Der Lauf-Thread - Training, Ausrüstung, Wettkämpfe

linkser

Admiral
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Irgendwie kommt in dem Fitness/Krafttrainings Thread immer mal wieder das Thema Laufen/Joggen hoch. Da ich selber nun nix mit Krafttraining am Hut habe und es ja durchaus ambitionitiere Läufer hier zu geben scheint, ist mir in den Sinn gekommen, dafür nen Extra Thread aufzumachen, in dem man noch mehr diskutieren kann und nicht die Lauf Diskussion nach 2-3 Posts wieder Richtung Muckibude lenkt.


Was habt ihr für Lauf-Erfahrung? Lauft ihr nur als Ausgleich für andere Sportarten? Nehmt ihr an Wettkämpfen teil und was sind eure Ziele beim Laufen?


Wie steht ihr zu festen Trainingsplänen? Im Internet finden sich ja zuhauf Trainingspläne, in Foren wird seitenlang über Trainingspläne diskutiert. Da kommts mir immer sovor, dass die meisten Leute länger mit dem Raussuchen von Trainingsplänen beschäftigt sind und sich selber mit ihrer statistischen Auswertung beschäftigen, anstatt einfach mal rauszugehen und zu laufen...
Ich hab mich, seitdem ich angefangen habe zu laufen vor 1 3/4 Jahren, immer nur mehr oder weniger an das grobe Schema 1xIntervalle, 1xlang&langsam & 1xmittel&schnell pro Woche gehalten. Das hab ich je nach Laune und Wetter so durchgezogen und mit Radfahren oder Schwimmen ersetzt oder ausfallen lassen. Und bin damit eigentlich problemlos 2 Halbmarathons und nen Marathon gelaufen. Da hab ich mich nachher schon gefragt, warum dann andere dann unbedingt nen bis auf den km-genauen Trainingsplanen brauchen...
 
Letztes Jahr hatte ich bei einem Halbmarathon (HM) teilgenommen, war sehr genial. Vorbereitet hatte ich mich durch 2-3maliges Laufen pro Woche, ca. 11 km pro Strecke.
Einen Marathon selbst strebe ich nicht an.

Ansonsten gehe ich zur Zeit regelmäßig morgens ins Fitnessstudio zum laufen, auf dem Laufband, 60min bei Tempo 10-11km/h. Diese Woche täglich, nächste Woche vielleicht gar nicht, also nichts geplantes oder so.

Ob ich dieses Jahr wieder am HM teilnehme muss ich mal sehen, das entscheide ich im Sommer.
 
Ich laufe meist auch mehrmals pro Woche, hab aber auch keinen Plan. Da ich auch öfters Sqash spiele oder Radfahre kann es auch mal passieren, das ich eine woche nicht laufe. Ich laufe dann auch so schnell und lang wie ich gerade Lust habe. Angefangen hat es während des Studiums, als ich keine Zeit mehr für regelmäßiges Fußballtraining hatte.
An einem Wettkampf habe ich noch nie teilgenommen, obwohl es mich reizt mal einen Marathon zu laufen.
Leider habe ich manchmal etwas Probleme mit dem Knie, wenn ich lange Distanzen gelaufen bin. Daher laufe ich momentan gerade bei dem harten Boden so um die 14 km. Im Herbst bin ich auch ab und zu mal die Halbmarathon Distanz gelaufen.
@linkser: Wie hast du dich denn auf den Marathon vorbereitet? Also welche Distanzen bist du da so gelaufen?

Achso, wo Fu Manchu gerade das Laufband erwähnt. Dem kann ich irgendwie überhaupt nichts abgewinnen und mir vergeht schnell die Lust. Ich bin beim Sport lieber draussen (außer beim Squash, da geht es schlecht ;))
 
Nasenbär schrieb:
... gerade das Laufband erwähnt. Dem kann ich irgendwie überhaupt nichts abgewinnen und mir vergeht schnell die Lust. ...

Du musst 'monotonieresistenter' werden :).

