ich256
Ensign
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Hallo Allerseits, ich möchte euch heute gerne ein paar meiner Erfahrungen zu Verstärkern und der mobilen Beschallung mitteilen.
Ich habe absichtlich dieses Forum gewählt weil es das liebste Forum ist wo ich mich aufhalte, und so glaube ich sind hier sehr viele Menschen die das Know-How haben die vorgestellten Lösungen einfach nachzubauen.
Es gibt im Hifi-Forum bereits unzählige berichte von mobilen Soundlösungen auch deshalb wollte ich abseids der Informationsflut mal einen Überblick geben was Heute schon wie einfach und günstig möglich ist. Und das Lauter und Länger als ich mir vorstellen hätte können
Auch Fertige "Bluetooth-Lautsprecher" gibt es inzwischen in allen Größen, als bekanntes Beispiel die Soundbooks-Modelle.
Diese haben aber alle den Nachteil der fehlenden Flexibilität, sie haben eine Größe und ein Gewicht. Wenn ich jetzt aber einen mobilen Verstärker habe, kann ich verschiedene Lautsprecher Anschließen von einer kleinen Box bis zu vier 15 Zoll Pa Boxen ist hier alles möglich
.
Auch Preislich hab ich zu beginn mehr Spielraum, eine Verstärker-Platine kostet 10-20€ und ein Bleiakku nochmal 20.
Aber 800€ mal eben für ne Bluetooth-Box ausgeben muss man der Frau mal erklären können
Dies soll nur meine Erfahrungen wiedergeben und ein kleiner Leitfaden für Anfänger sein, hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder das man mit dem Wissen die perfekte Anlage aufstellt, Klang ist immer Subjektiv und kann von anderen ganz anders Wahrgenommen werden.
So kommen wir auch schon zum ersten wichtigen Punkt,
Der Digitalverstärker:
Die neuen Digitalverstärker haben diesen Bereich würde ich sagen Revolutioniert, durch den variablen Gleichspannungs-Eingang und die hohe Effizienz ist es damit ganz einfach möglich einen Verstärker für unterwegs zu Basteln den man aber auch Zuhause z.B.: am PC verwenden kann. Meist liegt die Spannung zwischen 12V und 24V und so kann man Verschiedenste Stromversorgungen verwenden, ältere Laptop Netzteile haben sogar oft den selben Hohlstecker der auf den Verstärkern zu finden ist.
Es gibt sie Fertig im kleinem Gehäuse und als Platine mit Verschiedenen Eingängen.
Die am Meisten Verwendeten Chips sind:
TPA3116(D2): Ein Effizienz-Wunder mit einem Ruhestromverbrauch nahe 0, die Standardlösung wenn es um Akkulaufzeit geht. Im Stereobetrieb sind bei 24V bis zu 50W Leistung an 4 Ohm möglich (gebrückt bis 100W) kann aber je nach Platine bis 8V runtergehen. Leider neigt er Klanglich etwas zur härte was bei manchen Lautsprechern zu weniger Langzeit(hör)tauglichkeit führt.
TDA7498(e): Hat einen (teils deutlich) höheren Ruhestromverbrauch, aber die Effizienz im Betrieb ist immer noch sehr gut. kann bis 36V betrieben werden und Leistet dann 100W an 4Ohm (gebrückt 160W). Aber Vorsicht bei der minimalen Eingangs-Spannung, diese kann auch bei 20V liegen. Klanglich für mich angenehmer und daher meine erste Wahl wenn er auch Zuhause verwendet wird.
Je nach Eingangs-Spannung variiert natürlich auch die Ausgangsleistung, und so hat man bei 12V Versorgung etwa 12W an 8 Ohm zur Verfügung (wenn ich mich recht Erinnere bei beiden). Klingt nicht nach viel aber wir werden beim Wirkungsgrad der Lautsprecher noch sehen was damit möglich ist
.
Der Klang wird maßgeblich von den umliegenden Komponenten beeinflusst, hier ist es ratsam sich nach Bewertungen und Erfahrungen umzusehen welches Modell das richtige ist. Meiner Erfahrung nach braucht es schon ein bisschen was "drumherum".
So Klingt der kleinste ganz Rechts (mono) schon sehr Schwachbrüstig, Der Linke hingegen ist schon ok (Ein etwas schwächerer TPA3116) und könnte so wie er ist auch Zuhause Verwendet werden, Eingang ist allerdings nur Bluetooth was zwar Funktioniert aber natürlich nicht an die Reichweite von JBL usw. rankommt.
Der Mittlere ist mein Liebling wenn es um den Einbau geht, er Klingt voll und angenehm. und muss von keiner Seite zugänglich sein, (der kleine Weiße Stecker ist der Audio Eingang) die Lautstärke kann aber nur am Quellgerät geregelt werden.
Es gibt verschiedene Konfiguraionen von Mono bis 5.1 am Häufigsten findet man aber Platinen mit einem Chip (Stereo) oder Zwei Chips (Quardo oder 2.1 mit TPA3116 z.B: 50+50+100W) Ein Sonderling unter den 2.1 Platinen ist hier allerdings noch zu erwähnen:
Es gibt nur eine Platine (Meist Blau) die einen Hipass Schalter hat, dies leitet die tiefen Töne nur zum Subwoofer, die Lautspecher werden entlastet und können Lauter Spielen, was in vielen fällen ein Gamechanger ist.
Nach Einbau nicht sehr gut zugänglich aber Vorhanden, der Kleine Schalter zwischen den Potis macht den unterschied
.
Die Platinen können Günstig direkt von China über z.B.: Aliexpress oder auch Amazon bestellt werden.
Vorsicht ist geboten bei der Wahl der Eingänge, manche Verstärker werden mit USB oder Card reader angeboten, klingt Praktisch ist aber nicht wirklich brauchbar weil:
1. Braucht man Tasten zum umschalten die meist auf der Platine angebracht sind was einen sinnvollen Einbau sehr schwer macht.
2. Gibt es bei der Quellenwahl oft Töne vom Verstärker, die von sehr schrillen Piepen bis zu chinesischen Ansagen reichen in sehr unangenehmer Lautstärke.
Auch die bluetooth Empfänger funktionieren nicht so gut wie Gewohnt und brauchen Strom.
