BitTorrent 4.20 soll Provider schonen!

SickSociety

Lt. Junior Grade
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Hallo,

Das neue BitTorrent 4.20 unterstützt das so genannte Cache Discovery Protocol.
Häufig getauschte Dateien sollen beim jeweiligen Provider im Cache liegen bleiben,
so den Datenverkehr einschränken und dadurch die Provider entlasten sowie
Downloads beschleunigen.Die aktuelle Version gibt es hier:

http://www.bittorrent.com/download.html

naja,Werbung sollte es nicht werden,
nur vielleicht das alle ihr Erfahrungen mal dazu schreiben und was ihr davon haltet?!?

gruss Hermann
 
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Ohne Diskussionsansatz und eigene Meinung würde ich das mal als Fremdwerbung abtun.
Vielleicht solltest du ja noch etwas dazu schreiben, bevor das Ganze sonst verschoben wird.
 
Hmm, für eMule gibt es ja auch schon diverse Implementierung die das theoretisch können sollten. Aber entweder ist es gar nicht erst in den offiziellen Client gelangt (Webcache), oder es wurde vom Provider nicht unterstützt.

Und ohne dem BitTorrent Entwickler was böses zu wollen, aber er muß auch einsehen, daß man gerade über sein Protokoll zwar mehr legale Sachen tauscht als über andere, aber auch den Löwenanteil der illegalen Sachen. Und ob da ein Provider unbedingt in die ohnehin schon undurchsichtige Urheberrechts-Problematik verstrickt werden will? Alles was aktiv und gewollt im Cache landet könnte ja als Beihilfe ausgelegt werden. Auch wenn es dem Provider sicherlich ein Batzen Traffic erspart, er könnte auch gar nicht die Masse cachen, die da verteilt wird. Es wäre immer Zufall welcher Provider gerade was gecacht hat.

Ansonsten hätte es deinem Posting vielleicht geholfen nicht auf die Downloadseite zu verlinken, könnte man tatsächlich mißverstehen. ;)
 
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Das kann Azureus schon soooooo lange und die Meldung sit schon ein Paar Wochen alt ^^
Ich halte da relativ viel von, ich würde mich freuen wenn das mehr Provider anbieten würden. Aber das ist ja leider nicht der Fall... :(
Wahrscheinlich wegen Urheberrechtsverletzungen usw...
 
Ja das wird in einem Cache zwischengespeichert. Wobei das ein Vorteil für den Provider wär, weil er weniger Daten versenden müsste und so weniger Traffic hätte. Und "wir" könnten schneller laden. Also wenn ich ein Provider wär, würde ich das machen.
 
Der Provider würde dann aber mit 100%iger Sicherheit illegale Daten auf seinen Servern abspeichern und diese zum Download anbieten. Das ist definitiv nicht in seinem Sinne.

Ohne den Cache kann er immer noch behaupten, dass er keinen Einfluss auf die Daten habe, die über seine Leitungen getauscht werden.
 
noxon schrieb:
Der Provider würde dann aber mit 100%iger Sicherheit illegale Daten auf seinen Servern abspeichern und diese zum Download anbieten. Das ist definitiv nicht in seinem Sinne.

Also wenn wir so etwas illegales runterladen, laden wir das ja eigentlich auch von Provider. Und der Provider hat auch einen Cache wo alles gecached wird, alle Internetseiten die man aufruft, auch illegales. Man kann ja den Proxy Server des Providers in seinem Browser/OS eintragen und dann wird alles (auch Illegales) dort zwischengespeichert, damit es bei erneutem Aufruf schnellerfür den Benutzer zur Verfügung steht und der Provider weniger Traffic hat und es nicht nocht einmal herunterladen muss. (Glaub ich jedenfalls)
Von daher wär das im Prinzip nix anderes.

Ohne den Cache kann er immer noch behaupten, dass er keinen Einfluss auf die Daten habe, die über seine Leitungen getauscht werden.

