Entscheidungshilfe - semi-pro Switch vs Chinaware

king_ben

Cadet 1st Year
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Hi!

Ist ein etwas reißerischer Titel, spiegelt aber etwas meine Gefühle wider.

Wir sind kürzlich umgezogen, und ich habe endlich eine eigene Ecke im Keller für meinen kleinen Heimserver (läuft unter OMV mit diversen Diensten in VMs und Containern). Bisher nutze ich zwei günstige Mokerlink-Switches, die in eben dieser Nische stehen und von denen aus Kabel in die verschiedenen Räume führen - für die Netzwerkdosen, die UniFi-APs, PoE-Kameras usw.

Einer ist ein ganz simpler 8-Port 2.5GbE Switch, der andere ebenfalls 8-Port 2.5GbE, aber "managed" und mit PoE. Müsste der POE-2G08110GSM sein.

Den managed Switch habe ich vor allem gekauft, um alle IoT-Geräte irgendwann in ihr eigenes VLAN verfrachten zu können - ohne Internetzugang, nur mit Verbindung zu Home Assistant. Ich glaube nicht, dass ich viele der sonstigen Features nutzen werde.

Kurz nach Black Friday habe ich ein sehr günstiges Angebot für einen Engenius ECS2528FP gefunden und ihn jetzt, nach längerer Lieferverzögerung, erhalten. 24 RJ-45 Ports, acht davon 2.5GbE, und vier SFP+ Ports. 410W PoE. Er hat mich ca. das anderthalbfache des Mokerlink (managed) gekostet - und 40% dessen, was er jetzt wieder kostet.

Eigentlich ein richtig cooles Stück Hardware, bloß:
  • er ist aktiv gekühlt, und die Lüfter machen richtig Lärm - ohne große Last oder Ausschöpfung des PoE-Budgets
  • er verbraucht schon im Leerlauf ~15W
Es gibt anscheinend Leute, die die Lüfter beim kleineren Schwestermodell gegen Noctuas getauscht haben. Deren Luftstrom ist anscheinend ~25% geringer, aber da die Stock-Lüfter sowieso viel zu hoch zu drehen scheinen, scheint mir das verkraftbar.

Stromverbrauch ist da ein schwierigeres Thema. Der Mokerlink POE-2G08110GSM verbraucht im Leerlauf nur ca. 2,5W - schon mit einem 10GbE DAC-Modul eingesteckt, das ihn mit dem anderen Switch verbindet. Ich könnte also einen zweiten solchen Switch besorgen, sie per DAC verbinden und wäre bei ~5W - immer noch 10W weniger als der Engenius. Bei geschickter Aufteilung der Clients müssten 10Gbps "Backbone" absolut ausreichen.

Damit hätte ich dann sogar 16x 2.5GbE, dopppelt so viele schnelle Ports wie im Engenius. Und genug für meine Zwecke - 24 Ports im Engenius sind mehr als ich ausreizen kann.

Mit zwei Mokerlink-Switches hätte ich dann vielleicht 30€ weniger Stromkosten im Jahr. Nicht die Welt, aber es scheint doch die vernünftigere Option zu sein. Andererseits dürfte der Engenius das deutlich hochwertigere Produkt sein. Für meinen Mokerlink gibt es nicht einmal Firmwareupdates.

Ich bin unschlüssig, was die bessere Wahl wäre. Da hier viele Leute mit mehr Erfahrung mitzulesen scheinen, wozu würdet Ihr mir raten?
 
Ich persönlichen nehme die Chinaroute, aber gleichzeitig nehme ich auch lieber mehrere switches als einen großen, weil ich dann im Problemfall ein bisschen was um stecken kann.

In deinem Fall sind die höheren Stromkosten aber wahrscheinlich auch fast nur auf die Lüfter zurückzuführen. Und bessere Hardware in den Regionen hat fast immer Lüfter, weil davon ausgegangen wird, das sie in ein enges Rack kommt.

Was firmwareupdates angeht würde ich jedes Jahr mal ne E-Mail an Moker schicken, da es häufig neue Versionen gibt, die aber nicht ihren weg in die downloadsektion finden.
 
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Ich habe anfangs auch viel gebastelt und verschiedene Hersteller (auch Chinaware) gemischt.
Das endete dann in einem großen Mischmasch mit verschiedenen Switchen für verschiedene Aufgaben was nicht schön war.
Ich bin dann final, weil ich eh viel von Ubiquiti hatte, komplett auf Ubiquiti gewechselt und habe dann auch einen hochwertigen Switch genommen der ALLE Anforderungen vereint. PoE++, 2,5GbE - 10GbE, 4x SFP+...

Daher mein Rat: Mach dir Gedanken was du längerfristig willst. Kurzfristig ist man mit einer einfachen/günstigen Lösung zufrieden. Längerfristig soll es evtl. dann doch mal final sein ohne das man immer upgraden muss.
 
