Empfehlung Einstieg 3D Druck

SaxnPaule

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Hallo Community,

ich möchte mir dieses Jahr zu Weihnachten einen 3D Drucker schenken.
Gedruckt werden sollen erstmal nur einfache, einfarbige Dinge wie Batteriehalter oder kleinere Gehäuse.

Da der Appetit aber bekanntlich beim Essen kommt, wäre ich gern gerüstet für andere Filamente als PLA und PETG.

Lautstärke und Klima sind nicht wirklich relevant, da das Teil in die Werkstatt (mit Fenster) im Keller kommt. Dennoch hätte ich gern ein geschlossenes Gehäuse.

LAN/WLAN Zugang sind gegeben.

Nach meinen bisherigen Recherchen ist mein Favorit derzeit der Bambulab P2S inkl. AMS 2

Gibt es eine bessere Empfehlung für einen schnellen, problemlosen Einstieg? Preislich möchte ich gern unter 800 EUR bleiben.

Sollte man, außer dem Drucker gleich noch anderes nützliches Zubehör kaufen, was unabdingbar ist?
 
Hab den X1C mit AMS1 hier.
Was mir Am anfang geholfen hat, war
- 3D LAC spray (und auch wirklich das nehmen und keine andere marke) damit haften deine durckteile auf der druckplatte, gerade am anfang wenn man die settings noch nicht so raus hat (klebrig wenn druckplatte heiß, wenn druckplatte abgekühlt kann man die drucke einfach lösen)

- filamenttrocker (elektrisch): petg/TPU und andere filamente sind sehr zickig wenn sie "feucht" sind (zieht fäden, keine druckbetthaft, keine layerhaftung und und und) -> jedes filament dass ich geliefert bekomme steck ich erstmal für paar stunden in einen trockner (auch pla)

- druckbettschaber um die modelle zu lössen: kann man sich selbst drucken (der geht schnell und ist gut: https://makerworld.com/de/models/210617-ultra-sharp-bed-scraper?from=search#profileId-230442)

- einfaches filament am anfang (simples pla ohne sonderlocken, kein silk, kein matte, kein sonstwas) um den umgang damit zu lernen, sonst verdruckt man schönes/teures filament und ärgert sich.

- zum reinigen der druckplatte: heißes wasser, mildes spülmittel (z.b. frosch) und anschließend mit 99,9% isopropanol abwischen


gibt bestimtm noch einges mehr aber im grund dürfte das für den anfang reichen

PS: müsliboxen zum filament einlagern, zusammen mit silicalgelkugeln und einem hygrometer helfen auch.
welches system du möchtest ist komplett individuell, kannst ja alles selbst drucken.
ich verwende silicalgel von isolatech (https://www.amazon.de/dp/B0DJQWXVK7) das wechselt die farbe wenns feucht ist, kann im backofen regeneriert werden und sit frei von kobaltchlorid und somit gefahrlos im backofen nutzebar (wegengen lebensmittel und so)

achso und: https://3dfilamentprofiles.com/ da kannst nahezu jedes filament samt der nötigen aprameter finden um den drucker passend einzustellen
 
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airwave schrieb:
- filamenttrocker (elektrisch): petg/TPU und andere filamente sind sehr zickig wenn sie "feucht" sind (zieht fäden, keine druckbetthaft, keine layerhaftung und und und) -> jedes filament dass ich geliefert bekomme steck ich erstmal für paar stunden in einen trockner (auch pla)
Das AMS 2 kann Filament trocknen. Wie bewarst du das Filament anschließend auf? Tupperdose? Zip Beutel?

airwave schrieb:
- druckbettschaber um die modelle zu lössen: kann man sich selbst drucken (der geht schnell und ist gut: https://makerworld.com/de/models/210617-ultra-sharp-bed-scraper?from=search#profileId-230442)
👍

airwave schrieb:
- einfaches filament am anfang (simples pla ohne sonderlocken, kein silk, kein matte, kein sonstwas) um den umgang damit zu lernen, sonst verdruckt man schönes/teures filament und ärgert sich.
Hatte ich sowieso vor.

airwave schrieb:
- zum reinigen der druckplatte: heißes wasser, mildes spülmittel (z.b. frosch) und anschließend mit 99,9% isopropanol abwischen
Alles im Haushalt vorhanden.
 