Nach meiner Erfahrung ist es am besten am Verstärker einen Analogen Eingang (Klinke oder Chinch) zu haben, und alles andere Macht man extern. Ich hab da einen "MP3" Player (Cayin N3) der auch Bluetooth vom Handy annehmen kann.
Aber auch Hierzulande gibt es schon Kleine Verstärker die samt Support und Service vertrieben werden. unter anderem hat sich der deutsche Händler HS-Sound auf solche Lösungen Spezialisiert und bietet einige Lösungen auch samt DSP an, dann natürlich Teurer.
Zum Thema DSP möchte ich noch erwähnen: Ein Digitaler Signal Prozessor ist ein sehr mächtiges Werkzeug mit der man Frequenzen und Leistungen exakt steuern kann, Bi-Amping oder 2.1 sauber getrennt ist alles kein Problem, und zweifelsfrei kann man damit am meisten aus seinen Lautsprechern rausholen. Ganz richtig eingestellt kann er aber nur für einen Lautsprecher werden was die Flexibilität wieder zunichte macht. Auch gerade für Anfänger wichtig ist, dass es hier auch vorher mal eine menge Begriffe zu studieren gibt um so etwas zu Programmieren.
Wer jetzt kein eigenes Gehäuse bauen will, kann auch auf kleine Verstärker im Gehäuse zurückgreifen etwas Teurer aber immer noch gut Leistbar sind das fertige Geräte mit chinch oder bluetooth Eingängen die man nur noch mit Strom versorgen braucht.
Hier samt einer Powerbank mit 12V Ausgang kann das schon komplett Bastelfrei verwendet werden
.
Kann zuhause auch mit stärkerem Netzteil verwendet werden (Laptop oder 24V) und ist dann auch Locker ausreichend für die meisten Computer oder sonstigen Lautsprecher.
🪫Der Akku:
Hier ist man sehr Flexibel und kann im Prinzip alles verwenden was die gewünschte Spannung bringt ob aus dem Modellbau, Autobatterie oder auch Adapter für Werkzeugakkus gibt es. Hier muss allerdings erwähnt werden, dass die Spannungsüberwachung im Gerät stattfindet, deshalb ist man Selbst verantwortlich sie gegen Tiefenentladung zu schützen und abzusichern.
Beim zusammenstellen (natürlich nur gleicher Batterien
) sollte beachtet werden, dass bei Serienschaltung die Spannung verdoppelt wird und bei Paralellschaltung die Kapazitat. Somit ergeben z.b.: zwei 12V 7 Ah Akkus entweder 14Ah bei 12V oder 7Ah bei 24V (somit hat man auch die doppelte Leistung von Verstärker).
Die bisweilen Günstigste Lösung ist ein einfacher Bleiakku mit 12V so ein "Ziegel" mit 7Ah ist schon für 20€ zu haben und bringt für viele Stunden Musikgenuss, Wiegt aber auch fast 2 Kilo und auch hier muss Selber eine Spannungsüberwachung integriert werden (Als Modul braucht es wieder Strom, die Laufzeit ist aber lang genug das Kapazitätzanzeige+Brain meist ausreicht).
Ich persönlich mag sie aber dennoch sehr, bisher hab ich unterwegs nur Verstärker mit Bleiakku mitgehabt und sie auch schon für viele stunden (und Nächte
) verwendet, Tiefeinentladung ist mir nur gelungen wenn ich beim abstellen am Schalter angekommen bin
.
Größenvergleich: Der Werkzeugakku bringt Mehr Spannung (d.h. Leistung für den Verstärker) bei Ähnlicher Kapazität (6Ah selbe Bauform), ist dabei deutlich Kleiner und wiegt etwa ein Viertel vom Bleiakku.
Wie man schon sieht ist ein LI-Ion-Akku natürlich deutlich überlegen sowohl von der Größe als auch vom Gewicht.
Es gibt sie in Verschiedensten Konfigurationen, die xSxP angaben beziehen sich dabei auf die Zellenanordnung.
Eine Zelle hat 3,7V und somit ergeben 3S also in Serie 11,1 V und kann schon für manche Verstärker verwendet werden.
5S ergeben 18,5V und finden sich z.B.: in Werkzugakkus 5S1P für 2 Ah, bis 5S3P für 6Ah. Diese Kleinen Zellen haben meist eine Kapazität von 1,5 bis 2 Ah.
⚠️ Achtung: Ich rate dringend davon ab Li-Ion Akkus selbst zusammenzustellen dies erfordert umfassende Kentnisse und ist sehr Gefählich (Brand Explosion usw.). Desweiteren wird ein BMS Benötigt der die Spannung der einzelnen Zellen überwacht.
Aber es gibt auch Lösungen die ohne Punktschweißgerät auskommen
wie z.B.:
Nochmal im Vergleich. Powerbank,Werkzeugakku und Bleiakku. Die Kapazität der Powerbank würde ich anzweifeln aber für ein paar Stunden wird es schon reichen.
Die Platine von HS-Sound. mit dem beiliegendem Kabelset können alle kleinen Stecker belegt und auch die Kapazitätsanzeige nach außen geführt werden. Um aktuell 75€ "mit alles" voll vertretbar, wenn das Problem mit der Selbstentladung nicht wäre
.
Wird nur Deutschlandweit versendet (nach AT mit AllesPost aber ohne Akkuzellen).
Günstige Akkupcks aus China sind wieder ein eigenes Streitthema, abgesehen von der Brandgefahr haben sie natürlich nicht die versprochene Kapazität (mehr als 2Ah pro Zelle werden es auch nicht wenn 10xxx... draufsteht
) dazu oft Recycelt damit noch weniger. Aber für ein bisschen Strom machen auch diese ihren Job. ich hab mal Testweise einen 3S1P Bestellt und er hat eine geringe Selbstenladung zur Laufzeit kann ich leider nicht viel sagen.
Minimalkonfiguration in einer kleinen Jausenbox mit TPA3116, samt Deckel sogar Spritzwassergeschützt (abgesehen von Klinken eingang
)
🔈Die Lautsprecher:
Sie haben den größten Einfluss auf den Klang und auch auch die Leistung (4Ohm oder 8Ohm) die zur Verfügung steht.
Wichtige Kennzahl ist aber nicht wie viel Leistung sie verbraten können (Leistung in Watt) sondern wie viel sie davon in Schallenergie Umwandeln (Wirkungsgrad in db/W).
