem inzwischen erfolgten Firmware-Update war das GeekBook in allen drei Profilen noch circa 10 Prozent schneller als mit der im Testzeitraum installierten Version 2.12.
Dokumentiert hat ComputerBase das nur im Cinebench 2026 (Multi-Core), denn die Gaming-Benchmarks wurden erst nach dem Update erstellt. Was sich in Cinebench mit dem Update nicht geändert hat: „Gleichgewicht“ ist schneller als „Leistung“ und „Energiesparen“, die beide gleich auf liegen. Das sollte eigentlich nicht so sein.
Die Log-Dateien zeigen, dass die TDP unter Last beim Wechsel von BIOS 2.11 auf 2.12 in allen drei Profilen leicht gesunken ist. Die Ziel-Temperatur des Kühlsystems scheint aber unverändert geblieben zu sein.
Im 3DMark Steel Nomad Light ergibt die Reihenfolge der Profile mehr Sinn als im Cinebench 2026: Leistung liegt vor Gleichgewicht und Energiesparen und dazu passt auch die TDP.
Gaming-Leistung
Kann man mit dem GeekBook X14 Pro mit Core Ultra 9 185H auch spielen? Ja, durchaus, wenngleich das System mit dem zur IFA 2025 angekündigten Core Ultra 9 285H in dieser Disziplin noch etwas schneller gewesen wäre und die Leistung alles andere als „State of the Art“ ist. Ein aktueller Core Ultra 300 „Panther Lake“ der X-Klasse (Test) liegt meilenweit in Front. Doch diese Serie ist mit Intel Arc B390 bisher a) kaum zu bekommen und b) nur zum (viel) höheren Preis am Markt platziert.
Mehr als Casual Gaming ist mit der iGPU des Core Ultra 9 185H am Ende nicht drin, sei es in älteren Spielen oder mit extrem reduzierten Details und aggressivem Upscaling in neueren Titeln – AAA mit hoher Grafikpracht ist aber raus. Auch Shadow of the Tomb Raider erreicht „nur“ 44 FPS in Full HD mit Hoch-Preset und XeSS Quality.
| Spiel | Zielauflösung | Preset | Upsampling | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Arc | GeForce | Radeon | |||
| Anno 117 | Full HD | Mittel, RT aus | XeSS 2 Quality | DLSS 4 Balanced | FSR 3 Balanced |
| Avatar | Full HD | Niedrig | XeSS 2 Quality | DLSS 4 Balanced | FSR 3 Balanced |
| Cyberpunk 2077 | Full HD | Raytracing Low | XeSS 2 Quality | DLSS 4 Balanced | FSR 3 Balanced |
| F1 | Full HD | Medium (VSR aus) | XeSS 2 Quality | DLSS 4 Balanced | FSR 3 Balanced |
| SotTR | Full HD | DX12, Hoch | XeSS 1.1 Quality | DLSS Quality | XeSS 1.1 Quality |
Tastatur und Touchpad
Auf der Rubberdome-Tastatur des X14 Pro lässt sich gut tippen, wenngleich auch mit deutschem Layout die US-Eingabetaste hingenommen werden muss. Der Druckpunkt der Tasten ist relativ hart, das zum Vergleich herangezogene Zenbook S16 verlangt nach weniger Kraft. Aber summa summarum tippt es sich auf dem GeekBook gut und leise.
Das relativ kleine Touchpad, das nur in den unteren beiden Ecken auch wirklich eingedrückt werden kann, erfüllt seinen Zweck. Es gibt im Windows-Umfeld schlechtere Touchpads, aber ein Aushängeschild ist die Version des X14 Pro nicht.
Akkulaufzeit
Nicht per se schlecht, aber mit Blick auf das nur 14 Zoll große Display und den 71-Wattstunden-Akku dennoch enttäuschend fallen die Akkulaufzeiten aus: Achteinhalb Stunden im Streaming- und im Office-Productivity-Benchmark sind mit Blick auf aktuelle Plattformen vergleichsweise schwach, aber der Core Ultra 9 185H kommt eben auch noch aus einer anderen Generation. Core Ultra 200H wäre in diesem Punkt stärker aufgestellt gewesen.
Lautstärke
Das GeekBook X14 Pro verhält sich auf dem Windows-Desktop angenehm leise bis lautlos, wenn die kleineren beiden Profile aktiv sind. „Gleichgewicht“ lässt sich dabei schneller aus der Ruhe bringen als „Energiesparen“, das den Lüfter länger stilllegt. Im Profil „Leistung“ ist das Kühlsystem hingegen dauerhaft wahrnehmbar und reagiert nervös auf kurze Lastspitzen.
Unter Dauerlast verhalten sich alle drei Profile hingegen sehr ähnlich, wenngleich es auch hier Unterschiede gibt.
