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Externe/r HDD/Server als DVD-Laufwerk verwenden

#Philip

Cadet 2nd Year
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Juli 2012
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18
Hallo zusammen,
seit ein paar Jahren kümmere ich mich nun schon um die Einrichtung von Laptops und PCs in einer schulischen Institution. Über die Jahre haben sich hunderte Recoverys bei angesammelt ich ich muss sagen, dass mich die Platzeinnahme diese DVDs stört. Ein weiteres Problem ist, dass die Sony Recoverys aufgrund ihrerer schlechten Verarbeitung (höchstempfindliche Schutzschicht) ständig den Geist aufgeben und ich diese deshalb ständig neu brennen muss.

Mein Gedanke war es auf eine/n Festplatte/Server alle Images draufzuziehen und dem zu recovernden PC einfach vorzuspielen, dass er ein DVD Laufwerk vor der Nase hätte. Das würde auch den Vorteil bringen, dass ich nicht ständig nach den Recovery suchen muss.

Das Prinzip habe ich schonmal bei Sandisk U3 Sticks gesehen. Die Sticks hatten oftmals 2 Laufwerke. Ein normales und eins, dass als DVD-Laufwerk erkannt wurde. Die Sticks kommen für mich natürlich nicht in Frage. Zum Schluss hätte ich 100 Sticks, ein haufen Geld ausgegeben und trotzdem ein riesen Chaos.

Zu beachten wäre noch, dass die Sony Notebooks oftmals 7-10 recovery disks haben, welche sie bei der Installation durcheinander verlangt werden. Aus diesem Grund weiß ich nicht, ob das ganze überhaupt realisierbar ist.

Diese Harwarelösungen wären für mich in Ordnung:
externe HDD
Windows Server
Linux Server (hierzu bräuchte ich jedoch eine detailierte Anleitung, da sich meine Kenntnisse sehr in Grenzen halten)
1 Stick pro PC

Wenn nur irgendwie möglich, würde ich eine externe HDD bzw. einen Server mit allen Images vorziehen.

Ich hoffe ihr habt ein paar gute Ideen für mich und ich möchte mich schonmal bei allen bedanken, die sich die Zeit nehmen um nach einer Lösung zu suchen :)
 
Mit Recoverys meinst du Recovery DVDs um das System wieder in den Auslieferungszustand zu versetzen?
 
mal ne frage. normal haben die doch eine Recovery Partition D,E oder so ?

die kann mann zur not auch auf einen server ablegen.
 
@DunklerRabe: Ja, damit sind die wiederherstellungdatenträger gemeint.

@Sir @ndy: Die meisten der PCs besitzen keine Recovery Partition.
Ergänzung ()

@M-X: Dann müsste ich ja für jeden PC alle Treiber von der Herstellerseite runterladen..
Das ist mir definitiv zu viel Aufwand. Zudem kann man die einzelnen Windows Versionen nur wenige Male aktivieren. Mit einer Recovery hast du das Problem nicht.
 
Willkommen in der IT Welt :)

Das sind jetzt übliche Probleme die jeder Betrieb ab einer gewissen Größe kriegt.

So kann man halt nicht arbeiten. Die ständig gleichen Recoveryzustände eines Systems sind ja auch irgendwann veraltet. Das heißt du musst nach jeder Recovery sowieso nochmal Zeit in jedes einzelne System stecken und das machen was du eigentlich vermeiden willst.

Was du bzw. die entsprechende Organisation braucht ist Folgendes:

1. Volumenlizenz für das Betriebssystem
2. Einheitliche Standardsysteme, denn nur so kannst du die Administration vereinheitlichen und auf Dauer den Arbeitsaufwand im Griff halten. Du musst dann nur ein Systemimage pflegen oder meinetwegen zwei, eins für Desktop PCs und eins für Notebooks.
3. Zentrale Infrastruktur zur Installation der Betriebssysteme mittels der vorbereiteten Images, für das spätere patchen, etc.

Ist natürlich eine Kostenfrage, aber die Investition muss man tätigen. Sonst geht das nicht weiter.

