All-In-One NAS/Gerät bauen (Thunderbolt, Festplatten, Router, Bluraylaufwerk & Co)

p4cx

Ensign
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Hallo Leute,

ich habe eine Idee und wollte fragen, ob dies technisch mit realistischem Budget (halt nicht total überzogen teuer) umsetzbar ist.

Mein Hauptgerät ist ein Macbook und wie ihr wisst, bietet dieses ja nicht wirklich viel Anschlussfreiheit. Da kam mir die Idee, dass ich mir ein NAS baue, jedoch mit mehr Funktionen und Thunderbolt-Konnektivität. Idealerweise ist das Gerät am Ende recht kompakt, also z.B. ein Minitower. Drinnen sein sollten dann auf jeden Fall: Prozessor und Co. (erklärt sich ja von selbst), Festplatten (3-4 Stück), Bluray-Laufwerk, SD-Karten-Leser und USB Anschlüsse und das ganze mit einem Thunderboltanschluss, um es mit dem Macbook zu verbinden. Quasi ein überzogenes Thunderboltdock.
In MacOS will ich dann einfach auf die einzelnen Dinge zugreifen, z.B. das Laufwerk oder das NAS oder die Timemachine-Festplatte. So Sachen wie Router und so, die würde ich hinten anstellen.

Hat jemand von euch schon mal so etwas in der Art gebaut oder hat sonst eine Idee, wie man dies vernünftig umsetzen kann?
 
Was von Synology oder Qnap scheidet aus?
 
maxxie schrieb:
Was von Synology oder Qnap scheidet aus?
Ich hab mir die Geräte von den beiden Marken angeguckt. Es gäbe von Qnap ein NAS mit einem Bluraylaufwerk, jedoch ist dies viel zu überdimensioniert und auch viel zu überteuert.

Zudem möchte ich es selber bauen, um in Zukunft dann flexibel Teile ersetzen zu können. Nur weil ich einen Mac benutze, heißt das noch lange nicht, dass ich ein fertiges OutOfTheBoxAndReady Gerät möchte - in diesem Fall erscheint mir die DIY Möglichkeit am sinnvollsten.
 
Naja, ganz so einfach wird das ganze leider nicht, du kannst nicht einfach über Thunderbolt oder USB-C alle Geräte weiter geben.
Was du halt machen kannst ist, dass du die Laufwerke per SMB, NFS oder anderen Dateifreigaben dem MacBook über Netzwerk zur Verfügung stellst. Dann musst du aber halt eine recht fixe Verbindung deines MacBook mit dem Netzwerk gewährleisten, dass bedeutet, dass du ziemlich sicher einen Gigabit Ethernet Adapter brauchst, über WLAN macht das nicht soviel Spass.

Mit dem Bluray Laufwerk wirst du dann afaik auch nicht viel anfangen können, die Software will da normalerweise direkt drauf zugreifen (und nicht auf die Dateien), d.h. du kannst dann auch höchstens mal ein Paar Daten runterkopieren, aber Filme schauen oder irgendwas brennen ist nicht.

Wenn es dir wirklich nur um die Platten geht, dann würde ich da wirklich auf eine Synology setzen und gut ist.

Falls du es selbst bauen willst, dann je nach dem, wie fit du mit Linux etc bist am besten mit FreeNAS anfangen, das ist eigentlich ganz gut geeignet.
Dazu dann eine stromsparende Plattform, idealerweise mit ECC Ram, zb einen Intel i3-8100 mit passendem Board (dann halt mit 4-6x SATA), eine m2 SSD für das Betriebssystem und entsprechende Platten.
 
@Bogeyman - das mit dem Router klingt ziemlich einleuchtend.
@deveth0 - Danke dir für deine ausführliche Antwort. Also ich kann mit FreeNAS und Linux nicht das Laufwerk, USB-Buchsen und SD-Karte als solches irgendwie weitergeben?
Wenns nur die Platten wären, dann wärs ja einfach, da müsste ich hier nicht fragen :)
Mhm, echt blöd - rein über Netzwerk hab ich halt nie den Durchsatz, den ich von Thunderbolt habe. Aber danke für den Ansatz.
 
Naja, wenn du unbedingt mehr als GBit (immerhin knapp 100mb/s) brauchst (wofür??), dann kannst du ja auch einfach jede Menge Geld drauf werfen und 10Gb aufbauen ;)
 
Hab gerade recherchiert - für Bluray reichts sogar und ich hab noch etwas Puffer. Habe gerade die Geschwindigkeit von Gigabit-Lan unterschätzt. Dann werd ich mich mal in die Richtung schlau machen.
 
Ich benutze auf einem HTPC "Xpenology" (Synology NAS-Software). Hardware ist ein Intel Celeron G1620 auf einem Asus P8H61-I R2.0 samt 8GB RAM. Festplatten sind welche, die ich noch rumfliegen hatte, aber war einfach nur zum testen.
Funktioniert super und bin zufrieden.
Ich weiß nur nicht, ob es Treiber für Bluray Laufwerke gibt. Per Google oder im Xpenology-Forum findet man sicher Infos.

Einzig das Einrichten des Bootsticks ist etwas aufwendig, aber an sich keine große Sache. Könnte dir gerne helfen, wenn du in die Richtung gehst.
 
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