Aber ich gebe dir Recht, das Laufband ist das letzte Mittel, jetzt bei diesem Wetter.
Doch es hat einen großen Vorteil: gerade in der Vorbereitungszeit für einen Marathon, wenn man sich eine Zeit gesetzt hat, lernt man auf dem Laufband sehr gut seine Geschwindigkeit einzuschätzen und seinen Körper 'zu lesen', auch wenn es Labormessungen sind und keine Praxismessungen. Was sind 10km/h? wie fühlen sich 12km/h an oder 15km/h. Für die Ziel-Zeiterreichung ein gutes Mittel. Kopfhörer raus und los.
 
was für werte muss man denn mitbringen um einen halbmarathon zu schaffen, oder wielang sind halbmarathonsstrecken?
 
^^

Halbm: 21 km

Werte? Bei meinem letzten Halbm. kam nach ca. 4 Stunden der Besenwagen, das wären knapp 5 km/h ;) Ich bin ihn in 2:11 gelaufen, aber das war auch keine gerade Strecke, sondern bergauf/-ab und Treppen.

Ansonsten ist das Alters und Formabhängig.

Google?
 
@linkser: Wie hast du dich denn auf den Marathon vorbereitet? Also welche Distanzen bist du da so gelaufen?
ich bin den münchen marathon im oktober gelaufen, hatte den vorteil, dass ich im sommer trainieren konnte allerdings den nachteil, dass davor 3 wochen wiesn waren (ich will gar nich wissen, wieviel schneller ich gewesen wäre ohne 30-40 maß in den wochen direkt davor :D ).

also ich bin im juni schon nen halbmarathon gelaufen, für den bin ich mindestens 2 mal die woche so 10-15 km laufen gegangen. für den marathon bin ich dann 3 mal die woche laufen gegangen, wobei ich dann immer einmal die woche nen ganz langen lauf gemacht habe. da hab ich 8-9 wochen davor angefangen mit nem langsamen 21 km lauf und hab dann versucht, jede woche die runde um 1-2 km zu verlängern. so bin ich 3 wochen vorm marathon als längstes mal 34 km gelaufen. 4 wochen davor hab ich dann nen test-wettkampf hm gelaufen. ab 34 km fing dann bei mir quasi neuland an :)

laufband is auch gar nix für mich, ich werd jedes mal im laufladen ausgelacht, wenn ich da testweise mit neuen schuhen aufm laufband laufe...
ich geh dann im winter als ausgleich einfach häufiger mal 1-2 km schwmmen. ersetzt das laufen zwar nicht komplett, aber ich hab gemerkt, dass ich dadurch doch relativ viel kondition durch den winter gerettet habe.

was für werte muss man denn mitbringen um einen halbmarathon zu schaffen, oder wielang sind halbmarathonsstrecken?
also generell kommt bei nem marathon nach 5,5 bis 6h mal der besenwagen. ich finds aber ehrlich gesagt immer zweifelhaft, überhaupt nen marathon zu laufen, wenn ich dann 6h brauche. das ist dann iwie knapp schneller als gehen in meinen augen.

du solltest idealerweise schon längere zeit laufen und einfach auch schon viele kilometer gemacht haben, damit der körper ans laufen gewöhnt ist und nichts überreizt beim trainieren. ich z.b. bin vor meinem ersten marathon schon >1 Jahr regelmäßig gelaufen und bin 2011 insgesamt 1300 km gelaufen. das ist aber an läuferischer vorerfahrung fast schon grenzwertig wenig...
 
Zuletzt bearbeitet:
Villeicht sollte ich dann einfach mal als ersten Wettkampf einen Halbmarathon laufen dieses Jahr. Im Herbst habe ich die Distanz in 110 min gelaufen. Da sollte noch Luft nach oben sein. Aber die doppelte Distanz laufen ist dann ja schon ne Hausnummer :)
Bin noch nie mehr als 23 km am Stück gelaufen.
 
Bei meinem Halbm. war der letzte km fast schon Qual, wenn ich daran denke noch mal die Strecke zu laufen - da muss noch mehr Training her.

