Deutsche Sprache verbessern

Koka2009

Lt. Commander
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Hallo,

Ich wollte gerne mal wissen, wie ich mein deutsch verbessern kann? Bin zwar hier geboren und war auch hier auf der Schule, aber ich mache immernoch sehr viele Grammatik, Satzaufbau und Zeitfehler. Was halt üblich ist für einen Ausländer.

Am meisten komme ich mit "dem", "den", "einen", "einem" durcheinander.

Wann muss ich vor einem Subjekt "ein" einstezen und wan "einen" setzen?

Das einzige was ich gut beherrsche ist es die Rechtschreibung. Da mache komischerweiße weniger Fehler.

Ich hoffe, dass einige vernüftige Antworten haben und mir weiterhelfen können.

gruß
Koka
 
Das einzige was ich gut beherrsche ist es die Rechtschreibung. Da mache komischerweiße weniger Fehler.
...Naja :)

Ich gebe Dir den Guten Rat, neben der vorgeschlagenen Übungsliteratur zu lesen, lesen, lesen.

...Und damit meine ich nicht CB sondern "richtige" Bücher.

Gruß, BAZOOKO
 
Also ich würde auch raten mehr lesen und evtl. ein paar Übungen beim abschreiben und Diktieren.

In deinem oberen Post sind noch sehr viele Fehler enthalten. Daher wäre lesen und abschreiben eine billige Möglichkeit. Aber bitte Bücher ausleihen und benutzen, keine Tageszeitung oder Ähnliches.
 
bücher müssen nicht unbedingt sein.... eine gute zeitung geht auch...
 
wie schon gesagt viel lesen hilft, ich weiß ja nicht wo und was für eine schule du besuchst, mir hat damals Latein viel geholfen meine Grammatik zu verbessern.
 
Eine gute Zeitung heißt aber nicht Bild, sondern FAZ oder vergleichbares.

Vor allem lokale Zeitungen strotzen nicht selten vor Fehlern.

Was die Deutsche Sprache angeht, muss ich hier aber mal sagen:
Seit der neuen Rechtschreibung ist es deutlich einfacher geworden - es gibt klare Regeln, OHNE Ausnahmen.
Die meisten Fehler lassen sich recht einfach vermeiden, indem man statt dem Englischen (keine Kasi) z.B. das Lateinische lernt (sogar 5 statt unsere 4 Kasi).
Konkret geht es hier also um:

Nominativ,
Genitiv,
Dativ,
Akkusativ.

Damit lassen sich z.B. viele ein/einen oder den/dem Fehler erklären.
Kurz bei Wikipedia reingucken kann auch helfen.

Diese Regeln lernt man wohl am besten mit Sprachlernprogrammen, vernünftiges Deutsch allerdings eher durch lesen, lesen und nochmals lesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der verlinkte Thread von Airbag scheint ganz nützlich.

Einige kleine Antworten kann ich dir aber gleich geben:
Die genutzten Formen der Artikel (dem, den, ein, einen) kannst du dir mit der jeweiligen Frageform herleiten. Beispiel:
"einen" ist männlich, akkusativ - also die Antwort auf die Frage "Wen...?": "Wen kenne ich?" "Ich kenne einen Mann."
Das Problem ist hierbei, dass die Frageform vom jeweiligen Verb abhängt, und das macht den meisten Leuten Schwierigkeiten (auch Deutschen). Ein Wort, bei dem viele Probleme haben, ist "setzen" bzw. "sitzen". Es heißt nämlich: "Ich sitze neben dir" und "ich setze mich neben dich" (aber: "ich setze mich neben dir hin"). Der Trick hierbei ist zu Unterscheiden, ob etwas einen Ort oder eine Richtung hat. "sitzen" und "hinsetzen" macht man an einem Ort. "setzen" macht man irgendwo hin.
Ein Beispiel, dass das ganze sehr deutlich macht, ist:
"Ich gehe zum Arzt." (Zum Beispiel von zuhause zum Arzt.)
"Ich gehe beim Arzt." (Beim Arzt im Wartezimmer, z.B. im Kreis laufend.)

