Englischkenntnisse erfoglreich verbessern

nedim89

Lt. Commander
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Hallo,

um eine höhere Chance im IT-Arbeitsmarkt zu haben, möchte ich meine Englischkenntnisse verbessern. Da soll es diese Pimsleur-Methode geben, bei der man in zehn Tagen eine Sprache lernen kann. Hat damit schon jemand Erfahrung gemacht? Oder empfiehlt ihr mir was anderes?

MfG
 
Ich kann dir zu dieser Methode nichts sagen, aber wenn du eine Sprache wirklich gut können willst, ist Sprechen mMn das wirksamste Mittel, gefolgt von lautem Lesen von englischen Büchern beziehungsweise Schriftstücken.
 
Danke für die Antwort.

Ist das Lesen von Nachrichten (bspw. BBC) auch effektiv?
 
Das ist wohl sehr subjektiv. Lesen wirkt zwar auch über die Qualität des Stoffes, aber vor allem aber über die Menge.

Nachrichten sind daher wohl eine gute Ergänzung, alleine werden sie aber vermutlich nicht reichen. Auch ist der nötige Wortschatz für Konversationen usw. darin in aller Regel nicht enthalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
meiner meinung nach hilft (das stille) lesen in erster linie den passiven fertigkeiten. wenn du texte von höherem anspruch liest, wirst du kontinuierlich dein vertändnis erhöhen können. aktiv bringt es weniger, weil du im text die bedeutung der wörter erraten kannst, es sich aus dem kontext ergibt und es ein unterschied ist, ob du die bedeutung des gesehenen wortes kennst oder aus dem kopf die englische übersetzung des wortes kennst. nichtsdestotrz ist lesen natürlich ein wichtiger bestandteil.

laut wiki versetzt dich die primsleur-methode sehr schnell in die lage, selber englisch zu sprechen. sie bringt dir die grammatik aber nur implizit bei und fördert das schriftliche nicht. in der it wird man vermutlich nicht nur sprechen, sondern auch englische mails verschicken und die grammatik, so sehr man die auch hasst, sie ist nun mal die basis jeder sprache. ich stehe der methode etwas skeptisch gegenüber, wenn man seine fähigkeiten nachhaltiv verbessern will. aber vllt gibt es ja andere erfahrungen dazu.
 
Ich kann zur Pimsleur-Methode nichts sagen, aber zumindest in meinem Bekanntenkreis merkt man einen deutlichen Unterschied zwischen denen, die regelmäßig englische Medien konsumieren, und denen, die dies nicht tun.

Daher kann ich nur empfehlen, jegliche (nicht-deutschen) Filme, TV-Serien, Videospiele und Literatur ausschließlich auf Englisch zu schauen/spielen/lesen. Ohne Kompromisse. Dadurch lernt man sowohl die Sprache als auch die (i.d.R.) angelsächsische Kultur besser kennen. Man schätzt aber auch die Arbeit der Schauspieler und Autoren mehr. Sie wird eben nicht durch Übersetzung und ggf. Synchronisierung verfälscht.

Die ganze Sache hat aber einen Nachteil: Nach relativer kurzer Zeit sind jegliche Synchronisationen unerträglich, sodass auch ein Kinoabend ohne O-Ton überhaupt keinen Spaß mehr macht. Damit muss man halt leben.

Abgesehen davon muss man die Sprache aber auch selbst anwenden, damit man sie richtig lernt. Dazu sind Auslandsaufenthalte oder der Kontakt zu Muttersprachlern nötig.
 
Mein "Englisch Lehrer" (Kein Schullehrer, sondern Seminarlehrer), ist gebürdiger Engländer und lebt hier in Deutschland seit 4 Jahren. Seine Frau hat ihn hier her geholt. Vorher konnte er laut seiner Aussage kein Deutsch, nun fließend (Er meinte von sich selbst, er ist nun nicht so das Fremdsprachen Talent).

