Bewerbung als Elektroingenieur, Verbesserungsvorschläge erwünscht

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boxleitnerb

Gast
Tach!

Ich sitze hier schon ziemlich lange dran und kann mich was ein paar Formulierungen angeht, nicht entscheiden.
Aufgaben und Anforderungen der Stelle auf einen Blick:
Ihre Aufgaben:

Entwicklung optoelektronischer Halbleiterbauelemente
Realisierung von Neuentwicklungen mit externen Zulieferern
Projektplanung und Koordination
technische Unterstützung beim Serienanlauf


Anforderungsprofil:

erfolgreich abgeschlossenes Studium Elektrotechnik, Physik oder vergleichbarer Abschluss
Kenntnisse in Halbleitertechnologie wünschenswert
Erfahrung in der Entwicklung von elektronischen Bauelementen wünschenswert
verhandlungssichere Englischkenntnisse in Wort und Schrift
Kommunikations- und ausgeprägte Teamfähigkeit
selbstständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise
Bereitschaft zur Reisetätigkeit weltweit

Mein Anschreiben:

Sehr geehrte Frau x,

Arbeiten heißt für mich mehr als die Anwendung fachlicher Kenntnisse; sei es der Kontakt zu Firmen bei der Fertigung von Aufbauten für meine Studienarbeit oder die Koordination mit internen und externen Partnern im Industriepraktikum bei der Optimierung eines Messplatzes - gemeinsam Herausforderungen zu begegnen macht mir Spass und ist mir wichtig. Deshalb sehe ich in Ihrem Unternehmen den idealen Partner für meinen Berufseinstieg.

Im Studium der Elektrotechnik konnte ich erste praktische Erfahrungen mit Halbleitern und Optoelektronik während Studien- und Diplomarbeit bei der Herstellung und Charakterisierung von OLEDs bzw. Ge-Quantenpunkten auf Si-Substraten sammeln. Eine Tätigkeit als studentische Hilfskraft gab mir die Möglichkeit, diese Kenntnisse durch elektro-optische Messungen an HDR-CMOS-Sensoren zu vertiefen.
Dass ich mich erfolgreich in ein Team integriere, habe ich im Industriepraktikum bei der x GmbH unter Beweis gestellt. Dort war ich nicht nur für die Durchführung, Auswertung und Präsentation von Messungen an Halbleiterbauelementen verantwortlich, sondern auch für die Verbesserung von Messplätzen und der zugehörigen LabVIEW-Messsoftware.
Eigenverantwortliches Arbeiten ist mir daher ebenso vertraut wie Fragestellungen im Bereich der Halbleitertechnologie.

Ein kurzfristiger Einstieg zu einem Jahresbruttogehalt von x bis x Euro ist mir möglich, und ich bringe Reisebereitschaft und Offenheit gegenüber anderen Kulturen mit. Ich freue mich auf die Gelegenheit, bei einem Vorstellungsgespräch mehr über mich zu erzählen.

Mit freundlichen Grüßen aus x

Beim fettmarkierten Satz bin ich noch unschlüssig. Ich möchte da irgendwie den direkten Bezug zu der Stelle bekommen. Vielleicht kann ich das auch etwas umstellen, für Vorschläge bin ich absolut offen. Auch bin ich noch nicht so 100% glücklich mit dem Auseinanderreißen von Studienarbeit und Praktikum (also die Erwähnung im ersten Absatz und dann nochmal unten). Aber mit Floskeln möchte ich nicht beginnen, sondern gleich darauf eingehen, warum ich besonders geeignet bin (Kontakt mit externen Partnern, Kommunikationsfähigkeit usw.)
 
