DP1/2/3 Merill - Sinnvoll oder zu extravagant?

DP1/2/3 Merill - Deine Meinung ?

  • Kann DSLRs ersetzen

    Stimmen: 1 7,1%
  • Kann DSLRs nicht ersetzen, aber als Zweitkamera sinnvoll

    Stimmen: 8 57,1%
  • Nicht wirklich sinnvoll

    Stimmen: 3 21,4%
  • Ander Meinung, die ich aufschreibe ...

    Stimmen: 2 14,3%

  • Umfrageteilnehmer
    14

LordB

Commodore
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Apr. 2012
Beiträge
4.441
Ich möchte an dieser Stelle einen Thread eröffnen, um mal Meinungen und Ansichten über eine besondere Art von Kameras zu hören.
Es geht mir um die

Sigma DP1 Merill
Sigma DP2 Merill
Sigma DP3 Merill



Ich will jetzt keine Grundsatz-Diskussion lostreten, sondern einfach mal die jeweiligen Eindrücke und persönlichen Meinungen sammeln, warum man solch eine/zwei/drei Kameras kaufen sollte, oder eben warum nicht.

Wer nicht weiß, was das für Kameras sind, hier der Versuch einer kurzen Erklärung:

Bei den DP Merill Modellen handelt es sich um Kompaktkameras, welche einen Foveon X3 Sensor mit enorm großer Auflösung und einer APS-C Bauform. Es liegen drei 16 MPx Sensoren hintereinander. Je für blau, grün und rot. Dabei wird die Eigenschaft genutzt, dass diese Farben jeweils unterschiedlich tief in Silicium eindringen. Somit enfällt jegliche Interpolation durch eine Bayer-Matrix. Eine Vergleich mit einem 30 MPx APS Sensor dürfte wohl am nächsten liegen.

Den Kameras wird eine Festbrennweite spendiert, und hier ist der Punkt, den ich persönlich entscheidend finde:

Die DP1 hat ein 19mm (28 KB) f2.8 Objketiv.
Die DP2 hat ein 30mm (45 KB) f2.8 Objektiv.
Die DP3 hat ein 50mm (75 KB) f2.8 Objektiv.

Das Objektiv lässt sich nicht wechseln.

Außerdem ist der Akkuverbrauch enorm hoch. Ca. 100 Bilder, dann ist der Akku leer. Es werden aber 2 mitgeliefert.

DP1 und DP2 haben einen Marktpreis von ca. 850 Euro, die DP3 ist noch nicht vom Hersteller bepreist, aber dürfte sich bei den anderen beiden einreihen.

Die Abbildungsleistung der Kameras soll hervorragend sein. Liest man sich Berichte durch, gibt manch einer seine teure DSLR dafür her, so gut soll die Bildqualität sein.

Doch kann diese es wert sein, sich am Ende mindestens zwei oder gar alle drei Kameras kaufen zu müssen, wenn man unterschiedliche Brennweiten nutzen will?
Man kann zwar überall zu Fuß hin gehen, doch in manchem Bären- oder Löwengehege macht man das nur ein einziges mal ....

Man gibt viel Flexibilität mit solchen Kameras auf. Können sie eine DSLR wirklich ersetzen? Oder sind sie nur als zusätzliche Kamera sinnvoll? Oder so extravagant, dass sie eh nur ein Exotendasein fristen werden.

Ich halte sie für exotische Kompakte, ohne großen Sinn, so lange man die Objektive nicht tauschen kann.
Eine DP mit Bajonett für die drei Brennweiten hingegen, wäre aus meiner Sicht eine äußerst interessante Systemkamera.

Was ist eure Meinung dazu?
 
Zuletzt bearbeitet:
das einzige was ich bis jetzt über die sigmas gehört habe ist, sie sollen sehr sehr scharf sein

jedoch finde ich den preis zu hoch für eine solche kamera.
wie du schon sagst, diese mit wechselbajonett wäre was, grade im bezug als gegenangriff auf die kleinen crop dslrs
 
Natürlich ist das eine Exoten-Kamera. Und wird m.M.n. immer nur eine Zusatzkamera sein, nie die einizige eines Menschen.
Als reine Portrait- oder Marko-Kamera finde ich sie schon sehr interessant, dennoch wäre es interessant, ob eine "normale" APS-C Spiegelreflex mit passender Festbrennweite den Job nicht genauso gut erledigen kann.
Ich bereuhe die Anschaffung meiner G1x , die ja wohl auch ein Exotenmodell ist, jedenfalls nicht. So viel schlechter als diese 3 wird sie auch nicht sein, und ich hab alle 3 Brennweiten in einem ( zudem auch sehr gut getesteten) Objektiv.
 
An den Sigma DPs fehlt meiner Meinung nach kein Wechselbajonett. Es sind halt sehr spezielle Kameras die ihre Liebhaber haben.

Die DP1 und DP2 könnte ich mir als Entweder-Oder Option vorstellen, die DP3 wäre nichts für mich.

Ob man wirklich alle Brennweiten braucht sei dahingestellt, diese Kameras sind wohl eher dafür gedacht mit exakt einer Brennweite auf Tour zu gehen und gute Bildqualität bei einem kleinen Gehäuse zu liefern.
 
Puh, ist natürlich ein gutes Stück Kohle für eine Zusatzkamera. Wenn man bedenkt, dass man dafür ein richtig gutes Objektiv für eine DSLR bekommt.

Der Sensor liest sich dennoch sehr interessant.
 