Ein Rechenbeispiel war (ist?) auf Wikipedia zu finden.
Um in einem Abstand von 4 Meter einen Pegel von 100db zu erzeugen (Disko):
Benötigt ein Lautsprecher mit 86db Wirkungsgrad eine elektrische Leistung von 80 Watt,
Ein Lautsprecher mit 101db Wirkungsgrad nur 3,2 Watt.
Ein extremes Beispiel und Lautsprecher mit 101db Wirkungsgrad in freier Wildbahn zu finden sehr schwer, aber es Zeigt schon wo die Reise mit den erwähnten 15W gehen kann
.
Testen was möglich ist kann man ja mal mit allen Lautsprechern welche die Wohnung hergibt
, und wenn man dann eine Größe gefunden hat kann man sich am Gebrauchtmarkt umsehen hier sind immer wieder Schnapper zu finden, die gerade vom Gehäuse nicht mehr so toll sind (aber bestenfalls sowieso in ein eigenes leichtes Gehäuse gepackt werden).
⚠️Achtung: Weil man nun nicht so viel Leistung hat, sollte man nicht glauben man kann soweit aufdrehen wie man möchte.
Die meisten Lautsprecher werden von zu schwachen Verstärkern die zu Laut aufgedreht werden zerstört.
Eine saubere Sinuswelle können viele Lautsprecher auch höher vertragen, aber wenn der Verstärker das Signal nicht mehr sauber übertragen kann und die Spitze quasi abschneidet entsteht eine Gleichspannung am Ausgang (Clipping), das mögen die Spulen in den Lautsprechern aber gar nicht. Und somit passiert es leider des öfteren das der Jugendliche seinen 1000W Subwoofer umbringt weil er glaubt ihn mit 100W antreiben zu können
.
Diese Verstärker haben keinen DSP und keinen Limiter, jeder ist selbst verantwortlich die Lautstärke (am Verstärker und Quellgerät) so einzustellen das nichts kaputt wird
.
Natürlich kommen bei Wirkungsgrad gleich PA-Lautsprecher ins Spiel und sind wenn es um Lautstärke geht natürlich ungeschlagen, ein paar dinge Sollte man aber beachten:
Mit Neodym Magneten extrem leicht, aber auch Teuer da sollte man schon genau wissen was man braucht.
Oft sehr auf ein Frequenzband spezialisiert somit besser mit Subwoofer zu betreiben (Fullrange Tops sind schwer zu finden).
Meistens 8 Ohm heißt weniger Leistung aber um "richtig" zu Klingen wollen die schon aufgedreht werden (75% sagt man, was nicht möglich sein wird) aber jedenfalls nicht so als Hintergrundbeschallung (oder mit Nachbarn
) geeignet.
Als die einzig richtige Lösung wird auch von manchen Leuten der Visaton BG20 angesehen, sehe ich nicht ganz so aber es ist schon ein besonderes Stück: Dieses Chassis kostet um die 20 Euro und Ist ein Breitband-Lautsprecher mit extrem hohem Wirkungsgrad und 8 Zoll, im richtigen Gehäuse bringt er viel Bass mit und kann ohne weitere Bauteile verwendet werden was der Effizienz sehr zu gute kommt. Man könnte einen 20 Liter Kasten mit Bassreflexrohr Bauen, einen BG20 ein Blieakku und ein TPA3116 Board rein und hat einen brachial lauten Lautsprecher für unterwegs um einem Materialpreis von weniger als 100€ bei dem man noch dazu am meisten von der Akkulaufzeit rausholt. Klanglich würde er aber zumindest von einem Sperrkreis (Spule und Kondensator) profitieren, und den Schwirrkonus (der kleine Teller in der Mitte) sollte man vorsichtig mit einem Messer entfernen. So modifiziert und mit Hochtöner sogar als günstiger Hifi-Bausatz geführt
.
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man nicht immer das beste Rausholen muss um auch viel davon zu haben. Die meisten schönen Stunden hab ich Verbracht mit einer Kombination aus einem Bleiakku, einem TDA7498 Board und Zwei Heco Victa 200 Lautsprecher (eigentlich sehr wenig wirkungsgrad dafür nur 4 Ohm) aber durch den vollen Klang (fast schon basslastig) und dadurch das man es mit einer Hand tragen konnte, wurde es zu meinem Häufigsten begleiter. Auch die Akkulaufzeit betrachte ich als Super, ich konnte immer sorgenlos hören auch über mehrere Tage hinweg (nicht durchgehend).
Damals noch mit meinem ersten Verstärker, schon immer die erste Wahl wenn es ohne Subwoofer sein soll.
Eine weitere Besonderheit finde ich sind die JBL Control One. Auch wenn die Meinungen sehr weit auseinander gehen finde ich sie für unterwegs sehr gut geeignet, Leicht und doch Stabil kann man sie z.B.: mit einem Zurrgut super mitnehmen. Frequenzgang ist natürlich nicht linear aber das ist auch gut so, denn durch den erhöhten Grundton und die zurückhaltenden Mitten eignen sie sich wunderbar als Hintergrundbeschallung, Gespräche werden wenig gestört bei vollem Klang.
Vom Gebrauchtkauf würde ich hier absehen, die One Serie hat Saumstoff-Sicken die sich nach spätestens 10 Jahren auflösen.
Allerdings gibt es die funk Version auch Allwetter tauglich, die hat eine uv-beständige Gummisicke. also die JBL Control 2,4G AW.
Diese hab ich ohne die Funkstation am Gebrauchtmarkt gefunden , und etwas Modifiziert. Der Original Verstärker bringt etwa 30W aber hat das Funkmodul (was Strom braucht) fest verbaut und die Versorgungsspannung ist mit 19V sehr begrenzt. Also hab ich das einfach gegen ein Board von mir getauscht, mit dem TPA 3116 hab ich genug Leistung und die variable Eigangsspannnung.
Die Alte Platine schafft genug Platz für meinen Verstärker. Das Anschlussfeld für Strom und Klinkeneingang bleibt vorhanden, auch der Ausgang für den zweiten Lautsprecher befindet sich hier, und durch den fehlenden Lautstärkeregler am Verstärker brauch ich auch gar nicht mehr
.
die idee mit dem Bluetooth Empfänger (unten Rechts) hab ich aufgrund viel zu viel Rauschens gleich wieder begraben
.
