Alle Welt hypt SSD - Wo bleibt der wahre Fortschritt?

  • Ersteller Ersteller Conker
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Den Schritt von einer HDD auf eine SSD merkt man kaum. Aber probier es mal in die andere Richtung! Der ganz große Vorteil der SSD ist, dass die ganzen Wartezeiten wegfallen, die normalerweise vergehen wenn der Rechner auf Daten wartet. Mein Rechner bspw. bootet mit der neuen SSD so schnell, dass ich den Firefox geöffnet habe bevor der Router meinem PC eine IP zugewiesen hat. Vom Knopfdruck bis zum 100% Einsatzbereiten Rechner vergehen weniger als 20 Sekunden - und das obwohl mein Rechner kein Fast Boot unterstützt... damit wären es dann eher um die 10s. Der Windows 8 Ladebildschirm schafft keine ganze Runde mit seinen Kügelchen, die sich im Kreis drehen.

Wenn man die kleinen Gedenkpausen gewohnt ist, dann merkt man kaum einen Unterschied. Wenn man sie aber nicht gewohnt ist, dann wird das Arbeiten mit einem Rechner ohne SSD zur Qual.

Mfg
 
Aber ob eine Anwendung eben locker um ein Zehnfaches schneller startet, das merkt man sehr wohl tagtäglich.

Naja das ist jetzt aber subjektiv! Sry der Rechner wird morgens hochgefahren und die Programme gestartet! WOW ja die SSD macht das schnell! Danach wird mit den geöffneten Programmen gearbeitet SSD macht nix mehr! CPU und Graka (CUDA) geben den Ton an Arbeiten werden im Hintergrund gespeichert ja ... ist schnell mit der SSD, als Hintergrundtask aber auch scheissegal!

Was bringt die SSD also? Am Morgen etwas schneller oben der Rechner! Das wars aber auch schon! Also doch nur Hype!
Klar wenn man den ganzen lieben Tag nichts besseres zu tun hat als Benchmarks laufen zu lassen oder einem einer abgeht wenn man den Rechner die Ganze Zeit dank SSD superschnell neu Bootet ja dann ist ne SSD megageil!

Ich arbeite an meinem Rechner aber! :D Da rechnet die CPU/GPU oder wartet auf meine Eingaben!
Klar beim sichern der Daten wieder schnell, an der Gesamtarbeit gesehen würde es aber keine Rolle Spielen ob nun SSD oder HDD.
 
Zuletzt bearbeitet:
Conker schrieb:
Soll heißen, ich hatte mir eine SSD anders vorgestellt, das wird noch eine Zeit brauchen bis zur richtig schnellen Geschwindigkeit.
Nein, selbst die aktuellen SATA SSDs sind schon so schnell, die wenigsten User haben Systeme und vor allem Anwendungen um von noch schnelleren PCIe SSD wie der Intel 750 oder Samsung SM951 wirklich zu profitieren und einen Unterschied zu merken, der die Aufpreise dann auch rechtfertigt. Das ist ja gerade die Hauptkritik viele User an den schnellen PCIe SSDs.

Eine SSD ist nur ein Massenspeicher, wenn auch ein schneller. Die CPU muss aber die Daten auch verarbeiten bzw. den geladenen Code ausführen. Je lahmer die CPU ist, umso geringer wird dann im Verhältnis zur Gesamtzeit die Zeit für das Laden. Aber nur die wird von einer SSD gegenüber einer HDD beschleunigt und damit wird der Vorteil durch die SSD eben auch geringer, wobei das eben neben der Performance der CPU (und des RAM, etc.) eben auch sehr davon abhängt, wie viel Disk-I/O man bei den konkreten Aufgaben und Anwendungen überhaupt hat.