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„raten“ würde ich es nicht nehmen, nur wie ich es mache…
Ich habe in der Firma genug „Profi Zeug“ und brauche das nicht noch zuhause, um mich besser zu fühlen ;)

Ich habe diverse „Mokerlink“ (bei mir sind es Sodola) am laufen. Das bisschen WEB managed reicht mir völlig aus, genau was du gesagt hast, VLAN Separation für IoT/Smarthome und Fehlersuche.

Ich weiß auch, dass man es nicht in Cent aufwiegen kann, ich bin jetzt kein 100% Öko, aber „sinnlos“ 24/7 Strom verheizen geht mir gegen den Strich. Ich schalte z.B. eine Zelle mit eigenen 10Gb Switch, NAS usw. komplett ab (Schalt Steckdose) wenn es nicht benötigt wird.

Die „kurzen“ Stecken mache ich per 10Gb DAC, die längeren per Glasfaser (das 10G SingleMode Zeug ist ja so günstig geworden, dass man ja blöd wäre, heute CAT7 oder mehr zu nehmen). Und die China Switches sind hier quasi (billige) Medienwandler.
 
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Danke für Eure Antworten, da sind echt hilfreiche Denkanstöße drin.

Der_Dicke82 schrieb:
(...)

In deinem Fall sind die höheren Stromkosten aber wahrscheinlich auch fast nur auf die Lüfter zurückzuführen.

Was firmwareupdates angeht würde ich jedes Jahr mal ne E-Mail an Moker schicken, da es häufig neue Versionen gibt, die aber nicht ihren weg in die downloadsektion finden.

Ich glaube, die Profigeräte nutzen andere Chipsätze, die mehr können aber auch mehr verbrauchen. Die beiden Lüfter sollten je 0,6W brauchen, das kann nicht der einzige Unterschied sein.

Ich werde bei Mokerlink anfragen, ob es ein Update gibt. Wäre natürlich cool.

v3nom schrieb:
Daher mein Rat: Mach dir Gedanken was du längerfristig willst. Kurzfristig ist man mit einer einfachen/günstigen Lösung zufrieden. Längerfristig soll es evtl. dann doch mal final sein ohne das man immer upgraden muss.

Die Frage habe ich mir auch gestellt - ob ich nicht schnell doch wieder upgraden wollen würde. Außerdem ist es natürlich bequemer, nur einen Switch konfigurieren zu müssen.

Mickey Mouse schrieb:
Ich habe diverse „Mokerlink“ (bei mir sind es Sodola) am laufen. Das bisschen WEB managed reicht mir völlig aus, genau was du gesagt hast, VLAN Separation für IoT/Smarthome und Fehlersuche.

Solange die das dann korrekt (genug) beherrschen, reicht das ja auch.
 
king_ben schrieb:
Was genau hast Du vor? Wenn Du das VLAN nicht direkt an einen Port sondern nur indirekt an einen WLAN-Punkt weiterreichst, dann brauchst Du gar keinen konfigurierbaren Switch. Den bräuchtest Du nur dann, wenn ein LAN-Port am Switch fest einem VLAN zuordnen willst.
king_ben schrieb:
24 RJ-45 Ports, acht davon 2.5GbE, und vier SFP+ Ports. 410W PoE
Was genau brauchst Du wirklich?
 
norKoeri schrieb:
(...) Wenn Du das VLAN nicht direkt an einen Port sondern nur indirekt an einen WLAN-Punkt weiterreichst, dann brauchst Du gar keinen konfigurierbaren Switch. (...)

Okay. Es stimmt schon, primär sollen die U7 Lite die IoT-Geräte in ein isoliertes VLAN stecken - und ggf. meinen Arbeitslaptop und das Gäste-WLAN in andere VLANs. Aber die Switches müssen VLANs zumindest durchreichen können, oder?

Wobei es vielleicht auch gut wäre, wenn die kabelgebundenen PoE-Kameras in ihrem eigenen VLAN wären.

norKoeri schrieb:
Was genau brauchst Du wirklich?

Gute Frage, und ich taste mich noch ran:

PoE2G51GVLAN
WoZix
WoZix
Arbeitszimmerx
Arbeitszimmerx
Arbeitszimmerx
Hobbyraumx
Hobbyraumx
U7xx
U7xx
Kameraxxx
Kameraxxx
Kameraxxx
SLZBxxx?
Homelabx
Routerx
 
king_ben schrieb:
die Switches müssen VLANs zumindest durchreichen können, oder?
Ja. Aber das machen sie de-facto heutzutage. Wenn nicht, gibt man den Switch zurück.
king_ben schrieb:
In einem Gäste-WLAN soll normal jedes Gerät isoliert sein. In dem Fall bräuchtest Du eigentlich einen konfigurierbaren Switch, und sogar nicht nur Smart-Managed sondern ACLs müssten beherrscht werden.
king_ben schrieb:
ich taste mich noch ran
Müssen die zwei WLAN-Access-Points wirklich über Multi-Gig angebunden werden? Falls nicht, könntest Du einen 8er-Switch mit Multi-Gig und einen 8er-Switch mit PoE nehmen. Das macht das Ganze billiger und vermeidet auch die aktive Kühlung. Das wäre dann beispielsweise der Zyxel GS1920-8HPv2 und Dein Mokerlink bleibt.
 
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