Auswirkungen der Geschehnisse in Japan

Valor

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Hallo Community.
Nach den katastrophalen Nachrichten aus Japan, beschäftigen mich natürlich die damit verbundenen globalen Auswirkungen. Und dies einfach aus der Sicht eines in Technologie verliebten Verbrauchers. Ich will hier keinen Abhandlung schaffen, inwieweit Japan den Elektronikmarkt beeinflusst oder wie die Vernetzungen sind. Mich interessiert einfach, was zu erwarten ist und welche Auswirkungen die Geschehnisse in Japan auf den Hardware- und Technologiemarkt haben werden. Dies zum einen natürlich technologisch (Forschung und Entwicklung), als auch finanziell (Stichwort Preissteigerungen oder Bauteileknappheit). Meine Bescheidenen Kenntnisse in Wirtschaftswissenschaften lassen da aber nichts Gutes erahnen.
Wie denkt ihr darüber? Wie wird sich der Markt die nächsten Wochen, Monate oder Jahre entwickeln?
 
ich denke JETZT ist der richtige zeitpunkt um noch günstig SSD und RAM zu erwerben;-)
 
Nachrichten geschaut? Die (Super) GAUs werden der Entwicklung der alternativen Energieerzeugung (also nicht mit Kohle oder Uran) einen großen Schub geben. Das zeigen auch die Aktienmärkte, die Wertpapiere von EON und RWE sind nun ca. 5% weniger wert, weiter sinkend. Angesagt sind jetzt vor allem Solar, Wind und Fotovoltaik mit Wachstum von mehr als 20% seit Beginn der Katastrophe. Ich hoffe das ist mehr als nur ein kurzer Effekt.

Ich freu mich schon auf die Landtagswahlen und die Argumente die da gebracht werden. Meiner meinung nach muss deutschland aus der kernenergie austeigen (brückentechnologie -> brücke ist jetzt wohl eingestürzt) [Die franzosen bauen ihre kraftwerke schön an unsere grenze, ist auch toll wa]

Um genauer auf das Thema des TE zu kommen, ich denke wir müssen bewusster mit energie umgehen, denn so wie es jetzt ausschaut werden wir in zukunft davon weniger haben. Stichwort: Green-IT, geringere stromverbrauch, geringe emissionen sind dabei wichtige leitpunkte.
 
ArtworkAD schrieb:
Angesagt sind jetzt vor allem Solar, Wind und Fotovoltaik mit Wachstum von mehr als 20% seit Beginn der Katastrophe. Ich hoffe das ist mehr als nur ein kurzer Effekt.

Dann versuch mal 130 Mio Menschen mit nachhaltigen E zu versorgen ... Ohne allzu viel Ahnung zu haben, aber ich schätze jetzt einfach mal ins blaue und sage: Der "Ökostrom" der zur Zeit in der ganzen Welt produziert wird, würde gerade mal reichen um Japan zu versorgen.
So schön das alles klingt - wir sind einfach noch nicht in der Lage auf Atomkraft und Kohle zu verzichten.
Hoffen wir, dass es sich möglichst bald ändert, aber wir werden dass wahrscheinlich nicht mehr erleben.
Greetz
Jens
 
Alleine Sonne liefert im Tagesschnit 165Watt/qm, mit einigen qm Panelflaeche
effizienter Panels kann man die Menschen versorgen.
Man braucht bessere Speicher, und effizientere Panels, aber im Prinzip
geht das.
In Deutschland gibt es energie autonome Orte mit Solaranlagen und Biomasse-Kraftwerken
die sogar Strom exportieren. Die sind allerdings im Moment klein und auf dem Lande, fuer
eine Stadt ist das im Moment schwer.
 
Meines wissen darüber stüzt sich auf die Tagesthemen von gestern. Demnach ist es eine gängige praxis AKWs entlang ländergrenzen zu errichten um die gefahr von den dichter besiedelten regionen fernzuhalten.

AKWs leiten ca 20% zum energiemix bei, laut forschern können alternative energien 2020 ca. 50% des energiebedarfs deutschlands decken. heute gibt es jedoch noch keine infrastruktur dafür und es gibt noch viele problem die man lösen muss. aber die menschen sollte doch begreifen dass Atomkraft MENSCHENVERACHTEND ist
 
Geldgierige Kapitalisten schöpfen Geld aus dem Leid anderer, sowar das schon immer. Japan droht eine nukleare Katastrophe, da wäre ich mit investitionen vorsichtig.
 