Ist das nur wenig und / oder ist der Rechner selbst sowieso lahm, wird die Beschleunigung durch die SSD statt einer HDD eben auch entsprechend geringer ausfallen.
 
das sogenannte Hochhypen ist leider vollkommen normal. Heute wird doch alles neue als toll, genial, unschlagbar, innovativ, warum erst jetzt, endlich die Rettung, das Warten hat ein Ende, zig mal so schnell etc. pp. bezeichnet. Das sind reine Werkzeuge. Redaktionen setzen sie ein, um sich mit Herstellern nicht anzulegen, denn sonst würde man Gefahr laufen, von den Herstellern keine Testmuster mehr zu bekommen oder sonstige Dinge, die Hersteller so tun, um Werbung zu betreiben. Und viele sind hirnmäßig heute so weichgeklopft, die plappern das kritikfrei und blind nach und so entsteht halt eine riesige Blase der Lüge oder Selbsttäuschung. Völlig normal, man muss damit leben und umzugehen wissen oder sich davon eben nicht einlullen lassen.
Ich nehme mal ein Beispiel: ich hatte kürzlich einen Uraltrechner hier zum Sichern der dort gespeicherten Eigenen Dateien. Das Ding war ein Rechner von 1997, 233er Intel, 48 MB Speicher, 3,2 GB-Platte, eine Soundkarte von 30 cm Länge drin, CD-Laufwerk, USB 1. Und das lief mit Windows 98, erste Ausgabe. Und es lief nicht nur, es rannte. Ok, war kein VirenScanner drauf, aber das Ding startete Windows einigermaßen flott und Programme kamen ratzfatz. Und dann schaut man, was man selbst hier so stehen hat (siehe Signatur). Da möchte man mit dem Kopf gegen die Wand gehen und immer wieder dagegen schlagen. Heute haben Rechner 4x 3 Ghz oder so ähnlich, wer weniger als 4 GB RAM hat, wird mitleidig belächelt und unter Windows 7 redet man nicht mehr miteinander. Gut, W7 von einer SSD ist innerhalb ca. 30-45 Sekunden bei den meisten Leuten gestartet und ist bereit für erste Eingaben. Mit einer Fetzpladde sind anderthalb bis drei Minuten normal. Starte mal Firefox und warte. Starte viele andere Programme und warte. Genau genommen ist der technische Fortschritt immer wieder für die Katz. Die Hardware wird zwar schneller und schneller aber die Software frißt den Vorteil nicht selten wieder auf. Besonders bescheiden ist doch die Situation: man installiert sich sein System neu, Windows drauf, Treiber sofern nötig extra, wow, alles schnell, man freut sich. Nun kommen die Updates. Es wird schon etwas langsamer. Okay, ist ja viel zu laden, ist immer noch schnell. Nun noch schnell einen VirenScanner oder eine Internet Security und das war's. Der Frust steht an. Wo ist die ganze tolle Geschwindigkeit hin? Jetzt noch die Programme, die man für den Alltag braucht und es geht noch mehr Performance flöten. Tja... irgendwie ärgerlich. Und so ist's halt eben auch mit den SSDs. Die Dinger sind schon schön schnell aber es gibt zu viele Dinge, die der Geschwindigkeit im Wege stehen. Den Unmut des TEs kann ich da schon durchaus nachvollziehen.
Es klingt immer alles achso toll und dann, wenn man es selbst da hat, ist das Ergebnis ernüchternd. Haben die alle gelogen? Haben die alle Supersysteme, wo man jedes Zehntelprozent deutlich spürt? Nein, natürlich nicht. In der ganzen Nummer steckt neben der Begeisterung eben auch viel Blindheit drin. Ich z.B. bin ein Gegener dieser ganzen Benschmarks. Alles dummes Zeugs, Schwachsinn und Mumpitz. Als Anwender interessiert mich gefühlte Geschwindigkeit. Ich werde dafür auch nie Verständnis aufbringen, wenn Gamer sich um die Anzahl von Frames streiten, wer hat ein oder zwei mehr davon. Was hilft mir ein Meßergebnis, wenn ich diese Unterschiede so detailliert gar nicht spüre? Schreibt man auf die SSD nun mit 350 oder mit 390 Mbit pro Sekunde? Nehme ich eine Stoppuhr um die Zeit zu kontrollieren, die ich benötige, um eine Datei von A nach B zu kopieren? Dauert es 35 oder 33 Sekunden eine große RAR-Datei auszupacken? Wenn es sich für mich schneller anfühlt als bisher, bin ich nicht unzufrieden. Hat man das Gefühl, es sei kaum schneller, dann kann ich schon verstehen, wenn jemand den Sinn hinterfragt.
Leider gibt es eben heutzutage zu viele Leute, die blind Ja und Amen sagen und alles gleich toll finden. Hey, nennt mich einen Motzbrocken, mir egal. Ich bin Dingen gegenüber kritisch. Ist etwas gut, sage ich es. Ist etwas meiner Meinung nach schlecht, sage ich das auch. Man kann ja darüber diskutieren. Vielleicht kann man überzeugen bzw. überzeugt werden, vielleicht erlangt man durch eine Diskussion eine andere Sichtweise.
 
