Bringt ein GBit Netzwerk schnellere Zugriffzeiten mit sich?

MichaelH.

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Im Büro arbeiten wir mit dem Combit Adressmanager.

Diese Datenbank ist auf dem Hauptrechner auf dem sie installiert ist recht flott.

Greift man über das Netzwerk auf die Hauptrechner zu auf dem sie liegt, so dauert es ein paar Sekunden bis sich die Datenbank öffnet.

Wenn man in der Netzwerkauslastung schaut, so werden aber nur kurz mal die 7-8 MB/s vom aktuellen 100 Mbit Netzwerk erreicht. die restlichen 4 Sekunden ca. ist die Auslastung vom Netzwerk relativ gering. Hier erfolgen scheinbar viele kleine Zugriffe die jeweils Ihre Zeit brauchen.

Dazu hätte ich Fragen:

1. Ist es normal, dass kleine Zugriffe über das Netzwerk viel länger dauern, als wenn die Datenbank direkt von der internen HDD gelesen wird?

2. Würde ein Gbit Netzwerk die Zugriffszeiten verkürzen?

Oder an was liegt das Hauptsächlich, dass der Netzwerkzugriff viel länger dauert? Wo müsste man Hardewaretechnisch ansetzen, bzw. kann man dagegen überhaupt was machen?
 
Nein und Ja.

Also der Ping wird nicht besser, nur die Bandbreite beim laden wird mehr, dazu muss das System aber auch schneller lesen (=> SSD zB)
 
Bei einer Datenbank werden nur kleine Einheiten gelesen. Das Netzwerk kann hier nicht viel machen.

Einzig die Datenbank auf eine große SSD oder Raid Laufwerk zu legen, das würde sehr viel verändern!
 
nur wenn die maximale bandbreite wirklicha usgenutz wird über lönger zeit sonst eigentlich nciht.
weir ja nur breiternischt schneller
 
trekschaf schrieb:
nur wenn die maximale bandbreite wirklicha usgenutz wird über lönger zeit sonst eigentlich nciht.
weir ja nur breiternischt schneller

häää?
 
Ok, verstehe schon.

Es liegt am Ping.

Auf dem Hauptrechner liegt die Datenbank aktuell noch auf einer HDD.

Da ja das öffnen auf dem Hauptrechner in ca. 1 Sekunde erfolgt, dürfte das ja nicht der Flaschenhals sein, oder?

Wie kann man den Ping zwischen den beiden Rechnern beeinflussen?

Also durch einen GBit Switch nicht, so wie ihr schreibt.

Aber von was hängt den der Ping generell ab?

Ich denke es sind doch die 3 Komponenten im Spiel: Netzwerkkarte vom Hauptrechner - Switch -> Netzwerkarte vom Client.

Der Switch managed ja das komplette Netzwerk, welche Daten zu welchem (anderen) Rechner gehen.
Gibts da keine Unterschiede in der qualität, was den Ping dann angeht?

Das managen, welche Daten wo hin müssen dauert doch seine Zeit.
 
Nein, ein RAID oder SSD würde hier nichts ändern, denn die Datenbank ist ja anscheinend auf dem Rechner lokal schnell bzw. schnell genug. Dies würde zwar weiter beschleunigt werden, ist aber hier nicht das Problem.
Der Flaschenhals, der hier im Netzwerk zu liegen scheint ist davon unbetroffen.

Es ist auch normal, dass viele kleine Zugriffe im Netzwerk länger dauern als wenn diese intern ablaufen.
Die von dir genannten 8MB/s sind je nach Protokoll und weiteren Einflusskriterien durchaus auch mal ein Maximum, was bei 100MBit möglich ist. Dies könntest du evtl. deutlich erhöhen durch den Umstieg auf GBit. Die kleinen Zugriffe werden hierdurch aber nicht schneller werden. Die Zugriffszeiten sind bei 100MBit und GBit gleich.
Ist denn das Problem nur beim initialen starten der Datenbank von einem Client aus oder beim arbeiten dann ebenfalls?

Ob man das ganze weiter beschleunigen kann, lässt sich pauschal kaum sagen. Falls die Ursache häufige Fehler im Netzwerk sind, so dass Datenpakete wiederholt angefordert müssen kann man hier optimieren. Ebenfalls kann es helfen durch gezielte QoS Maßnahmen den Netzwerkverkehr zu priorisieren. Evtl. lassen sich auch im Programm selbst aufgaben zwischen Client und Server verschieben.
 
ich denke mal laut.... du gibst einen suchbegriff für die datenbank ein (höchstens 1mb befehl), das datenbanktool rattert die 40 trilliarden gb daten durch und gibt den suchbegriff nach 1 sekunde zurück...

was ist zu 1% ausgelastet und was zu 99.99%?
 