Den Stecker vom Klinkenanschluss (unprofessionell) mit Wago-Klemmen auf den Audio-Eingangs Stecker Adaptiert, Strom und Lautsprecherkabel sind schon Vorhanden, somit kann alles Weiterverwendet werden: und Läuft schon mit der 12V Powerbank
.
Acht geben sollte man beim Aktiven Lautsprecher: der Hochtöner wird direkt von der Platine weggeführt und der Kondensator (Frequenzweiche!) sitzt am Board (erstes Bild der große Elko links unten). Dieser muss bei Neuverkabelung wieder in Serie zum Hochtöner gebracht werden, etweder durch auslöten von der Platine (verklebt auch) oder ein neuer wird besorgt (3µF sind gar nicht so leicht zu finden
).
Der Subwoofer ist auch ein viel diskutiertes Thema im mobilen Bereich. Eines ist klar er braucht Strom und davon gar nicht so wenig,
Aber er kann vielen Lautsprechern auch helfen, durch einen Hipass können sie deutlich entlasteter Spielen und es geht insgesamt deutlich Lauter bei mehr Tiefgang auch wenn der Sub jetzt nicht mehr ganz mit den Tops mitkommt.
Natürlich sollte er gut Wirkungsgrad haben und auch mit weniger zurechtkommen (den 1000W Subwoofer lässt man lieber im Auto
) Aber ein einfacher 12 Zoll Pa Woofer kann schon für gute Unterstützung sorgen.
Ich hatte noch ein altes Pa Set (MPA Milly) die Tops Klangen nicht und der Woofer war viel zu groß und schwer, der Verstärker auch schon hinüber. Alles was blieb war ein Günstiges 12 Zoll Pa Chassis, wie es heute z.B.: von Thomann käme.
Das Gehäuse hab ich ausgemessen und das innere Volumen sowie das vom Bassreflexkanal beibehalten und so umgestaltet, dass die Frontfläche möglichst kein ausfällt. 12mm Multiplex (glaube Birke) finde ich den besten Kompromiss aus Stabilität und Gewicht, ordentlich Verstrebt mit Doppelung für Front und Haltegriffe ist das bei weitem Stabil genug
. Samt dem schwerem Chassis kommt er auf etwa 10Kg und dank der Haltegriffe auch mit einer Hand zu Tragen.
Ich kann nicht sagen das es Unfug wäre. Er bringt merkbar Bass, durch das kleine Pa Chassis nicht besonders Tief aber er haut unglaublich guten Nutzbass um die Ohren und das mit einer beachtlichen Effizienz. Somit kommt er auch mit den "paar" Watt die der Verstärker Liefert schon gut Klar, in meinem Fall war es die Blaue Patine mit TPA3116 und 2 Bleiakkus auf 24V. Die Lautesten Lautsprecher die ich damals hatte waren die JBL Control 5. Das hat sehr guten Klang geliefert mit weit mehr als Zimmerlautstärke
über Viele Stunden hinweg (die Ganze Nacht auf "Laut" mit Licht und einmal Akku wechseln). Mit denen und dem Verstärker oben drauf konnte man das genau auf einer kleinen Klapprodel festzurren und mitnehmen
.
Weiterer Vorteil wenn der Subwoofer Passiv ausgeführt ist: Am weg dorthin wird er im Auto einfach Angeschlossen und knallt da schon schön.
Das Thema Lautsprecher ist natürlich das mit den meisten Möglichkeiten, hier finde ich kann man sich einfach Trauen und etwas Ausprobieren, auch vermeintlich schlecht geeignete können genau den Klang liefern den man gerade sucht
.
Ein Projekt hab ich noch gar nicht Vorgestellt, es war mein Erster Verstärker für unterwegs
.
Es sollte die Möglichkeit geben auch einen Subwoofer zu betreiben mit dem Schalter war somit die Blaue Platine Prefekt. 2 12V Bleiakkus mit 7 Ah liefern den Saft. Ich hab eine fertige Platte mit Kapazitätsanzeige und vier Schaltern verwendet um Lade und Netzanschlussbuchse und den Klinkenanschluss erweitert. Als Holz hab ich wieder 12mm Sperrholz verwendet.
Die Front vom Verstärker darf durch die Potis natürlich auch nicht dick werden, ein ausgeschnittenes Stück aus einer dünnen Plastikdose schafft hier Abhilfe.
So Kompakt wie möglich und mit dem Griff oben noch leicht zu tragen trotz 4 Kg Akku.
Wie man schon sieht wird es ein ziemliches Kabel Gefummel, den größten Fehler hab ich mit den billigen Steckverbindern für die Kabel gemacht: kein Werkzeug deswegen jeden Sorgfältig mit Zange und Schraubendreher gebogen dann ist das Ding so dünn das es abbricht beim versuch es wo draufzustecken
.
Für die 12V vom Usb Adapter hab ich eine "Mittelpunkt-Anzapfung" vom ersten Akku weg gemacht, was scheinbar ohne Balancer keine gute Idee war (das nur einen Akku entladen hat ihm nicht geschmeckt
).
Der hat mir auch schon sehr viele schöne Stunden beschert und ich hab ihn auch schon viele Km und Höhenmeter getragen
.
Abschließend hab ich noch ein paar Tipps und Dinge die ich schon Lernen durfte:
Vielen Dank fürs Lesen falls ihr bis hierher gekommmen seid
.ich hoffe ich konnte ein paar Einblicke geben und zeigen, dass man es auch mit einfachen mitteln mit Soundbooks und co. aufnehmen kann
.
Über weitere Ideen würde ich mich freuen und auch wenn ich euren Basteldrang angeregt habe.
Also dann alles gute und, Good Bastel!
Ich habe absichtlich dieses Forum gewählt weil es das liebste Forum ist wo ich mich aufhalte, und so glaube ich sind hier sehr viele Menschen die das Know-How haben die vorgestellten Lösungen einfach nachzubauen.
Es gibt im Hifi-Forum bereits unzählige berichte von mobilen Soundlösungen auch deshalb wollte ich abseids der Informationsflut mal einen Überblick geben was Heute schon wie einfach und günstig möglich ist. Und das Lauter und Länger als ich mir vorstellen hätte können
Auch Fertige "Bluetooth-Lautsprecher" gibt es inzwischen in allen Größen, als bekanntes Beispiel die Soundbooks-Modelle.