Ich hab eine DP1s, also eine der Vorgängermodelle. Ich kann also nicht direkt was zu den Merill- Modellen sagen, aber zum Foveon- System.
Die Sigma DPs sind Diven. Sie wollen richtig bedient werden, liefern dann aber auch eine wahnsinnige Leistung. Die Farben und die Schärfe sind für den Preis unglaublich, da alles aufeinander abgestimmt ist. Allerdings sind sie recht langsam in Sachen Autofokus und Speichern. Der Akku ist ziemlich schnell leer - sogar schneller als der eines aktuellen Smartphones. ;-)
Es kommt ganz auf den Einsatzzweck an, ob die DPs taugen oder nicht. Wer auf hohe Bildfolgen oder einen präzisen und schnellen Autofokus angewiesen ist, wird wohl eher nicht glücklich. Für die Landschaftsfotografie allerdings sind sie super, da es selten eilt. Da kann man sich danach auch noch ein paar Minuten an die unbedingt empfehlenswerten RAW- Dateien setzen um alles rauszuholen. Belohnt wird man dann mit guter Schärfe und satten Farben, die allerdings gefallen müssen.
Ich hab meine DP1s genau dafür behalten und durch eine Ricoh ergänzt. So hab ich an zwei Kameras Schärfe und Farben sowie Schnelligkeit und Unkompliziertheit.

Ob eine DP mit Wechselobjektiv die Leistung der jetzigen Modelle verbessern würde, wage ich zu bezweifeln. Die Sigma SD1 ist ein ähnliches (wenn auch größeres) Konzept. Allerdings wurde sie viel zu teuer eingeführt und hat auch heute noch kaum einen relevanten Marktanteil. Die Sigmas sind halt äußerst speziell, aber nicht extravagant.
Darum ist es auch nicht allzu häufig, dass eine DSLR mit einer Foveon- Kamera ersetzt wird, da der Einsatzzweck einfach passen muss.
 
Hab im DSLR mal einem Fred beigewohnt, der überlegte, welche DSLR er kaufen müsste, um seine
Sigma zu ersetzen. Da sind Beispielfotos gekommen, da fällt dir dir Butter vom Brot. WOW
Leider find ich den Fred grad nicht.

Er sagt aber auch ganz klar, für Portraits eher nicht, weil die Kamera seine Zeit braucht.
Die DP2 ist schon schneller.

Ich find diese Klarheit schon besonders.

http://www.flickr.com/photos/gensu/sets/72157621975451361/
 
Hab die DP 2 Merrill seit nem Monat und kann euch ein paar Eindrücke mitgeben:


- Die Kamera frisst Akkus (Nein, keine 100 Bilder, bei dem Wetter eher 36;))

- Die Bildqualität ist der Wahnsinn (Bei ISO 100 und auch nur dort), wird wohl nur von der D800E und Mittelformat geschlagen

- Das Objektiv ist auch unglaublich, bei Blende 2,8 schon so scharf wie andere bei 5,6 aufwärts

- Die JPEGs der Merrill sind nicht zu gebrauchen, furchtbar. Nur bei Blitzaufnahmen sehen die ganz ok aus...

- Der Autofokus dürfte nach den Firmwareupdates schnappschusstauglich sein. Verglichen mit meiner NEX und X100 sehe ich keinen Unterschied, aber natürlich nicht für Actionfotografie;)


Zusammenfassend kann man sagen, dass man, wenn man bereit ist nur Außenaufnahmen zu machen oder drinnen nen guten Blitz zu benutzen, keine vergleichbare Kamera + Objektiv für weniger als 6000 Euro bekommen kann. Das einzige was mich wirklich nervt, ist, dass bei allem über ISO 100 die Bildqualität rapide abnimmt.
 
Danke für diese tolle Info. Und es stört Dich nicht, dass Du durch die Festbrennweite so eingeschränkt bist? Sony kommt ja jetzt mit einem ähnlichen (noch teurerem) Konzept in Form von der RX-1 auf den Markt.
Vollformat in Kompaktkamera-Gehäuse bei 35mm. Irgendwo um 3000 Euro.

Da drängt sich der Vergleich zu diversen Leica-M auf, aber die haben wenigstens ein Wechsel-Bajonett.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey,

das hört sich ja irgendwie traumhaft an.
Leider kann man sich als Berufsfotograf mit so einer Kamera nicht blicken lassen.
Die ist einfach zu klein, haha.

DP2 wäre mir im Alltag etwas zu lang von der Brennweite.
Hab ein 30mm F1.4 an meiner K5 gehabt und leider konnte ich es nicht immer ausnutzen.

Die DP1 wär so richtig mein Ding. Aber ich warte noch ein paar Jahre, bis man sie für 250 Eumel bekommt, haha.

Grüße
Rod
 
hab mir vor 2 Tagen die dp1x geholt. kann es kaum erwarten, dass sie endlich ankommt. :)

Ich bin ansich kein großer Fachmann, hab nie mit einer DSLR Fotos gemacht, konnte aber mit meiner powershot g9 Erfahrungen sammeln.
Ansonsten trifft sie einfach genau meinen Geschmack, ich mache hauptsächlich Landschaftsfotos, geh da bei auch immer recht langsam und perfektionistisch vor. Und was ich da an Bildern gesehen hab, die aus dem Ding kommen können, wow, sowas von plastisch und sauscharf.

Eine Merrill-Version mit doppelter auflösung wär ntürlich das sahnehäubchen gewesen, aber der Preis ist mir definitiv zu hoch.
 
@Megamind:

Eine Sony RX-1 mit einer Leica vergleichen zu wollen ist ärgste Blasphemie!

Das geht nun wirklich nicht :D
 
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