Castingshows, wie krank ist das denn ?

extasy

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Der Boom dieser ganzen Castingshows ist ja wohl nicht mehr zu ertragen. Jeder der etwas singen und über die Bühne hüpfen kann fühlt sich heutzutage zum "Star" berufen. Ihnen ist es dann auch nicht peinlich von selbsternenannten Schiedsrichtern in der Jury gedemütigt und vor einem Millionenpuplikum runtergeputzt und vorgeführt zu werden. Die Jury besteht dabei aus Leuten die teilweise weniger können als die über die sie richten.

Und wer sind dann schließlich diese gekührten "Superstars" ? Castingbands die nach marktwirtschaftlichen Vorgaben zusammengesetzt sind und die nichts eigenes zustandebringen, außer halt das Aussehen und die Stimme. Die Songs sind völlig austauschbar und beliebig. Trotzdem werden diese "Stars" ja praktisch mit wirklichen Stars der Musikgeschichte gleichgestellt ob wohl man nach einigen Monaten nichts mehr sieht und hört von ihnen da ja schon der nächste "Superstar" gesucht wird.

Die Vermessenheit der Teilnehmenden wie der Mitglieder der bewertenden Jury ist ja wohl kaum mehr zu überbieten. Glauben diese Leute denn allen ernstes es mit den wahren Stars a la Queeen, ABBA, Barclay James Harvest, Roling Stones, Depeche Mode und der gleichen aufnehmen zu können ?

Mich schüttelt es jedenfalls vor dem Gedanken dieser einseitigen Monokultur mit ihren seichten und beliebigen Songs. Das Radio ist heute schon voll davon.

Ich finde das diese Castingwelle die Menschen vor wirklich guten Musikgeschmack abhält und die Musik zum Wegwerfartikel verkommt. Ein Schicksal was die gute Musik wirklich nicht verdient hat wie ich meine.
 
Ähem, ja, aber mangels echtem Diskussionsansatz (Politik ist es nicht und der gesellschaftliche Aspekt kommt in der Eröffnung auch eher begrenzt raus) kommt es in den Freizeitteil. Und: Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. ;)
 
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<-- fragt sich wie das "selbstüberschätzungs-Gen" heißt das die meisten Kandidaten zusätzlich zu haben scheinen. Ansonsten sind die "Stars" bis auf wenige Ausnahmen völlig nichtssagend (ich muss zugeben, Monrose hab ich gerne gesehen, da hatten alle Kandidaten irgendwas), das lustige an den Shows sind doch die Leute die sich schon im Casting richtig zum Depp/Sepp/Hansel machen.
 
@HappyMutant
Na, aber es darf doch mal über die gesellschaftlichen Gründe dieses Trends diskutiert werden. Ich finde es schon sehr bezeichnend das heute diese Shows so einen Anklang finden.
 
Das wird aber in der Eröffnung nicht wirklich deutlich, da geht es vorallem um (deinen) Geschmack und das Unvermögen der Beteiligten. Man kann sicherlich über die gesellschaftlichen Phänomene diskutieren, dann sollte man diese aber auch benennen. Davon ab ist das Ganze mit viel "jeder", "alle" etc. auch eins: ziemlich pauschal.

Wobei die Frage ist, ob 5 Millionen Zuschauer und eine halbe Millionen Plattenkäufer wirklich repräsentativ sind. Und ob die Hitparade oder ähnliche Schlager-,Disco-, Irgendwas-Sendungen wirklich soviel besser waren und dabei weniger Leute angesprochen haben, wage ich mal zu bezweifeln. ;)

Die Musiklandschaft hat auch heute noch wesentlich mehr zu bieten, man darf sich der Dudelei eben nur nicht freiwillig ergeben. Und anderseits werden alte Helden oft genug im Alter Teil des Dudelfunks. Oder möchte man wirklich ein neues Rolling Stones Album mit den Klassikern vergleichen? :D
 
