Ein zweites Haus ca. 50m Abstand mit Internet erschliessen

MIC778

Lt. Commander
Registriert
Okt. 2007
Beiträge
1.778
In Haus (A) hat es guten Internet Empfang, etwa 20MBit und im Haus (B) nur sehr schlechten, weil alle Häuser danach diese Leitung teilen müssen, nur Haus (A) nicht. Daher können sie nur max. 6MBit Internet Empfangen. Ich möchte jetzt das Internet von A nach B bringen. Im Haus A wird schon ein Router FB 7490 verwenden und auch ein FB Repeater 1750. Wenn ich den Repeater im Haus B einstecke dann hat es zwar Internet über die Distanz, aber der Empfang reicht nur für etwa 5MBit. Also noch schlechter. Was würdet ihr vorschlagen sollte ich tun? Gibt es irgendwelche Richtstrahler die das WLAN fokussiert übertragen oder was bleibt mir da übrig?

Das ist eine vorübergehende Massnahme bis die Leitungen zum Haus erneuert werden. Der Speed soll für Streaming Dienste reichen.
 
WLAN Richtfunk, was anderes wird dir nicht übrig bleiben.

Ich gehe mal davon aus die Gebäude stehen auf unterschiedlichen Grundstücken.


Kabelverbindungen zwischen Grundstücken dürfen generell nur vom Ortsnetzbetreiber gemacht werden
LAN-Kabel zwischen zwei Häusern ist sowieso ne blöde Idee aufgrund von Potentialunterschieden.
Glasfaser würde technisch gehen, darfst du aber vermutlich nicht (siehe 1. Argument)
--> Bleibt nur Richtfunk.
 
einen repeater stellt man zwischen den geräten "wlan A und wlan B". wenn du den repeater im selben raum wie A oder B betreibst, bringt das nichts.

und ja, im ersten beitrag hier im netzwerkforum wird erklärt was du alles für richtfunk-wlan brauchst.
aber: du kannst nur internet A oder B benutzen, ein mischen oder bündeln ist mit consumer-geräte nicht möglich...
 
Die beste und schnellste, aber auch teuerste Lösung ist die Kabellösung wie folgt:

Router --> Lan-Kabel --> Mediakonverter-LWL --> LWL-Erdkabel(HausA-HausB) --> Mediakonverter-LWL --> GbE-Switch
 
Zuletzt bearbeitet:
computerbase107 schrieb:
Router --> Lan-Kabel --> Mediakonverter-LWL --> LWL-Erdkabel(HausA-HausB) --> Mediakonverter-LWL --> GbE-Switch

Das darf er aber nur, wenn die Häuser beide auf dem selben Grundstück stehen. Ansonsten bedarf es einer Sondergenemigung durch den Zuständigen Netzbetreiber vor Ort.
 
Gleich LWL verlegen halte ich für eine zu schnelle Entscheidung. Auch, dass es 2 Grundstücke sind, ist noch nicht geklärt.

Zuerst würde ich weitere Gegebenheiten klären.
Wie weit sind die Gebäude voneinander entfernt? - 50 Meter
Ist es nur 1 Grundstück oder mehrere?
Wäre eine Physische Leitung möglich? Wasserdichtes Rohr durch den Boden ziehen z.B.
Ist für ein eventuelles Powerlan das Stromnetz direkt verbunden? So haben wir es auf unserem Grundstück mit dem Ferienhaus für Besucher.


Je nach Entfernung würde auch ein Cat 7 Kabel gehen. Alternativ natürlich LWL, was die Kosten aber steigen lässt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Corin Corvus wie kommst du darauf dass Cat7 eine gute Idee sei?
Ich möchte kurz anmerken, dass das zwar geht, aber (!) da braucht nur mal in der Nähe der Blitz einschlagen und dann brennt dir die Hütte schneller ab als du "Kupferkabel" sagen kannst, zumindest wenn du Pech hast. Mit Glück ist nur die Hardware Schrott.
 