Conker schrieb:
@Wadenbeisser

parallele Zugriffe, sind noch erträglich mit der externen HDD. Es geht auch schlimmer, z.B. bei älteren Festplatten.

Also wenn ich Dinge halb bis doppelt so schnell erledigen kann ist das gut, steht aber für mich nicht in der Relation, wie es heutzutage rüberkommt.

Just my 2 cents. Ich hoffe dass ich jetzt nicht gehatet werde, aber vielleicht kann ich dem ein oder anderem auch eine andere Sichtweise geben, im Vergleich zu anderen Tests.

Und ich nörgel nicht :D. Ich mag meine SSD.

Glaube mir, der Leistungseinbruch einer normalen HDD bei parallelen Zugriffen ist richtig übel.
Um mal ein Extrembeispiel zu nennen......teile eine Platte in 2 Partitionen auf, lasse eine davon defragmentieren und kopiere dann z.B. das Windows Verzeichnis von einer Partition zur anderen. Ich glaube da hat man dann für den Rest des Tages frei da die Köpfe nur am hin und her rattern sind und kaum Daten rüber kommen.
Mache den gleichen Spass mit ner SSD und du benötigst nur einen Bruchteil der Zeit.
Wenn du es noch extremer haben willst dann lasse mal den 4k Test von einem SSD Benchmark auf der HDD laufen und plane ein paar Stunden ein. Da bekommst du vermutlich nicht einmal mehr einen MB/s raus sondern irgendwas im Nachkomma Bereich.

Und genau das ist auch der Knackpunkt...die sehr geringe Zugriffszeit die du vor allem bei vielen kleinen Zugriffen mekst. Ziehst du einfach nur grosse Dateien von der HDD runter merkt man davon nichts, hier zählt dann vor allem die max. Übertragungsrate.
Ein Gegenbeispiel mit vielen kleinen Zugriffen ist dann der Bootvorgang der recht problemlos zeitlich halbiert werden kann.
 
Also ich möchte keinen Computer mehr haben, wo keine SSD verbaut ist.
Klar ne HDD werde ich dennoch weiterhin benutzen, als Datengräber sind mir die SSD's noch zu teuer.
Für mich sind es die folgenden Gründe:
Windows startet viel schneller
Kein nerviges warten nach dem Systemstart, bis sich ein Programm öffnet, da vergehen oft zuviele Sekunden bei einer HDD
Verkürzte Ladezeiten in vielen Anwendungen die eine SSD untersützen
kopieren/löschen/entpacken ect. geht viel schneller als mit einer HDD
usw...

Bin ja schon gespannt wie die PCIe SSD's so sind, aber ersteinmal muss der Preis fallen :lol:
 
Luxuspur schrieb:
Naja das ist jetzt aber subjektiv! Sry der Rechner wird morgens hochgefahren und die Programme gestartet! WOW ja die SSD macht das schnell! Danach wird mit den geöffneten Programmen gearbeitet SSD macht nix mehr! CPU und Graka (CUDA) geben den Ton an Arbeiten werden im Hintergrund gespeichert ja ... ist schnell mit der SSD, als Hintergrundtask aber auch scheissegal!

CPU und Grafikkarte haben erst etwas zu melden wenn die Daten geladen sind, davor sind sie nahezu irrelevant.
Das eine SSD am arbeiten ist kann man beispielsweise bei Spielen auch durch eine deutliche Verringerung oder gar das Ausbleiben von Nachladerucklern auf sich aufmerksam machen, was bei einigen Spielen ein echter Segen ist....
 
Im Vergleich zu einem Desktop-i7 + schneller 3,5 Zoll HDD mag der Unterschied zur SSD nicht jederzeit offensichtlich sein.

