Der Umgang mit E-Mail, Suchmaschinen usw. und die Sicherheit. Wie seht Ihr das?

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RED-Bit

Gast
Mich würde mal interessieren, ob Ihr seit dem Bekanntwerden von Prism usw. Euer Verhalten im www und bei anderen Diensten geändert habt. Obwohl ich nichts zu verstecken habe, habe ich mir für nicht wenig Geld einen Exchange Account von einem Deutschen Anbieter geholt, nutze statt Skydrive Wuala und versuche "wichtige Daten" nur noch per USB Stick mitzunehmen. Aber wenn ich mir das so weiter überlege, komme ich immer wieder zu dem Punkt, dass das eigentlich nichts bringen kann. Meinen Deutschen Exchange Account rufe ich mit dem Iphone ab, also hat wieder ein US Anbieter meine Daten. Mit Wuala habe ich einen weiteren Dienst, den ich "nutzen muss", also noch eine eventuelle Schwachstelle. Vom Komfortverlust gar nicht zu reden. Bisher hatte ich Outlook.com genutzt, alles unter einer Oberfläche, Bequem und einfach und von überall aus zu erreichen. Mit Wuala, Exchange usw. habe ich mehrere Dienste, dessen Passwörter ich mir zusätzlich merken muss, die nicht so perfekt miteinander interagieren usw. Also was tun überlege ich mir. Dem System weiter trotzen, den Komfortverlust hinnehmen, für Dienste bezahlen (Exchange) und trotzdem beobachtet werden, oder einfach so weitermachen wie bisher? Was macht Ihr: Abschotten oder ist es Euch egal? Von Euren Fragen wird auch abhängen, ob ich weiterhin Outlook.com benutzen werde, oder beim Exchange bleibe
 
Ich verschicke privat kaum Emails, deshalb lohnt sich der Aufwand für mich kaum.

Wichtige Angelegenheiten kläre ich über den Firmenaccount, welcher durch die firmeneigene Verschlüsslungssoftware geschützt wird.
 
Man kann sich nicht 100 %abschotten, du wirst überall überwacht. Sogar offline PC's können mittels Funkwellen überwacht werden.

Mir ist das sowas von egal ob die wissen was ich mache, die Info bringt denen sowieso nichts.

Viele Grüße
Dennis
 
Zuletzt bearbeitet: (Nachkorrektur)
Ich persönliche habe gar nichts geändert.
Die Enthüllungen waren und sind natürlich extrem wichtig, da Regurierung und Industrie quasi unwissentlich ausspioniert wurden. Ich denke aber nicht, dass sich irgendwer dafür interessiert, ob ich was bei Amazon eingekauft habe, eine Mail geschrieben habe oder auf dem iPhone eine Runde Candy Crush oder was weiß ich spiele.
Aufgrund der NSA Enthüllungen irgendetwas umzustellen (so wie du z.B. :D), halte ich für unsinnig und leicht paranoid.
 
habe auch nichts geändert, hab es auch nicht vor,

den 100% sicherheit wirst du niemals erlangen, und für die (nsa bzw wer auch immer) werden selbst deine vorkehrungen kein großes hinderniss sein
 
Bei mir hat sich nichts groß geändert im Umgang, finde das aber auch total lächerlich alles wie einige darauf reagieren, dass soll nicht heißen das ich die ganze NSA und Konsorten gut finde.
Das kann auch daran liegen das mir immer mehr oder weniger bewusst war das man sobald man Dienste im Internet nutz auch ein stück seiner Daten preisgeben muss, man sollte immer daran denken das keiner und bestimmt kein Unternehmen was zu verschenken hat.
Ich muss aber auch sagen ich hab jetzt keine geheimen Daten oder sonstiges in der Richtung von daher ist es mir eigentlich auch egal ob Google sich meine newsletter anschaut oder sieht was ich so bestelle, wäre ich bei einem anderen kostenlosen E-Mail Anbieter würden die außerdem genau das selbe machen (web.de, gmx usw).
Klar wenn man kostenpflichtige Dienste nutzt sollte man davon ausgehen das dies nicht geschieht, aber eine 100% Sicherheit hat man letztendlich nie.
Im Endeffekt wird man immer Daten preisgeben sobald man ein halbwegs modernes technisches gerät nutzt.
 
