Allgemeine Frage zum Übertaktungpotential in der Abhängigkeit zur Temperatur!

StephenNabors

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153
Hi Leutz,

ich hätte mal eine allgemeine Frage.

Warum kann man jetzt eine CPU mit niedrigen Temperaturen weiter übertakten als eine mit normalen?
Was ich damit fragen will ist, wenn man jetzt z.B. eine CPU hat die sich bis X mHz übertakten lässt und man keine Probleme mit der Kühlung hat weil man z.B. einen guten Luftkühler hat warum lässt sich die CPU dann z.B. mit einer Kompressor-Kühlung um einiges weiter übertakten. Was ist die Abhängigkeit von der Temperatur zum Übertaktungspotential.

Ich hoffe ich konnte euch klar machen was ich meine und ihr habt ein paar Antworten für mich!

MFG
Stephen
 
Interessante Frage *gg*

Wenn Du die CPU übertaktest, wird sie aufgrund von drei Faktoren heisser, als unter Normalbetrieb:

1. FSB-Übertatkung
Je höher der FSB läuft, um so mehr Elektronen/Bit werden parallel über den BUS gejagt, das führt zu mehr Wärme.

2. Spannungs-Erhöhung
wie 1 :-)

3. Multiplikator (wenn möglich)
kommt auf 1 und 2 hinaus

Wenn man eins, zwei oder gar alles drei macht, erreicht die CPU deutlich höhere Temperaturen, die abgefangen werden müssen, damit die CPU stabil läuft, bzw. nicht so heiss wird, dass sie sich in Dein Mainboard einbrennt (wie auf einem OC-Test-Video mal sehr anschaulich demonstirert wurde).

Daher macht die Kühlung alles aus. Wenn die Temperatur von vornherein niederiger ist als bei normalen CPU's lässt sich somit natürlich gleich viel mehr aus der CPU herausholen (bei entsprechender Kühlung).

Ich hoffe, ich habe Deine Frage nicht missverstanden :-)

Grüße
Dangermany
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja du hast mich richtig verstanden. Und wie ist es wenn ich jetzt eine CPU hab, die mit ner guten LuKü übertakte und die trotz guter Temps nicht mehr höher geht. Nütze es dann was wenn ich z.B. ne Kompressorkühlung dranbaue? Kommt man dann trotzdessen dass es mit guten Temps einer LuKu nicht mehr höher ging doch wieder höher?
 
ja, mit ner Kompkü kommst Du weiter, da der Widerstand in den Leitern der CPU sinkt. Somit werden die Signale besser, fliessen besser.


grüße
 
Da gebe ich Chris Recht - ähnlich wie bei einem Supraleiter unter extremer Kühlung verhält es sich auch bei CPU's...

... desto niedriger der Widerstand, desto niedriger der Verlust. Und der Widerstand ist sehr sehr abhängig von der Temperatur.

Die Teilchen (CPU's) werden nach der Produktion erst einmal durchgetestet und dann zu einem nahegelegenen MHz-Wert der natürlich niedriger liegt (100-? MHz), verkauft. Natürlich testen die Hersteller nicht unter optimalen Bedingungen, was bei entsprechnder Kühlung völlig neue Potentiale eröffnet.


*hui - 6 Semester E-Technik zahlen sich doch noch aus :D :D *

Grüße
Dangermany
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke an euch beide. Das klingt logisch.
Hab mich das schon lange gefragt, und hab mir zu Recht gedacht dass ich hier bei forumbase auch eine Antwort auf meine Frage finde!
 
Jep, darum steht ja auch Forumbase drauf :D
Ich kann ja mal bei etwas mehr Zeit noch bissl was dazu verfassen und hier posten ;)

grüße & n8
 
Wer ganz cool! Würd mich freuen!
Habt auch schon ne Portion Karma von mir erhalten! :D
 
Hi

Als ich mal bei einem P4 Northwood den Heatspreader abgemacht habe...konnte ich die CPU gute 100 Mhz höher takten als vorher.

Lag wohl daran das die maximale Temp glatte 12 Grad gesunken war.

Macht sich also selbst in kleineren Dimensionen schon bemerkbar.

Eine Kompressorkühlung ist da natürlich das optimum.

Aber für Dauerbetrieb würde ich keine haben wollen.

Gruß Cyberbernd
 
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