Diese haben aber alle den Nachteil der fehlenden Flexibilität, sie haben eine Größe und ein Gewicht. Wenn ich jetzt aber einen mobilen Verstärker habe, kann ich verschiedene Lautsprecher Anschließen von einer kleinen Box bis zu vier 15 Zoll Pa Boxen ist hier alles möglich
Auch Preislich hab ich zu beginn mehr Spielraum, eine Verstärker-Platine kostet 10-20€ und ein Bleiakku nochmal 20.
Aber 800€ mal eben für ne Bluetooth-Box ausgeben muss man der Frau mal erklären können
Dies soll nur meine Erfahrungen wiedergeben und ein kleiner Leitfaden für Anfänger sein, hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder das man mit dem Wissen die perfekte Anlage aufstellt, Klang ist immer Subjektiv und kann von anderen ganz anders Wahrgenommen werden.
So kommen wir auch schon zum ersten wichtigen Punkt,
Der Digitalverstärker:
Die neuen Digitalverstärker haben diesen Bereich würde ich sagen Revolutioniert, durch den variablen Gleichspannungs-Eingang und die hohe Effizienz ist es damit ganz einfach möglich einen Verstärker für unterwegs zu Basteln den man aber auch Zuhause z.B.: am PC verwenden kann. Meist liegt die Spannung zwischen 12V und 24V und so kann man Verschiedenste Stromversorgungen verwenden, ältere Laptop Netzteile haben sogar oft den selben Hohlstecker der auf den Verstärkern zu finden ist.
Es gibt sie Fertig im kleinem Gehäuse und als Platine mit Verschiedenen Eingängen.
Die am Meisten Verwendeten Chips sind:
TPA3116(D2): Ein Effizienz-Wunder mit einem Ruhestromverbrauch nahe 0, die Standardlösung wenn es um Akkulaufzeit geht. Im Stereobetrieb sind bei 24V bis zu 50W Leistung an 4 Ohm möglich (gebrückt bis 100W) kann aber je nach Platine bis 8V runtergehen. Leider neigt er Klanglich etwas zur härte was bei manchen Lautsprechern zu weniger Langzeit(hör)tauglichkeit führt.
TDA7498(e): Hat einen (teils deutlich) höheren Ruhestromverbrauch, aber die Effizienz im Betrieb ist immer noch sehr gut. kann bis 36V betrieben werden und Leistet dann 100W an 4Ohm (gebrückt 160W). Aber Vorsicht bei der minimalen Eingangs-Spannung, diese kann auch bei 20V liegen. Klanglich für mich angenehmer und daher meine erste Wahl wenn er auch Zuhause verwendet wird.
Je nach Eingangs-Spannung variiert natürlich auch die Ausgangsleistung, und so hat man bei 12V Versorgung etwa 12W an 8 Ohm zur Verfügung (wenn ich mich recht Erinnere bei beiden). Klingt nicht nach viel aber wir werden beim Wirkungsgrad der Lautsprecher noch sehen was damit möglich ist
Der Klang wird maßgeblich von den umliegenden Komponenten beeinflusst, hier ist es ratsam sich nach Bewertungen und Erfahrungen umzusehen welches Modell das richtige ist. Meiner Erfahrung nach braucht es schon ein bisschen was "drumherum".
So Klingt der kleinste ganz Rechts (mono) schon sehr Schwachbrüstig, Der Linke hingegen ist schon ok (Ein etwas schwächerer TPA3116) und könnte so wie er ist auch Zuhause Verwendet werden, Eingang ist allerdings nur Bluetooth was zwar Funktioniert aber natürlich nicht an die Reichweite von JBL usw. rankommt.
Der Mittlere ist mein Liebling wenn es um den Einbau geht, er Klingt voll und angenehm. und muss von keiner Seite zugänglich sein, (der kleine Weiße Stecker ist der Audio Eingang) die Lautstärke kann aber nur am Quellgerät geregelt werden.
Es gibt verschiedene Konfiguraionen von Mono bis 5.1 am Häufigsten findet man aber Platinen mit einem Chip (Stereo) oder Zwei Chips (Quardo oder 2.1 mit TPA3116 z.B: 50+50+100W) Ein Sonderling unter den 2.1 Platinen ist hier allerdings noch zu erwähnen:
Es gibt nur eine Platine (Meist Blau) die einen Hipass Schalter hat, dies leitet die tiefen Töne nur zum Subwoofer, die Lautspecher werden entlastet und können Lauter Spielen, was in vielen fällen ein Gamechanger ist.
Nach Einbau nicht sehr gut zugänglich aber Vorhanden, der Kleine Schalter zwischen den Potis macht den unterschied
Die Platinen können Günstig direkt von China über z.B.: Aliexpress oder auch Amazon bestellt werden.
Vorsicht ist geboten bei der Wahl der Eingänge, manche Verstärker werden mit USB oder Card reader angeboten, klingt Praktisch ist aber nicht wirklich brauchbar weil:
1. Braucht man Tasten zum umschalten die meist auf der Platine angebracht sind was einen sinnvollen Einbau sehr schwer macht.
2. Gibt es bei der Quellenwahl oft Töne vom Verstärker, die von sehr schrillen Piepen bis zu chinesischen Ansagen reichen in sehr unangenehmer Lautstärke.
Auch die bluetooth Empfänger funktionieren nicht so gut wie Gewohnt und brauchen Strom.
Nach meiner Erfahrung ist es am besten am Verstärker einen Analogen Eingang (Klinke oder Chinch) zu haben, und alles andere Macht man extern. Ich hab da einen "MP3" Player (Cayin N3) der auch Bluetooth vom Handy annehmen kann.
Aber auch Hierzulande gibt es schon Kleine Verstärker die samt Support und Service vertrieben werden. unter anderem hat sich der deutsche Händler HS-Sound auf solche Lösungen Spezialisiert und bietet einige Lösungen auch samt DSP an, dann natürlich Teurer.
Zum Thema DSP möchte ich noch erwähnen: Ein Digitaler Signal Prozessor ist ein sehr mächtiges Werkzeug mit der man Frequenzen und Leistungen exakt steuern kann, Bi-Amping oder 2.1 sauber getrennt ist alles kein Problem, und zweifelsfrei kann man damit am meisten aus seinen Lautsprechern rausholen. Ganz richtig eingestellt kann er aber nur für einen Lautsprecher werden was die Flexibilität wieder zunichte macht. Auch gerade für Anfänger wichtig ist, dass es hier auch vorher mal eine menge Begriffe zu studieren gibt um so etwas zu Programmieren.
