Erster Familien-PC 1990: Was war das wirklich wert?

MadDog schrieb:
nein, die Preise waren damals wirklich enorm hoch. Ich habe mir meinen ersten Computer bei VOBIS gekauft
Preislich lag er ebenfalls so um die 3.500,-- Mark.
Bei mir genau das gleiche, sogar bei Vobis gekauft!
Damals war bei mir nur das OS2 von IBM dabei.
Mein Benefit war damals der, dass ich DOS kennenlernte und damit auf Windows (1.3) umgestiegen bin.
Die RAM Preise dürften aktuell etwa mit denen aus den späten 80ern vergleichbar sein ;-)
 
Ich konnte mir erst nach dem Studium einen PC leisten. Im Jahr 2000 habe ich immer noch 2000 DM für einen Fujitsu T-Bird mit Pentium 3, 128 MB RAM und TNT Riva mit 32MB Speicher gelatzt. Der einzige PC, den ich fertig gekauft habe. Dazu kamen noch 500 für einen CRT und 80 dür ein 56k Modem.
 
Ich habe mir 1989 oder 1990 einen 486DX 33 mit 4 MB und 120 MB Platte gekauft. Der hat 5000 DM gekostet.
Dazu den HP Deskjet 500C Farbdrucker für 1500 DM.
Also durchaus realistisch der Preis.
 
Unser erster PC war auch Anfang der 90er, 486er mit 25Mhz - 4MB Ram und 200MB HD (oder so in dem Dreh), dazu ein 14 Zoll CRT Monitor, Maus und Tastatur und ein Ungeheuer von Laserdrucker. Haben wir von einem Bekannten bekommen der im PC Laden gearbeitet hat für 4000DM.
 
@nighti : Mhm... mein erster PC Anfang der 90er (486DX33, mit 16MiB RAM, dafür kein Laserdrucker) spielte preislich in der selben Liga...
 
Die Preise waren damals schon unverschämt hoch.

Meinen ersten PC hatte ich gebraucht gekauft.
Auch einen 286-er mit 20 MB-HDD und grünem 14 Zoll Monitor für 2.000 DM.
Das war noch halbwegs ein Schnäppchen.

Mein zweiter PC war ein Waibel PC.
Ein Tyan-Dual-Prozessor-Board mit einem Pentium II-300.
Der kostete damals irgendwas zwischen 6.000 und 7.000 DM.
Wohlgemerkt. Nur der PC ohne Peripherie.

Meinen ersten Drucker hatte ich noch zu Atari 800 XL Zeiten gekauft. Also in den 80er.
Es war ein Oki Microline 390 (24 Nadel Drucker).
Der kostete damals über 2.000 DM.

Man musste früher also schon ein bis drei Brutto-Monats-Löhne für einen PC ausgeben.

Da sieht es heute schon anders aus.
Auch wenn da viele am jammern sind.
 
WinFan schrieb:
Mein 1. PC 486 DX 2-66 aus 1991 hat auch sehr viel Geld gekostet : 4400 DM :)


Anhang anzeigen 1685816

Habe gerade gegoogelt weil ich es nicht glauben konnte, der 486 ist 1989 rausgekommen!! Da bin ich den aktuellen Modellen aber lange hinterhergelaufen.

286 = 1990
386 = 1992
486 = 1994

Das war das negative beim Quelle Ratenkauf. Immer diese uralten Rechner
 
Für diejenigen die die heutigen RAM-Preise verfluchen... 🤪

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Wohlgemerkt MB und nicht GB... also laut dem Prospekt : 1 GB wären dann 398.000 DM > ~199.000 €

:heuldoch:
 
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<klugscheiß>
1GiB, also 1024MiB, wären 407.522DM
also 208.378 Euro (ohne Inflationsausgleich)
mit 1 EUR = 1,95583 DM
</klugscheiß>
:mussweg:
 
:heul: :heul: :heul:

... so etwa?
 
