Energiesparender Homeserver mit viel Plattenplatz

Jackie78

Lieutenant
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Okt. 2004
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Hallo,

ich möchte mir gerne einen kleinen Fileserver bauen, auf dem später einmal der "neue" Windows Homeserver "Vail" zum Einsatz kommen soll.

Einsatzzweck:
- Bereitstellen von Videos, Fotos und Musik für den HTPC und andere Teilnehmer im Heimnetzwerk
- Energiesparend im Idle, da der Server 24/7 laufen soll
- leise und zuverlässig
- Downloadrechner für größere Downloads über Nacht, da hier nur DSL 2000 verfügbar ist
- Platz für mindestens 6x 3,5" HDD (für zukünftige Ausbauten)

Ich habe mich schon ein wenig in die Thematik Intel, AMD, etc. eingelesen, und beschlossen, dass ich gerne einen Core i3 mit integrierter Grafik verwenden möchte. Hier also mal die gewählten Komponenten:


1 x Intel Core i3-540, 2x 3.06GHz, boxed (BX80616I3540)
1 x be quiet! Pure Power 300W ATX 2.3 (L7-300W/BN103)
1 x MSI H55M-E33, H55 (dual PC3-10667U DDR3) (7636-010R)
4 x Sharkoon HDD Vibe-Fixer 3
1 x Kingston ValueRAM DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9 (DDR3-1333) (KVR1333D3N9K2/4G)
3 x Samsung EcoGreen F4 2000GB, SATA II (HD204UI)
1 x Sharkoon Rebel9 Economy schwarz


Link zur Geizhals Wunschliste: http://geizhals.at/eu/?cat=WL-125943

Die Festplatten sollen jeweils in ein 5,25" Einschub und entkoppelt werden.

Fragen:

- erstmal: was würdet ihr ändern oder besser machen?
- verträgt sich der Kingston Speicher mit dem Board?
- reicht die Netzteilleistung für bis zu 6 Festplatten (plus Board, CPU, etc.)?
- ist der Corei3 mit dem boxed Kühler halbwegs leise im idle?

Bin für Ergänzungen, Vorschläge und alle anderen Tipps dankbar :)

Jackie
 
Zuletzt bearbeitet:
das wirft mir die frage auf mh ob der server in eine Ecke "versteckt " wird oda ob er auch zur Show gestellt werden soll... Würde sonst genau so machen Netzteil dürfte eig reichen... weil so richtige Stromfresse hasst du ja nicht ;) kommt aba denke ich auch noch auf das Board an...sollte eig reichen !
 
Ich halte 4GB Ram für überdimensioniert, 2 sollten ausreichen...

Wie teuer wird denn der ganze Spaß am Ende?
 
also das NT sollte nicht nur eigentlich reichen, es reicht DICKE.
Bei 3 und mehr platten werden PicoPSU NTs fast unbrauchbar. Die startströme lassen ein kleines PicoPSU zusammenbrechen bzw. unzuverlässig werden beim start. Bist also mit ATX auf der richtigen seite.
Bezüglich des neuen VAIL...hast dich da schon reingelesen? Also ehrlich, ich würd entweder aufs alte setzen oder auf Amahi. Das neue VAIL bringt keinen Drive Extender mit!
 
Summe aller Bestpreise: 505,81 Euro inkl. Mehrwertsteuer

Wer lesen kann ist klar im Vorteil :D
 
Ah, habe den geizhals Link überlesen...

Ich würde auch eher auf Amahi setzen, bzw am besten auf Debian oder Konsorten.
 
Hi,

die Idee, auf 2GB RAM zu gehen, ist notiert, da lassen sich nochmal ein paar Euro sparen, und für den Homeserver sollte es reichen :)

Der Server selbst soll nicht zur Schau gestellt werden, allerdings wird er sich in meinem Wohnraum befinden (versteckt hinter einem Tisch), das heisst: hübsch aussehen muss er nicht, aber leise sollte er schon sein.

Was das Betriebssystem für den Server betrifft, bin ich noch nicht 100% sicher. Evtl. starte ich auch mit dem alten Homeserver, der Drive Extender ist schon eine feine Sache.

Kosten wird das ganze so ca. 550 Euro (siehe Geizhals Link), dazu kommt noch die Lizenz für den Homeserver.