Wer jetzt kein eigenes Gehäuse bauen will, kann auch auf kleine Verstärker im Gehäuse zurückgreifen etwas Teurer aber immer noch gut Leistbar sind das fertige Geräte mit chinch oder bluetooth Eingängen die man nur noch mit Strom versorgen braucht.
Hier samt einer Powerbank mit 12V Ausgang kann das schon komplett Bastelfrei verwendet werden
Kann zuhause auch mit stärkerem Netzteil verwendet werden (Laptop oder 24V) und ist dann auch Locker ausreichend für die meisten Computer oder sonstigen Lautsprecher.
🪫Der Akku:
Hier ist man sehr Flexibel und kann im Prinzip alles verwenden was die gewünschte Spannung bringt ob aus dem Modellbau, Autobatterie oder auch Adapter für Werkzeugakkus gibt es. Hier muss allerdings erwähnt werden, dass die Spannungsüberwachung im Gerät stattfindet, deshalb ist man Selbst verantwortlich sie gegen Tiefenentladung zu schützen und abzusichern.
Beim zusammenstellen (natürlich nur gleicher Batterien
Die bisweilen Günstigste Lösung ist ein einfacher Bleiakku mit 12V so ein "Ziegel" mit 7Ah ist schon für 20€ zu haben und bringt für viele Stunden Musikgenuss, Wiegt aber auch fast 2 Kilo und auch hier muss Selber eine Spannungsüberwachung integriert werden (Als Modul braucht es wieder Strom, die Laufzeit ist aber lang genug das Kapazitätzanzeige+Brain meist ausreicht).
Ich persönlich mag sie aber dennoch sehr, bisher hab ich unterwegs nur Verstärker mit Bleiakku mitgehabt und sie auch schon für viele stunden (und Nächte
Größenvergleich: Der Werkzeugakku bringt Mehr Spannung (d.h. Leistung für den Verstärker) bei Ähnlicher Kapazität (6Ah selbe Bauform), ist dabei deutlich Kleiner und wiegt etwa ein Viertel vom Bleiakku.
Wie man schon sieht ist ein LI-Ion-Akku natürlich deutlich überlegen sowohl von der Größe als auch vom Gewicht.
Es gibt sie in Verschiedensten Konfigurationen, die xSxP angaben beziehen sich dabei auf die Zellenanordnung.
Eine Zelle hat 3,7V und somit ergeben 3S also in Serie 11,1 V und kann schon für manche Verstärker verwendet werden.
5S ergeben 18,5V und finden sich z.B.: in Werkzugakkus 5S1P für 2 Ah, bis 5S3P für 6Ah. Diese Kleinen Zellen haben meist eine Kapazität von 1,5 bis 2 Ah.
⚠️ Achtung: Ich rate dringend davon ab Li-Ion Akkus selbst zusammenzustellen dies erfordert umfassende Kentnisse und ist sehr Gefählich (Brand Explosion usw.). Desweiteren wird ein BMS Benötigt der die Spannung der einzelnen Zellen überwacht.
Aber es gibt auch Lösungen die ohne Punktschweißgerät auskommen
- Adapter für Werkzeug Aukkus (Absichern!!! und Spannungsüberwachung muss manuell erfolen).
- Akkupacks in verschiedenen größen fertig in Folie verpakt mit BMS, und Ladegerät (ohne weitere Schutzschaltungen).
- Powerbanks mit 12V Ausgang (Schutzschaltungen und Kapazitätsanzeige integriert).
- Auch Starthilfe-Akkus wie das Dino Kraftpaket lassen sich wunderbar zweckentfremden (Schutzschaltungen und sogar eine Lampe
integriert) hat einen 19V und einen 12V Ausgang. - HS-Sound hat hier auch eine eigene Lösung mit größeren Zellen entwickelt 6 Stück in Serie ergeben 24V bei etwa 5 Ah. Der größte Vorteil ist hier die variable Eingangsspannung von 5 bis 24V sogar ein Solarladeregler ist integriert das kann dann wirklich überall Aufgeladen werden. Leider musste ich feststellen, dass die Platine eine doch recht hohe Selbstentladung hat und nach einigen Wochen Lagerung die Akkus leer waren, das Fach sollte man also zugänglich lassen und die Akkus rausnehmen.
Nochmal im Vergleich. Powerbank,Werkzeugakku und Bleiakku. Die Kapazität der Powerbank würde ich anzweifeln aber für ein paar Stunden wird es schon reichen.
Die Platine von HS-Sound. mit dem beiliegendem Kabelset können alle kleinen Stecker belegt und auch die Kapazitätsanzeige nach außen geführt werden. Um aktuell 75€ "mit alles" voll vertretbar, wenn das Problem mit der Selbstentladung nicht wäre
Wird nur Deutschlandweit versendet (nach AT mit AllesPost aber ohne Akkuzellen).
Günstige Akkupcks aus China sind wieder ein eigenes Streitthema, abgesehen von der Brandgefahr haben sie natürlich nicht die versprochene Kapazität (mehr als 2Ah pro Zelle werden es auch nicht wenn 10xxx... draufsteht
Minimalkonfiguration in einer kleinen Jausenbox mit TPA3116, samt Deckel sogar Spritzwassergeschützt (abgesehen von Klinken eingang
🔈Die Lautsprecher:
Sie haben den größten Einfluss auf den Klang und auch auch die Leistung (4Ohm oder 8Ohm) die zur Verfügung steht.
Wichtige Kennzahl ist aber nicht wie viel Leistung sie verbraten können (Leistung in Watt) sondern wie viel sie davon in Schallenergie Umwandeln (Wirkungsgrad in db/W).
Ein Rechenbeispiel war (ist?) auf Wikipedia zu finden.
Um in einem Abstand von 4 Meter einen Pegel von 100db zu erzeugen (Disko):
Benötigt ein Lautsprecher mit 86db Wirkungsgrad eine elektrische Leistung von 80 Watt,
Ein Lautsprecher mit 101db Wirkungsgrad nur 3,2 Watt.
