32" UHD Monitor für Grafikdesign & Bildbearbeitung // AOC vs. BenQ vs. EIZO

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Liebe Computerbasler,

ich arbeite hauptberuflich als im Bereich Grafikdesign, bin aber privat auch mit Fotografie und Bildbearbeitung beschäftigt. Derzeit arbeite ich noch auf einem 24" Full HD Monitor, der mir aber nach 11 Jahren für die heutigen Anwendungsbereiche zu klein geworden ist. Daher möchte ich auf mindestens 27", lieber noch 32" umsteigen. Nach meiner Recherche macht UHD erst ab 32" wirklich Sinn, daher habe ich nach zahlreichen Diskussionen mit befreundeten Grafikdesignern und dem Durchforsten zahlreicher Reviews vier Favoriten. Preislich bin ich bereit bis 1800€ auszugeben, hätte aber bei der Investition gerne einen "State of the Art" Monitor was die Ausstattung betrifft. Hier meine aktuelle Auswahl:

UHD
  • AOC 32U1
  • BenQ SW321C
WQHD 27"
  • BenQ SW270C
  • EIZO CS2731
Mir ist bewusst, dass EIZO sicher die besten Farbwerte hat und auch das am gleichmäßigsten ausgeleuchtete Bild erzielt. Was mir bei den "erschwinglichen Modellen" (CS Serie) allerdings nicht gefällt, sind die Schwarzwerte gemessen am Preis. Da bekommt man bei anderen Herstellern bessere Werte. Und EIZO in 32" liegt leider über meinem Budget. Die beiden UHD Favoriten erfüllen fast alle meine Wünsche, dennoch habe ich ein paar Fragen:
  1. Ich verwendet Privat ein MacBook Pro 2018 mit einer "Intel Iris Plus Graphics 655 1536 MB", beruflich ein HP Notebook mit einer "Intel HD Graphics 620". Auf beiden Computern arbeite ich hauptsächlich mit der Adobe Creative Suite (Photoshop, XD, Premiere usw.)
    Werde ich mit einem UHD Monitor Performance Probleme bekommen?

  2. Hat jemand Erfahrungen mit den o.g. Monitoren? AOC hatte ich noch nie wirklich auf dem Radar für Grafikdesign, allerdings scheint der Monitor gute Werte zu erzielen.

Ich bin für jeden Rat dankbar!
 
Zuletzt bearbeitet:
AOC baut halt vor allem billige Monitore. Zum AOC 32U1 konnte ich jetzt keine guten Reviews und finden. Eher "fuer den preis ungleichmaessig ausgeleiuchtet, schlechte farbpraezision und ungleichmaessiger Schwarzwert."

gipfelstuermer schrieb:
wuerde den nehmen.
Womit kalibrierst du?
 
Danke madmax2010,

das war aber eine fixe Antwort! ;) Vom Design hat mich der AOC am meisten überzeugt (Porsche Design, schlichter Standfuß, dünner Bildschirmrand), aber auf genau diese Rezession bin ich eben auch gestoßen, das hat mich verunsichert. Da sollte ich das Monitordesign (auf sowas zu achten ist meine Berufskrankheit:D) vielleicht hinten anstellen :rolleyes: Vermutlich braucht ein guter Grafikmonitor auch einen dickeren Rand, um eine gleichmäßige(re) Ausleuchtung zu erzielen.

Ich habe zum Kalibrieren noch eine Spider 5. Mit der sollte sich der BenQ gut kalibrieren lassen. Hast du Erfahrungen zum SW321C? Sicher kommt der natürlich wieder nicht an EIZO ran, aber gefühlt kam mir Preis-Leistung hier recht überzeugend vor. Wichtig ist mir aber eben vor allem die gute Farbwiedergabe (Adobe RGB, sRGB usw.).
 
gipfelstuermer schrieb:
. Was mir bei den "erschwinglichen Modellen" (CS Serie) allerdings nicht gefällt, sind die Schwarzwerte gemessen am Preis. Da bekommt man bei anderen Herstellern bessere Werte.