Nur um das mal für mich ins richtige Licht zu rücken:

Von wie vielen Systemen reden wir hier im Moment? Und wie viele davon sind identisch? Und wie oft werden die neu aufgesetzt?
Wenn du jetzt schon von hunderten Recovery DVDs sprichst, dann schauderts mich enorm. Das klingt für mich gerade so, als ob die alten Vorgehensweisen, die aktuell waren als mal drei Systeme verwalten musste, immer weiter beibehalten wurden während die Umgebung stark gewachsen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ DunklerRabe: Um das mal vorweg zu nehmen: Ich habe kein Geld zur Verfügung. Ich mache das dort auch nur, weil ich dort Verwante habe und es dort niemanden gibt, der die Aufgabe übernimmt. Alle Veränderungen, die ich tätigen will, muss ich auch selbst zahlen, deshalb fällt eine Volumenlizenz und das Einheitliche OS aus Option weg.


Eine genaue Anzahl der PCs kann ich nicht nennen. Ich denke es werden so um die 150 - 200 PCs sein. (hauptsächlich Notebooks). Mein Schrank ist auf alle Fälle voll mit Recoverys :D

Folgende OS Versionen sind Vertreten:
Windows XP Home und Professional 40%
Windows Vista Home Premium 20%
Windows 7 Home Starter, Home Premium, Professional 60%

Aufgrund des Klassenwechsels werden die Computer, die sich im Klassenzimmer befinden jährlich neu aufgesetzt. Der Rest wird alle 2-3 Jahre neu aufgesetzt. Je nach Bedarf.

Wie oben bereits erwähnt. Die normalen Recoverys von Toshiba machen mir keine Probleme. Lediglich die von Sony nerven ungemein. Die DVDs halten teilweils keine 2 Vorgänge durch. Sie sind anschließend so verkratzt, dass man den Satz neu brennen muss. Die Schutzschicht ist so schlecht, dass sie bereits durch das Herausziehen aus der Papierhülle bereits kratzer bekommt.

Mein Wunsch wäre es eine externe Softwarelösung inder man den Recoverysatz auswählen kann, der Server emuliert ein DVD-Laufwerk und der zu recovernde PC saugt über USB alle 10 Recoverys der Reihe nach runter. So viel zu meiner Vorstellung. Dafür ist es natürlich notwenig, dass der zu recovernde PC von den Images booten kann.

Quasi das Prinzip des U3 Sticks, bloß mit mehreren Laufwerken und zum auswählen der Imagepackages.

Ich weiß dass meine Ansprüche sehr speziell sind. Ich hoffe trotzdem, dass einer eine Umsetzungsmöglichkeit kennt. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich persönlich würde die Recovery-Disks komplett in die Tonne befördern und eigene Images vom Auslieferungszustand mit dd oder Ähnlichem machen. Dann braucht es nur eine beliebige live-CD zum Erstellen bzw. Wiederherstellen eines Systems.

Und wenn man ganz lustig drauf ist, macht man auf nen Linux-Server PXE drauf, dann braucht man nicht mal mehr eine live-CD.

Nachteil: dürfte mehr Speicherplatz benötigen als die reinen Recovery-Disks zu archivieren; Vorteil: transparent und flexibel.
 
Oh je, so oder ähnlich hab ich mir das vorgestellt. Das ist ziemlich grausam, da kann ich dir eigentlich nur empfehlen das Engagement dort einzustellen. Das ist einfach unmenschlich, so kann man nicht arbeiten.

Das einzige, was du mit einem Budget von 0 theoretisch noch machen könntest:
Du ziehst dir ein Image von jeder Recovery DVD und lieferst die übers Netz aus und lässt die Clients per PXE booten. Da seh ich aber direkt wieder eine ganze Liste an neuen, potenziellen Problemen, sodass das vermutlich nicht wirklich zielführend ist.

Tatsächliche Emulation eines DVD Laufwerks geht theoretisch über zwei Wege, für beide brauchst du wiederum ein ISO oder reichst das lokale DVD Laufwerk durch:
1. Eingebaute Remote Management Schnittstelle in den Clients. Wird bei dir nicht in Frage kommen, da die Clienthardware so ein Feature nicht hat.
2. Ein IP KVM Switch. Wird aber auch nicht in Frage kommen wegen der anfallenden Kosten.

