Das Genie Buckminster Fuller

Habt ihr schon vorher von Fuller gehört?

  • Ja, ich kenne auch seine wichtigsten Erfindungen

    Stimmen: 1 4,5%
  • Ja, ich habe den Namen mal gehört

    Stimmen: 4 18,2%
  • Nein

    Stimmen: 17 77,3%

  • Umfrageteilnehmer
    22

Photon

Rear Admiral Pro
🎅Rätsel-Elite ’24
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Apr. 2006
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5.534
Angeregt durch den Thread über Nikola Tesla möchte ich einen ähnlichen Thread über einen weiteren weniger bekannten aber nicht weniger genialen Wissenschaftler starten, Richard Buckminster Fuller.

Fullers Name findet man im Wort "Fullerene", Nanostrukturen aus Kohlenstoff (unter anderem die berühmten Nanoröhrchen). Fuller selbst ist aber vor der Entdeckung des ersten Fullerens C60 gestorben, hatte also mit Nanotechnologien nichts zu tun. Er beschäftigte sich mit Architektur und wurde durch seine geodätische Kuppeln berühmt. Diese Kuppeln haben einige interessante Eigenschaften:

Wiki schrieb:
Geodätische Kuppeln zeichnen sich durch ihre großartige Stabilität (Erdbebensicherheit) und ihr günstiges Verhältnis von Material zu Volumen aus. Als Lebensraum bieten sie Vorteile die sich durch natürlichere Schallverteilung und Luftzirkulation darstellen. Geodätische Kuppeln bieten ausgezeichnete Hellhörigkeit. Die Kugelform ermöglicht außerdem eine konstante Sonnenbestrahlung während des ganzen Tages sowie die Möglichkeit Fenster nach Belieben zu verteilen. Aus Metallrohren mit abgeflachten Enden kann relativ leicht ein geodätisches Zelt verschraubt werden.

Anmerkungen meinerseits: Das Verhältnis Material/Volumen also auch das Verhältnis Kosten/Volumen sinkt mit steigender Größe! Je größer so eine Kuppel ist, umso billiger ist es also sie zu bauen. Außerdem haben die Kugeln geniale Eigenschaften in Sachen Wärmeisolation.

Aber die Kuppeln und all die anderen Erfindungen Fullers sind ihm selbst zufolge nur Nebenprodukte seiner Suche nach Mitteln und Wegen, das Leben der Menschheit effizienter zu machen:

Wiki schrieb:
Er wirkte als Designer, Wissenschaftler, Forscher, Entwickler und Schriftsteller und propagierte dabei schon frühzeitig globale und kosmische Sichtweisen, z. B. in Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde. Mit der Frage nach der „Integralfunktion des Menschen im Universum“ warf er die Frage nach dem Sinn menschlichen Lebens auf moderne Weise auf. Seine in späteren Jahren entwickelten Methoden und technischen Konstruktionen versuchen Minimalprinzipien in den Bereichen der Technik fortzuentwickeln, um damit zur Vermeidung des „kosmischen Bankrottes“ der Menschheit Mittel zur nachhaltigen Fortentwicklung unserer Zivilisation bereitzustellen. Diesem Zweck diente auch die Propagierung des World Game, das – im Gegensatz zu Konfliktsimulationen – praktisch aufzeigen sollte, wie spontane Kooperation das Leben aller Menschen verbessern kann.

Leider wurde seine Ideen nicht umgesetzt. Die Kuppeln wurden vereinzelt gebaut und erstaunten durch ihre guten architektonischen Eigenschaften, aber wie man merkt sind unsere Häuser immer noch quaderförmig. :) Auch seine anderen Ideen wie das Dymaxion-Auto wurden nie verwirklicht. Echt schade, wie die Menschheit mit den Errungenschaften ihrer Genies umgeht...
 
Sehr interessant.
Danke für den kleinen Bericht.
Werde mich mal etwas mehr mit diesem Menschen befassen.
Leider kannte ich ihn bisher nicht.
 
Danke für das Feedback. :) Wie die Umfrage zeigt, kennt man Fuller wirklich ziemlich wenig, echt schade. Aber naja, ich kannte ihn ja selbst bis vor Kurzem noch nicht, deswegen sollte ich nicht meckern. :D
 
Das ist nicht der Einzigste der Revolutionäres vollbrachte und nur wenig bekannt ist.
Was ich nur noch anmerken wollte:
Um so größer die Kuppeln werden, um so kosteneffizienter sie zu bauen aber ab eines gewissen Punktes kehrt sich das Ganze um.
Zudem sinkt die Stabilität. :)
 
Gelesen habe ich das nirgens, denke ich mir aber so. :D
Zumindest finde ich es rein logisch da die Baumaterialien größere Belastung aushalten müssen, was eine Neuentwicklung derer zur Folge hat und die Spannweite, welche eine größere Dicke der Hülle zur Folge haben müsste. Zudem noch die Verbindungsmaterialien und der Aufwand es wärend des Baus zu stützen.

Auf irgendeiner Urlaubsreise hat das auch mal ein Reiseführer gemeint.
Weiß leider weder wo, noch wann. Um so größer um so anfälliger.
Es sei denn sie wäre aus einem Stück gegossen, was bei kleineren der Fall ist.

Tja ob nun meine Überlegung richtig oder falsch ist weiß ich selbst nicht genau. :D
Erklären kann ich es mir nur logisch...
 
Ah verstehe. Siehste das hätte ich nicht gedacht.
Hätt ich blos nicht auf den Reiseleiter gehört, denn seitdem glaubte ich das. :D

Dennoch denke ich das die Kosteneffizienz mit der Größe abnimmt.
Denn selbsttragend ist es erst im fertigen Zustand.
 
Diese Reiseführer sollten sich lieber auf Geschichtliches beschränken. :D

Naja, so kompliziert zu bauen sind die Teile auch nicht: http://en.wikipedia.org/wiki/Geodesic_dome#Advantages_of_domes

The basic structure can be erected very quickly from lightweight pieces by a small crew. Domes as large as fifty meters have been constructed in the wilderness from rough materials without a crane.

Glaube auch irgendwo gelesen zu haben, dass die Kosteneffizienz mit der Größe zunimmt, aber finde es gerade nicht mehr. :(
 
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