Ein extremes Beispiel und Lautsprecher mit 101db Wirkungsgrad in freier Wildbahn zu finden sehr schwer, aber es Zeigt schon wo die Reise mit den erwähnten 15W gehen kann
Testen was möglich ist kann man ja mal mit allen Lautsprechern welche die Wohnung hergibt
⚠️Achtung: Weil man nun nicht so viel Leistung hat, sollte man nicht glauben man kann soweit aufdrehen wie man möchte.
Die meisten Lautsprecher werden von zu schwachen Verstärkern die zu Laut aufgedreht werden zerstört.
Eine saubere Sinuswelle können viele Lautsprecher auch höher vertragen, aber wenn der Verstärker das Signal nicht mehr sauber übertragen kann und die Spitze quasi abschneidet entsteht eine Gleichspannung am Ausgang (Clipping), das mögen die Spulen in den Lautsprechern aber gar nicht. Und somit passiert es leider des öfteren das der Jugendliche seinen 1000W Subwoofer umbringt weil er glaubt ihn mit 100W antreiben zu können
Diese Verstärker haben keinen DSP und keinen Limiter, jeder ist selbst verantwortlich die Lautstärke (am Verstärker und Quellgerät) so einzustellen das nichts kaputt wird
Natürlich kommen bei Wirkungsgrad gleich PA-Lautsprecher ins Spiel und sind wenn es um Lautstärke geht natürlich ungeschlagen, ein paar dinge Sollte man aber beachten:
Mit Neodym Magneten extrem leicht, aber auch Teuer da sollte man schon genau wissen was man braucht.
Oft sehr auf ein Frequenzband spezialisiert somit besser mit Subwoofer zu betreiben (Fullrange Tops sind schwer zu finden).
Meistens 8 Ohm heißt weniger Leistung aber um "richtig" zu Klingen wollen die schon aufgedreht werden (75% sagt man, was nicht möglich sein wird) aber jedenfalls nicht so als Hintergrundbeschallung (oder mit Nachbarn
Als die einzig richtige Lösung wird auch von manchen Leuten der Visaton BG20 angesehen, sehe ich nicht ganz so aber es ist schon ein besonderes Stück: Dieses Chassis kostet um die 20 Euro und Ist ein Breitband-Lautsprecher mit extrem hohem Wirkungsgrad und 8 Zoll, im richtigen Gehäuse bringt er viel Bass mit und kann ohne weitere Bauteile verwendet werden was der Effizienz sehr zu gute kommt. Man könnte einen 20 Liter Kasten mit Bassreflexrohr Bauen, einen BG20 ein Blieakku und ein TPA3116 Board rein und hat einen brachial lauten Lautsprecher für unterwegs um einem Materialpreis von weniger als 100€ bei dem man noch dazu am meisten von der Akkulaufzeit rausholt. Klanglich würde er aber zumindest von einem Sperrkreis (Spule und Kondensator) profitieren, und den Schwirrkonus (der kleine Teller in der Mitte) sollte man vorsichtig mit einem Messer entfernen. So modifiziert und mit Hochtöner sogar als günstiger Hifi-Bausatz geführt
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man nicht immer das beste Rausholen muss um auch viel davon zu haben. Die meisten schönen Stunden hab ich Verbracht mit einer Kombination aus einem Bleiakku, einem TDA7498 Board und Zwei Heco Victa 200 Lautsprecher (eigentlich sehr wenig wirkungsgrad dafür nur 4 Ohm) aber durch den vollen Klang (fast schon basslastig) und dadurch das man es mit einer Hand tragen konnte, wurde es zu meinem Häufigsten begleiter. Auch die Akkulaufzeit betrachte ich als Super, ich konnte immer sorgenlos hören auch über mehrere Tage hinweg (nicht durchgehend).
Damals noch mit meinem ersten Verstärker, schon immer die erste Wahl wenn es ohne Subwoofer sein soll.
Eine weitere Besonderheit finde ich sind die JBL Control One. Auch wenn die Meinungen sehr weit auseinander gehen finde ich sie für unterwegs sehr gut geeignet, Leicht und doch Stabil kann man sie z.B.: mit einem Zurrgut super mitnehmen. Frequenzgang ist natürlich nicht linear aber das ist auch gut so, denn durch den erhöhten Grundton und die zurückhaltenden Mitten eignen sie sich wunderbar als Hintergrundbeschallung, Gespräche werden wenig gestört bei vollem Klang.
Vom Gebrauchtkauf würde ich hier absehen, die One Serie hat Saumstoff-Sicken die sich nach spätestens 10 Jahren auflösen.
Allerdings gibt es die funk Version auch Allwetter tauglich, die hat eine uv-beständige Gummisicke. also die JBL Control 2,4G AW.
Diese hab ich ohne die Funkstation am Gebrauchtmarkt gefunden , und etwas Modifiziert. Der Original Verstärker bringt etwa 30W aber hat das Funkmodul (was Strom braucht) fest verbaut und die Versorgungsspannung ist mit 19V sehr begrenzt. Also hab ich das einfach gegen ein Board von mir getauscht, mit dem TPA 3116 hab ich genug Leistung und die variable Eigangsspannnung.
Die Alte Platine schafft genug Platz für meinen Verstärker. Das Anschlussfeld für Strom und Klinkeneingang bleibt vorhanden, auch der Ausgang für den zweiten Lautsprecher befindet sich hier, und durch den fehlenden Lautstärkeregler am Verstärker brauch ich auch gar nicht mehr
die idee mit dem Bluetooth Empfänger (unten Rechts) hab ich aufgrund viel zu viel Rauschens gleich wieder begraben
Den Stecker vom Klinkenanschluss (unprofessionell) mit Wago-Klemmen auf den Audio-Eingangs Stecker Adaptiert, Strom und Lautsprecherkabel sind schon Vorhanden, somit kann alles Weiterverwendet werden: und Läuft schon mit der 12V Powerbank
Acht geben sollte man beim Aktiven Lautsprecher: der Hochtöner wird direkt von der Platine weggeführt und der Kondensator (Frequenzweiche!) sitzt am Board (erstes Bild der große Elko links unten). Dieser muss bei Neuverkabelung wieder in Serie zum Hochtöner gebracht werden, etweder durch auslöten von der Platine (verklebt auch) oder ein neuer wird besorgt (3µF sind gar nicht so leicht zu finden
Der Subwoofer ist auch ein viel diskutiertes Thema im mobilen Bereich. Eines ist klar er braucht Strom und davon gar nicht so wenig,
Aber er kann vielen Lautsprechern auch helfen, durch einen Hipass können sie deutlich entlasteter Spielen und es geht insgesamt deutlich Lauter bei mehr Tiefgang auch wenn der Sub jetzt nicht mehr ganz mit den Tops mitkommt.
