A(v) vs. T(v) bri Sportfotografie

FidelZastro

Commander
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3.032
Hallo Leute,

da das im Reitsportthread ein Bisschen überhand nimmt, ich aber einige Äußerungen nicht so stehen lassen möchte, habe ich hier mal einen eigenen Thread aufgemacht.

Weasel schrieb:
@FidelZastro
Die Belichtungszeit richtet sich nach der Geschwindigkeit des Pferdes und des Lichtes. Diese einfach so wählen, dass die Kamera nicht verwackelt und das Pferd eingefroren wird und die Blende möglichst weit offen ist.
Bei "A" hat man das Problem, dass eine zu lange Belichtungszeit gewählt werden könnte, weil nicht genug Licht vorhanden ist.
Verstehe ich nicht. Die Empfindlichkeit den Lichtgegebenheiten anzupassen ist doch das erste was ich mache wenn ich die Kamera anschalte, vollkommen egal ob auf dem Sportplatz, in der Konzerthalle oder auf der Wandertour. Ich sehe nicht viel SPielraum, in dem mir das eine Automatik zufriedenstellend abnehmen könnte (kenne zugegeben die neuen Nikons nur vom Hörensagen). Für die D40 im Ursprungsthread hat das natürlich keine Relevanz.

Im Gegensatz dazu sehe ich keinen Grund, die Blendenwahl der Kamera zu überlassen, solange wir nicht von Objektiven mit höherer Lichtstärke als 2,8 reden. Ich betreibe seit bald 2 Jahren SPortfotografie mit dem 70-200 2,8 und hatte noch nicht ein Bild, bei dem die Schärfentiefe nicht ausreichte. Aber ganz schön viele, bei denen ich mir mehr gewünscht hätte. Abblenden ist im geschilderten Szenario schlicht unsinnig, wieso also nicht die Blende auf Offenblende festlegen?

Die Verschlusszeiten werden mir im Sucher angezeigt, wenn ich nicht bemerke, dass ich versuche, mit 1/50s ein springendes Pferd zu fotografieren, fehlt mir höchstens Übung oder Konzentration, nicht aber eine Blendenautomatik die bei wenig Licht auch ganz schnell an ihre Grenzen gerät.

Die Äußerungen zum Modus M sind im Übrigen müßig. Darüber, dass der nur in wenigen Situationen (Studio, Blitzlicht, Feuerwerk/Nachtaufnahmen etc.) sinnvolle Anwendung findet, sind wir uns sicher einig.
 
FidelZastro schrieb:
Abblenden ist im geschilderten Szenario schlicht unsinnig
Ich denke, so pauschal kann man das auch nciht sagen.
Außerdem gehst du ja nun auch von einer L-Linse aus, so wie ich dich verstanden habe.

Ich denke, man muss das wirklich situationsabhängig und ausrüstungsabhängig entscheiden. Je nach Qualität der Linse, nach Brennweite, nach Licht, Bewegungsgeschwindigkeit und benötigter Tiefenschärfe.
Ich fotografierte zwar noch keinen Pferdesport, ich könnte mir vorstellen, dass man da auch etwas Tiefenschärfe gebrauchen könnte, um z.B. Reiter und Pferdekopf (ggfs. auch ganzes Pferd) scharf zu haben.

Außerdem danken es einem günstige Tele-Objektive, besonders im Teleende, wenn man abblendet ("Grundschärfe").
Dass ein möglichst gut aufgelöster Hintergrund ideal ist, bleibt natürlich unstrittig ... daher bin ich halt der Meinung, dass das das halt immer individuell anhand der Situation entscheiden muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
FidelZastro schrieb:
Die Äußerungen zum Modus M sind im Übrigen müßig. Darüber, dass der nur in wenigen Situationen (Studio, Blitzlicht, Feuerwerk/Nachtaufnahmen etc.) sinnvolle Anwendung findet, sind wir uns sicher einig.

Nein, sind wir uns nicht. Ich sehe kein Problem alles manuell zu machen. Es geht schnell und ich bekomme genau das was ich möchte. Wenn du nicht in der Lage bist, es von Hand schnell zu machen, ist das dein Bier. Ich habe damit keinerlei Probleme.
 
@FidelZastro

Pauschal lassen sich Einstellungen nie auf alle Situationen übertragen aber stell dir folgende Situation vor:
Es ist schlechtes Wetter und du bist auf der Rennpiste. Die Autos flitzen mit 250 km/h an dir vorbei und deine Kamera steht auf Av, denn du weißt, wie scharf das Bild sein soll.
Die Kamera steht auf Auto-ISO und erhöht ggf. den Iso-Wert, wenn das Bild verwackeln zu droht. Aber die Kamera weiß nicht, dass die Belichtungszeit nicht nur so gewählt werden muss, dass das Motiv nicht verwackelt, sondern auch noch ein Auto eingefroren werden muss, dass mit hoher Geschwindigkeit vorbei fährt. Ergo ist eine noch kürzere Belichtungszeit gefordert.

Aus diesem Grund würde ich mit dem Modus "S" knippsen, denn ich habe keine Zeit dauernd zu schauen ob die Belichtungszeit über Wert XY bleibt, wenn sich alle paar Sekunden die Beleuchtung ändern könnte durch Wolken zum Bleistift.

Ich hoffe damit konnte ich besser erklären, warum ich "S" bevorzugen würde. Optimal ist natürlich "M", wenn die Kamera Auto-ISO beherrscht :)
 
Da ich auch das EF 70-200/2.8L nutze, kann ich sicher ein klein wenig mitreden.
Bei dem Objektiv blende ich fast immer ein wenig ab, mindestens auf 3.2, wenn genügend Licht vorhanden ist, auch mal auf 4. Warum? ganz einfach, beim leichten Abblenden nimmt die ohnehin phänomenale Schärfeleistung des Objektivs noch einmal sichtbar zu. Für sehr viele Motive ist die Schärfeebene bei Offenblende außerdem zu knapp.
In der Sportphotographie nutze ich immer das Programm "M", um zusätzlich einen Einfluß auf die Belichtungszeit zu haben. Denn nichts ist z.B. bei Bildern von Pferderennen tödlicher als eine zu kurze Belichtungszeit. Eingefrorene Motive vor eingefrorenem Hintergrund halte ich für sterbenslangweilig, ein fall für die digitale Mülltonne. Deshalb nie über 1/100s und nie unter 1/160s. Lieber noch weiter abblenden, falls zu viel Licht da ist.
 
Weasel schrieb:
@FidelZastro

Pauschal lassen sich Einstellungen nie auf alle Situationen übertragen aber stell dir folgende Situation vor:
Es ist schlechtes Wetter und du bist auf der Rennpiste. Die Autos flitzen mit 250 km/h an dir vorbei und deine Kamera steht auf Av, denn du weißt, wie scharf das Bild sein soll.
Die Kamera steht auf Auto-ISO und erhöht ggf. den Iso-Wert, wenn das Bild verwackeln zu droht. Aber die Kamera weiß nicht, dass die Belichtungszeit nicht nur so gewählt werden muss, dass das Motiv nicht verwackelt, sondern auch noch ein Auto eingefroren werden muss, dass mit hoher Geschwindigkeit vorbei fährt. Ergo ist eine noch kürzere Belichtungszeit gefordert.


Auf der Rennstrecke Autos einfrieren? Das sieht doch total scheiße aus. Bei Rallye ja, aber bei so etwas doch nicht.
 
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