Ich hab auf einen Sovol SV04 gesetzt, der zwar keine Einhausung besitzt, dafür aber ein Idex System mit zwei unabhängig agierenden Extrudern darstellt. Als Ergänzung kommt dazu jetzt (gerade in Zustellung) noch ein Sovol Zero, der sehr schnell druckt und eine Einhausung besitzt.
 
SaxnPaule schrieb:
Das AMS 2 kann Filament trocknen.
ja aber nur materialgleich.
tpu hat andere trocknungsparameter als PETG als PLA aber im AMS könnte gerade 2x PLA, einmal PETG und einmal ABS drin sein.
 
P2S Combo dürfte in jedem Fall ein sehr solider Einstieg sein. Kann man nicht viel falsch machen.

Ich bin allerdings im Moment hin und hergerissen, weil ich eigtl. auch einen neuen Drucker möchte (von einem alten Anycubic i3-Mega S kommend), aber Mehfarb- bzw. Mehrmaterialdruck ist gerade an einem kritischen Punkt. "Normale" Systeme wie AMS und Co. sind mittlerweile verbreitet, haben aber massive Nachteile bei Zeit und Müll. Toolchanger sind idR deutlich besser, aber längst noch nicht so verbreitet und teurer. Sowas die der Snapmaker U1 wäre für mich aktuell aber viel sinnvoller als z.B. ein P2S mit AMS2, wenn er denn schon verfügbar und gesichert zuverlässig funktionieren würde.

Also entweder mit sowas wie dem P2S einfach loslegen, oder die Entwicklung der Toolchanger ein wenig abwarten. Sonst kann es gut sein, dass man sich in 1-2 Jahren ärgert. Wenn man eh immer wieder neue Drucker kaufen will, ist das ntürlich egal, aber wenn man den Drucker lange nutzen möchte, kann das anders aussehen.

P.S.: Druckgröße bzw. Volumen sollte man nicht unterschätzen. Die "kleineren" Drucker unter 300x300mm sind zwar nicht wirklich klein, aber gerade bei Funktionsteilen kann es schnell auch mal deutlich größer werden. Da ist man froh um jeden mm mehr. Sowas wie in Creality K2 Plus oder größer wirkt von den nackten Zahlen her gar nicht so viel besser, aber die 350x350mm sind eine ganz andere Welt als z.B. die 270x270 des P2S. Von noch größeren Bauräumen mit 450x450 brauchen wir gar nicht reden. Früher waren die Drucker zu langsam für so große Drucke, aber mittlerweile kann man das mMn sehr gut in der Praxis nutzen.
 
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SaxnPaule schrieb:
Wie bewarst du das Filament anschließend auf? Tupperdose? Zip Beutel?
Ich habe eine vermutlich etwas komplexere/teurere aufbewahrung aber damit kann ich filament 4-6 Monate lager.
diese müsliboxen: https://www.amazon.de/gp/product/B07NP98YKY (vor sich beim kauf anderer, manche sind vorne schmaler oder haben links/rechts eindellungen dann passen nachfolgende modelle nicht hinein)
https://www.bastelbruder.de/projekte/filament-lagerbox -> und zwar diese modell: https://www.etsy.com/de/listing/1826659721/filament-box-abroller-version-l-download
dazu kugellager: 608er kugellager 8x22x7
und die bei batelbruder verlinken pneumatikanschlüsse.
als hygroimeter kommen generiesche zum einsatz: sowas: https://www.amazon.de/dp/B07JG9QZ2B

PS: gibt sicher bei makerworld ETTLICHE kostenfreie modelle für müsliboxen die vilelicht auch besser zum jeweiligen use-case passen).
für mich ist obiges eine funktionierende/ausgreifte lösung, die auch ein drucken aus der box heruas erlaubt.
 
Wenn du auch Materialen wie beispielsweise ABS drucken möchtest, empfiehlt sich ein Drucker mit Bauraumheizung. Ich werde mir keinen Drucker mehr ohne kaufen. Preislich finde ich den Qidi Q2 ganz interessant. Gab es letztens beim Hersteller für 450€.
 
Würde auch mit dem P2S Combo gehen. Die Dinger von Bambulab funktionieren einfach Out of the Box.
Da brauchste quasi keinerlei Vorkenntnisse und bekommst das Ding trotzdem in 30min aufgebaut.

AMS würde ich immer mitnehmen, egal ob du Multicolor brauchst. Gerade wenn der Drucker irgendwo im Keller steht ist es schön wenn du da 4 Rollen dauerhaft trocken/staubfrei lagern und bei Bedarf nutzen kannst.

