Atomausstieg bis 2021!

surfix

Commodore
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Atomausstieg bis 2021! - und dann?

Hi @ all,

ich habe mich in letzter Zeit mit dem Thema Ausstieg aus der Kernenergie beschäftigt.
Denn viele reden ja davon, das man Atomstrom abschaffen sollte und in regenerative Energieformen wie Wind- und Sonnenkraft investieren müsse.
Das ist sicher richtig, aber anscheinend wissen nur die wenigsten das Atommeiler den Grundlastbereich deken da sie 24/7 @365 tage die selbe Energiemenge liefern.
Darüber hinaus sind sie nicht vom Wetter abhängig wie z.B. bei Windkraft.
Desweiteren sorgen sie dafür das der Strom billig bleibt und die Umwelt nicht noch mehr durch CO2 belastet wird.
Dashalb halte ich den weg den die Politiker gehen nicht für richtig.
Denn sie schalten die sauberen Atomkraftwerke ab und bauen stadtdessen neue Kohlekraftwerke die Ressourcen verbrauchen und die Umwelt belasten.
Da aber der Strombedarf in den nächsten Jahren weiter steigen wird und somit keinenfalls nur alleine durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann wir Wohl oder Übel Strom aus dem Ausland eingekauft werden müssen.

Und womit wird der Strom im Ausland erzeugt?
Genau. Mit Kernkraft.
Dashalb bin ich der Meinung das die Politiker erst einmal genau vorlegen sollten wie sie den Energie bedarf in Deutschland nach einem Ausstieg decken wollen.
Den soweit ich weiß haben die noch keinerlei Pläne vorgelegt.
Deshalb halte ich einen Ausstieg führ den falschen Weg. Oder was denkt ihr?


Gruß
surfix
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich stimme dir voll zu. Der Atomausstieg ist vielleicht nicht generell zu verteufeln, er kommt aber auf jeden Fall zu früh.
Sollte Deutschland eines Tages in der Lage sein Öko-Strom in ausreichender Menge produzieren zu können, ist der Ausstieg mit Sicheheit eine Überlegung wert. Aber als Übergang von Kohle- und Gaskraftwerken sind sie unverzichtbar, wenn es darum geht sauberen Strom zu produzieren.

MfG
 
Ich halte es für richtig,bis 2021 den Atomausstieg durchzuführen,da:
-Uran immer seltener und teurer wird
-es noch keine Lösung gibt,was man mit dem ganzen Atommüll machen soll
-es bei Fehlern in Atomkraftwerken zu extremen Katastrophen kommen kann (Tschernobyl)
-Atomkraftwerke das Risiko von Leukämie erhöhen
 
Dazu möchte ich auch noch ein Wort sagen:
Viele bedenken eben nicht das auch die Kernkraft CO2 erzeugt. Denn beim Abbau und bei der Erzeugung von Uran (Zentrifugieren) wird CO2 ausgestossen und das nicht mal in so kleinen Mengen. Und die Entsorgung ist auch ein großes Problem, wie bereits erwähnt wurde. Bei dem derzeitigen Verbrauch bzw. Ansteig an Uran vermuttet man, dass die Ressourcen noch ca. 70 Jahre halten werden.

Ich hoffe ja, dass die Kernfusion die Kernspaltung absetzen wird. In den Grundzügen funktioniert die Technik schon, sie ist halt noch nicht ausgereift, aber eindeutig nicht so gefährlich wie die Kernspaltung, da die Kernfusion niemals außer Kontrolle laufen kann, da sie nur unter speziellen Bedienungen stattfindet (hoher Druck, hohe Temperaturen). Sind diese nicht mehr vorhanden, stoppt automatisch die Reaktion. Umweltfreundlich ist dazu auch noch.
 
Also, zur Kernfusion möchte ich sagen das der erste Fusionsreaktor erst 2050 in süd Frankreich ans Netz gehen soll. Von daher sind wir wohl noch länger auf Atomstrom angewiesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wenn der Strom aus dem Ausland gekauft wird, und da auch aus einem Atomkraftwerk kommt, dann kann man nicht mehr sagen, dass es auf die Sicherheit ankommt, da Deutschland von einem explodierenden Atomkraftwerk in einem Nachbarland wahrscheinlich fast genauso stark betroffen wäre, wie von einer Explosion in Deutschland. Wenn man sich damit schützen will, dann müsste das europaweit so sein. Und woher soll der Strom dann kommen? Aus Kohlekraftwerken, die noch schädlicher für die Umwelt sind? Aus Windrädern, die es nicht schaffen, genug Strom zu erzeugen? Oder aus riesigen Hallen, in denen tausende in die Pedalen treten, um mit ihrem Dynamo genug Strom zu erzeugen?
 