Was mir völlig abgefahrenes passiert ist beim Halbm war der 'Runners High' ein Hochgefühl bei knapp 11km, eine Leichtigkeit, eine Euphorie und Motivation, die auch ca. 3-4 km angehalten hat, einfach geil. Glückshormone im Überfluss, klasse.
 
Ich persönlich habe mit dem Laufen angefangen, weil ich einfach was machen wollte. Ich mag es am Joggen, dass ich unabhängig von anderen, Öffnungszeiten oder Terminen trainieren kann. Einfach die Laufschuhe anziehen und los geht es. Mit der Zeit hab ich auch angefangen Wettkämpfe zu absolvieren, wobei ich da eher auf 10km laufe. Hab letztes Jahr auch für den Halbmarathon trainiert, aber wenn man sich 3 Monate so intensiv vorbereitet und sein Sozialleben nach hinten stellt und bei km 15 dann schmerzen im Fuß bekommt und die letzten 6 "gehen" muss, dann frustriert das enorm. Für nen Marathon stell ich mir das noch schlimmer vor, schließlich ist da ne vernünftige Vorbereitungszeit von 6 Monaten normal und alleine in der Zeit kann ne Menge passieren.

Was das Thema Training angeht: Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass ich ohne Wettkampf das schleifen lasse. Normalerweise lauf ich 2-3 die Woche so 5-10km und das ohne Puls oder ähnliches. Für nen Wettkampf nehm ich mir in der Regel 8-12 Wochen Vorbereitungszeit, druck den aus und häng mit den Plan an die Eingangstür, dann seh ich jedes mal wenn ich rausgehe, was ich noch vor mir habe.

Ich find Wettkämpfe (ich lauf auch nur die ganz Großen, keine Volksläufe) super. Gerade in Berlin hast du ne Menge toller Strecken (durch den Zoo, Zieleinlauf ins Olympiastadion, etc.) und es ist nen geiles Gefühl!
 
War heute bei -6°C und bei leichtem Schneefall für 45min im Wald laufen, da muss man wirklich vorsichtig sein...vor allem bergab. :D
Am Montag sind mir nach 50min (1h Dauerlauf) beide Beine eingeschlafen, da war es aber auch extrem kalt (-13°C). Oder liegt es an den neuen Schuhen ?
Zu fest geschnürt waren sie eigentlich nicht...
Ist euch das auch schon einmal passiert ?
 
Beine sind mir noch nie in der Bewegung eingeschlafen. Wusste gar nicht dass das geht.
Aber es stimmt schon, ohne den scharfen Ostwind ist es ja fast schon mild bei -6 °C zu laufen ;)
 
Bei mir passiert es nur oft dass ich nichtmehr laufen kann wegen meiner achillessehne und dem Zug zum Waden. Beine eingeschlafen sind mir noch nie :D
 
Wenn die Beine beim Laufen einschlafen, dass ist da meistens der Schuh kalt. Weil das "Einschlafen" entsteht ja durch nen Druck auf Blutgefäße. Wahrscheinlich haben deine Schuhe irgend einen Punkt am Fuß erwischt, sodass das Blut nicht mehr ordentlich zirkulieren kann. Vielleicht hat die Kälte dann ihr restliches getan.
 
Ich find Wettkämpfe (ich lauf auch nur die ganz Großen, keine Volksläufe) super. Gerade in Berlin hast du ne Menge toller Strecken (durch den Zoo, Zieleinlauf ins Olympiastadion, etc.) und es ist nen geiles Gefühl!
Da kann ich auch München nur empfehlen. Letzten 10-15 km sind echt genial, komplett durch die Innenstadt, Marienplatz, Siegestor und dann Einlauf durchs Marathontor mit Schlussrunde (die dann fieserweise wirklich nochmal fast ne komplette Stadionrunde ist :D). Einziges Problem im Münchner Olympiastadion: Man kommt da nich ohne Treppen Steigen wieder raus, ich konnt echt nicht mehr gerade die Treppe hochgehen und bin die so komisch seitwärts hoch :D.