Aktives trocknen von Filament ist so ein kleiner Krieg in der 3D Druck Community. Die einen sagen man braucht es nicht und die andern behaupten fest das man ohne trockenen quasi gar nicht drucken kann.

Persönlich bin ich eher auf der Seite dass es meist unnötig ist, PLA und PETG funktionieren auch ungetrocknet wenn man die halbwegs trocken lagert sehr lange und liefern gute Ergebnisse ab. Willst du aber die absolute Perfektion in den Drucken hilft trocknen meist, aber keine Wunder erwarten. Gibt aber auch spezielle Filamente die da anfälliger sind, das trifft aber auf die meisten PLAs und PETGs von der Stange nicht zu.
 
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Die Werkstatt ist direkt neben dem Heizungsraum mit Durchlass. Da ist es eigentlich immer warm und trocken. In dieser Hinsicht mache ich mir da keine großen Sorgen.
Werde es erstmal einfach handhaben und im Zweifel Tupperdosen + Silikapads benutzen.
 
eRacoon schrieb:
Aktives trocknen von Filament ist so ein kleiner Krieg in der 3D Druck Community. Die einen sagen man braucht es nicht und die andern behaupten fest das man ohne trockenen quasi gar nicht drucken kann.
Also wenn Ich mein PETG CF ohne trocknung drucke kann Ich die Spule auch gleich so in den Müll werfen.
Die Unterschiede sind doch teilweise extrem.
Gelagert werden bei mir kritische Filamente dann im Vakuumbeutel wenn Ich das Zeug länger nicht mehr anfasse.

PLA hab Ich schon 5 Jahre alte Spulen verdruckt die einfach so offen rumlagen da muss man das anscheinend schon ins Wasser werfen um Probleme zu bekommen.

Was mir nur aufgefallen ist wenn PLA zu lange im AMS noch halb eingeführt ist brechen die Enden gerne ab und blockieren das System.
Von daher wird da auch Filament entladen und beim neu gebrauch schneid ich die ersten 5cm ab sicher ist sicher wenn das längere Zeit nicht beutzt wurde.
 
HyperSnap schrieb:
Also wenn Ich mein PETG CF ohne trocknung drucke
Hier fragt halt jemand nach ersten Schritten im 3D Druck, da braucht man sich über PETG CF keine Sorge machen. Wenn derjenige soweit ist dass er sowas drucken will, dann kann er sich ja gerne damit beschäftigen.

Aber ich sehe häufig in den absoluten Anfänger Threads dass das Thema Filament trocknen bis ins letzte Detail besprochen wird. Die Neueinsteiger damit unnötigerweise komplett überfordert und die dann Zeit damit verschwenden sich in was einzulesen was erstmal komplett unnötig ist.

Daher wie du ja schreibst, Standard PLA und auch PETG kannst du einfach in den Drucker werfen und das Ding läuft.
 
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PETG und PLA liegen einfach im Schrank oder in der AMS da hab ich bisher noch keine großen Probleme gehabt das Zeug läuft einfach.

Trocknen und lagern ist erst bei etwas speziellerem Material ein Thema.

SaxnPaule schrieb:
Sollte man, außer dem Drucker gleich noch anderes nützliches Zubehör kaufen, was unabdingbar ist?
Filament mehr brauchst du erst mal nicht.
 
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Wenn es der Bambu wird könnte man drüber nachdenken noch die glatte Buildplate mit zu bestellen.
Im Lieferumfang ist eine mit Struktur, die überträgt sich auf den Druck, hast dadurch keine glatte Unterseite.

Je nach Model kann beides sinnvoll/gewollt sein.
https://eu.store.bambulab.com/de/products/bambu-smooth-pei-plate?id=654583169458589698

Ansonsten Filament, wobei das von Bambu direkt schon recht teuer ist wenn man einzelne Rollen kauft.
Kann man aber zum testen mal mitnehmen, im Lieferumfang ist glaube ne 1/4 Rolle zum testen dabei.

Für 539€ gibt es btw. die P1S Combo aktuell im Angebot, sehr geiler Preis.
Wenn es also billiger werden soll geht der auch, persönlich würde ich aber vermutlich trotzdem zum P2S greifen wenn das Geld da ist. Hab ein X1C und das große Display + vernünftige Kamera ist schon nice to have.
Dazu noch AMS 1 vs. 2 und der P2 hat die Hot Swap Düsen.
 
