70-200mm: 4.0 L IS vs 2.8 L

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exuser0815

Gast
Hi,

nachdem beide Objektive gebraucht zirka gleich viel kosten, stellt sich mir die Frage ob ich wirklich einen IS brauche, und wie es mit der Tiefenschaerfe des 2.8 L aussieht.

Dass ich hoechstwahrscheinlich keinen IS brauche, habe ich anhand meiner bisherigen Bilder gesehen. Meistens fotografiere ich mit 1/320s oder schneller. Manche "Mitzieher" mit 1/150s, aber da hatte ich am alten Tamron Tele den IS ebenfalls deaktiviert. Auch mit dem 4.0 L, schaffe ich 1/200s ohne IS absolut scharf zu schiessen.

Die einzige Frage die sich mir noch stellt, wie sieht das mit der Tiefenschaerfe am 2.8 L aus? Aktuell habe ich gerade ein 4.0L IS hier, und mit Offenblende ist die Tiefenschaerfe eigentlich ganz OK. Wenn der Focus sitzt, dann ist es kein Problem, dass das ganze Ziel scharf drauf is (nen Haus, ein Auto, usw...). Wie sieht das mit dem 2.8 L aus?

thx fuer jeden Input
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Naja die Tiefenschärfe kannst du dir ja je nach Entfernung und Brennweite ausrechnen, gibt es ja genug Apps dafür.

Ich würde generell immer Lichtstärke einem Bildstabilisator vorziehen.
 
Wenn Du ohne Stabi auskommst, da Du ja scheinbar eine ruhige Hand mit ausreichend Erfahrung hast, dann ist das 2.8 natürlich besser, weil Du Reserven hast bei schlechteren Lichtverhältnissen und Du kannst natürlich ein 4.0 draus "machen" durch Blendeneinstellung. Aus einem 4.0 kannst du eben kein 2.8 machen, auch wenn die Lichtverhältnisse es zuließen.

Gruß

9pinking
 
Nimm das 2.8. Die Lichstärke und das Bokeh sind Vorteile, die ein IS nicht wirklich kompensieren kann. Seit ich das 2.8 zum ersten Mal benutzt habe, will ich nichts anderes mehr, ausser das 2.8 II ;)
 
Wenn dich das (deutlich) höhere Gewicht des 2.8ers nicht stört nimm das, denn Lichtstärke ist durch nichts zu ersetzen, außer durch mehr Hubraum (:freak: oder so ähnlich).

Je nach Kamera die du einsetzt können auch Autofokussensoren bei Linsen ab f/2.8 mit doppelter Genauigkeit arbeiten.
 
Im DSLR Forum gibt es Threads mit Beispielbildern beider Objektive. http://www.dslr-forum.de/forumdisplay.php?f=153
Da kannst Du Unterschiede gut beurteilen. In den allermeisten Situationen nehmen sich die Objektive nichts, die bessere Lichtstärke des 2.8 relativiert sich etwas, da es für volle Schärfe leicht abgeblendet werden muß. Erfahrungsberichte sehr vieler Besitzer bestätigen, daß mein Exemplar da keine Ausnahme, sondern der Normalfall ist. Das 4 zeigt dagegen bereits bei Offenblende die volle Schärfe.
Daß ich Freihand mit 1/400 Sekunden und kürzer scharfe Bilder hinbekomme, der Meinung war ich auch mal, bis ich vor ein paar Jahren angefangen habe, testweise das 70-200/2.8 mal vom Stativ zu nutzen und die Bilder mit den Freihand zu vergleichen. Ich war erstaunt, wie scharf scharf wirklich sein kann.

Edit: das 2.8 ist im direkten Vergleich, selbst zum 4 IS, bleischwer. Wenn man das einen ganzen Tag im Rucksack durch die Alpen schleppt, merkt man es auch.
 
Du hast mit 1/400s Unterschiede gemerkt? Also ich hab mit dem 4.0 L IS mehrmals dasselbe Motiv mit IS und ohne IS geschossen, und beide warn bei 1/200s gleich scharf.

Eventuell haengts mit der Technik zusammen, wie man die Kamera haelt. Ein Sniper hat da mal nen verdammt guten Artikel dazu geschrieben: http://www.pentaxforums.com/reviews/long-exposure-handhelds/introduction.html
Mit extra Atemtechnik. :fresse: :)
Wenn man sich 1:1 daran haelt, hab ich bei 200mm bei 1/100s kein Problem. Geht "im Gefecht" natuerlich ned immer.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wer das schafft bei 200mm ohne IS bei 1/200 keine Probleme zu kriegen ist schon verdammt gut.
1/400 sollte aber ausreichen den fehlenden IS zu kompensieren. Ich persönlich würde aber kein Tele mit der Brennweite ohne IS nehmen.
 
