Datenspeicherung IPS und Webseiten

SnowDlight

Cadet 3rd Year
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Wenn ich mit einer VM webseiten wie computerbase, bild, ebay, prosieben etc. besuche: wird dabei die mac gespeichert?
kann sie denn gespeichert werden wenn man mit vm surft?
 
Wer glaubst du speichert die denn? MAC-Adressen sind außerhalb des lokalen Netzwerks nicht mehr sichtbar, außer die von deinem Router, die kann dein Internetanbieter sehen aber sonst niemand.

Die IP-Adresse die dein Internetanschluss hat hingegen kann jeder sehen dem du von deinem Internetanschluss aus Daten schickst. Völlig egal ob von Rechner, Handy, VM oder einem Internet-verbundenen Toaster ausgelöst. Solange es über deinen Internetanschluss verbindet kann die Webseite deine IP sehen.
 
in der vm, nach dem neustart, werden keinerlei daten gespeichert. das ist auch der sinn eines vm.
ausserhalb des vm, auch dein surfverhalten, zeichnet dein provider diverse sachen auf, sogenannte "datenspeicherung", egal ob du über VM, über händy, mit xp-rechner, mit rauchzeichengenerator... ins internet gehst.
 
können cookies die von den webseiten gestellt werden nicht die daten ausspähen unter anderm die mac?
 
Damit die MAC-Adresse im Cookie gespeichert werden kann, muss man im Browser Zugriff darauf haben. Das geht jedoch nicht, siehe z. B. MAC addresses in JavaScript. Außer natürlich, es gäbe eine Sicherheitslücke...
 
chrigu schrieb:
in der vm, nach dem neustart, werden keinerlei daten gespeichert. das ist auch der sinn eines vm.
Hm? Seit wann speichert eine VM keine Daten? Ein WriteFilter wie zB EWF würde beim Neustart den Zustand vor den Änderungen wiederherstellen, aber das steht auf einem anderen Blatt. Ich bin mir gar nicht sicher ob der EWF überhaupt in einer VM funktionieren würde. Grundsätzlich speichert eine VM Daten wie ein normales System auch. Oder wolltest du auf etwas anderes hinaus und ich habe dich falsch verstanden?


@TE: Prinzipiell ist eine VM ebenso verwundbar wie das Host-System. Auch eine VM kann sich einen Virus einfangen, auch eine VM kann über beliebige Mechanismen ausgespäht werden. Die Sicherheit der VM besteht darin, dass man zB persönliche Daten wie zB die Steuererklärung, etc. auf dem Host-System speichert und dann in einer mehr oder weniger nackten VM zB im Internet surft. Selbst wenn sich in der VM Malware einnistet, sieht sie nur die VM, die virtuellen Geräte und die .. .. nicht vorhandenen Daten (da die VM ja "nackt" ist). Wenn du natürlich in der VM ebenfalls deine Steuersoftware installierst und kritische Daten ablegst, können auch diese im worst case kompromittiert werden. Hat die VM das Netzlaufwerk vom NAS angebunden, kann zB Ransom-Ware auch das NAS verschlüsseln und dir so in die Suppe spucken. Es ist für Malware auch kein Thema mehr, zu erkennen ob sie in einer VM läuft oder nicht.

Prinzipiell ist es relativ unwahrscheinlich, dass ein Virus von der VM auf das Host-System überspringt. Durch die VM-Umgebung hindurch ist das nahezu unmöglich, da die VM-Umgebung explizit keine privilegierten Befehle im Host-System ausführen darf. Aber auch hier sind wieder die Datenverbindungen ein potentielles Einfallstor. Wenn man zB regelmäßig Daten zwischen VM und Host hin und herschiebt und zB einen lokalen Share-Folder angelegt hat, könnte Malware dort Dateien infizieren und später im Host-System vom Anwender ausgeführt werden und die Sache ist gegessen...