Ich bin ebenfalls in Deutshland geboren, habe aber den so genannten "Migrationshintergrund". Mir hat es sehr geholfen mir Gedanken zu machen über die Logik bzw. das System, mit dem die Sprache aufgebaut ist. Dann braucht man auch nicht die ganzen grammatischen Fachbegriffe. Die deutsche Sprache ist nämlich - vor allem seit der Rechtschreibreform - ziemlich logisch aufgebaut und nicht so irregulär und voller Ausnahmen wie manche andere.

Kleine Beispiele, die mir spontan einfallen:
"Ich bin gestanden" --> Wird in Bayern benutzt und ist falsch. Denn das Hilfsverb "bin" wird nur bei Bewegung genutzt (ist im Englischen auch so.) Es heißt also: "Ich habe gestanden". Achtung, Stolperfalle: "Ich bin angehalten" und "Ich habe angehalten". Unterschied: Ersteres besagt, dass ich meine eigene Bewegung beendet habe. Letzteres besagt, dass ich die Bewegung von jemand anderem oder von einem Gegenstand beendet habe, zum Beispiel das Auto angehalten (auch wenn ich darin sitze).

Fazit: Oft ist es einfacher, die Logik zu verstehen, als Formen auswendig zu lernen. Wenn man den Satz in die Frageform ändert, hilft das auch weiter: Heißt es "Wo?" oder "Wohin?". Die Fragen "Wen?" und "Wem?", die für viele und anscheinend auch für dich ein Problem sind, sind etwas schwieriger, aber auch auf dieselbe Art zu knacken.

P.S.: Vetraue nicht immer allen Zeitungen oder Artikeln. Es ist oft grausam, wieviele Fehler Journalisten machen, obwohl gerade die es wissen sollten. Meiner Erfahrung nach ist vor allem "Spiegel Online" voller Fehler, wahrscheinlich jenachdem, ob der Germanistik-Student gerade Urlaub hat oder nicht.
 
Ist doch eigentlich schon recht gut. Einige hier im Forum schreiben deutlich unverständlicher ;)

Einen Tippfehler ausgenommen sinds nämlich, soweit ich das jetzt gesehen habe, nur 2.

es heißt "komischerweise" und in "Das einzige was ich gut beherrsche ist es die Rechtschreibung" muss das "es" weg.

Im Prinzip hilft wohl lesen von Büchern und Zeitungen wirklich. Hier im Forum zu lesen bringts wohl eher weniger :D
Ein "Problem" könnte im Alltag auch sein, dass man ungerne jemanden in der Sprache beim Sprechen verbessert. Das kommt einfach unhöflich und arrogant rüber, auch wenns vll manchmal wirklich helfen könnte.

Aber zumindest die eine Frage versuche ich zu beantworten:

"Ein" und "einen" ist doch einfach nur geschlechtsabhängig.
Ich gebe ihm "einen" / "den" Ball (der Ball).
Ich gebe ihm "ein" / "das" Buch (das Buch).
Ich gebe ihm "eine" / "die" Blume (die Blume).
Hier ist die Frage "wen oder was" gebe ich.


"Einem" (männl, sächl) und "Einer" (weibl) ist quasi die andere Richtung. Da fragt man sich halt "wem oder was" ich etwas gebe.
Ich gebe das Buch "einem" / "dem" Jungen ("der Junge")
Ich gebe das Buch "einem" / "dem" Mädchen" (noja, Mädchen sind sächlich, "das Mädchen" :D)
Ich gebe das Buch "einer" / "der" Frau (hier jetzt aber "die Frau" ;)).
 
@Lar337: Schön, dass du die Kommaregeln komplett außer Acht lässt...
"Das einzige, was ich gut beherrsche, ist die Rechtschreibung."
 
Mhh, stimmt. Das blende ich in Foren mittlerweile schon ziemlich aus, weil man die hier oft vergeblich sucht.
Trotzdem bleib ich dabei, dass es verständlicher ist als Vieles hier.
 