Du siehst also, nichts als Lösungen, die nur theoretisch in Frage kommen.
 
Könntest du die Funktionsweise des IP KVM Switches etwas genauer ausführen?

Ich bin bereit mein Geld zu investieren, wenn es für mich auch eine ordentliche Zeitersparnis bringt.
 
Das funktioniert wie folgt:

Alle Clients werden per VGA/DVI und PS2/USB für Videoausgabe und Eingabegeräte mit dem IP KVM verbunden. Über USB wird aber außerdem noch ein USB DVD Laufwerk emuliert.
Du verbindest dich dann remote auf den Switch und wählst dir dort den entsprechenden Client aus um die Kontrolle zu übernehmen. Der Switch hat dann in seiner Weboberfläche bzw. dem Konsolenfenster ein Feature, meist z.B. ein Java Applet, mit dem du lokale Resourcen, vom System von dem du dich verbindest, an den Client über USB durchreichen kann. Das kann entweder ein ISO Image oder eine physikalische DVD in deinem lokalen DVD Laufwerk sein.
Der Client muss dazu den Boot von USB Devices unterstützen und der ganze Vorgang ist potenziell etwas langsamer als wenn man mit einem lokalen DVD Laufwerk im Client arbeitet.

Ob dir das eine Zeitersparnis bringt, die auch in Relation zum Preis steht, musst du entscheiden. Kostentechnisch bewegst du dich, je nach Portanzahl etc., bei einigen hundert Euro bis deutlich in den vierstelligen Bereich.
 
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, verbinde ich einfach einen "Stuerpc" über lan mit dem IP KVM, verbinde den zu recovernden PC über USB mit dem Switch und dieser reicht das vorher erstellte ISO-Image einfach durch.

Was ich nun noch nicht verstehe: Du sprichst in deiner Anleitung davon, dass "alle" Clients mit dem Switch verbunden sein müssen und man deshalb einen Switch mit enormen Fassungsvermögen benötigt.

Ich benötige das Durchreichen des Images doch nur zum Recovern. Das heißt ein facher 2 Port Switch würde doch schon ausreichen, oder?

Sollte meine Aussagen soweit richtig sein hätte ich noch 2 Fragen:
Wie schwer ist die Bedienung der Weboberfläche?
Ist es auch möglich mehrere Images auf einmal zur Verfügung zu stellen oder eine Abfolge zu erstellen?
 
#Philip schrieb:
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, verbinde ich einfach einen "Stuerpc" über lan mit dem IP KVM, verbinde den zu recovernden PC über USB mit dem Switch und dieser reicht das vorher erstellte ISO-Image einfach durch.
Korrekt!

#Philip schrieb:
Was ich nun noch nicht verstehe: Du sprichst in deiner Anleitung davon, dass "alle" Clients mit dem Switch verbunden sein müssen und man deshalb einen Switch mit enormen Fassungsvermögen benötigt.

Ich benötige das Durchreichen des Images doch nur zum Recovern. Das heißt ein facher 2 Port Switch würde doch schon ausreichen, oder?

Stimmt natürlich! Das war ein Reflex meinerseits, denn normalerweise nutzt man den Switch natürlich dauerhaft um alle angeschlossenen Systeme remote zu administrieren.

#Philip schrieb:
Sollte meine Aussagen soweit richtig sein hätte ich noch 2 Fragen:
Wie schwer ist die Bedienung der Weboberfläche?
Ist es auch möglich mehrere Images auf einmal zur Verfügung zu stellen oder eine Abfolge zu erstellen?

Die Bedienung ist relativ simpel, spezifisches Fachwissen ist zur Benutzung nicht notwendig. Du musst den Switch nur einmal initial konfigurieren, d.h. IP und User konfigurieren.
Mehrere Images auf einmal durchreichen (entweder mehrere an einen Client oder jeweils eins an mehrere Clients) geht, soweit ich weiß, nicht.
 
Ich muss sagen, dass ich an dieser Idee großen Gefallen gefunden habe.

Ich habe mich preismäßig in Ebay etwas umgesehen und habe ein sehr billiges Gerät gefunden. Da der Preisunterschied jedoch etwas extrem ist, möchte ich hier nocheinmal nachfragen ob das Gerät einen Haken hat :)

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