Wüsste nicht das EIZO hier einen schlechteren Schwarzwert/Kontrast hätte.
Das sind auch die beiden Einstellungen,
die man immer auf Werkseinstellung lassen sollte bei einem TFT,
natürlich auch bei einem EIZO.

gipfelstuermer schrieb:
Mir ist bewusst, dass EIZO sicher die besten Farbwerte
Eizo verbaut eben eine sehr gute Elektronik, welche einen erheblichen Einfluss auf die Bildqualität hat.
Denn die Qualität der Elektronik zur Ausschöpfung aller Möglichkeiten eines LCD-Panels mit einem großen Farbraum ist entscheidend. Nicht allein das Panel und ein großer Farbraum ist hier wichtig.
 
Die 32" 4k Monitore sind leider oft nicht so richtig toll homogen ausgeleuchtet, der obige Benq und Dell sind da mit die besten.
4k ist das 4 Fache von FullHD (ich hasse marketing buzzwords), somit kannst du zwischen den 2 sauber skalieren
5k ist das 4 Fache von WQHD.
5k finde ich in 27" bei 200% skalierung unglaublich. Es ist scharf. Es hat alles die perfekte groesse.
https://geizhals.de/lg-electronics-ultrafine-5k-27md5kl-b-hmub2zm-a-hmub2b-a-a2108283.html
Falls das eine Option ist :)
zu Eizo hat @Nickel gerade alles gesagt :)

Die SPyder solltest du so langsam tauschen. Ich waere mir recht sicher, dass der Gelantinefilter so langsam am Ende ist
 
Danke ihr beiden!

@Nickel: Das mit dem Schwarzwert war vielleicht etwas unglücklich formuliert. Ich habe nur gelesen, dass die CG Reihe hier wohl nochmal besser als die CS Reihe ist. Man will natürlich immer das Beste haben, aber keine Unsummen für Dinge ausgeben, die man nicht braucht ;) Knapp 3000€ sind halt schon eine Hausnummer. Ich überlege trotzdem immer noch, ob ich nicht doch einen EIZO 27" mit WQHD (CS2731) nehmen soll. Das wären zwei Abstriche: 4K und 32". Kann die Vor- / Nachteile des Arbeitens mit 4K oder höher leider noch nicht wirklich einschätzen, weil ich bisher wie gesagt noch auf 24" Full HD arbeite. Wenn ich ein Visual Design erstelle sind gängige Zielauflösungen ja immer noch 1920*1080 (Web), das wäre dann ja "winzig" an 4K? EIZOs kenne ich noch aus meinem Studium, sind schon tolle Geräte ;)

@madmax2010: Die Homogenität schien mir beim BenQ tatsächlich noch am besten in der Preisklasse, wie du sagst. Über den LG bin ich auch gestolpert, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Grafikkarte meines Arbeitsrechners das packt. Mit dem verbringe ich leider die meiste Zeit. Wie sieht's bei dem LG im Vergleich zum BenQ aus? Auf den ersten Blick scheint der auch super Werte vorzuweisen? Und sind 5K auf 27" nicht wieder "übertrieben"? Ich hab gelesen, dass 4K und höher tatsächlich erst ab 32" wirklich Sinn ergibt (Skalierungsartefakte usw.)?
 
madmax2010 schrieb:
Spyder 5 ... dass der Gelantinefilter so langsam am Ende ist
Wird der wohl auch keinen haben.
Vor Jahren hatte schon kaum ein Colorimeter mehr organische Gelatinefilter verwendet.
Der Spyder 3 war hier einer der letzten.
Hier solltest du dich vllt mal wieder näher informieren diesbezüglich, lese das öfter mal von dir.
Ergänzung ()

Am besten die Monitore testen, Zuhause ein paar Tage.
Nur eben nicht zu lange, da je nachdem ein OnlineShop zicken machen könnte
wegen zu vieler Betriebsstunden. Ich hatte da mal Probleme mit Alternate.
Monitore bestelle ich nur noch bei Amazon wenn möglich. ;)
 
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Auch nochmal ein guter Hinweis, danke!

Ich vermute, dass ich die große Arbeitsfläche sehr schätzen werde. Mein 24 Zoller ist schon sehr klein und gequetscht. Daher bleibe ich bei BenQ. Die Firma scheint in den letzten Jahren etwas aufgeholt zu haben. Wenn es seitens Performance mit meinen beiden Rechnern auch läuft, dann bin ich happy! Und das mit dem Umtausch ist wohl leider die einzige Option, wenn der Monitor gar nicht passt.
 
in welchen farbräumen arbeitest du denn?