Ich frage mich immer wieviele DUMME Menschen es auf der Welt gibt... Habe heute die Wiederholung von DSDS gesehn! Was da für Gestalten auftauchen, wirklich unglaublich! Wie kann man sich vor einem Millionen-Publikum so zum Deppen machen? Allgemein finde ich bei dieses Casting-Shows auch nur den Anfang immer gut, einfach zum tot lachen was es doch für dumme Leute gibt hier... :freak::rolleyes:

Naja, die "Musik" die dann am Ende bei rauskommt muss man ja nit kaufen... Dem einen gefällts, mir z.b. nicht! Einheitsbrei halt... :o
 
Die Frage, die sich mir bei diesem Thema stellt (und vielleicht auch der eigentliche Diskussionsansatz ;)):

Sind solche Sendungen und die Aktionen der Teilnehmer der Spiegel unserer Gesellschaft oder prägen sie unsere Gesellschaft was Selbstdarstellungsdrang und Schamfreiheit angeht?

Grundsätzlich sehe ich in den Castingshows nichts Neues, denn auch früher gab es ähnliches: Talentwettbewerbe. Neu an den Castingshows ist ja an sich nur die Präsentation und die Selbstherrlichkeit der Jurymitglieder. Abgesehen davon wohl auch die Talentfreiheit der meisten Teilnehmer.

Wohl auch neu ist der Drang zum Voyeurismus der Zuschauer, die sich an den Peinlichkeiten der Teilnehmer ergötzen wollen. Anders ist der Erfolg solcher Shows für mich jedenfalls nicht zu erklären.
 
@Enolam
genau das war meine Intension für diesen Thread. Nur leider wurde dieses vom Admin nicht erkannt und ich bin in diese Rubrik verschoben worden.

Bei diesen Casingshows geht es doch auch garnicht darum einen neuen "Star" zu finden. Fielmehr ist es doch für die Macher wichtiger den Voyorismus der Zuschauer zu bedienen. Das ist doch der eigentliche Grund dieser Shows. Ich finde es schlimm wie sich die Teilnehmer, in ihrer Gier nach Ruhm und Reichtum, vor so einen durchschaubaren Karren spannen lassen.
 
Machs doch so wie ich. SCHAUT DIR DEN SCH.. EINFACH NICHT AN!!!!

Wer sich sowas freiwillig antut ist doch selber schult über Gehirnerweichung.
 
Genau so mach ich das auch schon seit der ersten DSDS Staffel, und mir fehlt absolut nix :)
 
@TheFirstEvil
na, ich schau es mir ja auch nicht an, höchstens die Werbung dazu. Trotzdem verwundert es mich schon für was sich die Leute zum Affen machen. Ich meine das es wirklich eine Gesellschaftserscheinung ist. Viele meinen ihrem vermeindlich langweiligen Leben entrinnen zu müssen in dem sie "berühmt" werden. Die Medien tun ihres dazu indem das oberflächliche Leben von sogenannten "Promis" als das einzig Interessante und erstrebenswerte stilisiert und erhoben wird.

Dieser ganze Promi und Adelskult (siehe unter anderem der Kult um Diana, der "Königen der Herzen") ist doch soetwas von krank das es schon weh tut. Ganze Zeitungen beschäftigen sich nur um das Liebes und Privatleben einer dekadenten Oberschicht die sich auf Kosten der breiten Masse bereichert. Und die Ausgebeuteten himmeln ihre Ausbeuter auch noch an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Castingshow bzw. ein Talentwettbewerb ist für sich genommen noch kein Unheil. Eine Freundin von mir hat z. B. mal in einer Tanzkneipe mit anderen um die Wette gesungen - kein Karaoke, sondern eher semiprofessionell. Ich glaube, das war sogar ein überregionaler Wettbewerb von einer Brauerei oder so, bei dem man etwas gewinnen konnte. Sie hat teilgenommen, weil sie gut singen kann, weil sie gerne vor Publikum singt und weil ihr so etwas Spaß macht.

Die heutigen Fernsehshows im Stil von "Deutschland sucht den Superstar" sind komplett anders gestrickt. Ich denke, wenn Dieter Thomas Heck eine solche Sendung vor 20 Jahren im ZDF moderiert hätte, dann hätte die ebenfalls anders ausgesehen als das, was heute den Zuschauern und den Teilnehmern zugemutet wird.

