[Debian] 4TByte Partition auf NAS möglich?

Creeed

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Ich hab hier einen QNAP TS-210 rumstehen auf den ich mir Debian Squeeze installieren will weil ich einen kleinen Server brauche für Downloads und anderen Kleinkram im Netz. Verbaut sind 2 2TB SATA Platten die ich in RAID 0 laufen lasse. Ja, ich kenn die Risiken von RAID 0.

Wenn ich die Platte partitionieren will stoße ich auf ein Problem.
Partitionen wie folgt

/boot 100MB
/ 5GB
/freigabe Rest
/swap 500MB

Wenn ich die 3. Partition formatieren will krieg ich eine Fehlermeldung dass die Partition nicht erstellt werden kann. Versucht hab ich ext3/4, btrfs und xfs. Immer wieder kommt die Fehlermeldung, ich hab bei Google ein wenig gesucht, aber mein englisch ist quasi nicht vorhanden.

Kann mir da jemand mit ner guten Idee helfen?
 
Ich rat mal ins blaue hinein: ist das die hdd mit GPT formatiert? GPT ist bei HDDs für >2 TB notwendig. Verwendest du auch GParted zum partitionieren? Der bislang verwendete partitionsmanager unterstützt kein GPT.
 
Ich hab mit dem Partitionierungstool der Installationsroutine partitioniert. Dann werd ich das heute abend mal probieren, mal sehen wie ich das machen kann.
 
Erst mal hinkriegen. Kann man im laufenden Betrieb die Platten umpartionieren und dann nochmal die Installation aus dem Flashspeicher anstoßen? Sry für die dummen Fragen, aber bei Linux bin ich nicht mehr so firm. Meine Ausbildung in der Richtung ist ein wenig her...
 
Was meinst du mit im laufenden betrieb? Du kannst mit GParted auch aktive partitionen bearbeiten, zumindest soweit ich weiß. D.h. du könntest linux installieren und nachträglich die größe der jeweiligen partitionen ändern. Das selbe geht auch wenn du eine live cd startest und dann partitioniert.

Grundsätzlich macht MixedRaid jedoch probleme mit linux bzw die unterstüzung ist ein bissl hakelig. Deine hdds werden als eine in form von /dev/mapper/ angezeigt? Wenn du nur linux einsetzen möchtest, würde ich eher empfehlen, das raid im NAS aufzulösen und bei der linux installation ein linux software raid (-> LVM) anzulegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Entweder GPT zur Partionierung verwenden (falls es die Bootfestplatte ist setzt es voraus, dass dein BIOS das unterstützt -> UEFI), oder mehrere 2000GB Partitionen mit "alter Partitionierung" erstellen, per LVM verbinden und daraus die große Platte erstellen.
Ergänzung ()

Creeed schrieb:
EKann man im laufenden Betrieb die Platten umpartionieren und dann nochmal die Installation aus dem Flashspeicher anstoßen? Sry für die dummen Fragen, aber bei Linux bin ich nicht mehr so firm. Meine Ausbildung in der Richtung ist ein wenig her...

Ich hab es noch nicht ausprobiert ob es auch bei einer gemounteten Festplatte geht. Aber meine Vermutung ist JA. Allerdings solltest du dabei nicht unbedingt auf GPT umstellen.

Wozu neu installieren? Du brauchst die neue(n) Partition(en) doch nur über /etc/fstab einbinden.
 
IceMatrix schrieb:
Entweder GPT zur Partionierung verwenden (falls es die Bootfestplatte ist setzt es voraus, dass dein BIOS das unterstützt -> UEFI), oder mehrere 2000GB Partitionen mit "alter Partitionierung" erstellen, per LVM verbinden und daraus die große Platte erstellen.
.

Ich bezweifle dass der hier ein UEFI hat.

Sry wenn ich gerade wie ein Dorfdepp rüberkomme, aber Linux ist mal nicht so meine Domäne, leider.
Ich habe das Standardsystem von QNAP installiert auf dass ich per Putty zugreifen kann damit ich Debian installieren kann. Im Prinzip will ich diesen Guide abarbeiten. Ich musste mir nur die Sourcen für den Installer anpassen damit er die Daten findet. Ich hab den Installer jetzt im Flashspeicher und beim nächsten Start legt der los und bringt beim einrichten der Partitionen den beschreibenen Fehler. Ich wollte den RAID hardwaremäßig aufbauen, SoftwareRAIDS hab ich mal schlechte Erfahrungen gemacht, ist aber schon länger her, lass mich da gerne zu überreden.

Mal sehen ob ich das jetzt richtig zusammenkriege. Ich richte also bei der Installation einem SoftwareRAID ein und binde sda0 und sda1 ein. Das resultierende Volumen partitionier ich ganz normal in die primären und logsichen Laufwerke die ich brauche.

Noch ne dumme Frage, welches Filesystem? Auf dem Teil werden nur die Ordner der Mitarbeiter zwischengespeichert vorm Backup. Unser script bastelt da eine große Datei draus und legt die dann ab. Durchschnittlich 200-500 MB groß.


File:Qnap-Debianinstaller-Partitionierung5.jpg
 
Linux benötigt kein EFI um mit GPT und >2 TB festplatten klarzukommen. Soweit wie ich das verstehe, bezieht sich das auch auf die systempartition - aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

Als filesystem würde ich ext4 verwenden. Btrfs ist noch experimental, soll heißen, da gibt es noch nicht ausreichend tools um z.B. daten im notfall zu backupen.

Und von hardware raid kann man vermutlich nicht reden, die onboard controller von den üblichen mainboards und vermutlich auch von den nicht hochpreisigen NAS verwenden ein software raid, welches vom bios gesteuert wird. Mit solchen MixedRaid (auch als FakeRaid bezeichnet) systeme KANN es bei linux zu problemen kommen. Aber heutzutage sollte auch das großteils gehen.
 
Linux selbst braucht natürlich kein EFI. Aber das BIOS ggf. schon, wenn es von einer Festplatte booten soll, die mit GPT partitioniert wurde.
 
Ja, aber Creed hat ja eine eigene bootpartition eingerichtet. Insofern sollte das funktionieren. GPT hat ja noch MBR vorgeschalten und man kann bis zu zwei? "MBR fähige" (vom normales bios bootbare) partitionen erstellen.
 
So, wollte mal kurze Rückmeldung geben. Gestern hatte ich endlich mal Zeit die Installation durchzuführen. Hat jetzt einwandrei funktioniert. Ich habe ein LVM aus beiden Festplatten gemacht und nach den Angaben im ersten Post partitioniert. Installation lief fehlerfrei. Samba zuckelt gemütlich vor sich hin, der Downloadmanager funktioniert inzwischen auch dank screen, x11vnc und einem VNC-Client auf meinem Desktop.

Ergebnis: Ein netter kleiner Server der unseren Atom ersetzen wird. Er ist zwar langsamer, aber Rechenleistung muss er ja nicht bringen.
 
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