Leider hat er ja Einfluss, es gibt ja schon Zwangsproxies, hinter welchen manche Internetseiten einfach nicht aufgerufen werden können :(
 
Das Problem ist, und was auch 10tacle sicher meint: Wohin mit den Massen an Daten. Klar der Cache vom Provider wird sicher seine paar GByte haben. Nur der ist momentan rein für Webseiten, also http vorgesehen und dementsprechend kalkuliert. Wenn jetzt jemand auf die Idee kommt Filesharing Protokolle zu cachen dann dürften die Kosten für den Cache extrem ansteigen. Mal abgesehen davon das jeder Provider am besten sich dem anschließt, und damit die redundante Datenmenge unglaublich groß wäre. (Zumal der Traffic zwar Bandbreite braucht, aber fast nichts mehr kostet.) Und wenn man das auf bestimmte Files begrenzen würde, müßte man eine Vorauswahl treffen, die rechtliche Problem aufwirft und Mitarbeiter braucht, was eben auch kostet.

Und wie gesagt: eMule bietet eine freiwillige Cache-Implementierung an. Die nutzt aber fast kein Provider. Die Webcache Geschichte nutzt dagegen, wie der Name schon sagt, den fürs normale Web vorgesehenen Cache, aber ohne den Provider zu fragen. Weshalb man im offiziellen eMule-Client sowas nicht eingebaut hat. Im schlimmsten Fall würde der Provider diese Protokolle einfach wegen Mißbrauchs ausschließen, was den Nutzern ja auch nicht recht sein kann.

Und ich denke man wird auch bei BitTorrent die freiwillige Variante gewählt haben. Damit wird also die Umsetzung auf Providerseite liegen. Je nachdem wie sich Bittorrent entwickelt kann es also sehr lange dauern, bis das tatsächlich effektiv eingesetzt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beim Cachen der Sharing Dateien handelt es sich ja nicht nur um ein paar GB sondern eher um ein paar TB. Dafür müssten die Provider dann womöglich neue Server anschaffen was nicht so ganz billig sein dürfte und bei den erwähnten recht billigen Trafficpreisen wird sich das wohl nicht so wirklich lohnen.
 
HappyMutant schrieb:
Das Problem ist, und was auch 10tacle sicher meint: Wohin mit den Massen an Daten. Klar der Cache vom Provider wird sicher seine paar GByte haben. Nur der ist momentan rein für Webseiten, also http vorgesehen und dementsprechend kalkuliert. Wenn jetzt jemand auf die Idee kommt Filesharing Protokolle zu cachen dann dürften die Kosten für den Cache extrem ansteigen. Mal abgesehen davon das jeder Provider am besten sich dem anschließt, und damit die redundante Datenmenge unglaublich groß wäre. (Zumal der Traffic zwar Bandbreite braucht, aber fast nichts mehr kostet.) Und wenn man das auf bestimmte Files begrenzen würde, müßte man eine Vorauswahl treffen, die rechtliche Problem aufwirft und Mitarbeiter braucht, was eben auch kostet.

Und wie gesagt: eMule bietet eine freiwillige Cache-Implementierung an. Die nutzt aber fast kein Provider. Die Webcache Geschichte nutzt dagegen, wie der Name schon sagt, den fürs normale Web vorgesehenen Cache, aber ohne den Provider zu fragen. Weshalb man im offiziellen eMule-Client sowas nicht eingebaut hat. Im schlimmsten Fall würde der Provider diese Protokolle einfach wegen Mißbrauchs ausschließen, was den Nutzern ja auch nicht recht sein kann.

Und ich denke man wird auch bei BitTorrent die freiwillige Variante gewählt haben. Damit wird also die Umsetzung auf Providerseite liegen. Je nachdem wie sich Bittorrent entwickelt kann es also sehr lange dauern, bis das tatsächlich effektiv eingesetzt wird.

Genauso ist es. Und weil es eben so unglaublich ZU viel Traffic wär, den die Provider dann herumscheffeln müssten und die Caches dann überfordert wären wird Webcache bei eMule eben nicht in die offizielle Version aufgenommen.