Sprech doch mal mit den Combit-Leuten, evtl. können die dir weiterhelfen, immerhin wissen die am besten, was zu dem Zeitpunkt genau passiert und wo evtl. ein Flaschenhals entsteht. Uns gegenüber waren die bisher immer hilfsbereit.
 
Hat euer Programm ein eigenes Datenbanksystem?

Oder hat es seine Datenbanken in eine Standardsoftware wie Microsoft SQL Server, Oracle oder sowas ausgelagert?

Wie groß ist denn die Datenbank in MB? Liegt diese im RAM?
 
MichaelH. schrieb:
Ok, verstehe schon.

Es liegt am Ping.

Auf dem Hauptrechner liegt die Datenbank aktuell noch auf einer HDD.

Da ja das öffnen auf dem Hauptrechner in ca. 1 Sekunde erfolgt, dürfte das ja nicht der Flaschenhals sein, oder?

Wie kann man den Ping zwischen den beiden Rechnern beeinflussen?

Also durch einen GBit Switch nicht, so wie ihr schreibt.

Aber von was hängt den der Ping generell ab?

Ich denke es sind doch die 3 Komponenten im Spiel: Netzwerkkarte vom Hauptrechner - Switch -> Netzwerkarte vom Client.

Der Switch managed ja das komplette Netzwerk, welche Daten zu welchem (anderen) Rechner gehen.
Gibts da keine Unterschiede in der qualität, was den Ping dann angeht?

Das managen, welche Daten wo hin müssen dauert doch seine Zeit.

Wer redet was vom Ping?
Weißt du wie der Ping im Netzwerk ist? unter 18ms! Das ist 2x schneller als dein Wimpernschlag!
Das Problem liegt am HOST Server und hat mit 100mbit oder Gbit nicht das geringste zu tun.
Das Problem ist doch das viele Leute gleichzeitig auf die Datenbank zugreifen. Eine SSD hat in der Regel unter 1ms Zugriszeiten eine HDD um die +30ms. So und je mehr kleinere Dateien eine Datenbank gleichzeitig prüfen/senden muss desto länger dauert es bei der HDD da diese bei verstreuten Zugriffen nochmals länger braucht, bei einer SSD bleibt es immer bei der ~1ms auch wenn du 3 Dateien gleichzeitig lesen/senden willst.
Also braucht der Server ein SSD oder Raid Laufwerk. Damit wird die Last besser verteilt.
Natürlich kann es nicht schaden auf 1Gbit umzusteigen aber der Datenbankzugriff wird dadurch NICHT besser!
 
@ worldoak

Ich bin zwar hier derjenige der die Fragen hat, aber ich glaube nicht, dass du recht hast.

Wie oben schon geschrieben, ist der lokale Zugriff auf die Datenbank bei ca. 1 Sekunde bis sie offen ist.

Es sind übrigens nur insgesammt 2 Rechner die maximal auf die Datenbank zugreifen. Der Hauptrechner auf dem sie installiert ist und der Rechner der Sekretärin.

Wenn also die Zugriffzeit lokal bei 1 Sekunde ist und über das Netzwerk aber bei 5 Sekunden liegt, dann kann es ja logischerweise nicht an den Zugriffszeiten der HDD liegen. Denn dann müsste ja der lokale Zugriff auch so lange dauern.

Markus83Muc schrieb:
Ist denn das Problem nur beim initialen starten der Datenbank von einem Client aus oder beim arbeiten dann ebenfalls?

Ist nur bei ersten initialen starten der Fall. Wenn die mal offen ist und dann auf eine andere gewechselt wird und wieder zurück gehts viel schneller.

18ms sind im Computerbereich eine Ewigkeit, im Vergleich zu einer lokalen Zugriffgeschwindigkeit.

Die Datenbank alles gesamt sind übrigens ca. 500 MB und 2250 Dateien.

Wieviele davon jetzt beim erstmaligen öffnen gelesen werden müssen, weiß ich nicht.

Aber es liegt meiner Meinung nach definitv am Ping und nicht an der Zugriffszeit einer HDD oder SSD.
 
