Core2Duo E6600 ersetzen mit Llano, AM3 oder Sandy Bridge für Office und Media?

ThommyDD

Lt. Commander Pro
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Hallo allerseits,

für einen Freund bin ich dabei, einen neuen PC zusammenzustellen. Die letzten 10 Jahre habe ich für eigene Rechner immer AMD-CPUs genommen und bin gut damit gefahren, doch nun komme ich ins Grübeln, da die Intel-CPUs zum Teil recht günstig geworden sind und doch deutlich schneller sein sollen.

Folgende Ausgangsbasis: Fujitsu-PC mit Core2Duo E6600 S775 (2x 2,4GHz), 2x 512MB RAM, Radeon HD 3450 256MB, 500GB HDD, DVD-ROM, DVD-Brenner

Der Rechner ist mittlerweile auch für den normalen Hausgebrauch (Internet, YouTube, Skype, Facebook, Fotos, Videos ...) zu schwach. "Richtige" Spiele müssen nicht drauf laufen, Video- und umfangreichere Fotobearbeitung auch nicht. Für den Fall der Fälle sollte nur die Aufrüstmöglichkeit gegeben sein.

Meine erste Überlegung war, nur den Speicher aufzurüsten, denn der ist der offensichtlichste Flaschenhals, doch mehr als 2x 1GB gehen auf dem Board nicht. Für ein neu zu installierendes Windows 7 ist das genauso knapp wie für das bestehende Vista, für das obendrein der Support ausläuft. Und es lohnt eigentlich keine Neuinstallation auf einem System, das absehbar ohnehin nicht genügt. Nun ergeben sich mehrere Szenarien:

1. Die prinzipiell ausreichende CPU weiterverwenden, aber ein anderes Board dazu (evtl. gebraucht?), möglichst mit HD-IGP und mindestens 4GB RAM, auf moderne Technologie wie USB 3.0 oder SATA 6GBit/s müsste man dabei aber verzichten.

2. Neue Plattform mit IGP, USB 3.0, eSATA

a) Llano-System mit A4-3400 auf ASRock A75 Pro4 und SATA-DVD-Brenner für rund 165 Euro

b) AM3-System mit Athlon II X2 260 auf ASUS M5A88-V EVO für 145 Euro; hat alles, was man so brauchen könnte, lässt sich mit Box-Kühler erfahrungsgemäß locker mit 3,7GHz betreiben und/oder ordentlich untervolten

c) Sandy-Bridge-System mit Pentium G620 und ASUS P8H67-M Evo Rev. 3.0 für ca. 150 Euro; nur µATX

d) Sandy-Bridge-System mit Celeron G530 auf ASRock H67M-GE B3 und SATA-DVD-Brenner für ca. 140 Euro; nur µATX

Dazu kämen dann noch 4 oder 8GB Speicher DDR3-1333 und evtl. eine Crucial m4 64GB SSD als Systemlaufwerk (bringt meines Erachtens mehr als ein schneller Prozessor).

Aus Gründen der Vielseitigkeit und des Preises tendiere ich momentan zu Option 2b. Wären 2a, c und d so viel schneller (und im vorgesehenen Anwendungsfall auch nutzbar), dass man dafür die schlechteren Erweiterungsmöglichkeiten akzeptieren könnte (c, d) oder den Aufpreis zahlen sollte (a)? Oder ist der billigste Weg (1) gar nicht mal so schlecht? Es geht eben nicht nur um die einzelne Komponente CPU, sondern ums davon abhängige Paket, und da fällt die Auswahl gar nicht so leicht.

Grüße,
Thomas
 
Ich würde Dir klar für nen Office Rechner zu ner AMD Llano APU raten. Die Dinger reichen, auch aufgrund der relativ brauchbaren Grafikleistung, wirklich zu empehlen. Hier wäre ein A6 sicher die richtige Wahl.
 
Peiper schrieb:
1. http://geizhals.at/deutschland/?do_compare=+Vergleichen+&cmp=522083&cmp=545403

Das MSI wäre günstig und das Asrock hat schon einen USB3
Wenn der Prozessor langt wäre sollte das ausreichen.
Danke für den Tipp! Das sieht schon mal nicht schlecht aus. Ich habe das nochmal durchkalkuliert, Llano und Sandy Bridge (mit sehr günstigem Board und A4 bzw. Celeron, also wirklich preisoptimiert) wären insgesamt satte 100 Euro teurer als diese Option, wirkliche Renner kämen noch deutlich teurer. Das L775-System wäre damit zwar weniger "zukunftssicher", allerdings sind 100 Euro eine Menge Holz und praktisch schon ein komplettes Board der übernächsten Generation, wenn man es denn dann braucht.