Ich würde wqhd in 27" oder wqhd/4k in 32" nehmen. Für mich persönlich muss es mehr als 60hz refreshrate zum arbeiten sein, da muss aber die gpu mitmachen. Ich kalibriere und profiliere ohne color clamp mit dem größt möglichen farbraum (Windows color Management ist halt was für die tonne... ).

Kontrast hängt maßgeblich vom paneltyp ab. bester Kontrast hat oled, gefolgt von VA und am schlechtesten ist ips - dafür ist ips sehr stark bei der farbdarstellung und den Blickwinkeln.

prinzipiell wird es für farbkritisches Arbeiten am ehesten auf ips hinauslaufen. Für hdr mastering würde man wohl auf oled setzen. va könnte man auch nehmen, aber da muss man erst mal einen Flachen Monitor finden, der nicht totale Grütze ist.

Ich arbeite und spiele an einem Acer predator XB323UGP - das ist ein neueres wqhd 170hz wide gamut ips panel von au Optronics mit 99% argb farbraumabdeckung. Das panel gibt's auch in einem msi pro Art Monitor, der ggf mehr Features zum Arbeiten hat - den gab's zu meinem kaufzeitpunkt aber noch nicht.

Für mich war die farbdarstellung in Kombination mit der refreshrate und der schnellen Pixelschaltzeit ausschlaggebend.

Man kann für einen eizo natürlich mehr Geld ausgeben, aber für mich war der Zugewinn an etwas besserer Präzision den Aufpreis und andere Kompromisse nicht wert, und zwar aus folgendem Grund: sobald die Arbeit mit einem anderen Display oder gar druckerei in Kontakt kommt, ist es völlig Wurst, ob man selbst eine 94% oder 99,7% farbpräzision hat, wenn die Kundschaft bei 60-80% liegt. wichtige Farben sind mit festen Werten vorgegeben.
Wenn man das perfekt betreiben will, muss man auch noch das Umgebungslicht mit einfließen lassen, weil sich die Umgebungslichtfarbtemperatur und Umgebungshelligkeit ja über den Tag ändert, sofern man nicht in einem Fensterlosen bunker sitzt.

aber man muss natürlich auch festhalten, dass die Möglichkeit zur hardwarekalibrierung bei richtigen Profi Monitoren ein sehr gewichtiges Argument ist, sowie entsprechend bessere Qualitätskontrolle und einige andere Features, wie gute farbraumprofile usw. 10 bzw. 12 bit farbdarstellung wäre auch noch ein Thema, aber da bekommt man auch von den Grafikkarten immer mal wieder Steine in den Weg gelegt, zumindest wenns keine dedizierten Profi gpus sind. Und wieviel Nutzen da hinterher übrig bleibt, wenn 8bit srgb oder cmyk zielfarbraum ist, muss man auch für sich selbst ausmachen.

nur mit einem teuren Monitor erreicht man die hohe Präzision nicht, dazu muss man schon in einen präzise künstlich beleuchteten Raum ohne Störlicht sitzen. Bis in die letzte Konsequenz wars mir in Abwägung von Kosten/Nutzen nicht Wert, und bin dann eben bei einem sehr guten gaming Monitor hängen geblieben.
 
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Wow, das ist mal noch eine Antwort! Danke, @duskstalker! :)

Ich arbeite hauptsächlich in sRGB. Ich hab mir die Bildschirmgrößen schon "in echt" angeschaut. Anfangs dachte ich, 32" ist total übertrieben, aber ich glaube, das ist genau die richtige Größe, um produktiv arbeiten zu können. Man gewinnt einfach deutlich mehr Platz und ist deutlich flexibler was die Fensteranordnung betrifft. In diesem Zusammenhang würde ich vermutlich auch (wie eingangs geschrieben) zu 4K tendieren - unter anderem auch, um "zukunftssicher" zu sein. Den Monitor würde ich ja wieder gerne ein paar Jahre behalten ;)

