Arbeitswechsel in einer andere Stadt mit Wohnsitzwechsel - Wie vorgehen?

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Paros_Hilti

Gast
Hallo zusammen,

ich plane derzeit einen Arbeitsplatzwechsel verbunden mit einem Wohnsitzwechsel.
Einen festen Ort bzw. eine feste Region gibt es schon. Rhein/ Main
Hier die 3 wichtigsten Gründe:
a) mein jetziger Job k*** mich nur noch an. Call Center Inbound mit Verkauf. Wer diesen Job länger aushält der kann überall arbeiten. ;)
b) ich möchte näher bei meiner besseren Hälfte sein. Wir wohnen derzeit 200 km voneinander entfernt. Sie arbeitet aber auch in Rhein/ Main. Zusammen ziehen kommt aber noch nicht in Frage
c) die meisten meiner Freunde wohnen in Rhein/Main.

Was mir Schwierigkeiten bereitet:
a) ich arbeite 8 h täglich und hin und zurück zur Arbeit brauche ich jeweils 1 h was 10 h insgesamt ausmacht. Bleiben also noch 14 h übrig wovon 7 h fürs Schlafen drauf gehen. Die andere Zeit geht für Freizeit/ Haushalt und Freunde drauf bzw. ca. 2 h täglich um mit meiner besseren Hälfte übers Telefon zu kommunizieren. Für eine gute Bewerbung benötige ich zwischen 2 und 4 h. Mir fehlt einfach die Zeit um mich der Stellesuche/ Bewerbung richtig zu widmen. So zwischendurch ist das immer mal drin aber richtig intensiv wird schwierig. An den WE sehe ich meine bessere Hälfte bzw. muss ich arbeiten. Sie unterstützt mich wo sie nur kann.

b) Die Arbeitspläne werden bei uns 3 Wochen im Voraus geplant. Sollte es mal zu einem Vorstellungsgespräch kommen würde das eine große Planung im Vorfeld mit sich ziehen. Kurzfristig bekomme ich auch keinen Urlaub. Krank feiern kommt für mich nicht in Frage.

c) Auf die schnelle eine Unterkunft zu finden. Meinen Haushalt hier gebe ich erst nach der Probezeit auf. D.h. ich müsste mir ein kleines bezahlbares Zimmer suchen. Bei meinen Freunden kann ich tageweise bleiben aber über mehrere Wochen wird schwierig aufgrund der Wohnungsgröße.

Trotz der ganzen Schwierigkeiten will ich das durchziehen. Mich hält hier in meiner Stadt nicht mehr allzu viel. ;)

Frage: War hier schonmal jemand in einer ähnlichen Situation bzw. wie kann ich Hilfe bekommen? Was könnt ihr mir für Ratschläge geben?

Sorry war etwas viel Text aber kürzer gings nicht.
Zuletzt - ich suche einen Job im kaufm. Bereich
 
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Paros_Hilti schrieb:
...a) mein jetziger Job k*** mich nur noch an. ...Krank feiern kommt für mich nicht in Frage.

Gerade bei einem Job der mich ankotzt würde ich permanent krank feiern, wo ist das Problem? Du willst weg und bist deinem Arbeitgeber wohl kaum persönlich verbunden oder? Oder willst du einfach einem Prinzip folgen? Das wird dich in diesem Fall nur behindern!

Paros_Hilti schrieb:
...Trotz der ganzen Schwierigkeiten will ich das durchziehen.

Dafür bist du aber ziemlich am Verzögern:
- Wohnung erst nach der Probezeit kündigen(wo ist das Problem, hauptsache du bist am Zielort, wenn du gekündigt wirst bewirbst du dich wonanders, aber Hauptsache dort, wo du sein willst und Freundin und Freunde hast.
- nicht krankfeiern bei dem Job um Bewerbungstermine wahrzunehmen? Dann willst du nicht wirklich?!
- du willst weiterhin deine Freizeit und beklagst dich, das du keine Zeit zum bewerben hast? Vergiss Freizeit in dieser Situation, du willst doch eine Lösung?
- sag deiner Freundin einfach, das 1h reichen muss am telefon, die andere Stunde brauchst du zum bewerben, damit du bald näher bei ihr bist. Sie unterstützt dich doch? Dann wird sie das verstehen!