Hallo,zusammen

Man kann es den Geheimdiensten so schwer wie möglich machen.
Seine IP Adresse mit VPN Software verschleiern.
Die Rechner/Laptops kann man nicht Offline ausspionieren. Es sei denn,
man hat eine Wanze eingebaut.

MfG
 
Ich denke es kommt eher darauf an, ob Du ein Signal setzen möchtest oder nicht. Klar ist eine Person für sich betrachtet verschwindend gering, aber viele einzelne Personen haben dann doch letztlich ihren Einfluss. Die Verhältnismäßigkeit des Überwachungswahns seitens Regierung oder der Datensammlung seitens IT-Firmen ist immens. Wenn Dich das stört... rebelliere, selbst wenn es nur aus Prinzip ist.

Ich für mich sehe mein Onlineprofil ein bischen distanzierter. Mich stört es sehr, dass einhergehend mit der genannten Imbalance der Verhältnismäßigkeit, sich ein Bild über die Indiviudalität des Menschen in der Allgemeinheit bildet, für das scheinbar nur die Daten der Onlineaktivität ausreichend sein sollen. Ich sehe meine Persönlichkeit als "hundert mal" facettenreicher als alle Informationen, die ich im Web hinterlassen habe, inkl. diesem Text hier. Und ich sehe das für jede andere Persönlichkeit genauso... wenn sie es denn will. Dieser Aspekt wird zunehmen degradiert und selten bis garnicht hinterfragt.

Wenn es also um die Bekämpfung von Kriminalität geht, halte ich jegliche VDS für überzogen und unverhältnismäßig. Es sind unmenschlichere Verbrechen bekannt, die politisch geduldet werden. Wenn es um Spionage geht, bin ich wohl ein dummer Hippie, der all dieses feindseelige Verhalten leid ist. Wenn es um meine Bewegungsdaten als Kunde ansich geht, um dafür gezieltere Werbung zu platzieren, so berührt mich das wenig, weil ich keine persönliche Bindung an mein Konsumprofil habe.

Die Frage ist letztlich daher gar nicht, wie man damit umgeht, sondern welche politische Einstellung Du ausdrücken möchtest. Und diese hat schon von Natur her ihre Unbequemlichkeit... :)

Kokuswolf

PS: Ist meine mir gehörende Meinung. Nicht mehr und nicht weniger. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Personalisierte Werbung, gesteuert durch privates o. berunfliches Surfverhalten, ist im Internet kaum zu vermeiden. Damit habe ich mich abgefunden. Die Anzahl und Intensität der Werbung hält sich auch noch in Grenzen.

Ich rufe allerdings seit Jahren keine Mails mehr ab. Auf meinem Rechner oder Smartphone habe und verwalte ich also überhaupt keine Mails. Das mache ich bei den großen Anbietern alles online.

Eine absolute Sicherheit gibt es nicht - und wird es nie geben. Die Gewissheit haben wir ja jetzt. Dann kann hinterher kaum noch einer sagen: "Das habe ich ja nicht gewusst."
 
ich habe mir nach bekannt werden der ganzen geschichte mein erstes smartphone gekauft. ... gut, ich hätte es mir so oder so gekauft, aber datenschutztechnisch sicherer bin ich damit definitiv nicht unterwegs :) ansonsten habe ich am surf- oder email-verhalten ebenfalls nix geändert ... warum auch? bringt ja eh nix, und emails verschlüsseln müssen immer beide seiten damits klappt ...
 
Ehrlich gesagt habe ich nichts geändert. Und das, obwohl ich einen Google-Mail-Account habe und meine Bilder bei Picasa/Google Plus, oder wie das auch immer nun genannt wird, hoste. Vorher hat mir jeder gesagt "Google spioniert Dich aus", nun sagt jeder "die NSA spioniert Google aus". Schützen kann man sich davor nur, wenn man nicht mehr ins Internet geht.