Die integrierte Grafik brauche ich eigentlich nur zum Installationszeitpunkt, danach soll alles Remote administriert werden. Kann man den Grafkkern dazu komplett deaktivieren, um noch meh Strom zu sparen?

Pico PSU kommt nicht in Frage, zum einen wie schon erwähnt wegen der Festplatten, außerdem habe ich hierüber schon viel negatives gelesen, im Bezug auf Langzeithaltbarkeit. Ich denke, das 300W Netzteil sollte im angepeilten Leistungsbereich schön effizient und leise sein. Insgesamt würde ich im Idle gerne unter 40W auskommen :)

Mir ist klar, dass ich mit einem AMD System evtl. nochmal 100 Euro sparen könnte, bin mir aber nicht sicher, ob ich damit im idle ähnlich sparsam werde wie mit dem i3 und dem MSI Board. Oder habt ihr Argumente die für AMD in diesem Bereich sprechen?

Wie gesagt, ich bin noch ziemlich offen für weitere Änderungen, Verbesserungen, Ideen, etc. ;)
 
wenns leise werden soll, warum dann so ein billig gehäuse? ich würde dir eher ein gleich entkoppeltes und am besten gedämmtes empfehlen: http://geizhals.at/deutschland/a566182.html

ich hab noch die etwas ältere variante R2 und bin voll auf begeistert! habe 6 platten drin und alles ist normal leise.

EDIT: die grafikeinheit kannst du nicht ohne weiteres deaktivieren (bei windows) ... außerdem werden grafik remote zugriffe auch erst lokal gerendert und dann verschickt -> grafik notwendig.
 
Zumindest auf meinem Laptop mit i5 kann ich im Bios zwischen "switchable" und "discrete" wählen. Ist nur die Frage ob die Option auch ohne dedizierte Grafik vorhanden ist. Aktuelle Linuxkernel bieten zudem die möglichkeit, den Grafikkern vom Strom zu trennen, denke sowas wird unter w$ auch möglich sein...
 
Wären da nicht die Downloads über Nacht, würde ich dir einfach ein NAS vorschlagen à la:
Netgear Ready Nas Duo (2x 2TB) im Raid 1: NAS + WD Green 2TB
Macht in Summe knappe 300 €

Die Festplatten fahren in Stand-By, sobald eine Inaktivität über einen bestimmten Zeitraum vorliegt. Zudem sparst du dir die Serverlizenz, Stromkosten sind vernachlässigbar gering und die Lautstärke halt sich in Grenzen. Evtl. auch den Lüfter ausstecken, da das NAS auch ohne diesen auskommt (und das die Größte Lautstärkequelle ist :))

Grüße
Eugl3na
 
Würde dir auch zu nem besseren Gehäuse raten, gibt einige schöne HTPC Gehäuse auf Caseking.
 
Eugl3na schrieb:
Wären da nicht die Downloads über Nacht, würde ich dir einfach ein NAS vorschlagen à la:
Netgear Ready Nas Duo (2x 2TB) im Raid 1: NAS + WD Green 2TB
Macht in Summe knappe 300 €

Die Festplatten fahren in Stand-By, sobald eine Inaktivität über einen bestimmten Zeitraum vorliegt. Zudem sparst du dir die Serverlizenz, Stromkosten sind vernachlässigbar gering und die Lautstärke halt sich in Grenzen. Evtl. auch den Lüfter ausstecken, da das NAS auch ohne diesen auskommt (und das die Größte Lautstärkequelle ist :))

Grüße
Eugl3na

Hinzu kommt, dass ich im Festplattenausbau flexibel bleiben möchte, die 3x 2TB sind Startkonfiguration, ein Großteil wird bereits zu Beginn benötigt, und das Material (besonders HD-Videos) werden ja nicht weniger :)

Heisst: wenn die 6TB irgendwann mal voll sind, will ich einfach weitere Platten dazustecken können, bis die Kiste irgendwann mal an die durch Board und Gehäuse gesetzten Grenzen stösst, dann mach ich mir Gedanken über was Neues :)

@Thion: das wird aber kein HTPC, sondern ein Server, wie gesagt, schön soll es nicht sein, ich nehm's aber in meine Anforderungen oben noch mit auf: Platz für mindestens 6 3,5" Festplatten sollte vorhanden sein. Wenn ihr mir da ein leiseres Gehäuse empfehlen könnt: gerne :)
 
Das schöne an den NAS ist die Hot Swap Technologie. Einfach größere Platten rein, und er erweitert dann den Speicherplatz flexibel ;) Da hat man dann keinerlei Probleme mit hin und herziehen der Daten. Vor Allem bei solchen Mengen würde ich mir Gedanken über eine Datensicherung machen.