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Ich würde eher den letzten Absatz überdenken. 1. Klingt ein Betrag für mich selbstbewusster und passender als eine Spanne. 2. Offenheit gegenüber anderen Kulturen würde ich als Selbstverständlichkeit voraussetzen, etwas offensichtliches zu erwähnen kehrt den Effekt oft um. ("5000 Euro Sofortkredit, keine Schufa - seriös!") 3. Sag nicht, dass Du dich freust nur über dich zu erzählen; austauschen, erfahren usw. lesen sich angenehmer.
Und zu Deiner eigentlichen Frage. Vielleicht so etwas wie "Deshalb/Daher sehe ich in "Unternehmensname " (wenn größeres Unternehmen wie BASF, BMW usw.) die ideale Umgebung/Voraussetzung für meinen Berufsstart." Wenn es ein Familenbetrieb (bei dem Anforderungsprofil eher unwahrscheinlich) oder ein kleines Unternehmen ist, kannst du, denke ich, auch "[...]in Ihrem Unternehmen[...]" schreiben.
Ist nur meine Meinung. Deine Bewerbung liest sich aber wirklich gut. Nicht zu trocken oder zu salopp.

Beste Grüße und viel Erfolg!

PS: Eins ist mir doch noch aufgefallen: Vielleicht kürzt Du noch etwas. Auch wenn man meistens stolz auf das bisher geleistete ist, geh bei Deiner bisherigen Tätigkeit nicht zu sehr ins Detail. Zunächst wird es ein (vermutlich) ein Personaler lesen.
 
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Danke für deine Anregungen!
Es ist ein sehr großes internationales Unternehmen mit über 20.000 Mitarbeitern. Das Offenheit kann ich streichen, ich wollte nur irgendwie auf den internationalen Charakter der Tätigkeit (weltweite Reisebereitschaft) Bezug nehmen.
 
Kann ich verstehen. Solltest Du vielleicht auch noch reinbringen. Also Flexibilität, Reisebereitschaft etc. zu erwähnen ist unbedingt ein Plus.
Vielleicht sind die Leser Deiner Bewerbung (vermutlich ist das Unternehmen in BaWü oder Bayern) eh nicht so sehr auf PC aus und würden sich nicht an der Aussage "Offenheit gegenüber anderen Kulturen" stören. Ich bin bei sowas sehr sensibel ;)
Vielleicht einfach "weltoffen"? Ist vielleicht schon ein bisschen angestaubt, aber so in der Art.
 
Okay. Hast du ne Idee, wie ich den allerletzten Satz formulieren könnte?
Vorrangig möchte das Unternehmen ja etwas von mir wissen. Ich kann mich zumindest über die Webseite und das Netz über die Firma informieren - andersrum geht das nicht bzw. begrenzt, daher wollte ich dem Personaler einen Schubs geben und die Neugier anfachen.

Oder was Frecheres wie
"Für Ihr Interesse an meiner Bewerbung bedanke ich mich herzlich und freue mich auf unser persönliches Gespräch."
oder
"Klingt das interessant für Sie? Dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch."
oder
"Habe ich Ihr Interesse geweckt? Wenn ja, so freue ich mich auf ein erstes Gespräch mit Ihnen!"
 
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Da dieser abschließende Satz eine Floskel wie das MfG am Ende ist, würde ich beim Klassiker bleiben: "Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich (sehr) freuen." Oder "Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören."
Gerade weil du Dich als Ing. bewirbst, erwartet keiner den letzten rhetorischen Kniff von dir. Du bewirbst Dich ja nicht fürs Marketing oder als Werber.
 
Hast Recht, das "Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören." ist nicht so "schnulzig" :)
 
Es nicht verkehrt auf deine Abschlussarbeit genauer einzugehen immerhin kommt es den Tätigkeiten in der Industrie am nächsten. 3 Begriffe erklären nicht die Aufgabe die du bearbeitet hast. Um was ging es da Plannen, Entwickeln , Ausführen?
 
Das spielt auch keine Rolle, was er da genau gemacht hat. Bewerbungsschreiben landen bei grossen Unternehmen in der Personalabteilung und die haben i.d.R. ohnehin keine Ahnung davon. Zuviel labern schadet da eher, als das es nützt. Bewerbungen sollen so kurz und aussagekräftig wie möglich sein. Wer da zu viel schreibt, wird erst gar nicht zum Bewerbungsgespräch eingeladen.
 
boxleitnerb schrieb:
Arbeiten heißt für mich mehr als die Anwendung fachlicher Kenntnisse; sei es der Kontakt zu Firmen bei der Fertigung von Aufbauten für meine Studienarbeit oder die Koordination mit internen und externen Partnern im Industriepraktikum bei der Optimierung eines Messplatzes - gemeinsam Herausforderungen zu begegnen macht mir Spass und ist mir wichtig. Deshalb sehe ich in Ihrem Unternehmen den idealen Partner für meinen Berufseinstieg..