Ähnlich ist, dass alle drei Profile unter Last in Cinebench 2026 (Multi-Core) zwischen 33 und 40 Dezibel schwanken (gemessen 40 cm vor dem Display). Den Unterschied macht, wie langsam dieser Wechsel vonstatten geht: Im höchsten Profil wechselt das GeekBook quasi ununterbrochen zwischen „laut“ und „leise“, im kleinsten verharrt es länger an den beiden Extremen. Auf die Temperaturen (siehe oben) hat das interessanterweise quasi keinen Einfluss. Im 3DMark Steel Nomad Light ist das Verhalten dasselbe.
Besser wäre es am Ende aber zweifelsfrei, wenn kein Wechsel der Drehzahl stattfindet – ganz egal wie schnell oder langsam dieser Wechsel erfolgt.
Fazit
Das kleinere der beiden ersten Geekom-Notebooks, das GeekBook X14 Pro, erweist sich als grundsätzlich technisch solide, wenn auch definitiv noch nicht perfekt – und es gibt einiges zu beachten, Stichwort Core Ultra 100 Meteor Lake. Der UVP liegt mit 1.399 (125H, 32 GB, 1 TB) respektive 1.599 Euro (185H, 32 GB, 2 TB) für das Geboten allerdings – auch in der Speicherkrise – erst einmal zu hoch.
Doch wie von Geekom gewohnt, ist die Preisempfehlung eigentlich nur der Preispunkt, den der Hersteller vom Start weg werbewirksam deutlich unterbietet – und mit 10 Prozent Rabatt noch bis 30. März 2026 sind 944,10 respektive 1.169,10 Euro dann schon wieder eine ganz andere Hausnummer. Was bekommen Kunden dafür?
Insgesamt kann sich das GeekBook X14 Pro mit Core Ultra 9 185H, 32 GB RAM und 2 TB großer SSD erst einmal sehen lassen. Es ist hochwertig verarbeitet, bietet ein helles, hochauflösendes OLED mit 120 Hertz, eine gute Tastatur und ein annehmbares Trackpad. Zweimal USB-C (USB 4.0), einmal USB-A und HDMI lassen auch bei den Anschlüssen wenig missen. Einen Fingerabdrucksensor im An/Aus-Schalter gibt es ebenfalls. Windows 11 Pro ebenfalls. Und Bloatware? Fehlanzeige!
Was hingegen noch nicht passt, sind die im Geekom PC Manager angebotenen Profile. Wenn sie schon angeboten werden, sollten sie auch einen deutlicheren Unterschied bei Leistung und Lautstärke machen, aktuell tun sie das nicht.
Definitiv besser ausgelegt werden muss das Kühlsystem: Nicht, dass es die CPU nicht im Zaum hält, kritische Temperaturen gab es keine zu sehen. Aber das dauerhafte An- und Absteigen der Lüfterdrehzahl und Lautstärke unter Last nervt und sollte 2026 einfach nicht mehr sein. Dass die versprochenen 450 Nits nur mit HDR-Content erreicht werden, sollte transparenter kommuniziert werden.
In Ordnung gehen die Laufzeiten mit Blick auf Akku und Plattform, aktuelle CPU-Architekturen können hier aber noch einmal wesentlich bessere Werte erzielen. Das ist eine echte Kehrseiten der am Ende getroffenen CPU-Wahl, während die Leistung des Core Ultra 9 185H auch nach heutigen Maßstäben noch sehr hoch ist.
So lässt sich am Ende festhalten: Zum aktuell aufgerufenen Preis ist das Geekom X14 Pro durchaus einen Blick wert, wenn man denn weiß, mit welchen Einschränkungen, dafür aber auch mit welchen Vorzügen man zum inklusive Rabatten aufgerufenen Preis zu leben hat. Ein technischer Überflieger, wie mancherorts vermittelt, ist das X14 Pro nicht. Geekom gewährt auf die Notebooks zwei Jahre Garantie.
| Variante | UVP | Preis Stand 2. März | Preis mit Aktionscode („CP14PRO10“ (bis 30. März)) |
|---|---|---|---|
| Core Ultra 5 125H, 32 GB, 1 TB | 1.399,00 Euro | 1.049,00 Euro | 944,10 Euro* |
| Core Ultra 9 185H, 32 GB, 2 TB | 1.599,00 Euro | 1.299,00 Euro | 1.169,10 Euro* |
- Materialwahl (Alu-Chassis) und Verarbeitung
- 16:10-AMOLED mit 2.880x1.800 & 120 Hz
- Niedriges Gewicht (999 g)
- Windows 11 Pro ohne Bloatware
- Lieferumfang (65 W GaN, USB-C-Dock)
- Linux-Support
- Kühlsystem unter Last unruhig
- Leistungsprofile unausgereift
- Akkulaufzeit auf Stand 2024
- Beworbene Display-Helligkeit nur mit HDR
ComputerBase wurde das GeekBook X14 Pro leihweise von Geekom für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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