Er meinte, er habe JEDEN (Ohne Ausnahme) Tag die Simpsons auf Deutsch geguckt. Das ganze 6 Monate lang. Dadurch hat er ein Verständnis für Deutsch von ungefähr 90% erlangt. Das Sprechen ist nun ne andere Sache, da macht er sich immernoch Probleme, merkt man, wenn ers versucht, aber Deutsch mit den Umlauten ist halt schwer für Englischsprachige Menschen.

Vielleicht hilft dir das. Die News in BBC sind "ganz Okey". Das Problem ist, die sprechen dort ein sehr "hohes" und schnelles Englisch. Also die benutzten dort auch oft andere Wörter, als Menschen normalerweise benutzen würden. Wenn die dort anfangen, über die Finanzkrise zu thematisieren, kommt man schnell durcheinander, da das ein Nachrichtensender ist und alles "etwas schneller" gehen muss.
 
Aber langfristig gesehen ist das hohe Niveau dort schon sinnvoll, da er Englisch ja auch aus beruflichen Gründen braucht. Dort wird es sicher nicht von Nachteil sein, sich gehoben ausdrücken zu können bzw. zumindest einem in gehobenen Englisch gehaltenen Vortrag recht gut folgen zu können.
 
Das Problem ist, BBC benutzt nicht gerade das "gehobene" Englisch. Was bringt es ihm, in einer IT Branche Vokabeln über die Finanzkrise zu wissen? Das ist ja üblich, wenn man auch N24 schaut bei den News. Diese ersetzen Wörter durch andere "speziellere"

Natürlich ist es besser, diese Wörter alle zu wissen, aber dadurch dauert es um einiges länger. Finde man sollte sich erst darauf fixieren, Fließend Sätze ohne Stopper sprechen zu können und nicht einen riesen Wortschatz zu lernen. Da kommt man nämlich kaum raus und am Ende bekommt man es auch nicht hin, diese Wörter in einem Satz unterzubringen.

Kleines Beispiel zu einem Wort im Deutschen: Stell dir vor, du lernst die Deutsche Sprache und willst sie erstmal aufbauen. Dann lernste sicher keine Wörter wie Stagnation. Sowas bekommste bei BBC andauernt zu hören. Finde es ist doch viel einfach zu sagen, das kein Wachstum erwartet wird.

Ist meine Meinung, vielleicht hilft es dir BBC zu schauen. Aber ich habe damit eben nicht so gute Erfahrung gemacht.
 
Richtig ist aber, dass man durch "Kinder"Serien/Sendungen schnell einen Zugang zu einer Sprache bekommt.
 
bezüglich der Methode kann ich dir nichts sagen, aber ich würde dir englisch-sprachige serien o. Filme empfehlen mit englischem Untertitel.
 
Etwas, das bei ein paar Freunden von mir funktioniert hat, aber ich zu Bezweifeln wage ist, den Fernseher eben die ganze Nacht beim schlafen ohne Bild mitlaufen lassen auf BBC. So hört man im Schlaf die ganze Zeit Englisch und wenn man das konsequent durchzieht, soll das auch schon eine gewisse Stabilität in der Sprache geben. Laut ihrer Meinung!

Ich kenn das nur von Früher. Habe immer ein Internet Radio gehört Nachts. Dann lief im Autoradio eben das Lied irgendwann als komplett "neu" an und ich hatte immer diese Déjà-vu ´s, als würde ich das Lied kennen. Glaube das könnte man eben darauf ummünzen. Wer weiß das schon :)
 
ah genau oder nimm doch mal an sprachreisen teil.. das hilft bestimmt.. dort bist du meistens gezwungen englisch zu reden
 
@Malock
da hab ich auch meine zweifel. während des schlafens verarbeitet das gehirn das erlebte. es wäre deshalb komisch, dass während der verarbeitung von informationen gleichzeitig noch neue dazukommen.
das mit dem déja-vu kann ich auch nicht erklären, aber tatsache ist, dass umgebungsgeräusche einfluss auf deinen traum haben. es wird eine tür zugeknallt, dann kommt wahrscheinlich in deinem traum ein knall vor. es wird sicher keine tür sein, aber etwas wird einen knall verursachen.

ich würde für den anfang zu serien tendieren. ich weiss nicht, obs nur mir so geht, aber mir scheint, dass in serien die darsteller klarer sprechen als in filmen, wo die darsteller mit ihrem dialekt etwas undeutlich sprechen. im alltag gibts zwar nicht das klare englisch, aber für den anfang ist es sicher nicht schlecht.
 
