Bausparvertrag Schwäbisch Hall - 40€ p.M. vom Arbeitgeber?

Zoidberg

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Guten Morgen,
ein Arbeitskollege hat mit grad erzählt, dass er einen "Rendite-Bausparvertrag" oder so ähnlich bei Schwäbisch Hall abgeschlossen hat und die vermögenswirksamen Leistungen des AG sich auf ca. 40€ im Monat belaufen. War jetzt mal auf der Website von denen, habe aber absolut keine Ahnung, da wird mit den Zahlen ja jongliert wie nix gutes. Er ist ledig und hat ein Kind.
Bei meinem Bausparvertrag (andere Bank) gab es deutlich weniger, 40€ ist ja echt ne Menge!! Kann da was dran sein, oder hat er mich falsch informiert? Wer weiß dazu was?

LG
Zoidberg
 
Die Höhe des Arbeitgeberanteils zum VL-Beitrag wirst du da nicht finden, da es sich hierbei um eine freiwillige bzw. tarifvertraglich festgelegte Summe handelt. Es kann also von Arbeitgeber zu Arbeitgeber unterschiedlich sein.
 
Achso, nun ja, aber die Summe ist nicht utopisch?
 
Das ist der maximale Betrag den der AG fördern darf. Ich finde das schon viel.
 
Lunge, darf ich fragen, woher diese Information stammt? Danke schonmal
 
Moin,

gebe einfach mal bei google vermögenswirksame Leistungen ein.

Dann kommen circa 1 Million Ergebnisse dazu. In jedem 2. steht das es maximal 40 Euro VL gibt. Selbst auf der HP von Schwäbisch Hall steht es. https://www.schwaebisch-hall.de/bsh...rksame-leistungen.php?wt_mc=SEM.....&mpch=sem

Wir erhalten in einem 300.000+ Personen Unternehmen grade mal 13,29 Euro. Denke daher das 40 Euro viel sind.

Erst wenn wir darauf verzichten und in den Pensionsfonds einzahlen erhalten wir 20 Euro + 10 % von dem was wir selbst sparen. Also als Beispiel ich spare 50 Euro, erhalte 5 Euro + 20 Euro. Gesamt also 75 Euro. Allerdings brutto...
Zusätzlich wurde jetzt noch ein Vertrag abgeschlossen wo 1 %(mindestens 25 Euro) des Gehaltes in den Pensionsfonds einfließen ob man will oder nicht um der Altersarmut entgegen zu wirken. Ab 2014 dann 2 %(mindestens 50 Euro). Alles brutto.

Denke daher 40 netto ist eine Menge. In einen Bausparer würde ich das Geld allerdings nicht einzahlen. Warum das so viele Deutsche nutzen verstehe ich bis heute nicht.
 
Okay, danke für die Infos. Werde mich mal etwas damit beschäftigen bei Gelegenheit.
Finde es schon enorm muss ich sagen.

Warum Bausparen? Ich denke, weil es viele Leute kennen, viel Werbung dafür gemacht werden und die Leute es sich erzählen, dass sie es machen. Aber ich kenne mich wirklich nicht gut genug aus um irgendeine Sparanlage als gut oder schlecht zu bezeichnen.
Wäre m.M.n. mal einen Sammelthread wert, aber Onkel Google hat diesbezüglich ja genug Infos.
 
Genau da ist der Punkt. Die Leute kennen doch gar nicht den Bausparer. Zahlen übelste Abschlusskosten, Provisionen und Kontoführungsgebühren. Das alles bekommt man auch kostenlos zu besseren Konditionen. Bausparer ist was für Idioten, Sry, aber anders kann man das nicht mehr sagen. Man schaut wo es den Kaffee 50 Cent günstiger gibt, aber beim Thema Geldanlage will sich keiner mit beschäftigen und zahlt lieber für nen Bankverkäufer 1000 Euro für 5 min Arbeit.

Zur Zeit ist wohl das das beste Angebot ohne in nen Fondssparplan zu gehen und wer mehr als 17.900 Euro im Jahr zu versteuern hat(wegen der Förderung vom Staat die dann entfällt):

http://www.edekabank.de/privatkunden0/sparen___anlegen/geld_sparen/vl-sparen.html
 
Wenn du selbst wenig Ahnung hast, kannst du dich auch über verschiedene Angebote informieren und mit denen zur Verbraucherzentrale gehen. Die sind unabhängig und zeigen dir dann die Vor und Nachteile.
 
Cheffe83 schrieb:
Wenn du selbst wenig Ahnung hast, kannst du dich auch über verschiedene Angebote informieren und mit denen zur Verbraucherzentrale gehen. Die sind unabhängig und zeigen dir dann die Vor und Nachteile.
Das habe ich auch noch nie gehört, dass man sich direkt an die wenden kann, coole sache.