Vermutlich werden die Energiekonzerne hierzulande kräftig die Strompreise erhöhen. Irgendwie müssen ja die Kursverluste, die sich aus der sich verschlechternden Stimmung gegenüber der Kernkraft ergeben, wieder ausgeglichen werden. Wird dann aber sicher mit vorgeschobenen Gründen wie erhöhten Kosten für Sicherheitsinvestitionen und bla bla bla gerechtfertigt.
 
Es werden gerade mal 7% unseres Stroms aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen.
Mehr gibt es einfach nicht her und das es nicht funktioniert kann man ja an den Solarsubventionen erkennen. Auch ist hier bedenklich, ob diese überhaupt einen Nutzen in Deutschland haben, da sie in ihrer Lebenszeit kaum die Energie wieder reinholen, als man zur Herstellung benötigt hat.
Das Problem was wir haben sind die Grünen, die den Leuten sowas von vorlügen und dies auch in den Medien, was einfach zu viele glauben oder nicht verstehen können.
Es fängt an bei der solarenergie, geht weiter zur Sparlampe und hört auf bei E10.
Das sind alles nur Lügen, die am Ende mehr kosten als sie der Umwelt nutzen.
Wenn da nicht irgendwas vollkommen neues kommt, ist Kernenergie einfach noch am umweltschonensten. Wir können ja die Atomkraftwerke abschalten und dann einfach noch mehr mit Kohle machen. Das wird sich sicher gut auf die Umwelt auswirken.
Wenn man sich nun die Strahlungsopfer ansieht, dann merkt man schnell, dass die Zahl sehr gering ist, man kann von nahezu keinem Toten sprechen. Würde man aber nun alles durch teure erneuerbare energie erzeugen, könnten sich vermutlich 20 - 30 % keinen Strom mehr leisten und die würden dann an den Folgen einfach sterben, die Zahl wäre hingegen gigantisch groß.
 
Nur auf Ökostrom zu pledieren ist ziemlich negativ.
Solarstrom -> Es werden die Fläche benötigt um 1 AKW zu ersetzen, weiterhin scheint nicht 24 Std am Tag die Sonne um den verbraucht auch nur annähernd zu ersetzen.
Windenergie -> Selbe wie bei Solar, große Fläche benötigt, jedoch ist Wind häufiger da.
Wasserkraftwerk -> Eigentlich ok, aber wir haben nicht so viele Wasserkraftwerke bzw. die Möglichkeit genug aufzubauen
Gezeitenkraftwerk -> Abhängig von Ebbe und Flut, bissle komisch
Getermineschkraftwerk -> Sieht schon besser aus, aber ist noch nicht effektiv. Weiß auch hier nicht gerade, wie es in DE aussieht damit.

Ohne AKW können selbst wir Ökövorzeigemenschen in Deutschland nicht genug Strom versorgen und das wird auch noch Jahrzehnte (mindestens) dauern, bis dies möglich ist.
 
Auf lange zeit betrachtet ist strom aus Atomkraft nicht umweltfreundlich, siehe letzer fall wo (in deutschland?) undichte aufbewahrungstonnen radioaktivität ins grundwasser abgaben.

Bei den vielen AKWs auf der welt, was machen wir da mit dem ganzen müll?? die menscheit ist naiv und vergräbt den den radioaktiven abfall einfach, vergraben vergessen! Und irgendwann sind auch die URAN aufkommen erschöpft.

Es gibt ein weltweit gefördertes projekt, dass mit ca 10 Mrd. EUR finanziert ist. ITA. Energie wird nicht aus Kernspaltung wie in AKWs erzeugt sonder durch Kernfusion wie auf der Sonne. Hier ein sehr interessanter Beitrag von Abendteuer Wissen.
 
Mir brennt dabei schon seit langem eine Frage unter dem Nägeln. Wieso Kernspaltung? Als ob das die einzige Möglichkeit ist Atomkraft zu nutzen. Als Beispiel, hätte Japan anstatt 54 AKWs besser 1500 dicke Plutoniumbaterien gebaut. Die können nicht schmelzen, produzieren 100 Jahre Strom mit einer Füllung. Man braucht keinen Druck, keine Kühlung, nicht die hohen Temperaturen, und wenn man so ein Teil mit brachialer Gewalt auseinander schneidet, dann gibts keinen GAU. Da kann nichts explodieren, da brennt nix, da gibts kein China-Syndrom, die Dinger sind stabiler als ein Castorbehälter und man benötigt gar nicht so hohe Strahlung und Anreicherungen, so das sich das Material viel besser wieder aufbreiten lässt. Aber nein, es muss Spaltung sein, für die Dicken Eier der Betreiber.