Bei Bittorrent 4.20 hat man die freiwillige Variante gewählt. Wie Azureus auch. Und bei Azureus gibt es ein Paar ganz wenige Provider die solch einen Cache aktiviert haben.

Trozdem fände ich es toll, wenn mehr Provider das anbieten würden.
 
HappyMutant schrieb:
Alles was aktiv und gewollt im Cache landet könnte ja als Beihilfe ausgelegt werden. Auch wenn es dem Provider sicherlich ein Batzen Traffic erspart, er könnte auch gar nicht die Masse cachen, die da verteilt wird. Es wäre immer Zufall welcher Provider gerade was gecacht hat.
Beim Emule Webcache werden die Teile als 9 MB große verschlüsselte Webseite abgelegt, so dass der Provider davon gar nichts mitbekommt! Da er den Inhalt nicht einsehehen kann, macht er sich auch nicht strafbar!
Und welcher Provider kontrolliert schon seinen Cache permanent auf solche verschlüsselte Seiten? -> Keiner!

Und zumindest der Telekom-Cache wird für den Emule-Webcache auch genutzt!
 
Das ist richtig, der Provider beteiligt sich nicht aktiv, was für ihn keine rechtlichen Probleme bedeutet. Da man aber z.B. weiß auf welchem Port die Seite gesendet wurde, kann man bei erhöhter Aktivität sehr genau sagen, welcher Client dafür verantwortlich ist. Und wie gesagt: Da der Cache für solche Geschichten nicht ausgelegt ist, könnte man das als Mißbrauch auslegen. Und dagegen würde sich auch die Telekom wehren. Im Moment ist Webcache aber nicht unbedingt sehr verbreitet und stellt wohl generell nicht das große Problem dar. Ein auf Millionen Clients und Daten erweiterter erzwungener Cache dürfte dagegen weniger auf Gegenliebe stoßen.

PS: Ich habe deine Aussagen auch nie bestritten, in der Dimension eines offiziellen Clients wird es aber nie kommen. Und freiwillig macht es halt auch kein Provider.
 
HappyMutant schrieb:
Da man aber z.B. weiß auf welchem Port die Seite gesendet wurde, kann man bei erhöhter Aktivität sehr genau sagen, welcher Client dafür verantwortlich ist.
Hmm, ich denke mal, das ein http-Cache immer nur auf Port 80 angesprochen wird, bin mir aber auch nicht sicher.
HappyMutant schrieb:
Und wie gesagt: Da der Cache für solche Geschichten nicht ausgelegt ist, könnte man das als Mißbrauch auslegen. Und dagegen würde sich auch die Telekom wehren.
Darüber hab Ich schon oft im Bekanntenkreis diskutiert, ich meine, das es die Telekom und andere Provider stillschwieigend akzeptieren, da sie

1. nicht direkt haftbar gemacht werden können
2. sehr viel Traffickosten einsparen. Ein Datei-Abschnitt, der z.B. aus einem anderen Netz angefordert wird, verursacht für die Telekom Kosten (Peering und das Verhältnis Geben / Nehmen im Bezug auf den anderen Provider)

Die Telekom hat mit anderen Providern Peering-Verträge abgeschlossen, da wird dann am Ende eines Monats oder Quartals nachgeschaut, was hab Ich in deren Netz geleitet und umgekehrt. Wenn Ich mehr Daten in deren Netz geleitet habe, muss Ich diesen "Überhang" bezahlen, umgekehrt kann Ich vom anderen Provider Geld verlangen.
HappyMutant schrieb:
Im Moment ist Webcache aber nicht unbedingt sehr verbreitet und stellt wohl generell nicht das große Problem dar. Ein auf Millionen Clients und Daten erweiterter erzwungener Cache dürfte dagegen weniger auf Gegenliebe stoßen.
Also bei Kollegen :rolleyes: liegen die Emule Webcache-Anteile so zwischen 5 und 10 %, ist doch schon mal ein Anfang!:cool_alt:

PCB
 
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