Aber ersetze zum Beispiel mal eine 2,5 Zoll HDD in einem (älteren) Laptop:

- stoßsicher
- geringerer Stromverbrauch / längere Akkulaufzeit
- keine Geräuschentwicklung
- geringere Wärmeentwicklung
- etwas geringeres Gewicht
- und natürlich super fix, ein Core2Duo ist mit SSD in Bezug auf Reaktionszeit fast nicht von einem Hig-End-PC zu unterscheiden

generell würde auch ich keinen PC mehr ohne SSD bauen/nutzen wollen - schon gar keinen Laptop
 
@ TE

Mach einfach einmal den gleichen Test mit Crystal Disk Mark bei einer HDD und vergleiche die Werte. Dann bekommst du je nach Wert Leistungssteigerungen von 3 - 1000 Fach, und wenn das nicht der Rede Wert ist dann weiß ich es auch nicht.

Ich will jedenfalls auch keinen PC mehr ohne SSD, der Leistungsgewinn ist einfach deutlich spürbar und am besten erkennt man es erst wenn man zur Abwechslung mal wieder an einen PC ohne SSD arbeitet.

Noch ein Tipp. Mach mal einen Virenscan von der Systemplatte und führe gleichzeitig Programme aus die ebenfalls viel Festplattenleistung brauchen, bzw. kopiere gleichzeitig viele Dateien. Dann geht ein PC mit Festplatte jämmerlich in die Knie während man mit einer SSD kaum merkt das im Hintergrund noch ein Virenscan läuft. Dazu stoppst du noch die Zeit die der Virenscan im gesamten benötigt mit einer SSD und mit einer HDD, dann merkst du den Unterschied.

Nichts bremst einen Rechner stärker als eine lahme Festplatte, abgesehen von einer noch lahmeren CPU.
 
@Conker
Ich habe mich vor dem PC Kauf über SSD Festplatten informiert und war schon sehr überrascht über die Meinungen von Profitestern, die ich gleich mal zitieren kann...
Meine Meinung nachdem ich mit meinem System arbeite. Ich kann es mir nicht erklären wie man eine SSD Festplatte so hypen kann. So schnell ist die nun auch wieder nicht. Ok Windows bootet schnell, Photoshop öffnet sich in 3 Sekunden, aber das wars auch.
Egal ob Entpacken, Installieren, Windows Update, ja auch Kopieren. Wenn ich meine externe USB 3.0 anschließe und meine Sachen erledige braucht sie gefühlt 1/4 länger. Nur wenn ich Dinge mit meiner alten externen Festplatte erledige die nur über USB 2.0 verfügt, dann würde ich auch SSD Festplatten in den Himmel loben, denn da war der Unterschied extrem, gefühlte 10x länger warten.
Aber verglichen mit einer aktuellen HDD finde ich kann man den Hype etwas runterschrauben, sie sind gut, ja, aber es sollte mehr gehen.
Aber so, Gute Nacht , oder die Tester haben wirklich seeehr wenige Ansprüche in ihrem Leben.

Fassen wir zusammen. Eigentlich hat du keine Ahnung von SSD und hast dich daher bei "Profitestern" "informiert". Dabei hast du verglichen was deine Anwendungen überhaupt sind und danach entschieden, was du eigentlich brauchst. Das hast du dann gekauft. Aber halt. Nein das hast du nicht. Du hast es gelesen, akzeptiert, dass eine SSD empfohlen wird, aber dir eben nicht angesehen, wofür eine SSD eingesetzt wird, hast dann nach dem Hype gekauft.

Mission accomplished!

Du hast dich gerade manipulieren lassen eine SSD zu kaufen, obwohl du keine brauchst. Das ärgert dich jetzt im nachhinein und du musst dich auf jeden Fall rechtfertigen. Vor wem? Na warum nicht vor dem Forum? Da laufen sicher noch genug rum, die in etwa deine Erfahrungen gemacht haben. ;)

Ich selbst habe genau 2 SSD. Die eine ist eine Intel 80GB G1, die muss ab und zu immer mal wieder genullt werden, weil sie das nicht selber macht und dann in der Leistung einbricht. Aber als Systemlaufwerk ist sie immer noch schneller im eingebrochenen Zustand, wie eine schnelle HDD. Weil sie eben mehr gleichzeitig machen kann. Hier im Notebook werkt eine Intel 80GB G2 Postville. Momentan 6470 Betriebsstunden, gebraucht gekauft. Eine der schnellsten SSD neben der Crucial C300 in meinen Augen, da sich seitdem zwar was bei den maximalen Transferraten getan hat, aber nicht bei den Daten im 4KB Bereich (siehe AS SSD Benchmark).