OLED ist natürlich grandios (ich besitze einen LG TV und liebe ihn), allerdings kommt das für mich zum Arbeiten nicht in Frage. Wie du schon geschrieben hast, macht IPS für Grafiker am meisten Sinn - das hat auch mein alter Dell U2410 und ich war ziemlich happy damit. 170 Hz klingen natürlich auch verlockend, aber ich glaube für meine "statische" Arbeit sollten auch 60 ausreichen. Videos schneide ich ab und an - aber eher selten. Eizo ist für mich raus, ich glaube so ein "High End Produkt" brauche ich nicht zwingend in meinem Job als UX Designer. Der Großteil meines Tages besteht sowieso aus Meetings, deshalb spielt für mich auch der Energieverbrauch eine Rolle. Meine Kolleginnen und Kollegen muss ich nicht zwingend farbgetreu sehen und viel Strom investieren :D Die Kalibrierung spielt für mich schon eine Rolle, das läuft beim BenQ wohl auch ganz gut (was ich bisher gelesen habe). Und in der Fotografie bin ich eher semiprofessionell unterwegs. Summa summarum ist der BenQ ein guter Kompromiss glaube / hoffe ich. Hab ich sonst noch irgendeine Problematik vergessen bzw. mir den SW321C schön geredet? Ansonsten wage ich mich an diesen ran ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe selbst den CS2731 und würde ihn nicht mehr hergeben.

Bei Eizo ist eindeutig die gute Werkskalibration und die Software das Alleinstellungsmerkmal.

Schau dir mal was zum Eizo Colornavigator an. Die Software ist einfach durch und durch für professionelle Anwendung gedacht. Das liefern die anderem Hersteller nicht.
 
Den miesesten Kontrast haben immer noch TN Panels
und den Kontrast bei IPS kann man schon seit Jahren als gut bezeichnen. ~1300 (statisch).
Vollig ausreichend, wie auch 60Hz für deinen Anwendungsbereich,@TE.

Zum Kalibrieren/Profilieren kann man immer das sehr umfangreiche, kostenlose "DisplayCAL" empfehlen.
Sollte man sich jedenfalls mal anschauen.
 
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@zandermax: hast du dann einen CS2731? Kommst du damit von der Größe her gut zurecht? Und welche Programme verwendet du hauptsächlich?

Die Software und die Werkskalibration ist natürlich wirklich toll. Kenne ich auch noch vom Studium:)

@Nickel: das glaube ich auch, ja. Ein paar Unterschiede zwischen den Monitoren scheint es aber zu geben...
 
zandermax schrieb:
Bei Eizo ist eindeutig die gute Werkskalibration und die Software das Alleinstellungsmerkmal.
Gut Kalibrieren kann man auch selbst, wobei man bei solchen Monitoren eigtl. nur noch Profilieren tut.
Wie schon erwähnt, Eizo verbaut bei den teuren Geräten eine sehr gute Elektronik,
welche aus einem guten Panel, mit großem Farbraum auch alles rausholen kann.
 
Nickel schrieb:
Gut Kalibrieren kann man auch selbst, wobei man bei solchen Monitoren eigtl. nur noch Profilieren tut.
Wie schon erwähnt, Eizo verbaut bei den teuren Geräten eine sehr gute Elektronik,
welche aus einem guten Panel, mit großem Farbraum auch alles rausholen kann.
Jain. Manche integrieren ja nicht mal ein Profil für die Gleichfömigkeit. Dann musst du das selber erstellen. Bei Eizo kalibriert du einmal alle paar hundert Betriebsstunden. Das dauert eine Minute.

@gipfelstuermer: ja ich hab den CS2731. Ich benutze ihn für Photoshop und Camera Raw. Bin auch etwas ins Drucken und Softproof eingestiegen, aber sammle da erst noch Erfahrungen. Manchmal auch zum Spielen (ja, das geht tatsächlich). Aktuell wird er viel fürs Homeoffice missbraucht, weil er USB-C und einen KVM-Switch hat.
Der Monitor ist einfach klasse.

Nachteile: Er ist sehr schwer und etwas ungeschickt, wenn man die Höhe verstellen will. Und er hat definitiv IPS Glow (Technikbedingt). Ihm fehlt halt die Polarisationsfolie. Backlightbleedingt hat mein Modell aber gar nicht.


Zur Größe kann ich nichts sagen. Hatte bisher 24 Zoll und mir reichen 27 Zoll völlig aus.
 
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