Du solltest aufhören deine Probleme aufzuzählen, sondern in Lösungen denken. Wenn du es wirklich willst, dann würdest du nicht diese vielen Ausreden finden und die Lösung (nämlich ratz fatz bewerben, kündigen, krank feiern für wichtige Termine und sich alle Zeit nehmen und die Wohnung vor Ort suchen die jetzige kündigen) sofort angehen.

Viel Glück!
 
Na ja, ich verstehe Dich schon - ohne einen Job sicher zu haben, würde ich auch nicht umziehen, bin in einer ähnlichen Situation (nur ohne Umzug) - dafür habe ich noch weniger Zeit!
In der Woche arbeite ich, an den Wochenenden bewerbe ich mich. Kommt ein Vorstellungsgespräch, sage ich offen und ehrlich, dass ich nur nach Feierabend oder am Wochenende Zeit für ein Bewerbungsgespräch habe - das hat bisher jeder verstanden! Die suchen ja nach verantwortlichen Menschen und nicht nach krankmachern, die nur ihren Willen durchsetzen wollen.

Für mich ist das Hauptproblem einen brauchbaren Job zu finden! Das ein oder andere Angebot gibt es, aber oft merkt man doch, der Herpes-Job den man hat, ist keine Ausnahme sondern die Regel in einer pickeligen Welt, da die anderen Angebote auch alle Pferdefüße haben!
 
Verstehe dich sehr gut, führe selbst seit Jahren eine Ferbeziehung, zuletzt mit über 1000km Distanz. Ein tip könnten lokale Personalberatungen sein (ich kenne jetzt dei Qualifikationsprofil nicht, aber viele auch kleinere Nischen sind von kleinen lokalen Unternehmen besetzt) - hier einfach mal etwas recherchieren und initiativ deinen Lebenslauf hinschicken. Das nimmt eigentlich jede Beratung gern an, weil du ihnen die Arbeit erleichterst. Wenn mal was passendes zu besetzen ist, rufen sie dich dann an.

Ferner solltest du über Initiativbewerbungen bei kleinen mittelständischen unternehmen nachdenken. Klar ist das Zeitraubend, aber die Zeit musst du investieren, um eine Veränderung herbeizuführen. KMU deshalb, weil die meistens aus einem nicht so großen Bewerberpool schöpfen müssen und sich auch der Bewerbungsprozess oft nicht so lang hinzieht. Stellenanzeigen zu recherchieren kann dir deine Freundin jaa ein Stückweit abnehmen: Stepstone, Monster etc. haben ja ganz brauchbare Suchmasken.

Wenn du uns noch etwas mehr Details über dein Qualifikationsprofil gibst, kann man vielleicht noch konkretere Tips geben - so muss es natürlich allgemein bleiben.
 
Klar, einfach krank feiern und das Problem auf die Allgemeinheit abwälzen die dann für die Lohnkosten aufkommen darf!? Super Idee! :rolleyes:
Für Vorstellungsgespräche kannst du vom Arbeitgeber frei gestellt werden. Generell lassen sich viele Unternehmen auch auf Zeiten für Vorstellungsgespräche ein, die abseits der normalen Arbeitszeiten liegen.
Die Zeit für Bewerungen muss man sich halt von der Freizeit abzwacken und auch die Wochenenden dafür nutzen. Klar ist das nicht einfach, du machst das aber für Dich, daher sollte das eigentlich klappen.
Gleiches gilt für die Wohnungssuche. Aber das stellst du ja ohnehin erst mal hinten an. Evtl. kannst du die Zeit ja auch bei deiner Freundin überbrücken?
Also, erst mal die Bewerbungen in Ruhe vorbereiten und dann nach und nach Bewerbungen verschicken. Wenns dann zu ersten Vorstellungsgesprächen kommt, entweder diese in die Freizeit legen sofern möglich, oder aber Urlaub nehmen sofern du das nicht deinem Vorgesetzten auf die Nase binden willst.
Btw. kann man sich schnell in eine wesentlich schwierigere Situation katapultieren indem man krank feiert und dann in der Weltgeschichte rumgurkt. ;)
Du hast das Ziel klar vor Augen, da solltest du dir bewusst machen, dass du für die Erreichung auch Opfer bringen musst. Deine Freundin wird sicher Verständnis dafür haben, wenn du nicht jeden Tag 2h telefonieren kannst. Auch deine Freunde werden das verstehen dass du jetzt erst mal keine Zeit mehr hast. Ziehs einfach durch und kneif die Arschbacken zusammen. :)
 
Erstmal Danke für die bisherigen Antworten!

