character schrieb:
Daher kann ich nur empfehlen, jegliche (nicht-deutschen) Filme, TV-Serien, Videospiele und Literatur ausschließlich auf Englisch zu schauen/spielen/lesen. Ohne Kompromisse. Dadurch lernt man sowohl die Sprache als auch die (i.d.R.) angelsächsische Kultur besser kennen. Man schätzt aber auch die Arbeit der Schauspieler und Autoren mehr. Sie wird eben nicht durch Übersetzung und ggf. Synchronisierung verfälscht.
Die ganze Sache hat aber einen Nachteil: Nach relativer kurzer Zeit sind jegliche Synchronisationen unerträglich, sodass auch ein Kinoabend ohne O-Ton überhaupt keinen Spaß mehr macht. Damit muss man halt leben.
Abgesehen davon muss man die Sprache aber auch selbst anwenden, damit man sie richtig lernt. Dazu sind Auslandsaufenthalte oder der Kontakt zu Muttersprachlern nötig.
Das kann ich zu 100% unterschreiben.
Nach der Schule bemerkte ich, dass mein ohnehin nicht perfektes Englisch (eben Abiturniveau und keine weitere Anwendung) abnimmt. Also habe ich mich zurückerrinert. In Holland, Israel, Schweden, usw. sprechen viele Menschen sehr gut Englisch, der Grund dafür liegt unter Anderem im Fernsehen. Die meisten Produktionen sind auf Englisch und diese werden in den Sprachen nur untertitelt. Es ist logisch, dass man keine Lust hat die Untertitel ständig zu lesen, man eignet sich die Sprache an.
Also habe ich angefangen alles auf englisch zu schauen und möglichst viel zu lesen, Filme, Serien, PC-Spiele. Habe Programme auf englisch neuinstalliert bzw. umgestellt. Wenn ich Romane las, dann von englischen Autoren in der Originalfassung.
Das lernen geschieht automatisch, man muss keine Zeit aufwenden, Filme, usw. würde man sowieso schauen, nur eben in der dt. Übersetzung. Mit den Originalen hat man nur Vorteile. Alles ist unverfälscht, man hat eine größere Auswahl, findet alles schneller und einfacher. Vieles ist aktueller.
Es gibt noch zwei Nachteile neben dem erwähnten "Nachteil": 1) es dauert! Wenn man innerhalb weniger Monate sein englisch deutlich verbessern will, funktioniert die Methode nicht. 2) Sprechen muss man immer noch.
Diese Probleme hatte ich zum Glück nicht. Dies alles habe ich während dem Studium gemacht, perfektes Englisch war in der Zeit nicht nötig, wissenschaftliche Texte sind sowieso eine eigene Welt, da ist es fast egal ob man englisch gut spricht oder weniger gut.
Danach habe ich mit einem Kanadier in einer WG gewohnt und das im Kopf gespeicherte umfangreiche Wissen mit dem Mund verbunden. Bin sehr zufrieden. Und ich habe keine Zeit zum lernen aufgewendet, ja sogar Zeit gespart!
Die perfekte Methode wenn man gerne Filme/Serien schaut und/oder liest und dabei ein paar Jahre Zeit hat bis man fließendes Englisch wirklich braucht.
Will man die Sprache in einem halben Jahr lernen, dann für die Zeit in ein englischsprachiges Land fahren und dort sehr aktiv kommunizieren. Leute kennenlernen, Partys feiern, Deutsche meiden.