Das stabilisierte Sucherbild geht dir im übrigen auch flöten. Nur als kleine Anmerkung :)
 
Da ich auch ein 70-200er suche, hab ich auch schon Tage gelesen...
Das 70-200 2.8 L (non-IS) ist auch schon etwas älter und soll von der Abbildungsleistung etwas schwächer sein als das 70-400 4.0 L IS.
Ebenwürdig ist wohl dann das 70-200 2.8 L IS und nur das 70-200 2.8 L IS II soll das Ganze nochmal toppen.

Nach all dem was ich gelesen habe würde ich eher zum 4 L IS raten, ausser du benötigst wirklich die 2.8er Blende.
Viele blenden ja eh ab... Zudem sollte man die Größe und das höhere Gewicht nicht vergessen.

Wenn es günstiger sein soll und mit 2.8er Blende wäre ein Tomron 70-200 2.8 USD eventuell eine Alternative.
 
Ich weiß ...... es ist nicht das Objektiv.
Aber hast Du Dir das 200/2.8L angeschaut.
Leichter, schärfer, preisbilliger. Und Tiefenschärfe ... ich weiß nicht was Du fotografierst, aber beim 200er /2.8 passt ein Mensch bei Offenblende GENAU in den scharfen Bereich^^


LR5N7709.jpg


LR5N2578.jpg


Und das bei einer Crop-Cam (Sorry für 3.2 und 3.5, ich blende meistens eine Winzigkeit ab^^)
 
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Definitiv auch ne feine Linse. Halt nur nicht so flexibel wie mit einem Telezoom.
Dazu noch ein 135 L und man hat ein klasse Set :)
 
So dem ist :-)
 
Mensch HisN die beiden Fotos kenne ich noch, das ist ja schon ewig her :)

Zum Thema f4 IS oder f2.8 ohne IS: da gibt es wohl kein richtig oder falsch - nur persönliche Vorlieben. Ich würde zum 2.8er greifen. Weil der Stabi in Zeiten von Cams, die extrem gute High-ISO Fähigkeiten haben, immer bedeutungsloser wird, die 2.8er Blende einem aber immer Vorteile in Sachen Freistellpotential bietet.
 
Naja. Hauptsaechlich waere die Linse fuer Sportfotografie (Autos ;) ), Tiere hie und da Portraits.
Inwiefern hilft der IS beim 4.0 L bei Mitziehern bei Autos? Im Modus 2 soll dann ja trotzdem eine Achse stabilisiert sein? Hab das leider noch nicht Testen koennen.
 
Wenn Gewicht keine Rolle spielt, würde ich wohl das 2.8er nehmen, überwiegend wegen der besseren Freistellung bei Offenblende. Das f/4 ist aber auch toll, hab den Kauf nie bereut. IS ist nice to have, bei einigermaßen lichtstarken Linsen meiner Meinung nach aber kein Muss.
 
Niggoh schrieb:
Wenn Gewicht keine Rolle spielt, würde ich wohl das 2.8er nehmen, überwiegend wegen der besseren Freistellung bei Offenblende.
Wenn man zwecks Schärfe aber abblenden muss bleibt der Vorteil nur auf dem Blatt oder nicht?
 
Muss man ja beim "kleineren" in der Regel auch. Das nimmt sich nix.
Die FB ist bei OB zu gebrauchen^^. Mangels Zoom (bzw. nur kurz angetestet und nicht wirklich viel damit beschäftigt, hatte beide da) kann ich zu den beiden leider weniger sagen.
 
Ben hat da mal ein video zu dem tele gemacht. Er zeigt die wirkung des Bildstabis bei einem video:

Bin leider nur mit handy heute unterwegs, die formatirung müsst ihr so hinnehmen! https://www.youtube.com/watch?v=7zg-QGVG1xM&feature=youtube_gdata
Ergänzung ()

GTR schrieb:
Wenn man zwecks Schärfe aber abblenden muss bleibt der Vorteil nur auf dem Blatt oder nicht?

Ne, es bleibt trotzdem ein Vorteil. Das ist dann immer noch besser als ein Verwackeltes oder garkein Bild.
 
Wobei man das f/4 auch gut bei Offenblende nutzen kann. Da tut sich qualitativ nicht mehr besonders viel beim Abblenden.
 
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