michae1971
Lt. Commander
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Lycos ist das griechische Wort für Wolf. Doch der hatte zu viele Wackersteine im Bauch. Und die schwarze Dogge aus der Werbung hatte keine Zähne mehr. Bertelsmann-Sohn Christoph Mohn zieht nun die Reißleine und wickelt das Unternehmen ab. Die Aktionäre bekommen noch 50 Millionen Euro ausgezahlt.
Obwohl Lycos eine Zeit lang das meistbesuchte Internetportal Europas war, verdiente es nie Geld. Der Börsengang im Jahr 2000 spülte zwar den stattlichen Betrag von 641 Millionen Euro in die Kasse, doch dieser wurde Jahr für Jahr abgeschmolzen. Besonders 2008 lief das Geschäft schlecht. In den ersten drei Quartalen verbuchte das Unternehmen Nettoverluste von 17,1 Millionen Euro. Mindestens 500 der 700 Mitarbeiter werden auf die Straße gesetzt.
Auch für die beliebte und anerkannte Website Computerbase.de wird es nun schwierig. Mit der Auflösung von Lycos bis zum Jahresende 2008 bricht deren einziger Vermarkter weg. Wir hoffen, dass unsere Online-Kollegen schnell eine Lösung finden.
Quelle: http://www.tomshardware.com/de/Lycos-Computerbase,news-242009.html