Ich bin auch der Meinung, dass man weiterhin auf Atomkraft setzen sollte, bis eine gleichwertige Alternative gefunden ist. Kernfusion ist meinem Wissen nach mometan noch sehr rudimentär erforscht, soweit ich weiß haben bisherige Testreaktoren mehr Energie verbraucht als sie produziert haben.
Ich halte es schlicht für unverantwortlich, die Atomenergie aufs Abstellgleis zu schieben, solange man noch keine zuverlässige Sicherung des Strombedarfs durch alternative Energien sichern kann. Und wenn Deutschland dann seinen Strom von den Nachbarn kaufen muss, haben wir dabei auch nichts gewonnen, denn der zugekaufte Strom wird dann wieder Kernkraft-Strom sein.
Man sollte nicht nur auf die ökologischen Aspekte achten, sondern eben auch auf die Effizienz und die Kosten für den Endverbraucher.
Meiner Meinung nach sind die Endverbraucherpreise der wichtigste Punkt, denn die Stormpreise sind heute bereits am Rande des Erträglichen. Daher muss Alternativenergie nicht nur den Bedarf decken und die Grundsicherung gewährleisten, sondern sollte auch preislich nicht teurer sein.

Das Thema Sicherheit halte ich für etwas überbewertet. Da wird auch gernbe Panikmache betrieben. Aber Fakt ist doch, dass es in Deutschland bisher keine größeren Reaktorzwischenfälle gab. Sicher gab es den einen oder anderen Störfall, aber da war jetzt ja keine akute Gefahr eines GAUs vorhanden. Ich denke vor allem in der BRD ist der Sicherheitsstandard sehr gut, so dass so etwas wie Tschernobyl hier niemals passieren wird.
 
In der Schweiz beträgt die Versorgung durch Wasserstrom schon 60%. Viel mehr dürfte nicht drinliegen, da einerseits nicht mehr soviele Staudämme ausbaufähig sind und andererseits auch mal der Platz für neue Kraftwerke ausgehen wird. Man plant nun einige Windkraftwerke in den Alpen, die einen weiteren Teil beisteuern sollen. Leider kann man nicht mehr viel weiter gehen, ohne auf fossile Energieträger umzusteigen.

Ich denke, in Deutschland dürfte sich der Ausstieg aus dem Atomstrom definitiv noch schwieriger gestalten.
Ohne Atomstrom geht es wohl kaum mehr. Hoffentlich kann man relativ bald die technischen Schwierigkeiten beim Fusionsreaktor ausmerzen - der Versuchsreaktor ITER ohne Nutzleistung soll ja schon (respektive erst) 2018 den Betrieb aufnehmen. Ohne Atomstrom wird es wohl nie gehen - stellt sich nu die Frage, was für Atomstrom...
 
Man kann ja auch auf der anderen Seite anfangen einzusparen ...

Das heißt, weniger Strom zu verbrauchen.

Wenn jeder in Deutschland mal "Standby" weglassen würde und ganz ausmacht, würde bestimmt 1 Kraftwerk weniger gebraucht werden.

Oder unnötiges Licht, wie ich vor einigen Tagen am Hamburger Containerhafen gesehen habe. Um 2 Uhr nachts. Kein Schiff liegt vor Anker, kein Zug bewegt sich. Aber an jedem Kran sind ca. 30 Lampen am leuchten und die Containerplätze sind hell erleuchtet. Auch die Lampen, die zwischen den Gleisen dort stehen. 10 Gleise und zwischen den Gleise alle paar Meter steht eine Gittermastleuchte und strahlt vor sich hin.

Von der Weihnachtsleuchterei mal abgesehen. Wenn man da so einige Sachen sieht, wie 3 Leuchtquellen in einem Fenster hängen etc. :rolleyes:

Gruß
 
nunja, es wird vergessen das die Stromerzeugung per Atom Energie nicht so sauber ist, wie man denk. So stößt Atomstrom zwischen 31 und 61 CO2 pro Kilowattstunde aus(klick), Spitzenreiter ist immer noch Photovoltaik mit 89 Gramm/KWh. Zum Vergelich: Wind 23 Gramm/KWh, Wasserkraft 39 Gramm/KWh;)

Im Vordergrund der ganzen Energiediskussion sollte nicht nur der Umweltschutz sondern auch die Abhängigkeit von Rohstoffen, Energie usw. stehen. Bei Öl und Gas sind wir bald schon ganzlich äbhängig und die exportierenden Länder wie Russland nehmen immer mehr Einfluss auf die Weltpolitik und wir die Importieren verlieren Einfluss und Macht. Um diesen Trend zu stoppen müssen wir nicht nur aufs Klima schauen sondern auch darauf setzen, dass wir Energie umabhängig produzieren zu können. Deutschland baut selber kein Uran mehr ab, also sind wir bei Atomstrom auch abhängig von anderen Ländern und deren Bedingungen.