Blau machen etc. kommt für mich nicht in Frage. Bei meinem jetzigen Job habe ich einen gewissen Status den ich mir nicht kaputt machen möchte. Ich denke auch an mein Arbeitszeugnis. Es würde wohl schlechter ausfallen wenn ich laufend blau machen würde.

Mit meiner besseren Hälfte telefoniere ich schon 2h aber diese Zeit fällt auch häufig in meine Arbeitspausenzeit bzw. auf dem Hin- oder Rückweg. So sind es ca. 1 h täglich die in die tatsächliche Freizeit fallen. Freizeit gönne ich mir derzeit kaum. Am Sonntag bin ich mit Freunden/ Kollegen zum Public Viewing verabredet. Das ist das einzige was ich mir in dieser Woche an Freizeit gönne. Am Samstag muss ich arbeiten somit habe ich nur am Sonntag Mittag/ Nachmittag Zeit mich um Bewerbungen etc. zu kümmern.

Einen ersten Erfolg gab es diese Woche schon. Am Mittwoch hatte ich ein Vorstellungsgespräch das ich zum Glück auf meinen freien Tag legen konnte. Für diese Stelle wird es aber noch zu einem 2. Gespräch kommen mit einigen Tests in Englisch. Das baut natürlich auf wenn man bedenkt, das ich mich erst seit 2 Wochen um eine neue Stelle bemühe. Ansonsten habe ich gerade 4 Bewerbungen am laufen. ;)

Mein Arbeitgeber soll nicht mitbekommen das ich auf der Suche nach einer neuen Stelle bin. Er wird dies erst mitbekommen wenn ich kündige.

Was ich suche:
Ich habe eine Ausbildung als Bürokaufmann mit sehr gutem Abschluss.
Dazu habe ich noch eine technisch gewerbliche Ausbildung als Konstruktionsmechaniker.
Ich versuche beide Stellen miteinander zu kombinieren am liebsten im Vertrieb.

Meine Stellenbezeichnung in dem Job davor war Technischer Angestellter. So etwas peile ich auch wieder an. Auftragsannahme, Erfassen in die EDV, WL an die Fachabteilungen, WL an Subunternehmen, Kontrolle der Aufträge auf ihre Erledigungsfrist etc., Ansprechpartner für die Subunternehmen etc.

Falls dies nicht klappen sollte auch gerne eine Stelle in allem was mit Kundenservice zu tun hat aber auf keinen Fall Verkauf auf Drückerebene wie es in meinem jetzigen Job der Fall ist. KD haben z.B. Fragen zur Rechnung, ich beantworte diese und MUSS bei jedem Gespräch dem Kunden was verkaufen ansonsten wird es mir als Arbeitsverweigerung ausgelegt. Ich komme mit diesem DRUCK einfach nicht klar.

Ich habe ein Ziel vor Augen und das verfolge ich konsequent.
 
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Green Mamba schrieb:
Klar, einfach krank feiern und das Problem auf die Allgemeinheit abwälzen die dann für die Lohnkosten aufkommen darf!? Super Idee! :rolleyes:

Ach Göttchen, jetzt sei mal nicht katholischer als der Papst. Wenn man wirklich was an einer unhaltbaren Situation ändern möchte, dann muss man eben auch mal selber Schwein sein. Man kann ja gerne weiterklagen oder was an seinr Situation ändern. Und wenn später dafür ein glücklicherer Arbeitnehmer, Mensch und Steuerzahle dabei herauskommt, kann die Allgemeinheit das auch tragen.
Green Mamba schrieb:
...Für Vorstellungsgespräche kannst du vom Arbeitgeber frei gestellt werden.