Zuletzt bearbeitet:
am besten habe ich mit Filmen und Serien mit Untertiteln auf Englisch gelernt um mal wieder "rein" zu kommen. Leider ist es so das öfters der Untertitel und das gesprochene Satz unterschiedlich ist. Aber als Anfang lohnt es sich.

Am besten eignet sich aber doch eine Sprachreise, da man dort "gezwungen" ist auch zu sprechen.
 
Eine Sprachreise ohne ordentliche Vorkenntnisse würd ich aber auch nicht ins Auge fassen.

Ich für meinen Teil kann englischen Medienkonsum nur empfehlen. Ich habe in der Oberstufe damit angefangen Bücher auf Englisch zu lesen und dann irgendwann Filme/Serien auf Englisch geschaut. Das geht natürlich nicht in 10 Tagen, aber ehrlich gesagt halte ich Aussagen wie "In 10 Tagen eine Sprache lernen" für groben Unfug.

Durch den Konsum englischer Medien legt man sich automatisch einen größeren Wortschatz zu, da man auf immer neue Vokabeln trifft. Hier bieten sich anfangs natürlich Werke an die eher an Kinder gerichtet sind, einfach weil diese einfacher zu verstehen sind. Wichtig ist imo auch, dass man sich mit Dingen beschäftigt an denen man auch interessiert ist. Wenn man auf das Buch/den Film sowieso schon keinen Bock hat dann hilfts nicht den auch noch in einer fremden Sprache zu konsumieren.

Ich weiß nicht mehr wie lange das bei mir dauerte, da das nun bereits ~15 Jahre her ist, aber aktuell habe ich beim Verständnis von englischen Medien absolut keine Probleme mehr, ich kann die Sprache, sowohl gelesen als auch gehört, auf muttersprachlichem Niveau verstehen.

Das selbst Sprechen und Formulieren ist wiederum ein anderes Thema, hier hilft wirklich nur Übung. Da hat man in Deutschland leider ziemlich wenige Gelegenheiten. Mitlesen und -posten in englischsprachigen Foren zwingt einen zumindest eigene Sätze zu formulieren, aber in richtigen Gesprächen hat man deutlich weniger Zeit zur Verfügung. Da führt dann kein Weg an einer Auslandsreise vorbei, man sollte nur darauf achten, dass man sich mit möglichst wenig Deutschsprachigen umgibt um gezwungen zu sein Englisch zu sprechen.
 
character schrieb:
Daher kann ich nur empfehlen, jegliche (nicht-deutschen) Filme, TV-Serien, Videospiele und Literatur ausschließlich auf Englisch zu schauen/spielen/lesen. Ohne Kompromisse. Dadurch lernt man sowohl die Sprache als auch die (i.d.R.) angelsächsische Kultur besser kennen. Man schätzt aber auch die Arbeit der Schauspieler und Autoren mehr. Sie wird eben nicht durch Übersetzung und ggf. Synchronisierung verfälscht.

Die ganze Sache hat aber einen Nachteil: Nach relativer kurzer Zeit sind jegliche Synchronisationen unerträglich, sodass auch ein Kinoabend ohne O-Ton überhaupt keinen Spaß mehr macht. Damit muss man halt leben.

Abgesehen davon muss man die Sprache aber auch selbst anwenden, damit man sie richtig lernt. Dazu sind Auslandsaufenthalte oder der Kontakt zu Muttersprachlern nötig.
Das kann ich zu 100% unterschreiben.

Nach der Schule bemerkte ich, dass mein ohnehin nicht perfektes Englisch (eben Abiturniveau und keine weitere Anwendung) abnimmt. Also habe ich mich zurückerrinert. In Holland, Israel, Schweden, usw. sprechen viele Menschen sehr gut Englisch, der Grund dafür liegt unter Anderem im Fernsehen. Die meisten Produktionen sind auf Englisch und diese werden in den Sprachen nur untertitelt. Es ist logisch, dass man keine Lust hat die Untertitel ständig zu lesen, man eignet sich die Sprache an.