Diese Staffeln sind ja keine deutsche Erfindung, sondern eifern ihren Vorbildern wie "American Idol" nach. Die Sender orientieren sich danach, was ihrer Meinung nach gefragt ist. Und das sind zu einem guten Teil sicher Unterhaltung und Voyeurismus.

Die Produktionskosten sind vergleichsweise niedrig und die Darbietung in Form einer mehrwöchigen Staffel sorgt für die nötige Zuschauerbindung. Âber es geht längst nicht mehr allein um die Einschaltquoten: Die Teilnhmerverträge binden die Kandidaten für eine lange Zeit an den Sender. Außerdem verpflichten sich die Kandidaten zur Teilnahme an diversen Veranstaltungen und Events. Sie können sich ihre Produzenten nicht selbst aussuchen. Und bei allen Erlösen (CD-Umsätzen) hält der Sender die Hand auf. Das eigentliche Geschäft liegt demnach außerhalb der Fernsehshow, die zur Dauerwerbesendung mutiert.

Um die Zuschauer bei der Stange zu halten und um für Diskussionsstoff zu sorgen, begnügt man sich nicht damit, Talente zu zeigen und zu casten. Man lässt die Kandidaten nicht aus den Augen, um bloß jeden Jubel und jede Träne mit der Kamera einfangen zu können. Und wer seinen Auftritt beim Vorcasting verhagelt, wrid auch nicht gefragt, ob das später gesendet werden darf. Dafür hat man ja im Vorfeld den Vertrag unterschrieben.

Richtig schlimm finde es, was neulich bei DSDS passiert ist und worauf ich durch Berichte im Spiegel und im Focus aufmerksm geworden bin. Da wurde ein offensichtlich ziemlich untalentierter Sänger zum Casting bei Dieter Bohlen und Co. durchgewunken. Die Begründung des Senders soll gewesen sein, dass man nicht für die Besten weiterkommen lassen wollte, sondern vielmehr bemüht sei, den Zuschaeuern das gesamte das Spektrum der Bewerber zu zeigen. Na ja. Das Urteil des Herrn Bohlen fiel dann aber so aus, dass die Leistung des Kandidaten als "sehr sehr sehr sehr schlecht" bezeichnet wurde, wie ich später einem Youtube-Video entnehmen konnte.

Und da hört der Spaß meiner Meinung nach auf, weil es bei diesem Auftritt nur darum ging, jemanden vorzuführen und in aller Öffentlichkeit lächerlich zu machen. Gegenüber einem 17-jährigen Jugendlichen war das kein tolerierbarer Stil.

Was soll ich sagen? Solche Auftritte sind nicht zuletzt der Grund dafür, warum diese Sendungen angeschaut werden. Das wird von einigen Zuschauern als besonders lustig empfunden, ähnlich wie Pannen-Shows..Guter Geschmack ist etwas anderes.
 
@keskhau
danke für deine wie immer nüchterne Analyse :D Ich sehe das ganze ja mal wieder sehr Ideologisch, muss aber eingestehen dass das nach oben Buckeln und Bewundern nicht ein Phänomen der heutigen Zeit ist.

Trotzdem empfinde ich es immer als sehr befremdlich Menschen nachzueifern die außer ein feudalen Lebenswandel absolut garnichts zu bieten haben. Ich bin halt ein Kinder der Erziehung meiner Eltern. Meine Mutter war beileibe keine Sozialistin, verachtete jedoch den Pomp und die Dekadenz die sich der Adel und die selbsternannte "Oberschicht" leistet, nochmehr jedoch diejenigen die denen auch noch nacheifern wollen und dabei ihre eigene Herkunft und Selbstachtung vergessen.

Und mein lieber keskhau, findest du es nicht auch unerträglich wie die meinen tatsächlich in die Fußstapfen der richtigen "Superstars" der Musikgeschicht treten zu können ?
 
