Abschirmung von Spulen auf Frequenzweichen - Elektrotechnik

AudiRS6+

Lieutenant
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998
Hallo an alle und alle, die sich wirklich auskennen!

Spulen auf Frequenzweichen in Lautsprechern sollten möglichst weit voneinender entfernt sein oder axial umgekehrt zueinander montiert sein, damit sich ihre Magnetfelder nicht gegenseitig beeinflussen.

Wenn beides nicht möglich oder gegeben ist,

kann ich eine Spule mit Kupferfolie abschirmen?

Welchen Effekt hat das und muss ich die Spule zur Kupferfolie hin isolieren?

Viele Grüße
 
Geht, besser ist ein feinmaschiges Gitter. Auch Alufolie geht, reichte bei den problematischen ungeschirmten Modellen vom Soundblaster auch :)
Aber immer an die Erdung denken
 
AudiRS6+ schrieb:
Spulen auf Frequenzweichen in Lautsprechern sollten möglichst weit voneinender entfernt sein oder axial umgekehrt zueinander montiert sein, damit sich ihre Magnetfelder nicht gegenseitig beeinflussen.
"axial umgekehrt" ist eine der schlechtesten Varianten die man wählen kann!

kann ich eine Spule mit Kupferfolie abschirmen?
damit änderst du die Flussdichte des Magnetfeldes und damit die Induktivität der Spule

hier ist eine Übersicht Spulen Anordnungen
 
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Klasse Übersicht, jap, ich habe mich schwer damit getan Variante 6 zu beschreiben.
Bei mir geht es darum Variante 2 zu "verbessern".
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Also laut deiner Aussage verändere ich die Induktivität einer Spule, wenn ich diese mit Kupferband abschirme?
Das währe schlecht.
Was ist denn mit diesen Ton\Keramiktöpfen?
 
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Wenn du die Spulen mit einem Leiter (dabei spielt es kaum eine Rolle wie gut der Leiter leitet) abschirmst, dann verringerst du die AC-Selbstinduktivität der Spule und erhöhst den AC-Widerstand, da Wirbelströme in dem Schirm induziert werden. Die Gegeninduktivität (und damit die Kopplung) der beiden Spulen würde sich aber drastisch verringern.
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Ich bin mir nicht sicher was du mit Ton\Keramiktöpfen meinst. Aber du kannst nur mit einem elektrischen Leiter das Magnetfeld beeinflussen bzw. mit einem Material das eine Permeabilität ungleich 1 hat.
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Es spielst im übrigen keine Rolle, ob du den Schirm erdest. Ich weiß nicht woran alxtraxxx denkt. Die Wirbelströme sind unmittelbar auf der Schirmoberfläche und ziehen da ihre Kreise. Da lässt sich kein Strom durch Erdung ableiten. Im Gegenteil, du würdest so nur die parasitäre Kapazität der Spule erhöhen.
 
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Das meine ich mit "Keramiktopf".
 

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Achso. Das ist ein Ferrit-Glockenkern. Ja, den kannst du einsetzen um die Gegeninduktivität zu verringern. Damit wirst du aber erst recht deine Selbstinduktivität verändern. Der Ferrit ist ein schlechter elektrischer Leiter, aber mit sehr hoher Permeabilität. Der Ferrit wirkt quasi wie eine Linse für magnetische Feldlinien und bündelt diese.
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Messtechnisch ist das aber etwas knifflig die Induktivität zu bestimmen. Die meisten Messmethoden setzen darauf auf, lediglich den Imaginärteil des Impedanzsverlaufs auszugeben L=Im(Z)/(2*pi*f). Das ist aber ein Trugschluss und gibt nur eine Scheininduktivität wider, weil dabei nicht berücksichtigt wird, dass die parasitäre kapazität der Spule ebenso die Impedanz verändert. Das ist umso kritischer je näher die Arbeitsfrequenz und Resonanzfrequenz beeinander liegen. Letzteres dürfte aber zumindest für Audio kaum ein praktisches Problem darstellen.
 
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