Berufswelt trotz starker Behinderung

Aljoscha2

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Feb. 2006
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587
Hallo,

ich habe eine sehr starke Behinderung und bin auf der Suche nach ner
Ausbildung.
Und zwar habe ich eine schizophrene Psychose hinter mir und muss
(wahrscheinlich) lebenslang Medikamente schlucken.

Leponex, Abilify, Lyrica, Belockzog mite, Pantoprazol..vielleicht kennt jemand
oder nimmt jemand die selben Tabletten.

Und diese Tabletten haben als Nebenwirkung Bewegungsunruhe und
Konzentrationsprobleme. Aus diesem Grund habe ich auch nen
Schwerbehindertenausweis mit 50 %.
Hinzu kommt , dass ich eine Zwangsstörung habe, daher Angst habe, mir
selber mit der Hand ins Gesicht zu schlagen bzw meine Brille etc zu zerstören.
Ich denke ich bin mit diesem Problem der einzige -.-

Und jetzt meine Frage, wo muss ich hingehen, bzw wo finde ich Informationen
über eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich.
Eine Ausbildung die auf Menschen mit Behinderungen ausgerichtet ist.
Ja,,, wo finde ich Infos im Netz?
Kennt jemand da Info Seiten?

Wie gesagt, muss es eine Einrichtung / Schule geben, wo ich meine
Fachhochschulreife(Fachabi) nachholen kann oder eine Ausbildung machen kann.
Und da muss halt Rücksicht auf meine Krankheit genommen werden.


jemand erfahrung mit der FAW Bielfeld?
 
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Hier sollten Stellenangebote sein.

Viel Glück ;)

edit: Sonst einfach bei der lokalen Lebenshilfe anrufen, und nach Hilfe fragen...
 
Gibt es da keine Beratungsstellen? Zum Beispiel bei der Arbeitsargentur.
Sonst wären deine Interessen aich noch wichtig ^^

mfg MauIwurf
 
interessen hat er ja gesagt...

mir fällt spontan die bundesagentur für arbeit und lebenshilfe ein.
 
Es gibt oft an Kliniken angebunden Zentren -Arbeitsdiagnostik und berufliche Integration
- die dabei helfen können entsprechende Stellen zu finden, evtl. warst du schonmal in einer (was ich bei deinen Medikamenten vermute) und hast dort gute Erfahrungen gemacht so das du dort nochmal nachfragen kannst/willst. Lebenshilfe ist sicher nicht das richtige da du ja auf den ersten Arbeitsmarkt willst nehme ich an, oder? Zumal die Lebenshilfe sich nicht unbedingt um psychische Behinderungen kümmert....jedenfalls nicht bei uns, da ist das nochmal etwas getrennt.
Grundsätzlich benötigst du meiner Meinung nach einen Arbeitgeber der sich auf diese spezielle Situation einlässt. Infos zur Ausbildung erhälst du beim Arbeitsamt oder Berufsinformationszentren....als Ausbildungsplatz könnten sogenannte Integrationsfirmen in Frage kommen....
 
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kaufmännisch ist zur zeit fast hoffnungslos.meine tochter macht demnächst mittlere reife und 70 bewerbungen reichen nicht.und noch nichts na quelle und co grüssen
Ergänzung ()

1 arbeitsmarkt der normale.das andere sind halt soziale einrichtungen und subventionierte
 
Auf dem ersten Arbeitsmarkt wird es mit deinem Krankheitsbild extrem schwierig, irgendwo unterzukommen. Auch der festgestellte GdB 50 wird da nicht helfen, sondern im Gegenteil potentielle Arbeitgegber aufgrund der Auflagen verschrecken. Allerdings hast du mit deinen Problemen Anspruch auf berufliche Rehabilitation im Rahmen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen des SGB IX/XII (Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen / Sozialhilfe).
Dabei ist es das Ziel, den Leistungsberechtigten schrittweise wieder in die Gesellschaft, oder in diesem Fall vor allem in die Berufswelt, zurückzuführen.
Ich würde dir dringend raten, beim örtlichen Sozialhilfeträger vorstellig zu werden und dort einen Antrag auf Eingliederungshilfe zu stellen. Beraten wirst du von denen auch und das scheint mir im Moment aufgrund der vorliegenden Information am sinnvollsten. Dann wird man schauen, welche Maßnahmen vor Ort möglich sind und für dich geeignet sein könnten, um deine berufliche Rehabilitation voranzubringen. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt dürfte es wie gesagt ziemlich schlecht für dich aussehen, und außerdem wirst du mit deinem Krankheitsbild und der Dauermedikation mit Neuroleptika nicht belastbar genug sein, um den Anforderungen des Arbeitsalltags in der Privatwirtschaft gewachsen zu sein.
 
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Ich habe mehr mit meiner Zwangsstörung zu kämpfen , als mit der
Psychose. Ich habe einen inneren Druck/Impuls mir selber mit der Hand ins Gesicht
zu schlagen.
 
Ja, das mag ja sein, aber die Zwangsstörung ist doch auch ein Problem, das dich permanent in deiner Leistungsfähigkeit einschränkt. Außerdem schreibst du ja, dass die Nebenwirkungen der Neuroleptika, die du zur Rezidivprophylaxe einnimmst, dich einschränken - und das rund um die Uhr. Sich unter solchen Vorzeichen dem Konkurrenzkampf und Leistungsdruck des ersten Arbeitsmarktes auszusetzen, halte ich für sehr gewagt. Potentielle Arbeitgeber würden aus mannigfaltigen Gründen davon absehen, dich einzustellen, und umgekehrt solltest aber vor allem du selber dich nicht in eine Überforderungssituation begeben.
Ich würde dir abermals dazu raten, dich in einem geschützen Rahmen mit wohldosierten Maßnahmen einer beruflichen Rehabilitation hinzugeben.