Beim Computerkauf zählt ja eigentlich, dass man nicht mehr als unbedingt nötig kaufen sollte, weil es das, was man später braucht, dann besser und günstiger gibt. (Ausnahmen bestätigen die Regel. ;) Wäre das ursprüngliche System gescheit konfiguriert, hätte es einfach mehr Speicher getan. Sch***-OEM-Zeug. :grr:) Und nicht zuletzt gäbe es auch für den L775 noch deutlich knackigere CPUs bis hin zu Core2Quad, und PCIe x16 ist auch drin. Das AM3-System wäre immer noch 70 Euro teurer und brächte außer (vorerst) ungenutzten Zusatzoptionen kaum Mehrwert.

Ich werde mit meinem Freund nochmal Rücksprache halten, aber unter den gegebenen Umständen bleibt es wohl beim alten Prozessor auf einem neuen, wenngleich altmodischen Board. Das gesparte Geld wandert dann sicher besser in eine SSD.

Grüße,
Thomas
 
Gute Abend,

eine kurze Frage da ich auch mit dem Gedanken spiele meinen E6600 in Rente zu schicken.
Wie ist denn der Stromverbaruch einer Sandy-Bridge CPU bspw. i7-2600k gegenüber meinem E6600? Müsste ich bei nem Wechsel von Board, CPU und RAM ein neues Netzteil mit einplanen?
Läuft zurzeit alles an einem 400W Aopen.

Mfg
 
Der E6600 ist mit einer TDP (Thermal Design Power - wird als Obergrenze für die vom Kühler abzuführende "Verlust"wärme angegeben und entspricht logischerweise dem maximal zu erwartenden Stromverbrauch der CPU, wobei die Angabe eine Leistungsklasse darstellt und der tatsächliche Wert in der Regel weit darunter liegt, zwischen diesem Wert und dem Wert der nächstniedrigeren Klasse) von 65W angegeben. Im Datenblatt jedes Prozessors (oder z. B. bei Wikipedia) finden sich diese Angaben. Das ist in erster Linie für die Kühlerauswahl wichtig, sofern man nicht den mitgelieferten Box-Kühler verwendet.

Mit Werten von maximal 140W für die größten Stromverschwender unter den CPUs ist die CPU aber in der Regel nicht das ausschlaggebende Bauteil fürs Netzteil. Diese Rolle kommt der Grafikkarte zu. Leistungsstarke Modelle (in Relation zu den zeitgenössischen Alternativen) ziehen bis zu 300W, und wenn man deren zwei im System hat (Crossfire bzw. SLI), entsprechend das Doppelte.

Weiterhin sagt die reine Watt-Angabe nichts über die Tauglichkeit des Netzteils. Entscheidend ist in jüngerer Zeit die Leistung der 12V-Leitung geworden. Alte Netzteile bieten da manchmal zu wenig, zugunsten der an Bedeutung gesunkenen 5V- und 3,3V-Leitung(en). Für eine recht starke CPU bis 100W TDP und eine Mittelklasse-Grafikkarte bieten aber die meisten Netzteile genügend Leistung. Der Aufdruck am Netzteil gibt Aufschluss: zwei 12V-Leitungen mit jeweils mindestens 18A und zusammen mindestens 30A sind für Durchschnitts-PCs völlig ausreichend. Wenn der ATX-Mainboard-Anschluss 24 Pole hat und noch der 4-polige CPU-Power-Anschluss dabei ist, gibt es keine Probleme, meistens reicht sogar der 20-polige ATX-Anschluss in Kombination mit dem 4-poligen CPU-Anschluss. Der 8-polige CPU-Anschluss ist fast immer unnötig. Es lohnt sich übrigens nicht, blind völlig überdimensionierte Netzteile zu kaufen, da der Wirkungsgrad mit fallender Auslastung drastisch abnimmt und der Aufpreis auch völlig unnötig ist. Dafür lohnt sich ein Gerät der renommierten Marken, da die Absicherung im Fehlerfall besser ist. (Ich selbst habe mir durch eine kaputte Festplatte mit einem billigen Netzteil schon einen kompletten PC zerstört, inkl. Mainboard und opt. Laufwerken.)