Zensai schrieb:
Fullquote entfernt

Ja wenn man das billig unter die Erde gräbt ist das der Fall. Ich rede aber von Fachgerechter Verlegung mit einem kleinen Rohrschacht, der solche Blitze gar nicht erst zulässt. Wer kommt auf solche ideen?!? Oo
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Fullquote entfernt)
LWL-Kabel sind aus Sicherheitsgründen wegen der vorgeschriebenen Potentialtrennung immer angeraten.

WLAN-Richtfunkstrecken sind meiner Meinung nach immer nur die zweitbeste Lösung.
 
Es sind zwei Grundstücke. Die Inhaber sind verwandt. Sie hätten also nichts dagegen wenn man da Löcher grabt. Aber es muss natürlich auch günstig sein. Ist es denn nicht möglich ein gewöhnliches LAN Kabel in einem Kabelkanal zu ziehen und es unter die Erde zu vergraben? 50m LAN Kabel sind ja billiger als ein Repeater:
http://www.amazon.de/50m-Netzwerkkabel-Netzwerk-LAN-Kabel-Cat5e-Meter/dp/B007OLB8N6

Zum Repeater. Es ist ein Repeater wird aber als Accesspoint verwendet. Er empfängt nur das WLAN und gibt es am Ethernet Port weiter.

Die Grundstücke befinden sich in Österreich. Kenne die gesetzliche Lage nicht. Aber ich denke auf eigenem Grundstück kann man doch machen was man will oder? :)
 
Zensai schrieb:
Fullquote entfernt

Rechtsgrundlage?

Es würde mich überraschen, wäre das temporäre Verlegen eines LAN-Kabels für den Privatgebrauch verboten. Aber kann ja sein...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Fullquote entfernt)
kleinen Rohrschacht, der solche Blitze gar nicht erst zulässt.
Es geht ja gar nicht darum, dass der Blitz in die Datenleitung einschlägt.

Wenn der Blitz in der Nähe der Gebäude einschlägt, und der Abstand zu beiden Gebäuden ist nicht absolut gleich, haben die beiden Häuser auf einmal unterschiedliche Erdpotentiale--> der Ausgleichsstrom läuft dann über das verlegte Netzwerkkabel, Grillt die Hardware und sorgt im schlimmsten Fall für einen Brand. Das kann dann so aussehen https://www.computerbase.de/forum/threads/w-lan-geraet-zerstoehrt.1117770/

Wenn Gebäude vernetzt werden, dann geht das ausschließlich, wenn an eine Galvanische Trennung gedacht wird.
 
Mic Das hatte ich vorgeschlagen. Wichtig ist bei dem Kanal jedoch, dass er Risiken wie Blitze, Feuchtigkeit etc., wodurch Schäden entstehen können, fern hält. Zur Garage haben ein durchgehendes Rohr, was von einem ins andere Gebäude geht und dies dann noch Isoliert gegen Witterung. Ein Billiges Kabel würde ich dennoch nicht nehmen sondern auf ein Kabel, welches auch genug Leistung bringt. Alternativ, wenn das Geld da ist, die bisherigen Empfehlungen mit LWL. So spart man sich dann auch die Isolierung etc., von der ich oben sprach. Es hat beides Vor und Nachteile.

Wie die Vorschriften in Österreich sind, würde ich im Vorwege klären, denn das kann auch da richtig Ärger geben.


@Zensai ok das ist natürlich nicht gewollt. Schlussendlich ist es aber dennoch die Entscheidung der Bewohner. Bei uns ist bisher nie was passiert und hier schlagen oft Blitze ein. 2 Unserer Bäume hat es schon erwischt (Kirschbäume) in den letzten 2 Jahren. Allerdings hatten wir nie einen Brand in der Hinsicht. Allerdings, wenn ich das sehe, werde ich mal über eine sichere Möglichkeit nachdenken und eventuell Umrüsten. Bei uns ist das Geld ja weniger das Problem.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zensai schrieb:
Wenn Gebäude vernetzt werden, dann geht das ausschließlich, wenn an eine Galvanische Trennung gedacht wird.

