Einschaltverzögerung nach Kaltstart (Tastendruck - 5 sec Stille - geht an) Nomal?

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schroettel

Gast
Hallo,

ich habe folgendes Problem:

Ich drücke den Startknopf am PC. Es tut sich für ca. 5 Sekunden gar nichts (kein Lämpchen, kein Beep, kein Lüfter), dann springt der PC wie von Geisterhand an und fährt normal hoch. Im Betrieb keine Probleme.
Beim Warmstart (also Neustart) keine Auffälligkeiten.
Das Phänomen tritt nur auf, wenn ich den PC nach dem Runterfahren per Kippschalter an der Mehrfachsteckdose vom Stromnetz trenne. Ich kann das zuverlässig nachstellen:
Wenn ich den Startknopf relativ schnell (nach 1 Sekunde) betätige, nachdem ich die Steckdose eingeschaltet habe, tut sich nix und der PC fährt nicht hoch, das Startsignal geht also flöten.
Wenn ich den Startknopf am PC einen Augenblick später drücke, muss ich wie oben beschrieben 5 Sekunden warten, bis er anspringt.
Wenn ich selber einige Zeit warte, nachdem ich die Steckdose eingeschaltet habe und dann den Startknopf drücke, fährt der PC normal sofort hoch, wie ich es gewohnt bin.

Ich habe kein Problem damit, zu warten, aber ich vermute, es handelt sich um einen technischen Defekt und nicht um normales Verhalten.
Der PC ist ziemlich neu (< 6 Monate, Komponenten siehe unten), das Mainboard ist sogar flammneu, weil das alte abgeraucht ist und der Hersteller mir ein neues (gleiches Modell) geschickt hat. Das beschriebene Problem gab es vorher nicht, es ist mit dem neuen Mainboard gekommen. Ich habe es übrigens auf aktuelles BIOS geflasht.

Ich habe das Netzteil mal vom PC getrennt und manuell das Startsignal (mit Büroklammer;) ) ausgelöst: Netzteil geht sofort an ohne Verzögerung.

Lange Rede, kurzer Sinn: Defekt wahrscheinlich, oder unkritisches Verhalten, dass man erklären könnte z.B. Kondesator muss sich aufwärmen, Mainboard verzögert einschalten, um Stromspitze zu vermeiden etc. ???

PC besteht unter anderem aus:

Mainboard Asrock Z87 Extreme6 (alt und neu, gleiches Modell)
Netzteil beQuiet Powerzone 650 Watt
Prozzessor i7-4770k
Graka 670 GTX

Bevor das Mainboard wegen Defekt getauscht wurde, lief das System einwandfrei.

Vielen Dank im Voraus!
 
Nein, die Kondensatoren müssen sich nicht erwärmen, aber aufladen. Und wenn sie etwas überaltert/schlechte Qualität haben, dann erzeugen sie beim Einschalten einen zu hohen Strom, weshalb dann entweder das Netzteil (bei defekten Mainboard Kondensatoren) in den Überstrommodus fällt (was nicht zu deinem Fehler passt) oder aber das Netzteil einfach die 5 sek zum Einschalten benötigt. Ich würde bei der Fehlerbeschreibung auf ein baldiges Ableben des Netzteils wetten. Es könnte aber auch in das Netzteil mit Absicht eingebaut sein, um eine Einschaltstromspitze zu vermeiden, dann sollte aber jedes Netzteil dieser Serie das gleiche Verhalten aufweisen, da kann ich nichts zu sagen.
 
Zuletzt bearbeitet: (Typo)
Hatte das gleiche Problem weit über 2 Jahre. War nie etwas defekt oder dergleichen. Lass es einfach wie es ist.
 
Ich habe ein beQuiet Pure Power L8 530W CM. Bei mir passiert es genauso, wie von dir beschrieben. Ich vermute das liegt im allgemeinen an den Asrock Mainboards, da die Kondensatoren geladen werden müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist bei Asrock Mainboards scheinbar normal. Mein Asrock Z87 Fatal1ty hat beim Einschalten die gleichen Anzeichen. Warte ich nach dem Einschalten der Steckdosenleiste die 5 Sekunden ab bis ich den PC einschalte, startet er sofort.

Bei Asrock müssen erst die Kondensatoren geladen werden und dadurch ergibt sich die Verzögerung. Da ich das Verhalten aber kenne, kann ich damit Leben.
 
Besitze auch das Asrock Z87 Fatal1ty, weshalb es wohl anscheinend an Asrock liegt. Habe meinen Text nun auch entsprechend geändert :P
 
Ich kann dir leider nicht sagen, welche Komponenten ich in meinem Rechner habe, aber das von dir beschriebene Problem habe ich seit mehreren Jahren (2-3?). Mein Rechner startet auch erst nach 5 Sekunden Bedenkzeit, auch wenn er länger ausgeschaltet (aber am Strom) war.

Da allerdings seit diesem Verhalten keine meiner Komponenten ausgefallen sind, lebe ich damit..
 
Vielen Dank für eure Antworten!!!:)

Wie gesagt, kann ich mit dem Phänomen leben, wenn ich weiß, dass nichts kaputt ist und das wäre ja die beste Lösung, weil ich nix ausbauen und einschicken muss.

Bleibt die Frage: Warum gab es diese Verzögerung nicht mit dem alten Mainboard, dass ja exakt das selbe Modell war? Gibt es dafür auch eine mögliche Erklärung?
 
Ich habe mal den Asrock-Support angeschrieben und mein Problem geschildert. Hier die Antwort:

"Es ist kein board defect, wenn sie das netzteil einschalten ist das system noch nicht aktiv, wenn sie die power taste drucken werden 2 kontakten in der ATX poweranschluss auf das board ganz kurz kurzgeschlossen und bekomt das netzteil ein signal zum start, das netzteil macht den ein selbsttest und wenn alles stimt, wird erst ein power good signal an das board gegeben, und startet das board erst.

Ich habe es mit verschiedene netzteile getestet auf untershciedliche boards aber alle machen das gleiche, so bald mann das netzteil von strom trent, dauert es ein par sekunden.

Wenn sie das netzteil einschalten und ein par sekunden warten bevor sie die powertaste drucken, sollte das system gleich starten.

Koennen sie das uberprufen?

Ich werde meine kollegen in Taiwan fragen warum das ist, aber es ist sicherlich kein defect
."

Sieht also so aus, als ob sich offiziell bestätigt, was ihr schon gesagt habt, nämlich dass alles i.O. ist. *freu* Wenn der Kollege aus Taiwan jetzt noch das Geheimnis lüftet, warum das so ist, werde ich das auch hier posten.
 
Ja, das wäre sehr interessant. Macht aber Sinn, denn erst nach kurzer Anlaufzeit sind die Spannungen am Netzteil Stabil, und vermutlich noch etwas später erst die auf dem Board.
 
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