DVD-Schreiben/-Lesen Mythos, ist da was dran?

Fawk

Ensign
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Nov. 2013
Beiträge
233
Hallo Zusammen, ich hätte mal eine Frage zu einem Mythos der sich schon seit der Ära der ersten beschreibbaren CDs hartnäckig in den Köpfen einiger Leute die ich kenne hält.

Und zwar wird behauptet, dass CDs/DVDs die z.B. mit 16x Geschw. gebrannt wurden, in den meisten (oder einigen) Fällen auch nur von Laufwerken gelesen werden können, die ebenfalls mit min. der selben Geschw. arbeiten.

Ist da was dran, oder ist das totaler humbuck?

Und bitte nicht nur mit Ja oder Nein antworten, ein paar Argumente wären nicht schlecht^^

Grüße,
Fawk
 
Meines wissens humbuck, es ist(war) allerdings so, umso lagsamer man brennt umso weniger fehler können entstehen...
 
Humbug!

Der Sinn dahinter:
- Je schneller DVDs/CDs beschrieben werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Fehler beim Brennen gibt. -> Wenn man das langsamer einstellt, sinkt die Fehlerwahrscheinlichkeit und Laufwerke, die keine gute Fehlerkorrektur können diese Scheiben dann besser lesen.

Das ist ähnlich, als würdest du Text ausdrucken in der Qualitätseinstellung "Entwurf" und "Optimal". Der Text ist in beiden Fällen der gleiche, die Schrift bei "Optimal" ist aber schärfer und dadurch besser lesbar.
 
Die Brenngeschwindigkeit hat nichts mit der Lesegeschwindigkeit zu tun. Außer vielleicht, dass bei sehr hohen Schreibraten die Fehlerhäufigkeit zunimmt. Wenn dem tatsächlich so wäre, würde auf den Geräten eine entsprechende Geschwindigkeits-Kompatiblilität angegeben sein.
 
Hm, so direkt antworten kann ich jetzt gar nicht, aber ich kenne zum Beispiel noch das Phänomen mit den selbst gebrannten CDs im Autoradio.
Hat man mit 48x Geschwindigkeit gebrannt, ging gar nix.
Mit 16x ging sie im Auto, holperte aber leicht.
erst ab 4x oder gar 2x, lief die Musik dann flüssig und auch Erschütterungen waren nicht so sehr zu merken wie bei CDs die mit höheren Geschwindigkeiten gebrannt wurden.

Ich glaube mich zu erinnern, dass mal jemand die Brenngeschwindigkeit auf die "Tiefe der Datenträgerschicht" übertragen hat.
Also quasi, wenn man langsamer schreibt, geht's tiefer rein :):D

Hoffentlich schreibe ich keinen totalen HUMBUG
 
Danke Euch,
genau so sind auch meine Erfahrungen und mein Wissensstand.

Schnelles Brennen = höhere Fehlerquote
 
Allerdings muss man wohl teilweise aufpassen, nicht zu langsam zu brennen. Ist ein Rohling z.B. für 48x-brennen bestimmt, sollte man ihn nicht mit 2-fach brennen, da dann unter Umständen der Laser zu lange auf einer Stelle brutzelt und damit die Schicht quasi "verbrennt".

Zu deinem "Mythos"... ich kann mir da nur vorstellen, dass Laufwerke, die eine höhere Lesegeschwindigkeit haben, ebenfalls auch eine bessere Fehlerkorrektur besitzen und damit die schnell-gebrannten (und damit eventuell qualitativ minderwertigeren) CDs/DVDs verlässlicher Lesen können. Andersherum können langsam lesende (und damit eher ältere) Laufwerke auf Grund schlechterer (weil älterer) Fehlerkorrektur die schneller-gebrannten Datenträger nicht ordentlich lesen.
 
@ Cardhu
Ist nach wie vor so. Die 15 € DVD Brenner in Verbindung mit billigsten Rohlingen sind nicht ein Garant für fehlerarme Schreibvorgänge. EInige große Markenhersteller sind ja auch schon aus der Produktion ausgestiegen
 
DerBaya schrieb:
...Ich glaube mich zu erinnern, dass mal jemand die Brenngeschwindigkeit auf die "Tiefe der Datenträgerschicht" übertragen hat. Also quasi, wenn man langsamer schreibt, geht's tiefer rein :):D
Hoffentlich schreibe ich keinen totalen HUMBUG
Nein schreibst Du nicht!

Je höher die Brenngeschwindigkeit, umso weniger deutlich ist die Datenstruktur des Datenträgers ausgeprägt. Denn die Daten werden ja als Pits (Vertiefungen in der Trägerschicht) und Lands (Bereiche in denen die Trägerschicht nicht angerührt wird) auf den Rohling gebracht. Bei hohen Brenngeschwindigkeiten sind die Pits nicht sehr ausgeprägt und dementsprechend kann das zu Lesefehlern führen. Bei Audio kann das noch verhältnismässig einfach durch die Fehlerkorrektur ausgeglichen werden, auch weil man hier Fehler überhört. Bei Daten sieht das dann aber gleich ganz anders aus - hier kann die Fehlerkorrektur das meist nicht sauber ausgleichen und die Fehler treten deutlich zutage.

Deshalb sollte zumindest für Daten gelten, dass man nicht die Höchste zur Verfügung stehende Brenngeschwindigkeit nutzt.
 
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