Natürlich sollte er gut Wirkungsgrad haben und auch mit weniger zurechtkommen (den 1000W Subwoofer lässt man lieber im Auto
Ich hatte noch ein altes Pa Set (MPA Milly) die Tops Klangen nicht und der Woofer war viel zu groß und schwer, der Verstärker auch schon hinüber. Alles was blieb war ein Günstiges 12 Zoll Pa Chassis, wie es heute z.B.: von Thomann käme.
Das Gehäuse hab ich ausgemessen und das innere Volumen sowie das vom Bassreflexkanal beibehalten und so umgestaltet, dass die Frontfläche möglichst kein ausfällt. 12mm Multiplex (glaube Birke) finde ich den besten Kompromiss aus Stabilität und Gewicht, ordentlich Verstrebt mit Doppelung für Front und Haltegriffe ist das bei weitem Stabil genug
Ich kann nicht sagen das es Unfug wäre. Er bringt merkbar Bass, durch das kleine Pa Chassis nicht besonders Tief aber er haut unglaublich guten Nutzbass um die Ohren und das mit einer beachtlichen Effizienz. Somit kommt er auch mit den "paar" Watt die der Verstärker Liefert schon gut Klar, in meinem Fall war es die Blaue Patine mit TPA3116 und 2 Bleiakkus auf 24V. Die Lautesten Lautsprecher die ich damals hatte waren die JBL Control 5. Das hat sehr guten Klang geliefert mit weit mehr als Zimmerlautstärke
über Viele Stunden hinweg (die Ganze Nacht auf "Laut" mit Licht und einmal Akku wechseln). Mit denen und dem Verstärker oben drauf konnte man das genau auf einer kleinen Klapprodel festzurren und mitnehmen
Weiterer Vorteil wenn der Subwoofer Passiv ausgeführt ist: Am weg dorthin wird er im Auto einfach Angeschlossen und knallt da schon schön.
Das Thema Lautsprecher ist natürlich das mit den meisten Möglichkeiten, hier finde ich kann man sich einfach Trauen und etwas Ausprobieren, auch vermeintlich schlecht geeignete können genau den Klang liefern den man gerade sucht
Ein Projekt hab ich noch gar nicht Vorgestellt, es war mein Erster Verstärker für unterwegs
Es sollte die Möglichkeit geben auch einen Subwoofer zu betreiben mit dem Schalter war somit die Blaue Platine Prefekt. 2 12V Bleiakkus mit 7 Ah liefern den Saft. Ich hab eine fertige Platte mit Kapazitätsanzeige und vier Schaltern verwendet um Lade und Netzanschlussbuchse und den Klinkenanschluss erweitert. Als Holz hab ich wieder 12mm Sperrholz verwendet.
Die Front vom Verstärker darf durch die Potis natürlich auch nicht dick werden, ein ausgeschnittenes Stück aus einer dünnen Plastikdose schafft hier Abhilfe.
So Kompakt wie möglich und mit dem Griff oben noch leicht zu tragen trotz 4 Kg Akku.
Wie man schon sieht wird es ein ziemliches Kabel Gefummel, den größten Fehler hab ich mit den billigen Steckverbindern für die Kabel gemacht: kein Werkzeug deswegen jeden Sorgfältig mit Zange und Schraubendreher gebogen dann ist das Ding so dünn das es abbricht beim versuch es wo draufzustecken
Für die 12V vom Usb Adapter hab ich eine "Mittelpunkt-Anzapfung" vom ersten Akku weg gemacht, was scheinbar ohne Balancer keine gute Idee war (das nur einen Akku entladen hat ihm nicht geschmeckt
Der hat mir auch schon sehr viele schöne Stunden beschert und ich hab ihn auch schon viele Km und Höhenmeter getragen
Abschließend hab ich noch ein paar Tipps und Dinge die ich schon Lernen durfte:
- Es macht Sinn einen Hauptschalter zum Akku an einer Versteckten stelle zu machen (oder Schlüsselschalter) um gegen unbeabsichtigtes Einschalten abzusichern.
- Sichert euren Akku gleich am Anfang der Plus Leitung ab. ein Kurzschluss kann schlimme folgen haben (Li-Ion sogar Lebensgefähliche) .
- Die Potis am Verstärker sind genau wie viele Schalter wirklich nur für ganz dünne Platten geeignet das sollte bei der Planung schon bedacht werden.
- Auch geeignet für den Bau sind einfache Plastikdosen (Lebensmittel) sie bringen die dünnen Wände schon mit, und sind Leicht. Akkus können z.B.: mit Kabelbinder befestigt werden, eine Bastellösung aber funktionell und Sparsam
. - Als Schalter empfehlen sich On-Off-On Modelle mit ihnen kann der Verstärker zwischen Netzteil und Akku-Betrieb umgeschaltet werden ohne, dass sich die Spannungen in die Quere kommen (z.B.: Laptop Netzteil und 12V Akku).
- Lieber keine "Mittelpunkt-Anzapfung" ohne Balancer versuchen
für 12V lieber einen Step-Down Converter verwenden. - So ein kleiner Verstärker ist für viele Anwendungen auch zuhause abolut ausreichend. So könnte man sein "Küchenradio" einfach mit auf die Terasse nehmen usw.
- Ein Verstärker ohne Lautstärke Regelung darf natürlich nur mit Quellgerät welches so etwas mitbringt verwendet werden
. - Die Vertriebswege der kleinen Verstärker sind ja bekannt, aber zubehör wie Schalter und Steckverbinder holt man besser beim Elektronikmarkt (Reichelt, Neuhold) dort passen Preis und Qualität auch zusammen.
Vielen Dank fürs Lesen falls ihr bis hierher gekommmen seid
Über weitere Ideen würde ich mich freuen und auch wenn ich euren Basteldrang angeregt habe.
Also dann alles gute und, Good Bastel!
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