News Aliro startet: Digitaler Smartphone-Schlüssel per NFC, UWB und BLE

Frank

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Die Connectivity Standards Alliance (CSA) hat den Start des neuen Kommunikationsstandards Aliro in Version 1.0 bekanntgegeben. Aliro ist ein neuer, offener Standard der CSA für sichere, mobile Zutrittskontrollen, der Smartphones und Wearables als Schlüssel nutzt. Es wird erwartet, dass Smart Locks künftig diesen Standard nutzen.

Zur News: Aliro startet: Digitaler Smartphone-Schlüssel per NFC, UWB und BLE
 
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Und bei VW kann man immer noch nicht das Auto an aktuellen E-Modellen per Smartphone starten :D
 
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Aliro erfordert in den Geräten wie Smart Locks, die den Standard nutzen wollen, in der Regel allerdings neue Hardware, da ein spezifischer Funkchip notwendig ist.
Kann das jemand erklären ? Wenn es doch auf BLE, NFC und UWB aufbaut sollten doch Geräte die eben diese Funkstandards können per Softwareupdate befähigt werden können ?

Beim Gegenstück (Smartphone) geht es ja auch oder wird das nur mit neuen Smartphones funktionieren ?
 
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xerex.exe schrieb:
Und bei VW kann man immer noch nicht das Auto an aktuellen E-Modellen per Smartphone starten :D

Das liegt ja auch daran, das bei VW der arme Hausmeister sich um die Software kümmert. Von dem kann man unmöglich solche Kompetenzen erwarten, zumal er immer noch an der Abgasreduzierung auf dem Messstand arbeitet...
Für Elektroautos hat der noch gar kein Nerv, zumal die sich eh nie durchsetzen werden...
😜
 
Und wie sieht das Backup aus, sobald das Gerät nicht geht? Es wird nämlich 100% irgendwann mal nicht gehen!

Bei uns im Unternehmen ist jede Tür (außer die aller Wichtigsten 🤔) mit so etwas ausgestattet. Im Durchschnitt muss zwei mal pro Woche irgend etwas daran gemacht werden, weil die Batterie leer ist, es einfach so defekt ist, ab und zu für einige Versuche den Chip nicht erkennen möchte oder weil die Auffrischung fehlgeschlagen ist. (Auffrischung bei uns bedeutet, dass der Chip 1x pro Woche an einem Gerät drangehalten werden muss, um zu Zugriffsberechtigung um eine weitere Woche zu verlängern. Und ich glaube nach 1 Monat ohne Auffrischung verliert man dauerhaft die Berechtigung.)
Außerdem ist eine Person halb- bis ganztägig damit beschäftigt, sich um die Zugriffsberechtigung, Löschung, Anpassung, etc. zu kümmern.

Was damals bei normalen Schlüsseln eine Person in 30 Minuten am Tag per Schlüsselausgabeliste über eine Excel-Liste und einem Ordner mit den Unterschriften gemacht hat, macht nun eine Person manchmal den ganzen Tag mit einem kleinen Lager voll Ersatzgeräte, Batterien, extra Gerät und Software für die Chips und Werkzeugkoffer.

Diese Person beschwert sich jeden Monat, wie schlecht das System mit diesen "modernen" Schlössern ist.
Und alle, die von diesen Dingern selbst betroffen waren (ich selbst auch schon), haben sich auch schon darüber geärgert, weil man direkt fast eine Stunde ausgesperrt wird.

Diese Erfahrung im Unternehmen hindert mich daran, jemals bei mir Zuhause so einen Quatsch zu installieren.
 
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@Zweite Sonja Bei meinen Schlössern kann man im Störfall einfach mit dem Schlüssel(physisch) öffnen und schließen. Würde mir auch keine anderen kaufen eben aus dem genannten Grund.
 
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@Zweite Sonja was ist das Backup wenn du deinen Metallstift (Schlüssel) verlierst ? Wir haben auch so ein system in der Arbeit und das wäre für ein paar tausend Leuten mit altmodischen schlüsseln gar nicht verwaltbar. Wie groß der Raum für all die Ordner wäre will ich mir dabei gar nicht vorstellen.

Hört sich bei euch also eher nach einer schlechten Implementierung an.
 
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@Keymaster86
Aber musst du deinen physischen Schlüssel dann nicht trotzdem immer dabei haben? Wo ist der Gewinn?
Oder versteckt du ihn in einem Stein?

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😂

@M-X
Dasselbe, wenn ich den Chip verliere. Zum "Schlüsselmeister" gehen.

Mit so einem System steigt die Wahrscheinlichkeit aber um weit mehr als das Doppelte, dass man ausgesperrt wird. Und es ist sehr viel teurer und verursacht höhere laufende Kosten.
Fast niemand verliert den Schlüssel, aber fast jeder hat bereits mindestens ein Mal Probleme mit dem System gehabt.

Außerdem reicht bei uns ein mitteldicker Ordner für etwas unter 1000 Angestellte plus temporäre Ausgaben.
 
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xerex.exe schrieb:
Und bei VW kann man immer noch nicht das Auto an aktuellen E-Modellen per Smartphone starten :D
Meinst du die Marke oder den Konzern? Ich dachte, bei Audi und Porsche geht das bereits.
Ergänzung ()

Zweite Sonja schrieb:
Und wie sieht das Backup aus, sobald das Gerät nicht geht? Es wird nämlich 100% irgendwann mal nicht gehen!
Das Backup nennt sich wohl "Notschlüssel", analog zum Auto, wo sich ein solcher Schlüssel im elektrischen Schlüssel verbirgt. In der Firma gibt es solche Notschlüssel an der Pforte beim Werkschutz. Bei Bedarf kommt jemand von dort, schließt auf und tauscht die leere Batterie aus oder ersetzt das defekte elektronische Schloss durch ein neues.
 
