Brauche Beratung beim Kamerakauf

MB2853

Lt. Junior Grade
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Brauche Beratung beim Kompaktkamera-Kauf

Hallo,

ich brauche eine neue Kompaktkamera, kenne mich mit der Materie aber nicht hinlänglich aus.

Ich fotografiere hauptsächlich Immobilien, sowohl von außen (oft in engen Straßen) als auch Räume. Das Ranholen entfernter Objekte kommt nur selten vor; zur Not, bzw. für bessere Bilder im Weitwinkelbereich würde ich gänzlich auf Teleeingenschaften verzichten.

Wichtig ist auch, dass die Kamera nicht zu groß ist. Sie sollte (zur Not) in die Hosentasche passen.

Sie muss einen Blitz haben.

Meine letzte Kamera (Casio Exilim EX-10) hatte einen sehr lang haltenden Akku (ohne Blitz bis zu 1.000 Fotos) was mir bei meinen Touren oft hilfreich war. Sie brauchte allerdings gefühlt recht lange bis ein zweites Foto geschossen werden konnte. Es wäre schön, wenn die neue Kamera etwas schneller für neue Fotos bereit wäre.

Weiterhin hat meine alte Kamera (wie ihre Vorgeänger) in der Dämmerung stark nachgelassen. Super wäre wenn auch diese Fotos besser gelingen würden.

Weiterhin wäre es schön (aber nicht zwingend) wenn die Kamera Geodaten, bzw. den Standort einfach auslebar in den Bildern speichern würde.


Konkrete Preisvorstellungen habe ich nicht.

Ich weiß nicht wie ich an die Suche der für mich passenden Kamera rangehen soll; insbesondere nicht worauf ich bei den Eigenschaften Weitwinkel und Dämmerungsfotos achten muss. Könnt Ihr mir da auf die Sprünge helfen?


Gruß und Dank vorab - Mo
 
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Für bessere Fotos bei schlechter Beleuchtung benötigt man Kameras mit einem größeren Sensor und besseren und größeren Objektiven. Dies ist technisch bedingt nicht mit "winzigen" Kameras möglich, da Objekte einfach groß werden (lange bevor es richtige Spiegelobjekte sind).

Hier (http://en.wikipedia.org/wiki/File:SensorSizes.svg) ein kleines Bild zwischen Sensorformaten. Kompaktkameras besitzen einen der unteren drei Sensortypen, während es bereits Kameras für ~300 Euro gibt (http://geizhals.de/?cat=dcamsp&xf=169_APS-H~169_APS-C~169_Four-Thirds#xf_top Vorsicht: nicht alle mit Objektiv!), die mit den sog. Four Thirds oder ähnlichen ausgestattet sind. Wie du siehst ist der Unterschied in der Sensorfläche enorm, was eben zu besserer Bildqualität, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen, führt.

Es ist außerdem zu empfehlen, eine Kamera mit eher wenigen Pixel pro Fläche zu kaufen. Es mag für den Konsumenten zwar wenig sinnvoll erscheinen, aber viel Pixel auf wenig Fläche (z.B. 12 v 7 Megapixel) erzeugen schlechtere Bilder, da sie viel stärker verrauschen.

Bitte beachte, dass nicht nur die Sensorgröße relevant ist. Das Objektiv ist ebenfalls wichtig, bei sog. Bridge Kameras verliert man sehr viel Licht im Objektiv d.h. im Dunkeln sind sie nicht optimal, wenn auch besser als eine Kompaktkamera mit sehr kleinen Sensor und extrem viel Pixel pro Fläche.

P.S. Ich bin kein Fotografieexperte. Verstehe den Beitrag bitte als generelle Einführung in die Problematik bei Kompaktkameras ;).
 
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Hallo,

ich habe mir als Zweitkamera die Nikon Coolpix P300 zugelegt. Die erfüllt zumindest zwei Deiner Ansprüche: Lichtstarkes (1:1,8) Weitwinkelobjektiv (entspricht KB 24 mm), klein, kompakt und macht brauchbare Bilder. Viele Einstellungen können manuell gemacht werden. Die Lichtstärke und die Brennweite solltes Du auf jeden Fall in Betracht ziehen, wobei noch etwas weniger Brennweite für Architektur sicher noch besser wären.

Gruß
 
Ich würde auch von einer Kompaktkamera abraten wenn es um Dämmerungsaufnahmen geht. Dann lieber auf eine gute Systemkamera setzten. Die sind zwar nicht ganz so Handlich (klein), aber dafür oft mit Four Thirds Sensor ausgestattet.