Achso, mind. 6TB (bin mit meinen 500GB Daten weit abgeschlagen *g*). In Richtung 8TB kosten diese Dinger dann schon wieder 500-600 €. *klick*

Grüße
Eugl3na

EDIT: Da aber nun deine Bedingung mind 6x 3,5" ist, bin ich mit meinem NAS-Vorschlag wohl raus ;-)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mir wäre das System persönlich zu groß.
Hab Dir mal eine Alternative zusammengestellt:

Klick Mich

Man kann natürlich bei der Wahl der Boards noch feilen, da je nach Betriebssystem auch eine Atom ITX-Lösung ausreichend wäre. Da diese aber nicht wirklich viele Sata-Anschlüsse liefern muss man sich mit einem Sata-Controller weiterhelfen.

Hier noch eine Konfig mit Sata-Controller und Atom.

Klich Mich

Die zweite Kofig wäre für den 24/7 Betrieb sehr gut geeignet und für einen Homeserver absolut performant genug.

Besten Gruß
 
EasyAction schrieb:
Mir wäre das System persönlich zu groß.
Hab Dir mal eine Alternative zusammengestellt:

Klick Mich

Man kann natürlich bei der Wahl der Boards noch feilen, da je nach Betriebssystem auch eine Atom ITX-Lösung ausreichend wäre. Da diese aber nicht wirklich viele Sata-Anschlüsse liefern muss man sich mit einem Sata-Controller weiterhelfen.

Hier noch eine Konfig mit Sata-Controller und Atom.

Klich Mich

Die zweite Kofig wäre für den 24/7 Betrieb sehr gut geeignet und für einen Homeserver absolut performant genug.

Besten Gruß

Danke für den Tipp. Der Atom ist bei mir gedanklich eigentlich schon komplett raus, gerade wegen der Problematik mit den SATA-Anschlüssen, und zusammen mit einem SATA Controller bleibt dann nur noch relativ wenig Ersparnis gegenüber der i3-Config, zumal diese ja auch sehr sparsam sein sollte, aber eben wesentlich mehr Leistungsreserven belegt.

Nochmal zum Gehäuse: Platz ist nicht das Problem, ich habe zwar nur eine kleine Wohnung, aber der Server steht unter dem Eckteil von meinem Schreibtisch, da ist Platz vorhanden. Bei so einem kleinen Gehäuse befürchte ich dann, dass ich die Platten nicht entkoppeln kann, und das ganze auch thermisch nicht wirklich effizient wird.

Was ist gegen das Sharkoon gehäuse außer der Größe zu sagen? Ich plane derzeit, die Platten mit den Vibefixern zu entkoppeln, davor noch ein langsam drehender Gehäuselfter, dann sollte das System doch ebenfalls nicht wirklich laut sein, oder habt ihr andere Erfahrungen?
 
Ja das mit dem Sata-Controller ist der Tat etwas umständlicher :)
Wollte es trotzdem nicht unerwähnt lassen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das mit dem Platz auf Dauer echt extrem nervt.
Insbesondere wenn man dann irgendwann vor einem Umzug und einem neuen Platz für den Server steht.
Ich hab mit mATX angefangen und plane auch einen Umstieg auf ITX.

Das mit dem Entkoppeln und der Wärme verhält sich leider (fast) immer gegenläufig ;)
Da bei Homeservern nicht dauerhaft auf alle Platten zugegriffen wird hält sich das mit der Wärmeentwicklung meist in Grenzen.
Die Vibeflexer sind ein guter Anfang und wahrscheinlich effektiver als die Entkopplung beim Fractal Design, wobei die Lian Li typisch schon sehr gut ist.
Platten wirklich komplett zu entkoppeln läuft leider nur mit Bitumenboxen und Schwämmen.

Also wenn Platz heute und in der Zukunft keine Rolle spielt ist das Rebel ideal (PL sowie Platzangebot) :)

Besten Gruß
 
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