Detailreichtum 24" vs FullHD-Beamer bei gleicher Auflösung

Solipsists

Lt. Junior Grade
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391
Hallo CB-Community,

ich habe hier eine kleine Frage/Wette offen:

Es geht um sehr detailreiche PDFs in der Größe DIN A0 und größer…

Wenn ich diese PDF mit einem 24“ Monitor anschaue mit der Auflösung (1920x1080) bekomme ich das Dokument verkleinert dargestellt, es sind aufgrund der Detailreiche und Größe nicht alle Details und Namen dargestellt.

Die These ist nun: Mit einem FullHD Beamer das gleiche Dokument an die Wand werfen und dann soll man mehr Details sehen können…

Das macht meiner Meinung nach keinen Sinn, da die detailtiefe doch durch die Auflösung bestimmt wird oder?
Hat der Beamer bei der Arbeit mit solch großen Dokumenten Vorteile?
 
Verstehe die Unklarheit nicht. Ein Pixel kann nur eine Farbe darstellen. Wenn du 1920x1080 Pixel hast, kannst du auch nur soviele Bild-Informationen darstellen. Vorausgesetzt natürlich, es verwenden beide Gerät tatsächlich FullHD.
 
Was angezeigt wird, haengt von Bildgroesse und Aufloesung (was nicht gleich dem ersten ist) ab.
Dem Computer ist letztlich voellig egal, ob da ein Bildschirm, Beamer oder Heisslustfoen mit 1920*1080 dranhaengt.
 
Das wird wahrscheinlich keinen Unterschied machen, da man bei einem 24" Bildschirm, wenn man nahe heran geht, die Pixel erkennen kann.
Wirft man nun das Bild an die Wand, vergrößert es auf 2 m bei gleicher Auflösung, nimmt der Detailgrad nicht zu da die Pixel ja noch weiter auseinander liegen.
Wenn man allerdings ein Monitor eine Höhere Auflösung hat als das Menschliche Auge wahrnehmen kann und auf Grund des zu hohen Detailrades die Schrift nicht mehr lesen kann, macht es einen Unterschied wenn man das gleiche Bild an die Wand mit einem anderen Pixelabstand wirft.

Ich hoffe das hat jetzt jemand verstanden :D

mfg MauIwurf
 
MoinMoin,

Solipsists schrieb:
Die These ist nun: Mit einem FullHD Beamer das gleiche Dokument an die Wand werfen und dann soll man mehr Details sehen können…

Wenn Du mir im Gegenzug die Frage beantwortest, ob 100 Gramm Eisen oder 0,1 kg Stahl schwerer sind, kann ich Dir antworten.

Das macht meiner Meinung nach keinen Sinn, da die detailtiefe doch durch die Auflösung bestimmt wird oder?
Hat der Beamer bei der Arbeit mit solch großen Dokumenten Vorteile?

"Auflösung" ist in diesem Kontext doppeldeutig:
- Auflösung in x * y Pixel (1920x1080)
- Auflösung in x Pixel pro Richtung (400 dpi)

Das menschliche Auge kann 300-400 dpi auflösen und sowohl Dein Monitor als auch der Beamer sind davon ein gutes Stückchen weg. Der Beamer hat insofern lediglich den Vorteil, dass Du Dich näher ans Bild stellen kannst und so "entspannter" die Details suchen kannst. Aber grundsätzlich siehst Du auf Deinem Monitor gleiche - nur etwas feiner gezeichnet.

(Die Diskussion über den Betrachungsabstand lasse ich jetzt außen vor.)


Cu,
Chris
 
Detailgrad hin oder her... in beiden Fällen ein- und derselbe!

ABER: bei identischer auflösung entscheiden die bildgröße im verhältnis zur auflösung (ppi) und der entprechende abstand wie bequem das bild für das menschliche auge erscheint.

beispiel: monitor im briefmarkenformat mit selbiger auflösung - erkennt man dort noch irgendwas? nö ;)
 
Die relevante Frage ist doch, ob der Beamer Subpixel-Rendering ermöglicht, was der Monitor sicherlich kann. Denn das ist das einzige, was bei gleicher Pixelanzahl einen tatsächlichen Unterschied in den dargestellten Bildinformationen ausmachen könnte.

Joe Dalton schrieb:
Das menschliche Auge kann 300-400 dpi auflösen [...]
Falsch. Das menschliche Auge hat eine gewisse Winkelauflösung, keine absolute Längenauflösung. Man setzt dabei häufig 1' (d.h. 1/60 Grad) an; tatsächlich hängt die Auflösungsgrenze aber von betrachteten Objekt ab, beispielsweise lassen sich Linien feiner unterscheiden als Punkte.
 
MoinMoin,

Chillvie schrieb:
Falsch. Das menschliche Auge hat eine gewisse Winkelauflösung, keine absolute Längenauflösung. Man setzt dabei häufig 1' (d.h. 1/60 Grad) an; tatsächlich hängt die Auflösungsgrenze aber von betrachteten Objekt ab, beispielsweise lassen sich Linien feiner unterscheiden als Punkte.

Mit Winkelauflösungen kann er aber bei Displayauflösungen schlecht rechnen oder irgendwelche Abschätzungen vornehmen. Daher kann er auf die Näherung zurückgreifen, die sich etabliert hat. Alternativ kannst Du ihm auch vorrechnen, wie groß ein Pixel mindestens sein muss, damit er es in einem vorgebenen Betrachtungsabstand noch erkennen kann. Das wäre dann der korrekte Weg...

Daher schrieb ich auch, dass ich den Betrachtungsabstand ausklammere und auch das Thema Kontrast wäre da noch zu diskutieren.


Cu,
Chris
 
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