Eine SLR fällt schätze ich mal wegen ihrer größe raus, auch wenn sie sich für Nachtfotos am besten eignet.
 
Servus!
Bei dir ist Wetwinkel das Thema - schau mal bei Panasonic rein.
Die Lumix-Serie hat Leica-optik; beginnt bei 24 mm glaube ich
und Modelle mit GPS gibt es auch.

Ich selber habe (seit Jahren) eine TZ3 und bin zufrieden (aktuelles Modell TZ41).

Oder du gehst mal zu einem Fachhändler (nein kein blauer oder roter Groß-Markt).

Berichte wie du dich entschieden hast.

lg

rupi
 
Danke für Eure Antworten die ich bislang nur überflogen habe. Komme erst heute Abend dazu darauf einzugehen.
 
Als Kompaktkamera käme da die Sony RX100 in Frage. Die ist auch in der Dämmerung echt gut.
Das ist jetzt kompakt. Wenn die Cam größer sein darf, gibt es natürlich auch andere Varianten.

Tipp: Die RX100 gibt es im Moment bei Amazon in der Warehouse Deals mit 10% Extrarabatt.
 
Spontan würden mir drei Kompaktkameras einfallen, die gut passen würden. Das erste wäre die Canon S100, das ist von den dreien die kompakteste und auch recht günstig. Das lichtstärkste Objektiv unter den Kompakten bietet derzeit die Lumix LX7, die ist jedoch definitiv nicht mehr hosentaschentauglich. Ich habe die LX3 (also Vorvorgänger), in einer Gürteltasche ist die komfortabel zu transportieren.

Die angesprochene Sony RX100 ist Option Nummer 3. Diese besitzt einen relativ großen Sensor und ist damit recht rauscharm. Die ist auch ähnlich kompakt wie die S100, dafür allerdings nicht ganz billig. Rein vom Gefühl her würde ich die als noch besser geeignet für wenig Licht einschätzen als die LX7, kenne allerdings keine Vergleichsbilder dazu.

Eine Anmerkung noch: Wenn es um Aufnahmen von unbewegten Objekten bei wenig Licht geht, dann ist das Mittel der Wahl eigentlich ein Stativ. Da solltest du zumindest darüber nachdenken, ob das eine Alternative wäre, denn das würde alle Probleme mit Rauschen / Verwackeln beseitigen.
 
Hallo und Danke für Eure Beiträge!

Ich muss mich bei Euch für meine läpsche Formulierung "konkrete Preisvorstellungen habe ich nicht" entschuldigen. Ich ging nicht davon aus wesentlich mehr als 250,-- Euro ausgeben zu müssen. Es soll eine Kompaktkamera werden die ich bei fast jeder Gelegenheit überall hin mitnehmen will. Schon 200-Euro-Modelle kommen da schnell mal weg, an 500-Euro-Kameras hätte ich wohl kaum einen Monat Spaß.

Ich habe auch keine künstlerichen Ansprüche. In der Regel speichere ich die Fotos letztlich mit einer Auflösung von ca. 3 Megapixeln, nur selten größer (es handelt sich um viele Fotos, die in einem alten 100MBit-Netzwerk auf einer normalen HD liegen). Meine alte Kamera war zuletzt meist auf 5 Megapixel eingestellt, um fürs Drehen und Zuschneiden noch etwas Spiel zu haben.

Wenn das mit den guten Fotos bei Dämmerung mit günstigeren Modellen nicht machbar ist, muss ich darauf verzichten.

Ein kleines Stativ sollte ich mir zulegen. Allerdings schieße ich die allermeisten Fotos in Bewegung beim Gehen oder sogar aus dem Auto.

Könnt Ihr mir bitte Hilfestellung dabei geben, wie ich die Filter bei Geizhals setzen muss um geeignete Geräte zu selektieren?

Ich habe auch noch keine Ahnung wie das mit den Geodaten geht. Kann mir dazu bitte jemand etwas sagen?

@andy_0
Du hast meinen Beitrag richtig verstanden. Danke für Deine Hinweise.

Vielen Dank vorab - Mo
 
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In der Preisklasse um 200-250 Euro wäre eine Canon IXUS eine gute Wahl, z.B. die IXUS 510. Super kompakt, 10 MPx Sensor.
Oder die IXUS 255 mit 12 MPx und WLAN Anbindung.