Mal ehrlich, deutsche E-Mail-Provider müssen Nutzerdaten per Blackbox ständig im Zugriff der Behörden haben, die NSA zapft bis hin zu Unterseekabeln alles ab und den Rest erledigen die anderen Geheimdienste aus England, Frankreich und so weiter, die bisher noch nicht so im zentralen Interesse standen.

Klar, man könnte PGP o.ä. nutzen. Das habe ich die letzten Jahre immer wieder versucht und es führte immer zu Problemen in der Kommunikation. Selbst bei digitalen Signaturen bekam ich mehr oder weniger immer die gleichen Fragen: ist da was kaputt?

Und da dezentrale Schlüssel die einzig sichere Methode sind, hier aber kein allgemein verständlicher Standard existiert, werden wir uns einfach weiter ausspionieren lassen müssen. Denn offline Leben ist leider keine Alternative.
 
Ihr habt Recht. Man kann wohl tun was man möchte, irgendjemand hat immer Zugriff auf meine Daten. Natürlich möchte ich "der Rebell" sein, aber was bringt dieser heiße Tropfen auf den Stein schon? Das ist alles nur der Anfang, ich sehe schwarz für die Zukunft meiner Kinder. Dieser ganze Kram mit Datenschutz usw. scheint mir alles nur eine Farce zu sein.
 
Als Farce würde ich den aktiven Datenschutz nicht bezeichnen. Die Handlungen der Geheimdienste und die nicht verbrieften Aktionen von Marktteilnehmern wie Google und Co. sind einerseits Schweinereien, andererseits müssten gerade die Aktionen der Geheimdienste Straftaten sein. Datenmanipulation, Hackerparagraf, Computer Fraud and Abuse Act, die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Cyberattacken, die Strafen für Normalsterbliche sind drakonisch und werden von Jahr zu Jahr verschärft. Nur wenn Geheimdienste genau das tun, will keiner von irgendwas wissen oder dies gar ahnden.

Der Datenschutz muss hier genauso nachhaltig sein, wie die Polizeiarbeit. Man muss akzeptieren, dass es immer Vergehen geben wird. Und wenn man links ein Loch stopft, bricht rechts ein anderer ein. Dennoch hilft die Arbeit, wie die des Datenschutz, der Sache wenigstens ein wenig Einhalt zu gebieten oder wenigstens die Gefahren transparent zu machen. Den Krieg kann man dabei jedoch nie gewinnen, nur einzelne Schlachten.
 
Was Suchmaschinen angeht verzichte ich schon lange auf Google und benutze stattdessen www.ixquick.de. Die Ergebnisse sind die Selben aber meine Anfragen werden diskret behandelt und es wird nichts gespeichert. Außerdem benutze ich das Deaktivierungs-Add-on von Google Analytics, das soll die Datenübermittlung an Google Analytics unterbinden. Die Browserdaten lösche ich regelmäßig. Das lässt sich ohne großen Aufwand bewerkstelligen. E-Mails zu verschlüsseln ist aber noch zu aufwendig.
 
ich kenne diese alternativen Suchmaschinen ebenso, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass mir Google bessere Ergebnisse liefert. Liegt wohl daran, dass mich Google schon personalisiert hat und weiß, was ich suche. Erschreckend, dass so was wirklich funktioniert
 
Das ist auch der Grund, warum ich immer wieder zur Google-Suchmaschine zurückkehre. Prinzipiell habe ich auch nicht 100%ig Probleme mit dem Google-Konzept. Denn ich weiß, wie wichtig Werbung für die einzelnen Seiten sein kann. Und dann bekomme ich doch viel lieber Werbung, die mich interessiert.
 
Ich mache Grundsätzlich folgendes:

- Zur Dateisychronisation verwende ich an Stell von Dropbox jetzt StrongSync und Filosync auf einen eigenen Server gehostet.
- E-Mail technisch bin ich von Icloud zu Posteo gewechselt.
- Suchmaschine verwende ich größtenteils duckduckgo.
- Habe Tool zum Managen von Cookies installiert. Das zeit gesteuert alle Cookies die nicht auf meiner Whitelist sind löscht.
- IM versuche ich immer mehr über Threema anstelle von imessage oder whatsapp zu machen.
 
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