@eRacoon
Eben, da wird sich immer zuerst um das unwichtigste Thema ein Kopf gemacht!
PLA und PETG, und genau das sind die Filamente die man als Anfänger am ehesten verdruckt, sind auch noch genau die Filamente, die am wenigsten Feuchtigkeit aufnehmen.

@BOBderBAGGER
Meine Filamente lagern in Holzkisten unterm Schreibtisch. Da ist ne Handvoll Silicabeutelchen drin und fertig. Trotzdem lassen sich auch die ältesten Filamente noch ohne zu trocknen problemlos verdrucken.

Hier:
20251028_195206.jpg
Acht Jahre altes PLA, das nur in seiner Holzkiste lagert und noch nie getrocknet werden musste. Bis auf ein wenig Stringing, das allerdings auch davon kommen kann, dass ich wegen dem Sovol Zero von Cura auf Orca wechsle, ist da nix.

Das Benchy hab ich übrigens gedruckt, während ich diesen Beitrag verfasst hab.

SaxnPaule schrieb:
Sollte man, außer dem Drucker gleich noch anderes nützliches Zubehör kaufen, was unabdingbar ist?
Das wichtigste Zubehör liegt dem Drucker schon bei. Was eventuell benötigt werden könnte, das wäre ein Entgratwerkzeug, um die unteren Kanten von den Resten des Brim zu befreien, wenn welche übrig geblieben sind. Ich hab ausserdem einen Flambierbrenner, damit ich nachbearbeitete Druckobjekte glätten kann. Und natürlich hab ich diverse Mutterngrössen (M3, M4, M5) in Vierkant- und Sechskant-Ausführung, die ich immer mal wieder mit eindrucke oder einpresse, wenn ich sichere Schraubverbindungen vorgesehen hab.

Kommt halt auch darauf an, was Du drucken willst, denn das entscheidet darüber was Du an zusätzlichen Materialien und Werkzeugen benötigst.
 
Ich habe mir den P2S geordert. Nun heißt es warten. Versand vorraussichtlich erst Ende Dezember :(
 
Gestern kam der P2S aber ich habe irgendwie so meine Problemchen mit dem Ding.

Der erste Versuch des Benchi ist misslungen, da er sich bereits bei der 5 Schicht vom Druckbett gelöst hat.
Der zweite VErsuch hat wunderbar funktioniert.
Ein paar weitere Drucke gestern und heute haben dann auch noch funktioniert.

Jetzt sollte ein etwas größerer Druck von Statten gehen und nach über einer Stunde und ~75% hat sich wieder ein Teil des Drucks gelöst und nach oben gebogen.

Ich reinige nach jedem Druck das Druckbett mit Alkohol. Druckbett ist das originale leicht geriffelte.

Gedruckt wurde das hier: https://makerworld.com/de/models/124863-train-cross-compatible-with-duplo mit 0,24mm Schichtdicke und Bambu PLA Basic.

Was kann ich anders machen, damit sich der Druck nicht löst oder verzieht?
 
Du hast im Slicer auch die Texture Plate ganz oben links in den Settings ausgewählt?
Ansonsten könnte man eventuell mal versuchen die Bed Temperatur um 5°C zu erhöhen.

Ich hab selten auch mal Fälle von sehr kleinen Objekten oder wenn das Material zum Waarping neigt (wozu das Bambu PLA sicherlich nicht gehört), die nicht auf der Texture Plate haften. Dann nutze ich einfach eine Smooth Plate mit Kleber drauf.
 
eRacoon schrieb:
Du hast im Slicer auch die Texture Plate ganz oben links in den Settings ausgewählt?
Ich hatte über das Smartphone aus der Bambu App den Auftrag gestartet. Da ist per default schon die korrekte Plate eingestellt.
Die glatte Plate ist leider für den P2S nicht lieferbar derzeit.
eRacoon schrieb:
Ansonsten könnte man eventuell mal versuchen die Bed Temperatur um 5°C zu erhöhen.
Das kann ich mal versuchen.
eRacoon schrieb:
von sehr kleinen Objekten
Ich vermute eher das Gegenteil.
Mein Bruder hat mir vor ein paar Monaten mal ein 20x20cm Objekt mit nem Prusa gedruckt und er hatte da auch das Problem, dass sich die Basisschicht mit 2mm Dicke noch während des Drucks gebogen hat.

Ist dann vielleicht der Bauraum zu kalt, so dass das Filament zu schnell abkühlt und dadurch Spannungen auftreten?

Ich probiere es nochmal mit 0,2mm Schichtstärke und 58°C Plate Temp.
 
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