Vorher hatte ich ein Computersystem mit 16GB Ram, Ramdisk und habe den Ruhezustand genutzt. Windows bootete fast genausoschnell wie heute. Außerdem schaltet man, im normalfall, den Computer am Tag genau 1 mal an. Was die Bootsekunden eigentlich als lächerliche Relevanz abtun.

Spiele scheinen nicht gespielt zu werden, also kein Vorteil durch schnelleres laden.

Photoshop wird benutzt durch dich. Aber scheinbar keine großen Dateien. Hättest du große Dateien, hättest du beim lesen und schreiben sowie ändern eine unsagbar höhere Zeitersparnis. Wenn du natürlich nur 10MB .jpg Dateien veränderst, fällt dir nichts auf.

Fazit:
Du wolltest einen Trabbi, hast einen Porsche gekauft, weil die Werbung dir weismachen wollte, dass du einen brauchst. Jetzt bist du unzufrieden, weil du mit dem Porsche in der Stadt rumfährst und der zwar schneller auf 30 und 50KM/h beschleunigt, du aber auch mit einer längeren Beschleunigungszeit gelebt hättest. Statt dir nun an den Kopf zu fassen, den Fehler einzugestehen, den Porsche zu verkaufen und sich nen neuen Trabbi zu kaufen, stellst du fest, dass der Porsche durch die Werbung viel zu hoch gelobt wurde, und du dahingehend manipuliert wurdest, ihn zu kaufen. Obwohl dir ein Trabbi ausgereicht hätte.

Keiner kann etwas für dein Kaufverhalten außer du selbst. ;)
 
Sterntaste schrieb:
das sogenannte Hochhypen ist leider vollkommen normal. Heute wird doch alles neue als toll, genial, unschlagbar, innovativ, warum erst jetzt, endlich die Rettung, das Warten hat ein Ende, zig mal so schnell etc. pp. bezeichnet....

Klar gibt es so manchen Hype und das gefällt mir ebenso wenig, aber bei der SSD habe ich eigentlich bisher von einen Hype nur wenig gespürt. Wenn ich in meinen Bekanntenkreis von einer SSD spreche dann fragt jeder zweite erst einmal was das ist.


Ich nehme mal ein Beispiel: ich hatte kürzlich einen Uraltrechner hier zum Sichern der dort gespeicherten Eigenen Dateien. Das Ding war ein Rechner von 1997, 233er Intel, 48 MB Speicher, 3,2 GB-Platte, eine Soundkarte von 30 cm Länge drin, CD-Laufwerk, USB 1. Und das lief mit Windows 98, erste Ausgabe. Und es lief nicht nur, es rannte. Ok, war kein VirenScanner drauf, aber das Ding startete Windows einigermaßen flott und Programme kamen ratzfatz....

Damals konnte man ohne einen Virenscanner noch gut leben aber schmeiß mal ein aktuelles Virenprogramm oder gar eine Internet Security auf so einen Rechner und du kommst gar nicht mehr vom Fleck. Heute braucht man aber ohne einen aktuellen Virenscanner gar nicht mehr ins Internet zu gehen. Mir gefällt es ebenso wenig das sich die Software immer mehr aufbläht aber daran ist nun mal nicht die SSD schuld.

Für mich ist aktuell das Internet die größte Bremse und da kann man nicht so leicht nachhelfen, während man in allen anderen Punkten problemlos etwas dagegen machen kann.

Schreibt man auf die SSD nun mit 350 oder mit 390 Mbit pro Sekunde? Nehme ich eine Stoppuhr um die Zeit zu kontrollieren, die ich benötige, um eine Datei von A nach B zu kopieren? Dauert es 35 oder 33 Sekunden eine große RAR-Datei auszupacken? Wenn es sich für mich schneller anfühlt als bisher, bin ich nicht unzufrieden. Hat man das Gefühl, es sei kaum schneller, dann kann ich schon verstehen, wenn jemand den Sinn hinterfragt.