Genau, deswegen kommt eigentlich nur LWL in Frage.

- Potentialfrei
- optimale und damit stabile Verbindung
- Kein "mitlauschen" möglich

Mir fällt kein Grund für WLAN oder Kabel ein, außer der eventuell etwas höhere Preis mit LWL.

@Corin Corvus
Bei mir kam der Blitz schon aus der Telefondose. Ich war dabei in 4 m Entfernung, dass ist dann nicht mehr lustig. Es gab einen lauten Knall mit einem Lichtbogen. Die komplette Elektronik im Haus und im Nachbarhaus war kaputt. Beim Nachbar ist der Blitz durch das Haus in den Heizungskeller und dann in die Warmwasseraufbereitung eingeschlagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Corin Corvus schrieb:
@Zensai ok das ist natürlich nicht gewollt. Schlussendlich ist es aber dennoch die Entscheidung der Bewohner..
Stimmt, nur was wenn dann was passiert?
Wer trägt die Kosten? Dass die Versicherung in so einem Szenario zahlt, halte ich für fragwürdig, da es durch eine nicht erlaubte Situation dazu gekommen ist.
Idon schrieb:
Nur der Vollständigkeit halber (gilt halt nur für D, wie es in A aussieht weiß ich nicht): Das ergibt sich daraus, dass Grundstücksvernetzungen nur über öffentliche Netze erfolgen dürfen, da dafür die letzten Steckverbindungen Abschlusspunkte sind, die widerum nur Berechtigte (ergo: Unternehmen wie die Telekom) installieren dürfen.
http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start...*[@attr_id='bgbl197s3315.pdf']__1457431368358

Das Gesetzblatt ist schon älter, mir ist aber keine Änderung an diesen Paragraphen bekannt.
 
@ Zensai Das ist klar. Aber ich kenne viele Grundstückbesitzer, die das wenig interessiert. Wir kennen die Personen nicht und können dies dementsprechend nicht beurteilen.
 
Vermutlich auch weil sie sich dazu gar keine Gedanken gemacht haben.
Weder zur Potentialtrennung noch zur Rechtslage, dennoch muss das hier erwähnt werden, immerhin ist das hier auch Hilfeforum, wo freundliche Menschen einen auf eventuelle Fehler hinweisen, die Bewertung obliegt dann dem TE.
 
Hi,

Aber ich kenne viele Grundstückbesitzer, die das wenig interessiert. Wir kennen die Personen nicht und können dies dementsprechend nicht beurteilen.

ob es die Leute interessiert oder nicht spielt eine untergeordnete Rolle. Fakt ist, dass Zensai absolut richtig argumentiert. Erstens ist es bei uns nicht gestattet Grundstücke selbst zu vernetzen und zweitens ist die Gefahr für einen Schaden ohne Trennung - für den am Ende niemand aufkommt, auch die Versicherung nicht - einfach viel zu hoch.

Ich finde auch, dass meine Autoversicherung zu hoch ist. Ich darf trotzdem nicht ohne herumfahren. Ganz einfach.

VG,
Mad
 
@Zensai
danke dass du noch auf die Gefahren hinweist. Das ist sehr wichtig.

Was ist denn jetzt in der Anschaffung schätzungsweise günstiger. LWL oder WLAN Richtfunk? Die Häuser haben einen Abstand von 50m (Erde). Ich denke LAN Kabel im Kabelkanal unter der Erde ist am günstigsten. Ich entscheide dann selber welche Sicherheit und welche Vorschriften zu berücksichtigen sind. Schliesslich bin ich auch nicht so blöd und nehme einfach das billigste. ;)

Danke
 
Zurück
Oben