Drohnen und FPV-Brillen: 3D/stereoskopisch oder nicht?

freifacht

Lieutenant
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Okt. 2008
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Hi zusammen,
Ich überlege, mir eine kleine Drohne zuzulegen.
Die DJI Neo 2 scheint mir ganz interessant zu sein.
Nun gibt es ja für die Drohne auch die "Goggles N3" Brille.
Ich bin jetzt nur noch nicht so richtig dahintergestiegen, ob das Bild in der Brille stereoskopisch angezeigt wird.
Da die Drohne nur eine Kamera hat, kann ich mir das nicht vorstellen, für Stereobilder benötigt man ja 2 unterschiedliche Blickwinkel.
Da stellt sich mir natürlich die Frage, wie man beim Fliegen über die Brille Entfernungen richtig einschätzen kann, wenn kein stereoskopisches Bild angezeigt wird
Vielleicht könnt Ihr mich da ein wenig aufklären?
Danke schon mal 🙂
 
Es ist kein 3D Bild. Das Bild ist nicht mal besonders groß. Es ist wie ein Handy vor den Augen. Es hat vor allem den Vorteil, dass man immer in die richtige Richtung sieht. Entfernungen einzuschätzen ist nicht unproblematisch, deswegen muss auch meist mit einem "Spotter" geflogen werden. Ist aber auch Gewöhnungssache.
Es ist etwas wie der VR-Kinomodus von Steam. Wenn du da einen Dronen Simulator nimmst, bekommst du einen ganz guten Eindruck.
Ich denke mal, 3D wird noch kommen. Es gibt ja auch schon eine 360 Grad Drone. Vielleicht geht das dann sogar mit der Quest 3, die könnte HDMI über Funk empfangen.
 
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Danke.
Wie schaut's dann eigentlich mit diesen Drohnen-Rennen aus?
Wie schätzen die "Piloten" die Entfernungen und Abstände zu den Hindernissen ein?
 
freifacht schrieb:
Wie schätzen die "Piloten" die Entfernungen und Abstände zu den Hindernissen ein?
Durch viel Übung und Gefühl. Das ist wie bei einem LKW Fahrer. Der kennt sein Fahrzeug und hat im Gefühl, wo er durch passt und wo nicht. Als PKW Fahrer das erste Mal auf einem LKW bist du mit den Abmessungen überfordert und unterschätzt diese. Übung macht den Meister. Die Renndrohnen sind noch dazu unstabilisiert. Da muss man richtig fliegen können! Einfach mal die Knüppel loslassen ist nicht.

FPV fliegen ist Deutschland übrigens ausschließlich mit Spotter erlaubt. Alleine, ohne Spotter ist nicht zulässig.
 
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Mit der Anmeldung in einem Verband kann man auch ohne Spotter fliegen
 
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@der__uwe Aber nur unter strengen Auflagen. Maximale Höhe 30 Meter, in einem fest definierten Bereich/Luftraum, in welchem eine Gefährdung Dritter ausgeschlossen ist. Fluggerät unter 250 Gramm, im Rahmen bestimmter Verbandsregeln auch bis 2 Kg. Sorry, aber 30 Meter max. Höhe und nur abgesperrtes Gelände. Normales FPV Fliegen bleibt damit ohne Spotter verboten.
 
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freifacht schrieb:
Ich bin jetzt nur noch nicht so richtig dahintergestiegen, ob das Bild in der Brille stereoskopisch angezeigt wird.
Ginge nur wenn die Drohne 2 Kanerasensoren nebeneinander mit entsprechenden abstand hätte.
 
Und die Funktechnik müsste dann auch 2 Streams gleichzeitig bringen. Gab vor paar Jahren mal jemanden, der hatte für analog-FPV verschiedene 3D-Module gebaut. Hatte ich auch mal getestet. War ganz lustig aber so richtig gut war es nicht.
Für ein wirklich gutes 3D-Bild müssten die beiden Kameralinsen auch noch in ihrem Winkel zueinander verstellbar sein und die Brille bräuchte einen Eye-Tracker, der feststellt, ob man gerade ein nahes Objekt betrachten will (schielen) oder eins in der Ferne (parallel). Technisch umsetzbar aber nur mit viel Aufwand. Ich denke, die ganze 3D-Geschichte ist im Moment tot. Gibt es ja auch bei Fernsehern nicht mehr. Selbst Handys mit 3D-Display gab es ja mal, hat sich auch nicht durchgesetzt.
 
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