Zur FAW Bielefeld kann ich dir leider nichts sagen. Kannte den Laden bis eben gar nicht. Du warst doch derjenige, dem ich schon mal geraten hatte, an einer Privatschule sein Fachabitur nachzumachen. Gut, angesichts der neuen Erkenntnisse über deinen Gesundheitszustand bin ich mir nicht sicher, ob das im Moment das Richtige für dich wäre, aber falls du dich über private Bildungseinrichtungen informieren möchtest, empfehle ich dir folgenden Link. Vielleicht kannst du dort über das Kontaktformular nützliche Informationen bekommen.

Übrigens sind Zwangsstörungen therapierbar, wenn auch schwierig. Ich nehme aber an, dass du schon Behandlungen hinter dir hast, oder?
 
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Nun ich würde deine Zukunft auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht so schwarz und aussichtslos sehen wie Exar_kun, dafür stehen uns hier defenitiv zu wenig Infos zur Verfügung um dir derartig die Hoffnung zu nehmen. Das es eine Herausforderung sein wird ist dir sicher bereits klar geworden, wo du nun Hilfestellung erhälst auch...Inwieweit nun deine Symptome hinderlich sind bei der Erfüllung deiner Ziele musst du selber wissen und solltest du unbedingt mit beratenden Stellen erörtern, lass dir aber nicht von anderen zu sehr sagen was du kannst und was nicht, niemand kann in die Zukunft sehen und dir sagen was geht und was nicht, jedenfalls nicht zu 100%. Da hab ich beruflich schon Dinge gesehen die wir vorher nie geglaubt hätten. Ärzte sind recht gerne dabei mit soclhen stigamtisierenden Äusserungen, muss aber nicht so sein, daher ist es wichtig auf eien breite UNterstützung zu bauen und die eigene Verantwortung und Entscheidungsfähigkeit nicht zu vergessen....jedenfalls meiner Erfahrung nach.
 
Hallo!

Da ich selbst eine Behinderung habe (wenn auch nur mit einem GdB von 40%) weiß ich, dass es sehr schwer sein kann auf dem Arbeitsmarkt eine Ausbildungsstelle zu finden. Ich mache jetzt eine Ausbildung zum Elektroniker, habe auch als Fachinformatiker gesucht. Beides in je 2 Fachrichtungen. Gesucht waren meistens Haupt- bzw. Realschüler, bei den Fachinformatikern auch mal Fachabi. Und trotz Abitur (13. Klasse) habe ich fast nur Absagen bekommen. Von 57 Bewerbungen blieben nur ca. 4 mit guter Aussicht, eine davon habe ich jetzt.

Nun aber mal zu deiner Frage. Ich kann dir zum einen diese Seite empfehlen:
http://www.bfw-heidelberg.de/de/bfw-heidelberg/index.html

die wurde mir damals von einer blinden bekannten empfohlen die dort auch ausgebildet wurde. Ansonsten kann man sich natürlich auch an das Arbeitsamt wenden, hier muss ich aber leider sagen ist es extrem schwer Hilfe zu bekommen. Hier wurden alle mir bekannten Fälle inklusive mir ziemlich hängen gelassen. Aber wenn man mal einen Beratungstermin hat bekam man ganz gute Tipps. Die bieten extra Beratungsgespräche an von Berufsberatern, speziell auch wegen der Behinderung. Man hat mir damals auch eine ganze Liste mit Adressen geben können mit Ausbildungsstätten speziell für Behinderte Menschen.

Also ainfach mal die genannte Seite ansurfen und mal beim Arbeitsamt einen Termin geben lassen. Wie gesagt, wenn es nur um einen Beratungstermin geht und man diesen hat, dann hilft einem das Arbeitsamt da schon :)
 
Ich würde Dir auch raten dich einmal beim zuständigen Berufsförderungswerk zu melden. Eine andere Möglichkeit besteht darin dich beim Rehaberater der zuständigen Agentur für Arbeit beraten zu lassen.
Ansonsten kann ich dir nur raten, dich beim zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienst über mögliche ambulante Hilfen im Rahmen der Eingliederungshilfe zu erkundigen. Die können dir zwar nur begrenzt bei der Jobsuche behilflich sein, allerdings können sie dir helfen besser mit der eigenen Erkrankung umzugehen, Hilfestellung bei Behördenangelegenheiten geben, Krisenintervention, falls ein Rückfall droht usw.
Eine Psychotherapie ist weniger ratsam. Du wirst kaum einen Therapeuten finden der mit Patienten, die so ein Krankheitsbild haben, arbeiten. Das ist auch recht heikel.

Aber sag mal Du bekommst wirklich Leponex, Abilify und Lyrica zusammen verordnet? Das ist mehr als ein Coctail. Zumal Leponex eigentlich nur noch als Ultimo ratio verschrieben wird. Es ist ein recht altes Medikament mit erheblichen Nebenwirkungen. Da wirst Du mit Sicherheit oft zur Blutbildkontrolle müssen.
 
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