Grundsätzlich halte ich den Ausstieg für richtig, denn wir müssen unsere Energie von anderen Ländern (fast) unabhängig produzieren um nicht sündhaftteueren Preise zu bezahlen und deren Lieferbedingungen zu akzeptieren. Dies können wir derzeit nur durch Kohle sowie erneuerbare Energien realisieren. Wer in naher Zukunft Rohstoffe zur Stromerzeugung liefer kann, wird der Boss auf der Welt sein.

Nun wird es aber so sein, dass der Uranpreis in den nächsten 20-30 Jahren nicht signifikant (so stark wie der Ölpreis) steigen wird. Deshalb wäre meines Erachtens eine Nutzung der Atomenergie bis 2030 durchaus denkbar und Energieengpässe zu vermeidung. In dieser Zeit MUSS aber dringends neue Energiequellen (Fusion) erforscht werden und/oder zum größten Teil auf erneuerbare umgestiegen werden.
Fürs Klima wärs halt auch besser jetzt schon auf Solartechnik (keine Photovoltaikanlagen), Wind, Biomasse usw. zu setzen, denn diese Methoden zur Stromerzeugen haben bessere CO2 Werte wie der gute, alte Atomstrom;)

Edit:
Aber der wichtigste Punkt wird Sparen werden! Nicht aus ökologischer Sicher (ich habe nicht so große Bendenken bezüglich des Klimawandels, den ich nicht abstreite, doch man sollte die Vorteile der Klimaerwärumg nutzen und die liegen mit einem gemäßigten, annäherd Mittelmeer Klima eindeutdig auf der Hand) sonder aus wirtschaftlicher Sicht: wenn wir uns bald nicht umstelleung wird es sehr, sehr teuer werden->Stichwort Rohölpreis (Gottseidank ist der Euro so stark;))
 
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was bis 2021 wird, wissen die götter.. ..

immerhin dienen solche threads der politischen bildung. durchs hinschreiben verdeutliche ich mir meine meinung.

wie ich gerade gestern erst gelesen habe, liegen alleine unter der taklamakan (ostchina), mehr bislang nicht angezapfte erdölreserven, als unter nordamerika. (wobei wohl hinsichtlich nordamerika die kanadischen ölsande wohl nicht mitgerechnet sind. die für weitere 70 - 100 jahre reichen werden.)

auch von daher gibt es keine energieknappheit, sondern lediglich vielfalt der wahlmöglichkeiten. (am rande: "energieknappheit" ist, wie seit 30 jahren konstatiert wird, "eine kleinbürgerlich-westeuropäische ersatzreligion", befriedigt lediglich die fähigkeit glauben zu können. auch diese fähigkeit will eben beschäftigt sein. reflektierteres menschsein lenkt sein glaubenspotential auch schon mal auf andere gegenstände, hinterfragt sich kritisch.)


und auch kernkraft wird es bis weit über 2021 hinaus geben. ("uranknappheit?" - im grunde lächerlich; wie bekannt ist schließlich jede knappheit ausschließlich eine frage des preises. "knappheit" konstatieren immerhin die kleinbürger in großer zahl zuerst. (das proletariat hat andere sorgen - und großbürger/aristokratie sind erst später und anders betroffen: durch die betroffenheit der kleinbürger nämlich.:)))


hinsichtlich des glücks und der freude, die für alle menschen durch ausreichende und sichere energieversorgung möglich sein werden, sind unsere probleme/fragen hinsichtlich unserer atommeiler auch eher eine marginalie. soviel zumindest scheint für mich festzustehen. und kriegen wir selbst geregelt die frage;). (2021 ist ja zumindest fast schon morgen. nur noch 13 jahre)

p.



http://www.uyghurcongress.org/De/ne...&rcid=803688565&pcid=1110134820&cid=803688565

"Nicht zuletzt seit der Entdeckung gigantischer Ölreserven in der Taklamakan-Wüste treibt China die Entwicklung des 1949 in die Volksrepublik integrierten Westens massiv voran. Die neue Siedlungspolitik verändert nach und nach auch die Bevölkerungsverhältnisse. Nur noch knapp stellen die Uiguren im Land die Mehrheit." Siehe auch: DAS MOTORRAD, Nr. 1/2008


http://www.dfait-maeci.gc.ca/canada-europa/germany/aboutcanada07oelsande-de.asp

"Es ist eine schier unglaubliche Neuigkeit: Nicht mehr der Irak mit seinen 15 Milliarden Tonnen, sondern Kanada mit sogar 24 Milliarden Tonnen Ölreserven soll in der Rangfolge der Erdölländer auf Platz 2 liegen, nur Saudi-Arabien noch davor."