Letztere hatten 50 Jahre Zeit Alternativen zu entwickeln, aber was haben die gemacht? Die Milliarden beim Glücksspiel an der Börse verzockt. Wichtig ist nur, das genug Geld übrig bleibt, für Blattgold verzierte Delfinhodensteaks und Schmiergeld für Lobbyisten-Marionetten-Politiker. :utminigun:
So war es und wird es immer bleiben. Wetten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Rlaan schrieb:
Mir brennt dabei schon seit langem eine Frage unter dem Nägeln. Wieso Kernspaltung? Als ob das die einzige Möglichkeit ist Atomkraft zu nutzen. Als Beispiel, hätte Japan anstatt 54 AKWs besser 1500 dicke Plutoniumbaterien gebaut. Die können nicht schmelzen, produzieren 100 Jahre Strom mit einer Füllung.

Ist die Frage ernst gemeint?
Wo soll das Plutonium herkommen? Um ein 1000 MW Kraftwerk zu ersetzen bräuchte man ca. 178 t Plutoniumdioxid.
Außerdem liegt die kritische Masse für Plutonium schon bereits bei 3-40 kg. Das heißt du müsstest die Batterie in ca. 90000 einzelne Zellen aufteilen, die alle einen Wandler brauchen und gegen die Strahlung abschirmen können. Dafür, wie das wirtschaftlich gehen soll, fehlt mir die Fantasie.
 
Zuletzt bearbeitet: (edith)
capilano schrieb:
Nur auf Ökostrom zu pledieren ist ziemlich negativ.
Solarstrom -> Es werden die Fläche benötigt um 1 AKW zu ersetzen, weiterhin scheint nicht 24 Std am Tag die Sonne um den verbraucht auch nur annähernd zu ersetzen.
Windenergie -> Selbe wie bei Solar, große Fläche benötigt, jedoch ist Wind häufiger da.
Wasserkraftwerk -> Eigentlich ok, aber wir haben nicht so viele Wasserkraftwerke bzw. die Möglichkeit genug aufzubauen
Gezeitenkraftwerk -> Abhängig von Ebbe und Flut, bissle komisch
Getermineschkraftwerk -> Sieht schon besser aus, aber ist noch nicht effektiv. Weiß auch hier nicht gerade, wie es in DE aussieht damit.

Ohne AKW können selbst wir Ökövorzeigemenschen in Deutschland nicht genug Strom versorgen und das wird auch noch Jahrzehnte (mindestens) dauern, bis dies möglich ist.


Das ist so nicht korrekt. Ich hoffe der Schock und Druck ist jetzt groß genug, dass Desertec und Supergrid endlich forciert werden, auch wenn die Investitionen immens sind.

Warum haben wir in Deutschland so viele Solaranlagen? Nicht weil es besonders effizient und sinnvoll wäre, sondern weil es durch die Subventionen und die garantierte Vergütung (EEG) forciert wurde.

Ökostrom lässt sich speichern, in Form von Wärmespeichern (gibts schon in Spanien). Durch die große Überkapazität kommt es doch zu wirklich absurden Situationen an der Strombörse - Stromabnehmer erhalten da Geld und nicht anders rum. Das liegt daran das Ökostrom einen zugesicherten Vorrang vor anderen Stromarten hat, aber Kern- und Kohlekraftwerke sich eben nicht so einfach runterreglen lassen, sodass eine Überkapazität (Storm, etc.) besteht und daher Stromabnehmer belohnt werden...

-> Das zeigt doch, wie absurd und rückwärtsgewand das Festhalten an AKWs und Kohle ist.

Alleine schon das gewaltige Potenzial durch die nötigen Ersatzinvestitionen für deutsche Solar- und Windkraftanlagenbauer ist doch unbestreitbar. Dem steht halt nur entgegen das es nen Strom Oligopol gibt, mit Vorsitzenden die mit der Kanzlern beim Abendessen so Dinge abmachen. Die alten AKWs sind halt längst abgeschrieben und bringen den Konzernen einen enormen Gewinn - sozusagen die Chashcows der Konzerne.

Hat halt alles wirtschaftliche Hintergründe und nicht sowas wie "Brückentechnologie" oder "Versorgungsengpass". Ich versteh auch nicht was an Ökostrom so "unsexy" sein soll. Der Markt hat gewaltiges Wachstumspotenzial und gerade da durch das EEG die hiesige Wirtschaft so aufgebaut wurde, ist das die Chance!
 
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