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@keshkau

Naja, nach mittlerweile 4 abgeschlossenen Staffeln dieses Formates muss doch mittlerweile bei den potentiellen Teilnehmern bekannt sein, was fuer ein Talent man mitbringen muss um die Vorcarstings erfolgreich zu absolvieren. Insbesondere sollte auch bekannt sein wie das ganze oeffentlich ausgeschlachtet wird und wie die sensationelle Superstarkarriere ablaeuft. Frei nach den Massiven Toene: Einmal Star und Zurueck

Wer das so hinnehmen will der soll sich dann bitte schoen auch nicht beschweren und erst recht nicht wenn man an irgendeiner Selbstueberschaetzung leidet und sich fuer den groessten Saenger haelt. Wenn ich mir die Vorcarstings so anschaue dann frage ich mich ernsthaft wie da manche von sich selber der festen Ueberzeugung seien das sie singen koennten:freak:. Also soviel Faehigkeit zur Selbsteinschaetzung muss man doch nun haben...auch als 17 Jahre alter Raimund und spaetestens seine Eltern.
Das einzige was ich RTL da ankreide ist die Nennung der Vollstaendigen Namen dieser Rohrkrepierer...ansonsten nix. Da hat man es nicht anders Verdient. Umgekehrt kommen ja auch viele gut dabei weg weil sie Talent haben. So ist das Leben.

Die Leute kennen die Teilnahme- und Vertragsbedingungen und sollen sich dann auch nicht beschweren wenn sie (kurzfristig) schlecht dabei wegkommen.

Aber davon abgesehen verfolge ich DSDS (bis auf die Vorcarstings) nicht weiter.
 
Ich verstehe die Leute ja auch nicht. Entweder bin ich talentiert und stelle mich der Herausforderung. Dann kann ich auch damit leben, dass man mir sagt, ich hätte nicht genug Ausstrahlung oder so, um ein "Superstar" zu werden. Das steckt man dann locker weg. Oder ich bin nicht talentiert und bleibe solchen Shows fern.

Es gibt da sicherlich viele Träumer, die sich von einer Teilnahme eine größere Bekanntheit oder sogar Reichtum versprechen, aus welchen Gründen auch immer, Bei den gestellten Anforderungen ist das in der Regel aber völlig unrealistisch.

Der von Mr. Freeze angesprochene Fall, auf den auch ich mich bezog, ruft bei mir nur Kopfschütteln hervor. Da sagt der Vater doch tatsächlich, dass er seinem Sohn eine Menge zutraut. Hallo?

Und ich bin mir sicher, dass RTL im Vorderfeld genau wusste, dass der Junge gnadenlos durchfallen würde. Umso befremdlicher ist die Tatsache, dass man noch schnell ein kleines Video am Rhein gedreht hat, um seinen Auftritt so richtig schön ausschlachten zu können.

Auf Seiten der Teilnehmer gibt es bestimmt eine Menge Gutgläubigkeit, aber auch Naivität oder mangelnde Erfahrung, die dazu führt, dass solche Verträge unterschrieben werden. Die Verlockung scheint dann doch zu groß zu sein.

Immerhin stehen jetzt Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) bei RTL auf der Matte.
 
Hm, aus Sicht der Sender ist es doch ne Prima Sache, welche Show bzw (Film) Material kann man so ausschlachten wie bei diesen Sendungen?

Die Untalentierten kann man als lustige Zusammenschnitte nochmal senden.
(Wobei ich das einfach moralisch schon äussert fragwürdig finde, meiner Meinung nach sollten solche Leute schon nicht durchs Vorcasting kommen, aber nein man muss sie noch öffentlich vorführen, unabhängig davon welchen seelischen Schaden das beim betroffenen anrichten könnte)

Für die Bewunderer von Emotionsausbrüchen gibt es dann noch die Leider-knapp-Verlierer.
Als Sympathieträger bekommt man ja auch ab und zu mal nen Plattenvertrag oder nen Vertrag das man ab und zu nochmal im Fernsehen rumhampeln darf.
Erinnert mich an die Soaps, da gibt es auch immer ne Schock-situation vor der Werbeunterbrechung.

Und schließlich der Gewinner als Hoffnungsträger dafür das man es selbst soweit schaffen könnte.