Das kommt bestimmt sehr gut beim aktuellen Arbeitgeber an, danach ist das Verhältnis bestimmt noch inniger, der Chef wird einem mehr vertrauen und die nächsten Wochen/Monate gehen so richtig locker von der Hand ;). Glaubst du wirklich, das sichdie Situation dadurch verbessert? Was ist, wenn das mit dem neuen Job nicht klappt, in CallCenter -Business herrscht doch Narrenfreiheit, danach wird der Threadersteller bestimmt keinen guten Stand mehr haben.

Paros_Hilti schrieb:
...Ich denke auch an mein Arbeitszeugnis. ....

Welches du dir jeder Zeit ausstellen lassen kannst, z.B heute. Auch wenn es dann wie Bewerbung aussieht, aber irgendwann brauchst du es ja, und die neuen Arbeitgeber wollen es evtl auch schon sehen.
 
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Nur weil du so denkst bzgl. der Einstellung gegenüber der Allgemeinheit, heißt das längst nicht dass jeder so denkt. Zum Glück ist das eben nicht so, sonst hätten wir noch viel mehr Probleme mit Krankenkassen und Co. Bzgl. der Freistellung beim Arbeitgeber ist das nun auch nicht überall so wie du das siehst. Oft spricht man vorab mit dem Chef offen über solche Pläne, dann ist eine evtl. Freistellung für ein Vorstellungsgespräch i.d.R. kein Problem. Naja, jedem das seine.
 
Was heißt denn Allgemeinheit, das zahlt der Arbeitgeber, wenn der TE einen Tag blau macht. Das zahlt er übrigens auch, wenn er für den Tag freigestellt wird ;). Nur das dann das Verhältnis von Arbeitgeber und Arbeitnnehmer nicht so belastet wird. "Wie, sie wollen einen Tag frei haben und sich bewerben?! Da soll ich ihnen freigeben und entgegen kommen und das auf meine Kappe nehmen und zahlen?"
Den AG möchte ich sehen, der das nett und freizügig hinnimmt, das sich Arbeitgeber während der Arbeitszeiten mit Wissen des Chefs bei anderen Firmen vorstellen.

Mir ging es in erster Hinsicht auch darum, das dem TE mehr Probleme eingefallen sind als Lösungen, wo doch viele Lösungen so dich vor seiner Nase lagen. Mal abgesehen vom krank feiern (das fällt dann als Lösung weg) gibt es vieles was er machen kann (wurde ja schon aufgezählt). Es war halt nur auffällig, wie sehr sich der TE in seine Ecke stellt, sagt "ich kann nicht, weil ..." und dabei auf Ideen wartet, die eigentlich völlig klar sind.

Paros_Hilti schrieb:
...Mit meiner besseren Hälfte telefoniere ich schon 2h aber diese Zeit fällt auch häufig in meine Arbeitspausenzeit bzw. auf dem Hin- oder Rückweg. ....

Das hast du uns im ersten Beitrag aber anders beschrieben, da ging die Zeit noch von deinen 24h runter.

Also hast du täglich doch mehrere Stunden Zeit dich um alles (Bewerbung, Wohnung) zu kümmern?! So knapp ist deine Freizeit dann doch nicht. Was schreibst du denn für Bewerbungen? Hat man eine, dann kann man die anderen davon ableiten, einfach das Anschreiben anpassen und fertig. Lebenslauf und Zeugnisse sind ja nur einmal anzufertigen und zu vervielfältigen.
 
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@Fu Manchu
Wenn ich Lösungen gehabt hätte, dann hätte ich den Thread hier nicht gestartet. ;)

Ich gebe dir aber recht - mein jetziger Arbeitgeber soll es erst erfahren wenn er meine Kündigung in der Hand hat. Vorher auf keinen Fall. Falls es mit dem neuen Job nicht klappt so habe ich noch immer diesen Job. Einen gewissen Status habe ich dort erreicht und den gebe ich nicht auf. Ich bin dort jetzt seit ca. 12 Monaten. Die ersten 6 Monate über Zeitarbeit und von dieser Zeit habe ich ein Arbeitszeugnis das sehr sehr gut ausgefallen ist. Ein neues Arbeitszeugnis anfordern brauche ich meiner Meinung nach nicht. Die Tätigkeit hat sich nicht geändert und meine Leistungen sind gleich geblieben wenn nicht sogar noch besser geworden durch die Routine.