Aber die haben leider kein GPS.

Wenn das zum "must have" gehört bliebe eine Powershot SX230. Vereinzelt noch sehr günstig zu bekommen, mit 12MPx nicht so voll gestopft (gegenüber den neuen 16MPx Modellen), brauchbare Bildqualität, GPS, sehr günstige Ersaztzakkus (z.B. von VHBW für 6 Euro/Stück)

Die Geodaten sind in den EXIF Daten jedes Bildes gespeichert, quasi in einem Rohformat.
Die einfachste Variante ist es, so ein Bild einfach per Drag&Drop auf Google Earth zu ziehen, dann wird Dir die gespeicherte Position angezeigt.

Arbeitest Du mit einem Mac, zeigt Dir z.B. iPhoto die Positionen auf eine Weltkarte sofort an.
Unter Windows ist Picasa eine nutbare Möglichkeit. Mit dem Programm GeoSetter lassen sich Bilder auch nachträglich mit Geodaten versehen und viele weitere Optionen bieten sich an.

Das Thema ist sehr ausladend und es hängt davon ab, wozu Du die Geodaten nutzen willst. Aber nach Deiner Beschreibung willst Du wohl einfach nur wissen, wo ein bestimmtes Objekt aufgenommen wurde, was mich wieder zu Google Earth bringt.
 
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Hallo Megamind,

Deinem Beitrag entnehme ich zunächst, dass die Eigenschaft "GPS" im Preisvergleich auf die von mir gewünschte Speicherung des Aufnahmeorts hinweist. Das hatte ich mir (nach Entdeckung dieser Eigenschaft) schon gedacht, ich war mir aber nicht sicher.

In der Tat geht es mir nur darum den Standort auszulesen, falls ich mich mal nicht mehr daran erinnern kann. Von weiteren Möglichkeiten weiß ich noch nichts.

Ich bin bislang ohne GPS ausgekommen. Falls ich mich dafür nicht bei anderen Eigenschaften einschränken müsste, würde ich mich diesbezüglich gern verbessern.

Die Canon Powershot SX230 hat "nur" eine Brennweite ab 28 mm. Meine alte hatte eine ab 24, die ich oft gebraucht habe. Im Zweifel bringt mir der weitere Winkel mehr als GPS. Dennoch bleibt die Powershot im Blick, eventuell für Büro-Kollegen.

Da auch die IXUS 510 "nur" eine Brennweite ab 28 mm hat, habe ich sie nicht näher Betrachtet. Außerdem würde ich lieber ohne Touchscreen auskommen.

Trotzedem --- V i i i i e l e n D a n k --- für Deine Hinweise.


Gruß - Mo
 
Eine interessante Empfehlung wäre noch die Leica D-Lux 6. Hat eine Brennweite von 24-90mm, einen eingebauten Blitz sowie einen Blitzschuh, zusätzlich grosse Blende 1.4 und einen 1/1,7" Sensor.
 
In Frage würde vielleicht auch noch eine Samsung EX2F kommen, allerdings liegt die doch ein paar Euro über den angepeilten 250 Euronen. Von den Eigenschaften her sollte sie aber ganz gut passen.
12.4MP, 24-80mm Zoom mit einer Lichtstärke von f/1.4-2.7, allerdings kein GPS! Siehe auch hier.
 
Hallo ayin und nochmal Danke für Deine erste eingehende Antwort.

Wenn ich es richtig verstehe ist die Leica D-Lux 6 noch teurer.

In meiner Preisvergleichsuche habe ich mir erst mal eine Preisobergrenze von 333,-- Euro gesetzt (GPS ist wie zuvor gesagt kein muss).

Könnt Ihr Vorschläge zur weiteren Eingrenzung machen? Insbesondere die Eigenschaft Lichtstärke sagt mir noch nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerade wenn du im Halbdunkel fotografierst, bringt dir eine größere Anfangsblendenöffnung (in f-stop Werten angegeben) einen gewissen Vorteil. Deswegen die Empfehlung von Kameras mit höherer Anfangslichtstärke (f1.4). Je kleiner der f-stop Wert, desto größer die Menge Licht, die durch das Objektiv auf den Sensor fällt.
Wie gesagt, ich würde mir in der Preisregion mal die Samsung EX2F ansehen!
 
Hallo lsof,

auch die Samsung EX2F ist mir auf den ersten Blick noch zu teuer.

Ich will nicht ausschließen letztlich doch über meine 333,-- Euro-Grenze hinaus zu gehen. Zunächst möchte ich mich aber weiter nach günstigeren Modellen umschauen.