Dazu hat man sich auch die Werbung für die später produzierte CD gespart, die wird in der Show ja oft genug erwähnt...


Ich halte es trotzdem einfach nur für ein verheizen von Menschen, nach einem Jahr oder so hört ma spätestens nichts mehr von denen, das Menschenmaterial is verbraucht und abgenutzt, also muss neues her -> neue Show


Tja noch dazu warum so viele da mitmachen, will nciht jeder seine 15 minuten Ruhm und Ehre?
Mal abgesehen davon das es auch manchmal solche Personen mit besonderes weg-gefreaktem (die Bedeutung dieser Wortkombination darf sich jeder selbst ausmalen) Image auch zu "Stars" werden können. Zwar gesangstechnisch völlig untalentiert aber mit einem so (peinlichen) Image das es trotzdem für eine ultra-kurz-kariere reicht.
Stichwort Kübelböck.


Nur eins ist mir völlig Schleierhaft, wie kann ma sich den Mist nur angucken?
Ehrlich, ich peils net!
 
In der Jury von DSDS sitzen ausschliesslich Leute, die selbst nicht singen können, jedoch meinen, die Gesangsfähigkeiten anderer Menschen beurteilen zu können/müssen!

Und jetzt stellt euch mal einen Fussballbundestrainer vor, der noch nie Fussball gespielt hat! :evillol:
 
Mag sein, dass keiner aus der Jury singen kann.
Doch von mind. einem weiss ich, das er mit Musik relativ reich geworden ist.
Also muss er was vom Geschäft verstehen und wissen, wie der Hase läuft.
Das muss man ihm lassen.


Trotzdem sehe ich mir diese Sendungen nicht an.
Sowas muss sich nicht in meinen Hirnwindungen festsetzen. Da speichere ich lieber andere Dinge ab. :D

Und wer dort mitmacht, weiss worauf er oder sie sich einläßt.
Es ist schliesslich nicht die erste Suche eines sog. Superstars.
Kaum ein Jahr später sind sie in der Versenkung verschwunden...

Tolle deutsche Fernsehwelt. Sie wird immer "niveauvoller". :rolleyes:
 
Zum Thema Castings/Castingshows etc kommt heute eine sehr interessante Sendung auf ARD um 21:45 Uhr

hartaberfair - Mit der Frage, ob die Musikkultur mit den Castings untergehen könnte oder ob diese Castings eine gute Perspektive sind.
 
Schadenfreude, Neugier und Voyeurismus lassen sich über das Fernsehen viel besser ausleben als in einem klassischen Dorf, wo man auch noch Gefahr läuft, sich dabei selbst zu exponieren.

Wer bis heute nicht verstanden hat, dass es bei diesen Shows überhaupt nicht um Talent, Musik oder objektiver Beurteilung geht, ist Dauerzuschauer und verpasst keine Folge. Dass es dabei zu Kollateralschaden kommt und das Leben von einzelnen Jugendlichen vermasselt wird, weil sie absolut lächerlich auftreten und trotzdem extra durchgewunken werden, finde ich nicht sehr schlimm. Wer die Courage hat, sich der ganzen Bundesrepublik zu zeigen, muss auch verkraften können, von Bohlens auswendig gelernten Sprüchen niedergemacht zu werden. Mir fehlt schon der Mut, vor einer Kamera öffentlich aufzutreten, aus Angst, den Regisseuren völlig ausgeliefert zu sein. Gerade dieser harte Umgang ist schließlich Teil des Fernsehens hinter der Bühne - wer es nicht mehr bringt, merkt das sehr schnell.
Ansonsten hat keshkau völlig recht. Die Kosten für eine Show sind niedrig, durch Verträge und geschnittene Szenen ist alles viel besser planbar als in Live-Shows wie 'Wetten dass...?' und selbst für den einzelnen Castingteilnehmer kann es Turbostart für eine Karriere im Musikbusiness sein, wenn er sich schnell genug aus dem ersten Vertrag rauswindet und aktiv an sich arbeitet und nicht arbeiten lässt.
 

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