D.h. im laufenden Betrieb hast du kein Problem? Es geht nur um die Differenz von 3 sek. beim starten?
 
@MichaelH.

Da muss ich aber worldoak recht geben.
Jeder der was anderes behaupted hat schlicht keine Ahnung was Netzwerke betrifft.
Natürlich ist es möglich dass du über Netzwerk 5 Sekunden warten musst, allerdings hat das definitiv nichts mit Ping und 100Mbit/1Gbit zu tun sondern spielt sich eher in den Layern über 4 ab.
Der Ping ist in etwa so schnell wie deine Kupferleitung ist, und 18ms sind verdammt schnell. Ich glaube nicht dass wir hierüber diskutieren müssen, ob das nun eine Ewigkeit ist oder nicht. Das ist schneller als deine Harddisk-Zugriffszeit, besonders wenn die Daten in einem gespiegelten Raid liegen. (Raid = mehrere Disks, wir sprechen hier von der seek-time)

Deine Grundfrage ist ob ein Gbit schnellere Zugriffszeiten mitsich bringt und die verneinen wir! Für die Klugscheisser: Klar die Bitdauer auf dem Kabel verändert sich, aber das ist in vorliegendem Fall definitiv irrelevant weil wir hier von einzelnen millisekunden sprechen.

Was der Hersteller ab Layer 4 implementiert hat, wissen wir an dieser Stelle nicht. Kann natürlich sein dass der beim ersten Starten eine Confidentiality-Prüfung macht (hoffentlich auch) und dass dann einige Zeit dauert. Aber das hat weder mit Gigabit noch mit Pings zu tun!
Hier solltest du den Hersteller kontaktieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe grad mal Spaßeshalber unsere SQL DB in der Firma angepingt.
Min 0ms, max1ms und Mittelwert 0ms.

Da sind 18ms schon eine Menge gegen.
Glaube aber auch nicht, dass das den Unterschied macht.
Ein HDD Zugriff dauert da ja länger.

Habt ihr irgendwie AV Software drauf, die alles erstmal schön lange überprüft? Oder/und Firewalls auf den Clients, die jedes Paket druchgehen/jede Verbindung überprüfen?

Wenn ja, einfach mal einmal deaktivieren und testen.
 
@Scheitel,
Klar ist es eine Differenz, aber im Gesamtkontext, im Hinblick auf die 5 sekunden, ist es einfach nichts. Bzw. schon gar nichts was wir ändern können. Der Grossteil des Problems liegt woanders..
 
Jo klar, das ist offensichtlich.

Mal so als Frage, was für Hardware verwendet ihr? Wenn ihr noch Fast Ethernet habt, dann dürften die Rechner/Server auch eher von vorvorgestern sein oder?
 
Boeby schrieb:
@MichaelH.

Da muss ich aber worldoak recht geben.
Jeder der was anderes behaupted hat schlicht keine Ahnung was Netzwerke betrifft.
Natürlich ist es möglich dass du über Netzwerk 5 Sekunden warten musst, allerdings hat das definitiv nichts mit Ping und 100Mbit/1Gbit zu tun sondern spielt sich eher in den Layern über 4 ab.
Der Ping ist in etwa so schnell wie deine Kupferleitung ist, und 18ms sind verdammt schnell. Ich glaube nicht dass wir hierüber diskutieren müssen, ob das nun eine Ewigkeit ist oder nicht. Das ist schneller als deine Harddisk-Zugriffszeit, besonders wenn die Daten in einem gespiegelten Raid liegen. (Raid = mehrere Disks, wir sprechen hier von der seek-time)

Deine Grundfrage ist ob ein Gbit schnellere Zugriffszeiten mitsich bringt und die verneinen wir! Für die Klugscheisser: Klar die Bitdauer auf dem Kabel verändert sich, aber das ist in vorliegendem Fall definitiv irrelevant weil wir hier von einzelnen millisekunden sprechen.

Was der Hersteller ab Layer 4 implementiert hat, wissen wir an dieser Stelle nicht. Kann natürlich sein dass der beim ersten Starten eine Confidentiality-Prüfung macht (hoffentlich auch) und dass dann einige Zeit dauert. Aber das hat weder mit Gigabit noch mit Pings zu tun!
Hier solltest du den Hersteller kontaktieren.

Blöde Frage. Aber was ist dieses Layer 4?
 
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