Meine Bewerbung sieht so aus:
  • Anschreiben
  • Deckblatt
  • Lebenslauf mit Qualiprofil
  • Zeugnisse

Ins Deckblatt füge ich folgendes ein:

Bewerbung

als
xyz

bei
xyz (hier kopiere ich das Logo der Firma ein)

Mein Bewerberbild

Meine Kontaktdaten​

Im Qualiprofil füge ich meine Ausbildungen ein
Berufserfahrungen
IT Kenntnisse
Sprachkenntnisse
In jeder Bewerbung gehe ich sehr detailiert auf die Stellenanzeige ein was von denen gefordert wird wie z.B. Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit etc. pp

In meinem Anschreiben gebe ich Dinge an die ich im Qualiprofil nicht angebeben habe. Nichts erscheint doppelt. Somit ist das Anschreiben recht kurz und passt locker auf eine DIN A 4 Seite.

Eine Bewerbung wo ich nur den Briefkopf und das Datum verändere kommt für mich nicht in Frage. Die landet gleich in Ablage P. ;) Von daher sind 2-4 h schon von nöten für eine vernünftige Bewerbung.
 
Paros_Hilti schrieb:
...Ich gebe dir aber recht - mein jetziger Arbeitgeber soll es erst erfahren wenn er meine Kündigung in der Hand hat. Vorher auf keinen Fall.

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg, in der CallCenter Branche zu arbeiten muss die Hölle sein. Ich habe auch mal CallCenter gemacht, hatte aber das Glück innerhalb eines großen deutschen Konzerns das nur für interen Anwender zu machen im IT Bereich, das hat schon gereicht. Selbst hier waren die Chefs echt übel drauf, ich hatte mal gewagt nach einem Arbeitszeugnis zu fragen, das kam nicht gut an. Möchte gar nicht wissen, wie es bei anderen CallCentern ist.


Paros_Hilti schrieb:
...Einen gewissen Status habe ich dort erreicht und den gebe ich nicht auf.

Genau das kann ein Hinderungsgrund sein. Egal wie dein Status dort ist, lass dich davon nicht blenden. Evtl gibt man dir nur das Gefühl was besonderes zu sein, aber am Ende bist du genauso entbehrlich wie jeder andere auch. Prüfe deinen Status objektiv, nicht von deinem subjektiven Bauchgefühl aus. Die Frage ist auch, willst du dort einen guten Stand haben, an dem Ort, wo dich nichts hält, den du lieber heute als mogen verlassen möchtest? Was nützt dir der Status? Wo sind deine Freundin und deine Freunde noch mal ;)?


Paros_Hilti schrieb:
...Ich bin dort jetzt seit ca. 12 Monaten. .

... was in der Wirtschaft nichts ist. Sorry, aber mit 12 Monaten bist du in vielen Branchen noch Anfänger. Du solltest wirklich überlegen, ob du nicht ein bestimmtes Risiko eingehen möchtest. Such dir eine Stelle an deinem Wunschort und ziehe sofort um, komplett, brich alle Brücken hinter dir ab, die dich an den alten Ort binden. Vergiss Probezeit, vergiss Risiken, am Ende wirst du sehen das es sich lohnt nicht zu sehr auf Sicherheit geachtet zu haben, so wie es leider zu viele Mensche in diesem Land tun. Sie sichern jeden Furz ab um am Ende dort zu Enden wo sie angefangen haben. Wage einen Sprung (des Glaubens), du wirst sehen das Risiko öfter belohnt wird als Stagnation. Ich habs so gemacht und bin sehr gut damit gefahren. Deshalb bin ich wohl auch teilweise so hart mit meinen Aussagen ;). Ich habe gelernt das Risiko und Eigenengagement und forsches Fortschreiten echte Vorteile und Erfolge bringen. Ich habe mal eine Versetzung abgelehnt, die Kündigung kassiert und bis kurz darauf besser gestellt gewesen als jemals zuvor.
 
