Festplatte wacht bei Zugriff nicht auf oder fehlt die Berechtigung?

Backpulver

Lieutenant
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Dez. 2010
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Hallo,

ich habe vor kurzem einen neuen Server für die Community zusammengebaut und installiert. Dort läuft, wie gewohnt, unsere Cloud drauf und die Festplatten arbeiten nun direkt integriert. Dies ist für den ersten Moment super. Leider ist der Server dadurch um einiges lauter und da er in meinem Flur steht, vibrieren sich die schon etwas älteren Platten derjenigen, vor sich hin.

So kam ich auf die Idee, dass ich über hdparm die Platten nach 30 oder 60 Minuten nicht Nutzung abschalte. Das funktioniert auch anstandslos. Leider sind dann allerdings keine Daten mehr in der Weboberfläche und es werden auch keine Daten mehr synchronisiert.

Kann es sein, dass der User, welcher im Netz mit dem Server arbeitet, keine Erlaubnis hat (linuxseitige Berechtigung) die Platte wieder in Betrieb zu bringen? An und für sich sollte ja bei jedem Zugriff die Festplatte hochfahren, was sie leider nicht tut. Erst wenn ich mich direkt auf den Server logge und auf eines der Laufwerke gehe (Auch nur in der GUI) laufen die Platten wieder an.

Ich freue mich auf Antworten und Ideen oder Tipps.

Eine angenehme Woche allen.

Gruß

Eckdaten:
Cloudsystem: Owncloud
 
Zur Analyse ist es immer gut zu erfahren, was du schon selbst getan hast, um das Problem einzugrenzen und vor allem, wie genau du die Platten schlafen legst.

Im syslog findet sich nichts aufschlussreiches?
 
KillerCow schrieb:
Zur Analyse ist es immer gut zu erfahren, was du schon selbst getan hast, um das Problem einzugrenzen und vor allem, wie genau du die Platten schlafen legst.

Im syslog findet sich nichts aufschlussreiches?

Ich habe hdparm installiert und im Anschluss die nötigen Einstellungen vorgenommen

/dev/sdc {
spindown_time = 60
}

/dev/sdd {
spindown_time = 60
}
etc.

In den Syslogs habe ich leider gar nichts gefunden.
 
Habe zwar keine Ahnung, wie ihr die Cloud eingerichtet habt aber kann es sein, dass die "Cloud" eine Anfrage an die Platte sendet , die Platte dann mit z.B. HDD_IS_WAKING_UP antwortet und die Cloud die Antwort als "keine Daten vorhanden" interpretiert.
Daher sollte die Platte vielleicht bereits vor der Anfrage durch die Cloud im Idle mode laufen.

Ich habe auch mal gelesen, dass das (zu) häufige Versetzen der Platte in den Standby mode der Lebenszeit der Platte schadet.
 
Das Abrufen der Daten über die WebGUI der Cloud erfolgt über Apache (Webserver). Dieser sieht einfach keinerlei Daten, weil die nötigen Daten nicht abgerufen werden können. Ich denke, das könnte ein Berechtigungsproblem sein. www-data User als Beispiel darf die Platte eventuell nicht mal wecken. Oder irre ich mich da?

Die Dateien Oberfläche ist einfach leer, während andere Apps in der Cloud, wo die Daten ja nicht auf der eigentlichen Platte sind, angezeigt werden und funktionieren.

Ja das stimmt. Allerdings wird die Cloud ab 01:00 Uhr bis 09:00 Uhr Nachts meist nicht verwendet und wenn nur in sehr seltenen Fällen. In dieser Zeit kann die Platte sich ja durchaus in Standby versetzen, um einerseits Strom und Lebenszeit zu sparen.
 
Das Wecken der Platte sollte kein aktiver Prozess sein. Sobald jemand Daten von der Platte anfordert (was ja letztlich über den Kernel läuft), sollte die wieder anlaufen. Gibt denn das Log vom Apache bzw. von owncloud irgendwelche Hinweise? Eventuell ist da eine Komponenten so "klug" und prüft, ob die Platte im standby ist und weckt sie dann nicht auf... keine Ahnung ^^

PS: Dir ist klar, dass spindown_time = 60 den Standby nach 5min einleitet!? (sofern sich bei der Systematik von dieser Einstellung nicht irgendwas verändert hat in den letzten Jahren)
Siehe manpage:
Values from 1 to 240 specify multiples of 5 seconds, yielding timeouts from 5 seconds to 20 minutes. Values from 241 to 251 specify from 1 to 11 units of 30 minutes, yielding timeouts from 30 minutes to 5.5 hours. A value of 252 signifies a timeout of 21 minutes. A value of 253 sets a vendor-defined timeout period between 8 and 12 hours, and the value 254 is reserved. 255 is interpreted as 21 minutes plus 15 seconds. Note that some older drives may have very different interpretations of these values.
 
Das kann ich nachher einmal nachprüfen. Melde mich dahingehend heute Abend.


Values from 1 to 240 specify multiples of 5 seconds, yielding timeouts from 5 seconds to 20 minutes. Values from 241 to 251 specify from 1 to 11 units of 30 minutes, yielding timeouts from 30 minutes to 5.5 hours. A value of 252 signifies a timeout of 21 minutes. A value of 253 sets a vendor-defined timeout period between 8 and 12 hours, and the value 254 is reserved. 255 is interpreted as 21 minutes plus 15 seconds. Note that some older drives may have very different interpretations of these values.


Ein Wert von bspw. 60 entspricht daher 60*5 Sekunden, also 300 Sekunden oder fünf Minuten. Zu kurz sollte man das Timeout nicht wählen, da zu häufiges Runter- und wieder Hochdrehen des Motors die Lebensdauer der Platte beeinträchtigen kann.

$ sudo hdparm -S 60 /dev/sdc

https://linuxundich.de/hardware/festplatten-automatisch-im-betrieb-in-den-standby-schalten/


Das ganze ist ja auch nicht Final sondern sollte erstmal getestet werden, bevor es produktiv läuft. Nur läuft es ja nicht mal, wie es soll, wodurch das Ganze aktuell nicht aktiv ist.
 
Wobei, mir kommt da noch ein Gedanke. Du nutzt ja da sicherlich auch eine Datenbank. Die hat ggf. Probleme mit Platten im Standby. Da könntest du auch noch gezielt nachforschen.
 
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