Darin wollte ich auch nicht widersprechen :-)

Mich stören auch Tippfehler in Foren überhaupt nicht, nervender finde ich wenn sich Leute irgendwie elockwent äußern wollen, und unbedingt beim Artigulieren irgendwelche Fremdwörter nutzen müssen, die sie ordographisch nicht beherrschen, und dann noch zu faul sind, nachzuschauen, wie man sie schreibt...

Gerade bei vielen französichen Ausdrücken ist das oft grausam ^^

Und was auch oft nervt ist, dass Leute
immer am Ende jeder Zeile unbedingt
einen Zeilenumbruch machen müssen,
weil die Textbox bei ihnen bereits am
Ende ist. Dabei bricht sie doch selbst
um, und gerade für Leute mit hohen
Auflösungen ist das dann angenehmer, und noch lustiger ist halt dann, wenn sie die Zeilenumbrücke nicht konsequent machen, sondern mal
mit und mal ohne... aber naja, das ist
nun leider schon offtopic, ich hoffe
die Moderatoren sind gnändig :-)
 
... nicht nur lesen hilft --- nein, das sind erst 20% und damit nicht mal die halbe Miete. Man muss es selbst auch anwenden können und üben. Also schreiben, schreiben, schreiben und natürlich auch lesen.

Die Rechtschreibreform ist natürlich ein zehn Jahre langes Kuriosum gewesen. Ich bin jedenfalls noch immer in einem Mischmasch aus beiden Welten gefangen und habe große Schwierigkeiten damit, die alte von der neuen zu unterscheiden. Es ist auch gar nicht mal so einfach. Interessant wird es, wenn man Bücher liest, die vor 1996 gedruckt wurden, oder Tageszeitungen, die wieder zurück zur alten Regelung gegangen sind.


Lesen kann man viel - oft fehlt die Zeit oder es ist einfach zu nervig, langweilig oder auch anstrengend. Fernsehen oder andere (multi)mediale Formen der Unterhaltung sind da eingänglicher. ;-) Es muss daher auch Spaß machen, daher kann man eigentlich zeitlos Douglas Adams und Terry Pratchett empfehlen. ^^
 
Kleiner Tipp: Wen du Firefox benutzt, solltest du die automatische Rechtschreibprüfung nutzen und ein Wörterbuch-Addon installieren. Wenn du viel Internet unterwegs bist und auch viel im Internet schreibst, wird dich Firefox immer wieder auf deine Fehler hinweisen, nicht nur auf Flüchtigkeitsfehler sondern auch auf Fehler, die du immer wieder machst und noch nicht als Fehler erkannt hast. Das ist ungemein hilfreich, um eigene Fehler zu erkennen und zu beheben, nicht nur bei der Anwendung der deutschen Sprache.

Und erkläre deinen Freunden, Mitschülern und Arbeitskollegen, dass sie dich gerne korrigieren dürfen, wenn du Fehler machst. Wie schon gesagt wurde, sehen viele Menschen davon ab, die Fehler anderer ungefragt zu korrigieren, weil sie dies als unhöflich empfinden.

Außerdem solltest du dich auf keinen Fall durch deine Fehler verunsichern und dich nicht davon abhalten lassen, viel zu schreiben, und sei es nur in Internetforen. Selbst unter den Deutschen wirst du nur wenige finden, die ihre Muttersprache einwandfrei beherrschen. Und sollte dir doch mal jemand ein "Lern erst einmal Deutsch!" an den Kopf werfen, dann zeig der Person in Gedanken den Mittelfinger und kümmere dich nicht weiter um diese Personen und diese Kommentare.
 
@1668mib

Du hast recht, aber will auch keine 30€ ausgeben, wenn ich mir nicht 100% sicher bin, dass die Software auf Vista64Bit funktioniert.
 
klar funktioniert die unter vista auch x64, warum denn auch nciht

die sind bloß schon älter, da wird ja auch ncoh 98 angegeben -.-*
 
Naja, es gibt notfalls auch Workarounds... beispiel Virtuelle Maschinen usw... Ob sich die 30 Euro lohnen, steht aber auf nem anderen Blatt...
 
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