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So es gibt Neuigkeiten :)
Am Montag fange ich einen neuen Job an in FFM. Arbeitsvertrag habe ich diese Woche unterschrieben, aus dem alten Arbeitsvertrag bin ich heraus gekommen dank der Kulanz meines alten AG. Ich war sehr offen und dies hat sich ausgezahlt. Die erste Zeit werde ich pendeln (jeden Tag 2h hin und auch wieder 2h wieder zurück) aber in absehbarer Zeit benötige ich eine Wohnung in Rhein/Main. Gibt es Hilfen vom A-Amt vielleicht finanziell? Ich bin Empfänger von ALG II da mein Gehalt so niedrig war d.h. es wurde aufgestockt. Das Amt hat dem Arbeitsplatzwechsel zugestimmt. Wäre klasse wenn mir jemand diese Frage beantworten würde....
 
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Deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Wie hast du es denn jetzt mit den Vorstellungsgesprächen geregelt?
 
Die habe ich auf meine Freizeit legen können bzw. einen Tag Urlaub konnte ich noch kurzfristig nehmen.
 
Ich möchte euch mal berichten wie die Sache weiter gegangen ist. Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen.

Hier mal ganz kurz in wenigen Worten zur aktuellen Situation.
Inzwischen habe ich einen festen Arbeitsvertrag. Zuvor hatte ich 4x 6 Monate einen befristeten Vertrag. Bis dahin war es harter langer Weg mit einigen Rückschlägen....

In fremder Stadt neuen Job angefangen und zuerst 80 km einfache Strecke gependelt, nach 2 Wochen bin ich krank geworden was so schlimm war, das ich unters Messer musste. Anschließend 4 Wochen krank gewesen, Job behielt ich zum Glück, während meiner Krank zeit habe ich mich um eine Bleibe gekümmert und fand eine WG die aber nur für 2 Monate geplant gewesen ist, anschließend bin ich in eine neue WG gezogen was anfangs super war. Mein WG Kollege entpuppte sich allerdings als Alki und alles andere als zuverlässig. Zum Schluss hatte er mich beklaut was ich mir nicht gefallen ließ. 2 Wochen später bin ich in meine jetzige 2 Zimmer Wohnung gezogen und ab dem Moment war alles gut....bis vor 2 Monate - ich bin wieder Single. Seitdem genieße ich mein Single- Leben. :evillol:

Der Umzug von meiner alten Stadt jetzt in die neue Stadt war auch recht holprig. Bei einem namhaften Autovermieter Termin fest gelegt für einen Transporter. Am geplanten Tag Auto abholen wollen, Vermieter hatte plötzlich keinen Transporter mehr für mich, anschließend Umzug gemacht mit einem Golf und einem Audi Kombi, die großen sperrigen Dinge musste ich erst mal in der alten Wohnung lassen, wieder Termin bei einem anderen Autovermieter gemacht um die großen sperrigen Dinge zu holen, alte Wohnung renovieren und Schlüsselübergabe 6 Monate nachdem ich den neuen Job angefangen habe. D. h. 6 Monate lang doppelt Miete gezahlt und so gut wie keine Freizeit denn diese ging drauf für die ganzen Umzüge.

Aber alles in allem würde ich es wieder so machen. In der alten Stadt lebte ich 5 Jahre lang und hatte nie einen Job länger wie 6 Monate. Ich lebte immer mal wieder von Hartz 4. Jetzt in der neuen Stadt mit festem Job habe ich eine schöne größere Wohnung, konnte 2x in den Urlaub fliegen, habe ein schönes Hobby wieder anfangen können und es geht mir einfach gut.
 
Das muss man dir echt lassen. Machen nicht viele so lange Zeit später davon zu berichten - Top! :)

Zu Wohnung / Single-sein: hättest du mal nach dem 1.WG-Desaster -spät nach dem 2.- doch zu deiner Ex ziehen sollen ;)
 
Aber gerne doch! Bin per Zufall auf diesen Thread hier gestoßen und da dachte ich könnte doch mal erzählen wie es weiter gegangen ist zu mal es ja so gut gelaufen ist aus jetziger Sicht - ich habe einen dauerhaften Job und nicht wie die 5 Jahre davor nix halbes und nix ganzes.

Meine Ex wohnt hier nicht in der Region - sie wohnt etwa 80 km nördlich von hier. Vorher trennten uns 160 km. Bei ihr in der Pampa wäre ein zusammen leben nicht möglich gewesen und ich hätte ja auch pendeln müssen. Aber drum prüfe wer sich ewig bindet. :D
 
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