Also Füße sind mir anfangs auch mal häufiger eingeschlafen, das hat sich aber eigentlich nie die Beine hochgezogen. Aber wenn liegt es auch an den Schuhen würde ich sagen. Aber der Schuh wird mit der Zeit weicher evt. passen sich auch die Venen in den Füßen mit der Zeit ans Laufen an. Dabei muss es gar nicht an der "Festigkeit" des Schnürens liegen, eventuell einfach mal die Zunge (Lasche wie auch immer?) in ner bisschen andere Position bringen beim Schnüren. Hat bei mir zumindestens geholfen.
 
Ich hab mir noch nie Gedanken über die Atmung gemacht bzw. wie man es "richtig" macht (oder wie es die Profis machen).
Beim letzten mal laufen ist mir dann aufgefallen, dass ich auf den ersten rund 7 km 4 Schritte lang eingeatmet und 4 Schritte lang ausgeatmet. Die letzten 7 km habe ich das Tempo etwas angezogen und hab dann immer im 3 Schritte Rhytmus geatmet. Doch erstaunlich wie gleichmäßig und automatisch das funktioniert.
Wollte da mal fragen wie das bei euch aussieht.
 
Beim Thema "Atmung" gibt es ja auch kein richtig & falsch, bei jedem entwickelt sich ein bestimmter Rhythmus.
Ich merke allerdings immer wieder das es schon 1-2km dauert bis ich im Rhythmus drin bin was die Atmung angeht, daher fallen mir die ersten paar Kilometer auch immer am "schwersten".
 
Wiggum schrieb:
War heute bei -6°C und bei leichtem Schneefall für 45min im Wald laufen, da muss man wirklich vorsichtig sein...vor allem bergab. :D
Am Montag sind mir nach 50min (1h Dauerlauf) beide Beine eingeschlafen, da war es aber auch extrem kalt (-13°C). Oder liegt es an den neuen Schuhen ?
Zu fest geschnürt waren sie eigentlich nicht...
Ist euch das auch schon einmal passiert ?

Die Beine schlafen mir beim Laufen eigentlich regelmäßig ein, allerdings plage ich mich auch seit gut zwei Jahren mit einer Knochenhautentzündung bzw. Ermüdungsbrüchen in den Schienbeinen herum.

Solltest du das Problem also öfter haben und auch sonst noch irgendwo Schmerzen verspüren solltest du möglichst schnell etwas dagegen tun.
Ich habe dummerweiße zu lange gewartet und bin monatelang noch mit Schmerzen laufen gewesen, die Kosten dafür trage ich nun indem ich nicht weiß ob es bei mir bereits chronisch ist oder es womöglich doch irgendwann wieder mal weg geht.
Die Therapien und Behandlungen hatten bisher immer nur für nen Moment geholfen...
 
Jop, wenn irgendwo was ziept nachm laufen und es nach ein paar Tagen immer noch da ist, lieber mal 2 Wochen aussetzen und warten, dass sich das ganze wieder beruhigt. Ist jedenfalls besser als mit Schmerzen weiterzulaufen und sich dann schlimmeres einzuhandeln, wo man dann direkt monatelang aussetzen muss.

Hat schonmal jemand ne längere Laufpause eingelegt? Werd jetzt bald 2 Monate Urlaub machen und in der Zeit zwar durch die Gegend laufen und wandern aber vermutlich nur ganz ganz selten zum richtigen Lauftraining kommen. Hab irgendwie bisschen Bammel davor meine derzeitige Form völlig zu verlieren und dann Anfang Mai wieder bei 0 anfangen zu dürfen... Momentan bleib ich eigentlich immer deutlich unter 5:00 /km bei meinen Läufen (10-16 km) und Ziel ist im September den Halbmarathon unter 1:30:00 zu schaffen. Und wenn ich im Mai wieder mit 5:30 anfangen muss, wird das zeitlich ziemlich eng...
 
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