und es gibt keine "energieknappheit". für manche zumindest.

http://www.bild.t-online.de/BTO/leu...-skandal/alkohol-video-fotos,geo=2624816.html

http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457...7B8BB925DB2441F125~ATpl~Ecommon~Scontent.html

"Eine Verbrecherin ist für die strenge saudische Justiz auch das 19 Jahre alte „Mädchen von Qatif“. So heißt in der Presse die junge Frau, die vor mehr als einem Jahr von sieben Männern verschleppt und vergewaltigt worden war.
Als das geschah, war sie in der Begleitung eines Mannes gewesen, der nicht mit ihr verwandt und auch nicht ihr Ehemann war. Wegen dieses Verstoßes gegen die in Saudi-Arabien vorgeschriebene Geschlechtertrennung wurde sie vor einem Jahr knappen in erster Instanz zu 90 Peitschenhieben verurteilt."

Energie haben sie ja genug... . Und wir denken an unsere Heizung, das CO2, ob wir frieren - oder überleben, .... so diese Formen von globaler Mitverantwortung.
.
 
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wie steht ihr eigentlich zum thema "atomkraft"?
 
Also grundsätzlich bin ich nicht gegen einen Ausstieg aus der Kernernrgie.
Aber solange die Politik keine Pläne zur Energieversorung ohne Atomkraft vorgelegt hat halte ich einen Ausstieg fur einen Schritt in die falsche Richtung.
Denn der Energiebedarf wird in den nächsten Jahren weiter steigen und kann auf keinen Fall nur durch erneuerbare Energien wie Wind- oder Sonnenkraft gedeckt werden.
 
bin gegen den ausstieg !

mit alternativen energien können wir nur einen minimalen bruchteil unseres bedarfs decken.
das wird bedeuten .. wenn es soweit ist .. werden wir sehr teuer für unseren strom bezahlen müssen.

denke 2021 ist viel zu früh .. lieber noch 40 jahre oben drauf .. dann gibt es vielleicht wirklich brauchbare alternativen, die die umwelt schonen.
zu dem steigt der bedarf immer weiter .. auch wenn die geräte an sich vielleicht weniger energie verbrauchen.
und ganz böse könnte es mit der industrie werden .. die auf grund der immer schlechter werdenden standortbedingungen in deutschland
dann endgültig beschließen alle zelte abzubrechen...

na ja .. den lieben politikern kanns ja egal sein .. die haben ja bekanntlich genug geld ;-)
 
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habt ihr das schon gehört/gelesen, dass im sommer die energieleitungen- oder kraftwerke zusammenbrechen werden.

Tja vielleicht kommt ja noch die Fusionskraft aber das wird auch noch seine Zeiten dauern.
 
Also im großen und ganzen bin ich zwar eher für den Atomausstieg, aber das ganze hat zwei Seiten.
Es gibt ja viele Gründe für die Abschaffung von Atomkraftwerken, allerdings wird das ja automatisch zur Folge haben, dass die Energiepreise in Deutschland steigen. Hohe Energiepreise sind schlecht für die Wirtschaft des Landes und somit eindeutig zu vermeiden.
Im Gegenzug muss man aber sagen, dass ein hoher Energiepreis die Forschung zu Alternativen anregt, und meine Hoffnung wäre es, dass sich Deutschland somit viel KnowHow für alternative Energieformen erarbeitet, die langfristig für hohe Einnahmen sorgen könnten. Ist natürlich eine wage Hoffnung, die sich so keinesfalls in der Realität so abspielen muss.
Ich finde es gut, den Leuten klarzumachen, dass ein Umdenken stattfinden muss und somit ist eine Diskussion hierzu wichtig. Ob man aber jetzt schon einen konkreten Zeitplan dazu erstellen muss halte ich für etwas voreilig.
 
nun wenn man die atomkraft weglasst, und allein in europa befinden sich 10 kraftwerke in betrieb und das ist eine menge strom.

Würde man diese schließen, bleibt europa dunkel.

Würde man sie aber laufen lassen, könnte irgendwann ein erneutes Tschernobyl passieren - was gott verhüte.

Meine Meinung zu dem Ganzen wäre, die Atomkraftwerke laufen zu lassen und zurzeit an neueren ideen zur gewinnung neuer energie arbeiten.
 

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