Erster Familien-PC 1990: Was war das wirklich wert?

Leuchtwolke schrieb:
Weißt Du noch, warum deine Eltern den PC kauften, wofür sie ihn benutzten?
Meine Eltern haben den PC überhaupt nicht genutzt. Vom ersten Tag an stand er in meinem Kinderzimmer. Vermutlich spielte eine Rolle, dass ich damals in der Computer-AG in der Schule war und dort erste, sehr einfache Programme schrieb. Genutzt habe ich ihn zu Hause trotzdem nur zum Spielen. Mein erstes Spiel dürfte Sokoban in EGA-Grafik gewesen sein, kurz darauf folgten in VGA Loom und Zak McKracken.
 
DaBas schrieb:
Die Preise Anfang der 90ziger waren schon recht sportlich. Jedenfalls im Verhältnis zu dem, was man damals so durchschnittlich als 0815 Angestellter/Arbeiter verdient hat. Der PC war zu dem Zeitpunkt halt noch nicht Massenware. Das Zeitalter begann erst so langsam. Und das bittere zu dem Zeitpunkt war, das die Hardware relativ schnell veraltet gewesen ist. Also neue Hardware innerhalb kurzer Zeit weit leistungsfähiger war.

Mein 486 DX 2/66 mit 4MB RAM, 210 MB Connor Festplatte, 14 Zoll Monitor, DOS 6.20 und WfW 3.11 hatte 1993 auch noch ca. 2800DM gekostet. Dazu kam dann noch eine Creative Soundblaster 16 SCSI Soundkarte. Die CT 1770, die heute noch im Pentium III 500 ihren Dienst tadellos verrichtet. Es gab, meine ich, zu dem Zeitpunkt auch schon die ersten Pentium 60/66 bzw. Pentium 90. Aber die waren noch deutlich teurer und mit einem DX 2/66 war man schon recht gut dabei. Jedenfalls für eine überschaubare Zeit.

Ultima Underworld wollte damals schon gerne einen DX 2/66 haben, um geschmeidig zu laufen. Quake war mit der CPU aber schon sehr langsam. Später hatte ich auf dem 486er noch Windows 95 drauf. Mit 4 MB RAM auch schon nicht gerade schnell, sodass noch zusätzliche 4MB etwas Abhilfe brachten. Aber auch RAM und die Festplatten waren damals noch richtig teuer.

PCs waren damals Anfang der 90ziger Jahre zum daddeln ein recht teurer Vergnügen. Da war der Amiga 500 noch die eindeutig bessere Wahl. Ganz zu Beginn der 90ziger hatte der Amiga 500 den PC spieletechnisch haushoch in die Tasche gesteckt. Das änderte sich dann aber recht schnell, als die PC Hardware enorme Sprünge machte, was die Leistungsfähigkeit betraf. Und auch die Preise für Hardware begannen immer schneller zu sinken.
Jedes neue John Romero Game benötigte einen neuen Rechner. Man musste froh sein, den Monitor weiter benutzen zu können. 😉

 
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