Mit der Qualität meiner Casio Exilim EX-H10-Fotos (mit 1/2,3" kleinem CCD-Sensor) war ich bei hellem Licht (strahlendem Sonnenschein) schon sehr zufrieden. Nur beim hier zulande häufigen "normalem" bedekten Wetter und erst recht bei Dämmerung habe ich mir mehr gewünscht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dir ist aber schon klar, dass die EX2F in gängigen Preissuchmaschinen günstiger als für 333€ zu finden ist, oder? Da findet man seitenweise Händler, die die Kamera für weniger anbieten ;-)
 
lsof schrieb:
Dir ist aber schon klar, dass die EX2F in gängigen Preissuchmaschinen günstiger als für 333€ zu finden ist, oder? Da findet man seitenweise Händler, die die Kamera für weniger anbieten ;-)
Nein das war mir nicht klar. Vielen Dank mit Deiner Geduld mit mir.

Ich muss gleich zum Termin raus und komme womöglich erst in der Nacht dazu mich wieder zu melden. Ich bleibe aber dran und bin Euch dankbar!!!
Ergänzung ()

Hallo nochmal an alle die noch mitlesen,

die Samsung EX2F gefällt mir richtig gut und passt auch preislich. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man mit Zubehör den Weitwinkel sogar noch größer machen.

Falls jemand die Kamera hat oder kennt, kann diese/r etwas zur Geschwindigkeit zwischen zwei Fotos sagen. Ein Praxisbeispiel: Ich will ein Haus quer durch einen Fußgängerüberweg fotografieren und warte bis zum einen die Autos aufgrund rot gestoppt haben und die Fußgänger noch nicht losgegangen sind. Mit meiner alten Kamera schaffte ich oft nur ein Foto. Der Autofoxus war fix, aber das Speichern und allgemein das Bereitmachen für den nächsten Schuss hat recht lange gedauert (bei allen, auch flotteren Speicherkarten und bei "nur" 5 Megapixeln).


Leider hat die Samsung kein GPS (was ja kein muss ist aber schön wäre). Deswegen habe ich aus der Preisvergleichliste noch die Nikon Coolpix P330 und die Canon PowerShot S100 rausgepickt (beide etwas teurer), zu denen ich mir im Laufe des Tages noch deren Tests durchlesen möchte. Falls hier jemand etwas zu diesen Modellen zu sagen hat, wäre ich natürlich neugierig.


Gruß und Dank vorab - Mo
 
Hallo nochmal,

für mich habe ich die Samsung EX2F bestellt (aber noch nicht da). Nun überlegen wir im Büro noch eine weitere Kamera mit GPS zu bestellen und sind im Preisvergleich insb. auf 2 Modelle gestoßen:

1. Casio Exilim EX-H20G
24-240mm, 1:3.2-1:5.7; CCD (1/2.3")

Großer Vorteil dieser Kamera ist, dass meine alten Akkus passen würden (zudem ist meine alte Exilim diesbezüglich sehr ausdauernd).

2. Fujifilm FinePix F600EXR
24-360mm, 1:3.5-1:5.3; CMOS (1/2.0")

Von den Werten (Sensorgröße, Lichtstärke) scheint die Fujifilm die bessere Kamera zu sein.


Hat hier jemand eine Meinung dazu wie viel besser die Fuji-Fotos im Vergleich zur Casio bei bescheidenen Lichtverhältnissen sind?

Auch für jede andere Anmerkung die mir bei der Entscheidung helfen könnte wäre ich dankbar.


Gruß und Dank vorab - Mo
 
Hallo,

mittlerweile habe ich die Samsung EX2F erhalten und die ersten Fotos geschossen. Eine chicke Kammera. Die Fotos sind deutlich besser als die meiner alten Casio EX2F, insb. sind sie bei bedecktem Himmel noch akzeptabel.

Leider habe ich ein wesentliches Problem mit ihr. Sie hat nur einen Automatikblitz. Ich kann nicht verstehen was die von Samsung sich dabei gedacht haben. Es ist schon sehr ärgerlich, das ich für Innenfotos noch eine Extrakamera mitnehemen muss. Oder kennt hier jemand einen Trick wie man einem Automatikblitz zur Auslösung zwingt?

Die Casio Exilim EX-H20G ist mittlerweile auch da, wurde von mir aber noch nicht genutzt.


Gruß - Mr
 
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