Aber ist es nicht auch so, dass es für wenig-Anleger egal ist was sie nehmen, da es eh kaum Zinsen gibt? Da kann man doch nur drauf achten, keine Gebühren zahlen zu müssen und das als Vorteil zu betrachten.
 
Kenne das auch so wie Lunge schrieb mit 13,29€, aber bei uns ist das so, das man das selbst auf maximal 40€ aufstocken kann, also selber 26,71€ zusätzlich einzahlen kann.
Aber das hängt vom Tarifvertrag ab, da gibt es unterschiedliche Vereinbarungen zu dem Thema, es gibt aber auch Förderungen vom Staat.
 
Naja egal ist es nicht. Natürlich sind bei kleinen Posten die Gebühren ein entscheidender Punkt. Deswegen halte ich auch absolut nichts von Spaskassenverkäufern. Die suchen nämlich das raus, was ihnen am meißten bringt und können dir nur die eigenen Scheiß Produkte anbieten. Bei der Spaßkasse gibt es im übrigen kein einziges Produkt was gut ist. Wer da noch ist, ist selbst Schuld.

Erstmal solltest du dir im klaren sein ob du Risiko haben willst oder relativ sicher(relativ, weil eine Bank immer Pleite gehen kann). Beim relativ sicheren nimmst du einfach oben die EdekaBank. Was besseres wirst du momentan sowieso nicht finden. Wenn risikoreicher dann eben ein Fondssparplan. Aber ob der mehr bringt kann man nicht sagen. Ich würde es nicht mehr tun. Das oben genannte Angebot zu schlagen wird schwer sein. Banksparplan wie oben und fertig. Blos keinen Bausparer mit Gebühren die so hoch sind, das du dafür erst mal ein Jahr umsonst zahlst zusätzlich Zinsen die dir in der Zeit verloren gehen. Bei der EdekaBank hast du nach 7 Jahren locker 3400 Euro SICHER bei 40 Euro Einzahlung. Das soll erst mal nen Fonds schaffen in der heutigen Zeit. Nachteil ist das er nicht staatlich gefördert ist wie alle Banksparpläne. Aber wenn du eh genug Verdienst spielt das keine Rolle da du die Förderung eh nicht bekommst.

Oder frag doch mal deinen AG ob es spezielle Programme gibt. Bei uns arbeitet die DEVK.Eisenbahn mit uns zusammen und wir bekommen so bessere Konditionen und höhere Ausschüttungen.

Mit den 40 Euro ist das so. Manche Anbieter haben Mindestbeträge die eingezahlt werden müssen. Bei Fonds ist das meißt so. Da bringen die 13,29 Euro auch recht wenig. Manche Banksparpläne können aber nur mit dem AG Anteil bespart werden. Beim EdekaVLsparen musst du auch 40 Euro zahlen. Jenachdem wie hoch der AG Anteil ist, zahlst du dann eben den Rest. Bei uns gleich mit vom Gehalt und steht mit auf der Abrechnung. Man merkt es also nicht mal wirklich.
 
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Hallo,

auch in der Firma wo ich beschäftigt bin gibt es 40 Euro Brutto vom Arbeitgeber. Nur zahlen nicht mehr alle Arbeitgeber für einen Bausparvertrag sondern so wie auch bei uns nur noch in die betriebliche Altersvorsorge.
 
Lunge schrieb:
Bausparer ist was für Idioten, Sry, aber anders kann man das nicht mehr sagen.

Ich finde das kann man schon anders sagen.
Denn neben einer etwaig zu erwartenden oder prognostizierten Rendite ist für manche Anleger auch Sicherheit ein Argument sich für ein bestimmtes Anlageprodukt zu entscheiden. Bausparen bedient - bei guten Verträgen - hier eine m.E. wichtige Lücke. Sie bieten halbwegs akzeptable Zinsen, die in herkömmlichen Sparangeboten abseits der Börse nicht erziehlt werden, und bieten zudem ein gewisses Maß an Sicherheit, was die Börse per Definition nicht bieten kann.

Ist letztlich eine Frage der persönlichen Prioritäten. Aber pauschal abqualifizieren würde ich Bausparverträge nicht. Selbstverständlich gilt auch hier wie bei allen anderen Finanzprodukten: informieren, informieren, informieren.
 
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Bausparen ist auch weniger allein fürs Ansparen gedacht. Viel mehr ist das günstigere Darlehen für eine Immobilie das Entscheidende. Dennoch lohnen sich Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie.

Lunge schrieb:
Naja egal ist es nicht. Natürlich sind bei kleinen Posten die Gebühren ein entscheidender Punkt. Deswegen halte ich auch absolut nichts von Spaskassenverkäufern. Die suchen nämlich das raus, was ihnen am meißten bringt und können dir nur die eigenen Scheiß Produkte anbieten. Bei der Spaßkasse gibt es im übrigen kein einziges Produkt was gut ist. Wer da noch ist, ist selbst Schuld.

