Sossenbinder
Lieutenant
- Registriert
- Apr. 2007
- Beiträge
- 808
Moin,
ich habe da mal eine Frage an diejenigen, die sich mit Bilanzierungen und Finanzwesen auskennen.
Ich mache grade meinen Master in Sozialmanagement und stehe mit unserem Dozenten für Finanzierungsformen auf dem Kriegsfuß. Uns wird meiner Meinung nach nur gefährliches Halbwissen beigebracht, gespickt mit ein paar Formeln und dann sollen wir einfach machen. Natürlich hat am Ende des Tages das ganze Semester falsche Ergebnisse und keiner ist schlauer als vorher.
Bevor ich jetzt in irgendeinem BWL-Forum suche, dachte ich mir ich versuche hier mal mein Glück.
Folgende Aufgabe:
Wir sollen den Cashflow und die Eigenkapitalrentabilität der "Transparancy international Deutschland e.V." berechnen (für die Jahre 2011, 2012, 2013). Die Jahresberichte und Zahlen findet man hier im Netz
Uns sind folgende Formeln gegeben worden:
Eigenkapitalrentabilität:
Gewinn = Eigenkapitalrentabilität
EK
Cashflow:
Jahresüberschuss (Gewinn)
- nicht zahlungswirksame Erträge
+ nicht zahlungswirksame Aufwendungen
_________________________________
= Cashflow
Meine Annahme: Der Gewinn ,der in beiden Formeln zum Einsatz kommt ist der Selbe, da Gewinn = Gewinn. (Die Formeln stehen so in unserem Skript)
Hier die Musterlösung unseres Dozenten:

Es geht mir nur um den Gewinn!!! (Die Werte sind blau umrandet)
Wie zu sehen ist, hat unser Dozent unterschiedliche Gewinnwerte verwendet.
Ich habe folgend nochmal die Werte aus der Bilanz rot markiert (exemplarisch für 2012)

Und hier nun meine Frage: Woher weiß ich, welcher (Gewinn-) Wert für mich als Grundlage für meine Berechnung gilt?
Mein Dozent antwortete mir wie folgt:
die unterschiedlichen Werte resultieren aus der unterschiedlichen Zielsetzung, die mit den Kennzahlen einhergeht:
Bei der EK-Rentabilität haben wir nur das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zurate gezogen, da wir sehen wollten, wie "rentabel" die Kerntätigkeit von TI ist.
Beim Cash flow betrachtne wir ebenfalls Gewinngrößen, sind aber an der Liquiditätswirkung interessiert, da mit der Liquidität andere finanzwirtschaftliche Ziele verbunden sind als mit der Rentabilität. Daher haben wir das Gesamtergebnis herangezogen, um zu sagen: "Ein Geschäftsjahr hat diese Liquditätswirkung erbracht".
Anhand der verschiedenen Betrachtungsweisen lassen sich die Unterschiede zwischen dem Rentabilitätsziel und dem Liquiditätsziel gut nachvollziehen: Geht es bei der Rentabilität um Substanzerhalt (beim gemeinnützigen Dienstleister) und Effizienzoptimierungen, so dient die Liquidität der unmittelbaren Existenzsicherung, weswegen in die Betrachtung der Gesamtüberschuss einbezogen wurde.
Ich werde daraus leider nicht schlau.
Also kann mir hier jemand erklären, warum Gewinn nicht gleich Gewinn ist und wann ich welchen Wert zu nehmen habe und warum? IN EINFACHEN WORTEN BITTE
Vielen Dank schonmal an die, die sich mit dem Zahlensalat hier auseinandersetzen
ich habe da mal eine Frage an diejenigen, die sich mit Bilanzierungen und Finanzwesen auskennen.
Ich mache grade meinen Master in Sozialmanagement und stehe mit unserem Dozenten für Finanzierungsformen auf dem Kriegsfuß. Uns wird meiner Meinung nach nur gefährliches Halbwissen beigebracht, gespickt mit ein paar Formeln und dann sollen wir einfach machen. Natürlich hat am Ende des Tages das ganze Semester falsche Ergebnisse und keiner ist schlauer als vorher.
Bevor ich jetzt in irgendeinem BWL-Forum suche, dachte ich mir ich versuche hier mal mein Glück.
Folgende Aufgabe:
Wir sollen den Cashflow und die Eigenkapitalrentabilität der "Transparancy international Deutschland e.V." berechnen (für die Jahre 2011, 2012, 2013). Die Jahresberichte und Zahlen findet man hier im Netz
Uns sind folgende Formeln gegeben worden:
Eigenkapitalrentabilität:
Gewinn = Eigenkapitalrentabilität
EK
Cashflow:
Jahresüberschuss (Gewinn)
- nicht zahlungswirksame Erträge
+ nicht zahlungswirksame Aufwendungen
_________________________________
= Cashflow
Meine Annahme: Der Gewinn ,der in beiden Formeln zum Einsatz kommt ist der Selbe, da Gewinn = Gewinn. (Die Formeln stehen so in unserem Skript)
Hier die Musterlösung unseres Dozenten:

Es geht mir nur um den Gewinn!!! (Die Werte sind blau umrandet)
Wie zu sehen ist, hat unser Dozent unterschiedliche Gewinnwerte verwendet.
Ich habe folgend nochmal die Werte aus der Bilanz rot markiert (exemplarisch für 2012)

Und hier nun meine Frage: Woher weiß ich, welcher (Gewinn-) Wert für mich als Grundlage für meine Berechnung gilt?
Mein Dozent antwortete mir wie folgt:
die unterschiedlichen Werte resultieren aus der unterschiedlichen Zielsetzung, die mit den Kennzahlen einhergeht:
Bei der EK-Rentabilität haben wir nur das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zurate gezogen, da wir sehen wollten, wie "rentabel" die Kerntätigkeit von TI ist.
Beim Cash flow betrachtne wir ebenfalls Gewinngrößen, sind aber an der Liquiditätswirkung interessiert, da mit der Liquidität andere finanzwirtschaftliche Ziele verbunden sind als mit der Rentabilität. Daher haben wir das Gesamtergebnis herangezogen, um zu sagen: "Ein Geschäftsjahr hat diese Liquditätswirkung erbracht".
Anhand der verschiedenen Betrachtungsweisen lassen sich die Unterschiede zwischen dem Rentabilitätsziel und dem Liquiditätsziel gut nachvollziehen: Geht es bei der Rentabilität um Substanzerhalt (beim gemeinnützigen Dienstleister) und Effizienzoptimierungen, so dient die Liquidität der unmittelbaren Existenzsicherung, weswegen in die Betrachtung der Gesamtüberschuss einbezogen wurde.
Ich werde daraus leider nicht schlau.
Also kann mir hier jemand erklären, warum Gewinn nicht gleich Gewinn ist und wann ich welchen Wert zu nehmen habe und warum? IN EINFACHEN WORTEN BITTE
Vielen Dank schonmal an die, die sich mit dem Zahlensalat hier auseinandersetzen