Also habe ich angefangen alles auf englisch zu schauen und möglichst viel zu lesen, Filme, Serien, PC-Spiele. Habe Programme auf englisch neuinstalliert bzw. umgestellt. Wenn ich Romane las, dann von englischen Autoren in der Originalfassung.

Das lernen geschieht automatisch, man muss keine Zeit aufwenden, Filme, usw. würde man sowieso schauen, nur eben in der dt. Übersetzung. Mit den Originalen hat man nur Vorteile. Alles ist unverfälscht, man hat eine größere Auswahl, findet alles schneller und einfacher. Vieles ist aktueller.


Es gibt noch zwei Nachteile neben dem erwähnten "Nachteil": 1) es dauert! Wenn man innerhalb weniger Monate sein englisch deutlich verbessern will, funktioniert die Methode nicht. 2) Sprechen muss man immer noch.

Diese Probleme hatte ich zum Glück nicht. Dies alles habe ich während dem Studium gemacht, perfektes Englisch war in der Zeit nicht nötig, wissenschaftliche Texte sind sowieso eine eigene Welt, da ist es fast egal ob man englisch gut spricht oder weniger gut.
Danach habe ich mit einem Kanadier in einer WG gewohnt und das im Kopf gespeicherte umfangreiche Wissen mit dem Mund verbunden. Bin sehr zufrieden. Und ich habe keine Zeit zum lernen aufgewendet, ja sogar Zeit gespart!

Die perfekte Methode wenn man gerne Filme/Serien schaut und/oder liest und dabei ein paar Jahre Zeit hat bis man fließendes Englisch wirklich braucht.

Will man die Sprache in einem halben Jahr lernen, dann für die Zeit in ein englischsprachiges Land fahren und dort sehr aktiv kommunizieren. Leute kennenlernen, Partys feiern, Deutsche meiden. ;)
 
ja, das ist immer das problem, wenn man auf seine landsleute trifft. man verständigt sich automatisch in seiner eigenen sprache, anstatt die andere sprache zu üben.
 
Wie sagte Oliver Pocher mal in seinem Liveprogramm "Egal wo man ist, man macht es wie die Franzosen, man spricht egal zu wem KNALLHART nur die eigene Landessprache"...

In Kinos werden oft auch Titel auf Englisch (Also OV) gezeigt. Ist immer viel entspannter glaub mir. Dort sitzen meistens 75% weniger Menschen, man hat seine Ruhe, da die meisten sich dann doch konzentrieren müssen, um alles zu verstehen und es sind nicht so viele "Rein Brüller / Unterhalter" im Kino. Also immer wenn ich in OV gehe, merkt man einen starken Niveau Unterschied unter den Menschen dort.

Ich erinnere mich gerne an Ted. Dort machten viele Witze eben nur Sinn auf Englisch (Bestes Beispiel, als er sagte, er hört sich wie Peter aus Family Guy an, da er in der OV dessen Syncronstimme hat. Im Deutschen macht das leider 0 Sinn :))

Dort hatte ich in der deutschen Version ein knall volles Kino mit vielen pöbelten Menschen. In Englisch war es angenehm ruhig, lacher waren natürlich noch zu hören aber niemand hat sich dort wirklich großartig unterhalten.

Natürlich ist es in manchen Filmen hart. Erinnere mich nur an Batman... Die Stimme von Bane + dieses Stadion Mic... Also wir alle haben uns etwas schwer getan, um genau zu verstehen was er da gesagt hat... In der Pause wurde dann Diskutiert, was nun genau dort abgegangen ist mit dem Peilsender :)


Kann dir nur empfehlen, versuch es einfach mal in OV Filmen. Kino Tag und du hast deine Ruhe :)
 
Serien oder Filme gucken hilft auch recht gut ;-)

Am Anfang echt schwer aber man kommt immer besser klar.
 
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