Jaja und jeder Deutsche ist ein Nazi und alle mit teuren Autos haben nix in der Hose...

Erstmal solltest du dir im klaren sein ob du Risiko haben willst oder relativ sicher(relativ, weil eine Bank immer Pleite gehen kann). Beim relativ sicheren nimmst du einfach oben die EdekaBank. Was besseres wirst du momentan sowieso nicht finden. Wenn risikoreicher dann eben ein Fondssparplan. Aber ob der mehr bringt kann man nicht sagen. Ich würde es nicht mehr tun. Das oben genannte Angebot zu schlagen wird schwer sein. Banksparplan wie oben und fertig. Blos keinen Bausparer mit Gebühren die so hoch sind, das du dafür erst mal ein Jahr umsonst zahlst zusätzlich Zinsen die dir in der Zeit verloren gehen. Bei der EdekaBank hast du nach 7 Jahren locker 3400 Euro SICHER bei 40 Euro Einzahlung. Das soll erst mal nen Fonds schaffen in der heutigen Zeit. Nachteil ist das er nicht staatlich gefördert ist wie alle Banksparpläne. Aber wenn du eh genug Verdienst spielt das keine Rolle da du die Förderung eh nicht bekommst.

3400 Euro? Hammer, da rechnen wir mal nach: 40 Euro * 12 Monate * 7 Jahre = 3360 Euro. Dann bekommt man ja sogar mehr als man einbezahlt hat, etwa 1,2%. Dumm nur, dass die Inflation höher ist...

Fonds ist übrigens nicht gleich Fonds. Es gibt beispielsweise Rentenfonds mit sehr sicheren Obligationen, Aktienfonds, die recht dynamisch auf die Weltwirtschaft reagieren können, Rohstofffonds, Hedgefonds, etc. Präzisiere!



Als Arbeitnehmer lohnt sich u.U. ein Riestervertrag zur Altersvorsorge, sollte man sich aber von einem unabhängigen Makler vorrechnen lassen (inkl. nachträglicher Abführung von Steuern und Sozialversicherung). Eine betriebliche Altersvorsorge (Direktversicherung/Gehaltsumwandlung) ist aber für jeden AN etwas: es werden beispielsweise 50 Euro vom Brutto in diesen Vertrag einbezahlt; diese 50 Euro sind sozialversicherungs- und steuerfrei, sodass man vielleicht 30 Euro weniger netto hat, effektiv aber 50 einzahlt.
 
Einfach mal ein paar Worte von mir zu diesem Thema:

Die vermögenswirksame Leistung (VWL) ist eine Leistung vom Arbeitgeber, die wortwörtlich verschenkt wird. Hierbei ist es dem Arbeitgeber absolut egal, in welchen Bereich die VWL angelegt wird. Dies kann z.B. ein Bausparvertrag, Fond, etc. sein. Das Maximum der Zahlung des Arbeitgebers liegt bei 40.- EUR. Sollte diese Höhe der Zahlung von Seiten des Arbeitgebers nicht erfüllt werden, kann man privat bis zu dieser Summe aufstocken. Eine Zahlung über die 40,- EUR hat keinen Sinn, da es hierbei auch um steuerliche Aspekte geht.

Grundsätzlich sollte man sich auch darüber auch Gedanken machen, wie lange auf das jeweilige Produkt eingezahlt werden muss, um vollen Anspruch auf die Auszahlung zu haben, ohne dass eventuell eine Steuernachzahlung erforderlich ist.

Fazit:
Es ist geschenktes Geld vom Arbeitgeber. Wer seine VWL nicht anlegt, ist es selber Schuld. Die Provision eines Beraters ist absolut lächerlich, da die Zahl auf dem Papier noch nicht mal das Papier selbst wert ist. Jedes Unternehmen wird in diesem Bereich draufzahlen.

Ergebnis:
Suche die Bank oder den Versicherer Deines Vertrauens und lass Dich hierzu beraten. Die helfen Dir auch bei den notwendigen Formularen für den Arbeitgeber, damit alles klappt.

Gruß
nobodo

P.S. Grundsätzlich kann keine Person dazu gezwungen werden, den VWL-Beitrag auf 40,- EUR zu erhöhen. Auch mit einer Zulage von 13,29 EUR kann ich jederzeit einen VWL-Vertrag abschließen.
 
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Informier dich bei deinem Arbeitgeber was der zahlt. Meist sind es nur Banken die die vollen 40 Euro zahlen. Du kannst entscheiden ob nur der Betrag des AG reinkommt oder du selber aufstocken möchtest. Die Zinsen sind im Moment im Keller und bis 10000 Euro Darlehenssumme möchte die BSK keine Nachweise ;-)

Die Einkommensgrenzen für die staatl. Förderung sind auch relativ eng gestrickt
 
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