Eine VM ist also nicht per Definition "sicher". Es kommt darauf an wie man mit der VM umgeht. Wegwerf-VMs, also die beschriebenen nackten VMs, können relativ wenig anrichten. Nutzt man dagegen eine VM regelmäßig, um zB in altes Windows-XP System nachzubilden und veraltete Software auszuführen, ist das Risiko kaum geringer als wenn man einen echten PC mit Windows-XP bespielt und ins www geht.
 
eine virtuelle maschine ist im prinzip ein "betriebssystem im ram". so gesehen ist alles was IM vm passiert "volatil". oder verstehe ich deine anmerkung nicht?
 
Naja, das kommt darauf an. Eine VM kann sehr wohl persistent sein bzw. ich setze ausschließlich persistente VMs ein. Ich arbeite mit VMs, um zB verschiedene Software-Versionen, die sich auf demselben System beißen würden oder gar verschiedene Betriebssysteme erfordern, zu betreiben. Diese VMs haben virtuelle Festplatten und dort werden auch sämtliche Daten gespeichert wie das Host-System es tun würde, inkl. Cookies, installierter Software, etc. Allerdings haben meine VMs weder Internet- noch Netzwerkzugriff, die einzige Verbindung nach "außen" - aka das Host-System - ist der Shared-Folder von VMWare, über den ich zB Projekt-Dateien (zB WinCC) transferiere. Dennoch werden sämtliche Daten und Änderungen an der VM - zB neu installierte Tools - auch bei einem Neustart übernommen. Cookies wären ebenfalls drauf sofern sie nicht explizit gelöscht würden.

Auf Host-Ebene kenne und arbeite ich zB mit dem EnhancedWriteFilter von MS, der etwaige gespeicherte Daten nur temporär in einem Overlay speichert und beim Neustart verwirft. Persistente Änderungen muss man explizit über einen "Commit" übernehmen (Overlay --> HDD). Keine Ahnung ob es sowas auch bei VMs gibt oder ob man VMs sogar von vornherein so einstellen kann, dass sie vom ursprünglichen Snapshot aus starten? Keine Ahnung, so sehr habe ich mich damit auch noch nicht beschäftigt.


Ich vermute mal du meinst eher Live-Systeme wie zB ein Live-Linux von CD oder auch vom USB-Stick. Diese arbeiten in der Tat nur im RAM bzw. nutzen teilweise auch unpartitionierte Bereiche von HDDs, wenn ich mich nicht irre. Die Daten vom installierten Betriebssystem fassen sie jedoch nicht an. Ein Live-Linux (mit Windows geht das meines Wissens nach auch) ist tatsächlich ziemlich sicher, sofern man auch dort nicht explizit die Festplatte(n) als Laufwerke mountet und so wieder eine Datenverbindung und damit ein potentielles Einfallstor herstellt. Wobei das bei Linux --> Windows eher unkritisch ist, weil ein potentieller Virus ja sowohl Linux als auch Windows befallen müsste ;)


*edit
Hab gerade mal etwas gegoggelt. Ich nutze VMWare Player, der kann sowas nicht, aber die VMWare Workstation kann wohl so eingestellt werden, dass eine VM immer auf den ursprünglichen Snapshot zurückgesetzt wird. In diesem Falle würden tatsächlich alle Änderungen in der VM beim Neustart verworfen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
chrigu schrieb:
in der vm, nach dem neustart, werden keinerlei daten gespeichert. das ist auch der sinn eines vm.
chrigu schrieb:
eine virtuelle maschine ist im prinzip ein "betriebssystem im ram". so gesehen ist alles was IM vm passiert "volatil".
Wat? Verwechselst du eine VM mit einer Sandbox, einem Live-System (wobei die auch persistenten Speicher verwenden können) oder so? :freak:
 
achso, es gibt zwei arten von vm.. das war mir unbekannt. vielen dank für die aufklärung
 
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