<superklugscheiß>
Das gilt nur für das grössere Modul.
Das kleinere wäre also 1Gib für 442,368,00 DM
=226.179,16€
</superklugscheiß>
🤑
 
Ziemlich normale Preise, und ja, Farbmonitore waren zu Beginn massiv teuer. Genauso wie Drucker.
 
Matthe schrieb:
Das kann gut möglich sein.
Ich kann das nicht mehr mit Bestimmtheit sagen.
Das ist nun schon eine Weile her.
Ich glaube, dass ich den sogar noch irgendwo herumstehen habe.
Es war nicht einer der billigen Modelle.
 
Die Preise Anfang der 90ziger waren schon recht sportlich. Jedenfalls im Verhältnis zu dem, was man damals so durchschnittlich als 0815 Angestellter/Arbeiter verdient hat. Der PC war zu dem Zeitpunkt halt noch nicht Massenware. Das Zeitalter begann erst so langsam. Und das bittere zu dem Zeitpunkt war, das die Hardware relativ schnell veraltet gewesen ist. Also neue Hardware innerhalb kurzer Zeit weit leistungsfähiger war.

Mein 486 DX 2/66 mit 4MB RAM, 210 MB Connor Festplatte, 14 Zoll Monitor, DOS 6.20 und WfW 3.11 hatte 1993 auch noch ca. 2800DM gekostet. Dazu kam dann noch eine Creative Soundblaster 16 SCSI Soundkarte. Die CT 1770, die heute noch im Pentium III 500 ihren Dienst tadellos verrichtet. Es gab, meine ich, zu dem Zeitpunkt auch schon die ersten Pentium 60/66 bzw. Pentium 90. Aber die waren noch deutlich teurer und mit einem DX 2/66 war man schon recht gut dabei. Jedenfalls für eine überschaubare Zeit.

Ultima Underworld wollte damals schon gerne einen DX 2/66 haben, um geschmeidig zu laufen. Quake war mit der CPU aber schon sehr langsam. Später hatte ich auf dem 486er noch Windows 95 drauf. Mit 4 MB RAM auch schon nicht gerade schnell, sodass noch zusätzliche 4MB etwas Abhilfe brachten. Aber auch RAM und die Festplatten waren damals noch richtig teuer.

PCs waren damals Anfang der 90ziger Jahre zum daddeln ein recht teurer Vergnügen. Da war der Amiga 500 noch die eindeutig bessere Wahl. Ganz zu Beginn der 90ziger hatte der Amiga 500 den PC spieletechnisch haushoch in die Tasche gesteckt. Das änderte sich dann aber recht schnell, als die PC Hardware enorme Sprünge machte, was die Leistungsfähigkeit betraf. Und auch die Preise für Hardware begannen immer schneller zu sinken.
 
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Hallo,

Egal ob der Preis für dieses System angemessen war oder nicht, waren 3000DM erstmal ein Haufen Geld.
Dazu kommt noch Software.
Es war sicher nicht der günstmögliche Einstieg in die PC-Welt.
Wenn ein Anfänger etwas im Laden kauft ist die Abzockgefahr immer hoch, egal welches Gebiet.

Weißt Du noch, warum deine Eltern den PC kauften, wofür sie ihn benutzten?

Als Vergleich, 1987 gab es bei ALDI einen C64 für 299 DM.
https://retroport.de/aldi-verkaufsversion/
Der war natürlich auch damals ein bischen älter.
Aber wäre das schlimm gewesen?
Bischen daddeln, Texte schreiben und drucken, programmieren lernen mit Basic usw. wäre damit auch gegangen.

Und zukunftssicher scheinen mir im Jahr 1990 weder der C64 noch der 286.
Die Themen in den nächsten Jahren waren: Can it run Doom? CD-Rom, Windows, Sound, erstes richtiges 3D.
Da wäre mit einem 486er schon mehr gegangen.
 
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