Grüße,
Thomas
 
Zunächst einmal vielen Dank für die ausführliche Antwort, jedoch hilft sie mir nicht soo sehr weiter;-)

Mir ist klar, dass die TDP nichts mit der realen Leistungsaufnahme zu tun hat und man dementsprechend auch nicht zwangsläufig schlussfolgern kann, dass ein i7-2600k mit einer TDP von 95W mehr Strom benötigt als der E6600 mit 65W.
Dachte vielmehr, dass vielleicht jemand einen Test o.Ä. kennt, wie der reale Stromverbrauch der beiden CPUs einzuschätzen ist.
Hier auf computerbase gibt es zwar Messungen, jedoch lassen sich so meist nur die aktuelle CPU-Generation mit der vorherigen vergleichen, während das bei älteren Modellen (auch aufgrund des unterschiedlichen Setups) nicht der Fall ist.

Auf Basis dieses Ergebnisses hätt ich dann in etwa einschätzen können, ob ein neues Netzteil zwingend erforderlich ist, oder ob der i7-2600k vielleicht sogar weniger Strom braucht als der E6600.

Mfg
 
Gehe mal davon aus, dass der i7-2600K unter Vollast mehr braucht. Würde er weniger brauchen, hätte er die niedrigere TDP-Einstufung, ganz eindeutig.

Deine Grafikkarte ist mit 126W TDP angegeben, was sich etwa mit dem realen Verbrauch deckt. http://www.hartware.de/review_768_12.html Geht das alles über die 12V-Leitung, sind das gut 10A. Beim 95W-i7 wären es maximal 8A. Dazu braucht noch der Chipsatz ein bisschen, die Festplatten, Erweiterungskarten ..., das sind auch nochmal 3A über den Daumen gepeilt. Mit einer einzelnen 25A-12V-Leitung würde es wohl etwas knapp, wenn das Netzteil die Belastung nicht stabil verkraftet. 30A an 12V würden aber dicke reichen. Was hat denn dein Netzteil konkret? Ohne genaue Angaben kann keiner einschätzen, ob es reicht.
 
Sind zwei getrennte 12V Leitungen mit 15A bzw. 14A!
 
Wie sieht es mit der Kombination beider Leitungen aus? Schaffen die auch wirklich die Leistung, wenn schon die andere voll belastet ist? Mein 385W-Netzteil bspw. hat zwei 20A-Leitungen, jedoch dürfen beide zusammen nur mit maximal 30A belastet werden. Wenn eine bei 20A liegt, die andere also nur mit 10A.

Den i7 mit deiner jetzigen Grafikkarte wird das Netzteil aber sicher schaffen, wenn beide Leitungen zusammen voll belastet werden dürfen. Eine Monster-Grafikkarte darf es dann aber nicht mehr werden.
 
Der E6600 ist nicht zu langsam, der ist sogar noch sehr schnell für das Aufgabengebiet. Daher rate ich dir ab von einem Neukauf.

2 GB einzubauen und Windows 7 sollte doch deutlich mehr Performance bringen. Auch eine SSD bringt einen Massiven Performanceschub (mehr als ein neuer PC ohne SSD)
Windows 7 läuft übrigends sehr rund mit 2 GB (aus eigener erfahrung)
 
Keine Ahnung, die combined-Leistung wird nirgends angegeben.
 
Gut. Wenn da nichts anderes steht, dann kann jede Leitung wie angegeben belastet werden. 29A sind bei 400W durchaus realistisch, wie das Beispiel meines Netzteils zeigt. Die CPU ist damit gar kein Problem, da ginge sicher auch ein 140W-Modell (ohne weitere Übertaktung). Nur mit der Grafikkarte musst du aufpassen. Eine mit zwei zusätzlichen Stromanschlüssen kannst du nicht nehmen, maximal 1x 6-Pin.
 
Die wird erst zusammen mit einem Netzteil gewechselt.
Jetzt lass ich mir das ganze erstmal noch durch den Kopf gehen, aber vielen dank für die Hilfestellung!
:)
 
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