Zuletzt bearbeitet:
@dowira
Wer weiß... die Meisten kenne ich nur vom Sehen. 😅

@Weyoun
Das wird wahrscheinlich der Fehler bei uns sein. Da gibt es kein Notschlüssel. Nur unseren Schlüsselmeister mit seinem Werkzeugkoffer. 😁
 
Zweite Sonja schrieb:
@Keymaster86
Aber musst du deinen physischen Schlüssel dann nicht trotzdem immer dabei haben? Wo ist der Gewinn?
Oder versteckt du ihn in einem Stein?
Tresor* im Keller, Bankschließfach, Loch im Garten, Tresor* in der Gartenhütte, Zweitwohnsitz usw such dir etwas aus. Oder zwei Zugänge wenn einer Kaputt ist nimmt man den anderen... (z.B Terrasse und Haustür)

*für diesen Anwendungszweck empfiehlt sich ein Modell mit Zahlenschloss, aus offensichtlichen Gründen...
 
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Zweite Sonja schrieb:
@Weyoun
Das wird wahrscheinlich der Fehler bei uns sein. Da gibt es kein Notschlüssel. Nur unseren Schlüsselmeister mit seinem Werkzeugkoffer. 😁
Gibt auch Lösungen, die auf Energy Harvesting setzen. Ne halbe Drehung am Knauf und das Ding hat genug Energie um mit der Karte dem Chip zu kommunizieren.

Vorteile sind doch vor allem: Zeitliche Beschränkung von Zugängen und z.B. verlorene "Schlüssel" sperren zu können, anstatt alle Schlösser tauschen zu müssen.

Ich finde es privat auch außerordentlich praktisch, Verwandeten, Freunden oder Nachbarn temporär Zugang zur Wohnung geben zu können, falls ich z.B. ungeplant/noch unterwegs bin.
Ergänzung ()

Interessant finde ich, dass die Autoindustrie wohl wieder versucht ihr eigenes Süppchen zu kochen: https://carconnectivity.org/our-members/
 
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Ich hoffe mal das wird nicht ein Standard der von vielen Köchen gekocht und dann im Endeffekt doch wieder von nur einer Handvoll überteuert umgesetzt wird, was die Adaption total killt und dann selbst die Köche wieder abspringen, weil es zu wenig Leute kaufen.

Per se finde ich den Zweck aber richtig gut. Jeden Device-Schlüsselbund nativ, ohne Drittanbieter-Apps unterstützen ist ein erstrebenswertes Ziel
 
Zweite Sonja schrieb:
Auffrischung bei uns bedeutet, dass der Chip 1x pro Woche an einem Gerät drangehalten werden muss, um zu Zugriffsberechtigung um eine weitere Woche zu verlängern. Und ich glaube nach 1 Monat ohne Auffrischung verliert man dauerhaft die Berechtigung.)
Das hört sich nach ziemlich dämlichen Voreinstellungen an. Bei uns gibt’s online-Leser und Offline-Schlösser. Und Terminals an denen du dir alle 24 Std Rechte auf den Schlüssel schreiben musst, sonst kommst du nicht mehr rein. Das klappt wunderbar. Selbst ein vergessener Schlüssel ist kein Problem, weil der Verwalter dir dann einfach einen Leihchip mit identischen Rechten fertig macht.

Klarer Vorteil gegenüber klassischen Schlüsseln: geht ein Chip verloren entzieht man einfach die Rechte und gut. Bei einem Generalschlüssel fängt man an die Schließablage zu ersetzen. Und man glaubt nicht wie oft solche Schlüssel verloren gehen… ;)
 
Zweite Sonja schrieb:
Und wie sieht das Backup aus, sobald das Gerät nicht geht?
Aufbohren. Andererseits sind rein elektronische Schlösser nun gerade in großen Firmen derart verbreitet, das sich die Fehlerquote wohl sehr in Grenzen hält. Die, die ich kenne, bekommen ihren Strom allerdings vom Schlüssel oder Handy mit NFC. Den Schlüssel kann man dann, je nach Implementierung/Hersteller, an Stationen oder via Bluetooth aufladen/freischalten.

Inzwischen geht das hier soweit, das man den Schlüssel teilweise nur noch für genau definerte Türen/Standorte freischalten kann (per App/Bluetooth), also das Risiko bei Verlust echt überschaubar ist.

RFID-Leser kenne ich auch, die funktionieren allerdings bisher ziemlich problemlos.

Zweite Sonja schrieb:
Was damals bei normalen Schlüsseln eine Person in 30 Minuten am Tag per Schlüsselausgabeliste über eine Excel-Liste und einem Ordner mit den Unterschriften gemacht hat, macht nun eine Person manchmal den ganzen Tag
Kenn ich hier, mit diversen Schlüsseln für diverse Regionen und Verwendungszwecke, anders. Da sind Leute auch gerne den ganzen Tag beschäftigt.
Zweite Sonja schrieb:
Diese Erfahrung im Unternehmen hindert mich daran, jemals bei mir Zuhause so einen Quatsch zu installieren.
Ein EFH ist da ja auch selten der Anwendungsfall für. Da kommt es bei Schlüsselverlust ja oft billiger/einfacher, einfach alle Schlösser zu ersetzen.
 
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