Eigenbau NAS, Sleep States und Festplatten Stdby

Nephylim

Lt. Junior Grade
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Hallo,

ich bin kurz davor einen Rechner als NAS zusammen zu zimmern.

Die Idee ist wie folgt:
Eine SSD für das System und häufig verwendete Daten,
drei HDDs für Datenbackups und Medien.

Der Rechner soll gleichzeitig per XBMC meine Anlage und mein Heimkino befeuern.

Toll wäre es, wenn der Computer nach einer gewissen Zeit in den Standbymodus wechselt. Die paar Sekunden Wartezeit bis zur Verfügbarkeit der Daten ist mir egal. In einem Test funktioniert das Ganze auch schon problemlos.

Mein Problem ist aber, dass der PC jedes Mal zum Einschlafen und Aufwecken die Festplatten hochfährt obwohl diese vielleicht einmal in der Woche benötigt werden.

Gibt es eine Möglichkeit das zum umgehen?

Ich stehe damit vor folgendem Problem.

Entweder lasse ich den PC dauerhaft laufen und nehme den Stromverbrauch in Kauf, die Festplatten starten dann wann sie benötigt werden und die Funktion ist so wie sie seien soll.
Oder ich bringe den Computer immer wieder in den Standby Modus und nehme damit das höhere Risiko eines Festplattenausfalls durch ständiges auch und einschalten in Kauf.
 
Ich fahre mein NAS bei Bedarf immer komplett hoch und wieder runter. Ich denke selbst 20 Ein-/Ausschalt Zyklen am Tag sind für die Festplatten kein Problem.

Nach 2 Jahren tauscht du die Festplatten durch neue (und größere) und falls wirklich mal eine ausfällt hast du ja sicher ein Backup der wichtigen Daten.

Mir ist mit dieser Vorgehensweise noch keine einzige Festplatte in 6 Jahren gestorben. Und ich hatte schon etliche (immer WD Green). Allerdings tausche ich immer spätestens nach 1,5 Jahren. Da bekommt man noch einen ganz brauchbaren Betrag für die "alten" Platten.
 
Also die Festplatte starten ja schon während das BIOS durchläuft. Viel wirst du daran nicht ändern können.

Bei der Wahl der Festplatten solltest du dir aber Gedanken machen welchen Weg du einschlägst. Server-Festplatten sind für 24/7 Dauerbetrieb vorgesehen, während Desktop-Festplatten tendenziell mehr Start-/Stop-Zyklen durchhalten müssen. Das ist den von dir beschriebenen Anwendungsfällen geschuldet (always on vs on/off). Prinzipiell kann man natürlich auch eine Desktop-Festplatte im Dauerbetrieb einsetzen, genauso wie man Server-Festplatten starten/stoppen kann. Es kann sich aber auf die Lebensdauer auswirken, je nachdem wie stark die jeweilige Belastung am Ende aussieht.


Je nachdem was du für Server-Hardware einsetzt, hält sich der Energieverbrauch aber in Grenzen. Man kann einen Eigenbau-NAS für um und bei 15-25 Watt bauen, wenn man es darauf anlegt. Ein Array mit xx HDDs zieht natürlich dementsprechend zusätzlich Energie. Das kann man aber in den Griff bekommen, in dem man die Festplatten schlafen legt, wenn sie nicht gebraucht werden wie du ja schon schreibst.

Alternativ kann man sonst ein NAS als reines Datengrab anschaffen (zB Synology, QNAP, Zyxel, etc) und den geplanten Eigenbau dann als HTPC umplanen.
 
Für einen Eigenbau bietet sich der HP N54L geradezu an. Hatte vorher ein NAS auf Desktop Basis mit Athlon 2, das habe ich nicht unter 40W bekommen (mit HDDs).

Jetzt im HP bewegt sich das Ganze um die 30W.

Festplatten gehen bei meinem nach 20 Minuten in Standby. Nach 5 Minuten ohne einen Client im Netzwerk fährt das komplette NAS runter. Neustart dauert um die 20 Sekunden, bis die Freigaben verfügbar sind mit Windows 2008 R2.
 
Also ein natives NAS (Synology usw.) scheidet aus. Bisher bin ich von der oneinall Lösung mehr angetan. Zumal mit einem ordentlichen 300W Netzteil und Haswell baiertem Pentium Idle Werte von 15W zu erreichen sind. Die Platten komme da natürlich noch hinzu. Aber die Fertigen NAS verbrauchen in etwa das gleich bieten aber nicht die Funktionalität, die ich möchte.

Gibt es eine Möglichkeit, dass Windows beim Herunterfahren in den Standby die Festplatten nicht einschaltet? Das ein hochfahren der Platten beim anschalten nötig ist sehe ich ein. Beim herunterfahren allerdings nicht.

Ich könnte mir vorstellen das System auch so aufzubauen, dass der PC sich automatisch gegen 2 Uhr Nachts in den Standby fährt und dann ab der nächten Benutzung wieder bis 2 Uhr nachts läuft. An Tagen wo er nicht benötigt wird wäre er damit komplett aus und man hat nicht ganz so viele Zyklen für die Platten.
 
Ich denke du brauchst dir um die Zyklen der Platten keine Platte machen :P

Und warum nach einer Benutzung bis um 2 warten, bis die Kiste wieder ausgeschaltet wird? Einfach per Tool prüfen ob noch relevante Clients online sind, ob gerade Updates laufen, ob Netzwerktraffic vorhanden ist, usw. ... wenn nicht, Shutdown.

Mein NAS fährt täglich bis zu 5x hoch und runter und ich habe da keinerlei Bedenken bzgl. der Haltbarkeit.
 

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