Für mich fühlt es sich aber deutlich schneller an und dazu brauch ich keine Stoppuhr oder Benchmarks, und wenn das nicht der Fall wäre dann hätte ich ebenso keine SSD im System. Geschwindigkeit ist aber nicht alles, eine SSD bietet auch noch weitere Vorteile (Stromverbrauch, Geräuschpegel, Erschütterungsfestigkeit) was gerade im mobilen Bereich von Vorteil ist. Selbst wenn an der Geschwindigkeit gar nichts zu spüren ist sind diese Punkte für manch einen ein Kaufgrund.

Leider gibt es eben heutzutage zu viele Leute, die blind Ja und Amen sagen und alles gleich toll finden. Hey, nennt mich einen Motzbrocken, mir egal. Ich bin Dingen gegenüber kritisch. Ist etwas gut, sage ich es. Ist etwas meiner Meinung nach schlecht, sage ich das auch. Man kann ja darüber diskutieren. Vielleicht kann man überzeugen bzw. überzeugt werden, vielleicht erlangt man durch eine Diskussion eine andere Sichtweise.

Das sind eben diese Leute die sich einen Porsche aufschwatzen lassen obwohl sie eigentlich einen Kleinwagen brauchen, aber jeder der sich ein Produkt kauft, ohne sich entsprechend zu informieren ob er es in seinen Fall auch wirklich braucht ist einfach selber schuld.
Das wäre in etwa so wenn sich jemand eine GTX980 kauft und sich dann beschwert das er keinen spürbaren Unterschied bei Need for Speed Underground bemerkt.
 
Luxuspur schrieb:
Naja das ist jetzt aber subjektiv! Sry der Rechner wird morgens hochgefahren und die Programme gestartet! WOW ja die SSD macht das schnell! Danach wird mit den geöffneten Programmen gearbeitet SSD macht nix mehr! CPU und Graka (CUDA) geben den Ton an Arbeiten werden im Hintergrund gespeichert ja ... ist schnell mit der SSD, als Hintergrundtask aber auch scheissegal!

In deinem Fall ja.
Ich starte meinen Rechner manchmal 2-3 mal am Tag. Ich arbeite nicht beruflich an meinem Heim Rechner und somit läuft er nicht den ganzen Tag. Benutze diesen also für Internet, Spiele, Lightroom, Musik, Videos und und und ... Somit ist mein Anwendungsgebiet ein anderes.

Ehrlich, wenn alle 5 Sekunden warten könnten ... bräuchte kaum einer Autos mit 300ps ... Oder Motorräder mit mehr als 40ps. Bzw. würde sich sowas nicht verkaufen.
 
wo ich mir den ersten rechner mit ssd vor 2 jahren kaufte kam auch die ernüchterung. sicher es geht alles schneller, aber was da für superlative manchmal aufgefahren werden, da sieht die realität schon anders aus. ich überlege mir sogar ernsthaft beim nächsten rechnerkauf, ob es als spieler nicht mehr bringt das gesparte geld für eine ssd in eine bessere grafikkarte zu investieren
 
Das eine SSD die Graka beschleunigt, hast Du aber hoffentlich nicht vorher erwartet? Die kann eben nur dafür sorgen, dass die Daten dort schneller ankommen, nicht mehr und nicht weniger und das macht sich auch je nach Spiel und dem restlichen System auch mehr oder oder eben weniger stark bemerkbar.
 
Bin von meiner SSSD wieder auf HDD umgestiegen, weil meine SSD sich verabschiedet hat und war erstaunt, das nur das booten langsamer von statten geht, nachdem de Rechner ungefähr 2 bis 3 Minuten läuft ist der mindestens so schnell wie mit ssd, Programme öffnen sich sofort ohne Verzögerung wie bei meiner SSD.

Meine Systemplatte die ich verwende: ST1000NM0033-9ZM173 1 TB

Daher würde ich mir auch keine SSD mehr kaufen, es seih den die fallen auf das gleiche Preis Level.

Hatte mir damals eine SSD gekauft, weil alle sagten, das dass toll ist, war auch begeistert vom schnelleren booten usw. aber jetzt im Nachhinein im Vergleich, ist es für mich raus geworfenes Geld.
 