Also die Einleitung klingt IMO sehr merkwürdig und gestellzt. "Arbeiten heißt für mich mehr als ..." klingt wie in der Werbung wenn Hausfrauen ankündigen das Wäsche waschen so einfach ist mit Ariel ;).

boxleitnerb schrieb:
Ein kurzfristiger Einstieg zu einem Jahresbruttogehalt von x bis x Euro ist mir möglich, und ich bringe Reisebereitschaft und Offenheit gegenüber anderen Kulturen mit. Ich freue mich auf die Gelegenheit, bei einem Vorstellungsgespräch mehr über mich zu erzählen.

Wer Gehaltsbereiche angibt landet immer beim "vom", nie beim "bis". Welches Einstiegsgehalt schwebt dir vor? Der Arbeitgeber liest nur den Anfangsbetrag während sich deine Hoffnung auf den Maximalbetrag einpendelt. Nenne eine Zahl, keinen Bereich.

Und IMO spricht man besser von "Bewerbung zum Elektroingenieur" oder "Bewerbung auf die Stelle als Elektroingenieur" aber nicht "Bewerbung als Elektroingenieur "

Eigenständiges Arbeiten sollte dir nicht nur vertraut sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Ich bin auch mit Faulheit vertraut, aber ist das auch selbstverständlich ;).

Kommasetzung noch mal prüfen (stimmt auch nicht immer) und mal den Text laut lesen um den "fluss" zu prüfen, das klingt noch nicht rund.
 
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kisser schrieb:
Das spielt auch keine Rolle, was er da genau gemacht hat. Bewerbungsschreiben landen bei grossen Unternehmen in der Personalabteilung und die haben i.d.R. ohnehin keine Ahnung davon. Zuviel labern schadet da eher, als das es nützt. Bewerbungen sollen so kurz und aussagekräftig wie möglich sein. Wer da zu viel schreibt, wird erst gar nicht zum Bewerbungsgespräch eingeladen.

ohje weißheit mit löffel ...? Ich arbeite in einem riesen Unternehmen und habe beim Anschreiben ausgeholt, wie soll sich der Fachbereich ein Bild von dir machen wenn du nicht über deine Arbeit redest? Das dich der Personaler aussortiert weil du deine Arbeiten beschreibst ist eine Beleidigung eines jeden Personalers und komplet (ich unterstelle mal Unwissenheit) an der Realität vorbei.

@boxleitnerb, deinen aktuellen akademischen Titel unbeding angeben!
 
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Also die Bewerbung ist viel zu lang. Die Bearbeiter müssen viele Bewerbungen lesen, da wollen sie nicht so einen Riesen Text durchlesen.
Immer kurz und knapp die wichtigsten Sachen schreiben. Der Rest steht über sichtlich im Lebenslauf.
Die Hälfte wäre schon zuviel...
 
Viele Anregungen und Tipps, das kann ich gut brauchen. Danke!
Also Titel angeben, Floskeln zurückfahren (eigenverantwortliches Arbeiten...) und etwas kürzen. Check :)

Ich finde halt den ersten Absatz immer schwer. Habt ihr Vorschläge, wie man das besser machen könnte? Es soll da ja um die Quintessenz gehen, warum ich für diese Stelle in diesem Unternehmen geeignet bin (und evtl. warum ich genau da hin will).

Edit:
Ich glaube, ich lasse das Geschwafel eher weg und konzentriere mich eher auf meine Qualifikationen und Stärken, wobei ich versuchen werde, es nicht zu sehr wie eine Aufzählung wirken zu lassen. Vorrangig Dinge, die man im Lebenslauf nicht nachlesen kann, denn das nochmal aufzählen ist ja dämlich. Warum es mir schwerer machen als nötig? Der erste Absatz interessiert wahrscheinlich eh keine Sau :D
 
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