@O-Saft-Killer welche SSD hast du denn gehabt? und welchen SATA Typ wurde verwendet (also SATA I/II/III)? denn es gibt auch einige nicht wirklich gute SSDs, die nicht wirklich schnell sind
 
Hatte eine Samsung 830 series 128 gb und danach eine Crucial MX100 256 GB, beide an Sata 3 angeschlossen. Lediglich die Schreib- und Leseratten bei meinen SSDs seh ich noch als Vorteil an, das booten dauert mit meiner HDD ca. 15 Sekunden länger. Außerdem reagiert der Chrome Browser unmittelbar nach dem booten nur etwas später (braucht 10 Sekunden um den zu öffnen), nach ca. 1 bis 2 Minuten relativiert sich das aber vollständig und mein System ist wieder so schnell wie mit SSD und reagiert ohne jegliche Verzögerung. Lediglich wo ich eben ein Steam Spiel installieren wollte, habe ich gemerkt, das meine HDD irgendwo ein Limit hat, die Musik die ich am laufen hatte, hat kurz für eine Sekunde gestoppt, weil meine Festplatte kurz komplett ausgelastet war. Ansonsten kann ich ohne Probleme gleichzeitig zehn Programme aufreißen ohne das es irgendwelche Verzögerungen usw. gibt.

Für mich habe ich daher festgestellt, das sich eine SSD nicht lohnt. Denke bei Lappis wo langsamere Festplatten verbaut sind würde ich allerdings trotzdem nicht auf eine SSD oder SSHD verzichten.
 
15 Sekunden länger von was? Bei 30 s Gesamtbootzeit sind 15 Sekunden viel, während bei 2 min Bootzeit die 15 sec mehr oder weniger unbedeutend sind.

Bei meinen System (mit SSD) dauert es 15 Sekunden von der Meldung "Windows wird gestartet" bis der Desktop erscheint und weitere 5-6 sec vergehen bis die Autostartprogramme geladen sind. Dabei habe ich ein recht umfangreiches System. In ca. 42 sec lege ich einen kompetten Neustart hin (herunterfahren + hochfahren), mit einer HDD schaffe ich in dieser Zeit nicht einmal das Hochfahren des Systems.

Prefetch und Superfetch beschleunigen auch die Programmstarts und bei 16 GB Arbeitsspeicher hat da eine Menge Platz. Wenn nun deine häufig genutzten Programme nicht zu viel Speicher benötigen kann damit fast alles direkt vom Arbeitsspeicher geladen werden. So hast du kaum Verzögerungen nach den besagten 1-2 Minuten in der das System diese Daten in den Arbeitsspeicher hochladen kann.

Bei einen leistungsfähigen System mit viel Arbeitsspeicher merkst du nach dieser Zeit kaum einen Unterschied zu einen System mit SSD, die Sache sieht aber schnell anders aus wenn die benutzten Programme viel Arbeitsspeicher benötigen und nicht mehr alles im Speicher gehalten werden kann.

Ebenso sieht die Sache anders aus wenn im Hintergrund Prozesse laufen bei denen die HDD stark ausgelastet wird (Kopieren großer bzw. vieler Dateien, Virenscan, Defragmentierung), da spürt man dann deutlich wie jeder weitere Festplattenzugriff sehr zäh vonstatten geht . Bei einer SSD kannst du einen kompletten Virenscan im Hintergrund laufen lassen ohne das du davon etwas bemerkst, zudem braucht der Scan nur einen Bruchteil der Zeit gegenüber einer HDD.

Letztlich kommt es auf das System und das Nutzungsverhalten an ob und wie stark man eine Leistungssteigerung mit einer SSD spürt, und dementsprechend kann man sich eine SSD kaufen oder darauf verzichten.
 
Wenn man am Rechner mehr oder weniger ohne Festplattenbelastung arbeitet, dann merkt man von der SSD natürlich nicht viel, ist klar.

Wenn ich am Rechner arbeite, dann schneide ich Videos und in meiner Freizeit bearbeite ich gerne auch mal Fotos in Lightroom. Bei diesen Arbeiten werden viele Daten hin und hergeschoben, und ich mache so viel es geht auf SSD.

An meinem kleinen Surf- und Offce Rechner habe ich trotzdem auch eine SSD, auch wenn die SSD dort nicht die Revolution schlechthin ist - ich finde sie trotzdem sinnvoll. Es muss für einen Office Rechner ja auch nichts Großes und Teures sein, hier werkelt bei mir immer noch eine 64 GB Samsung 830. Die reicht hier noch die nächsten 5 Jahre, wenn der Rechner es noch so lange mitmacht!
 
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