Festplatten-Konfiguration für „Lese“-intensiven Umgebungen.

second.name

Lieutenant
🎅Rätsel-Elite ’24
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Sep. 2009
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Hallo Forum,

eine theoretische Frage: Wäre folgende Festplatten-Konfiguration in sehr „Lese“-intensiven Umgebungen und mit dem Anspruch auf Datensicherheit sinnvoll, ohne teure Server-SSD's einzusetzen?

(theoretisches System: Xeon E3 V5, C236-Chipset, 32GB-DDR4-2133 reg. ECC, OS: ESXi inkl. VCenter)

  1. System-Festplatte für OS und virtuelle Maschinen: „Samsung SSD 950 Pro“
  2. Festplatten für Daten: RAID_1, 2x „Samsung SSD 850 Evo 1TB“, sowie weitere 64GB als Cache von der System-Festplatte (über Intel Smart-Response-Technik)
…Bitte keine Grundsatzdiskussionen über das Preis-/Leistungsverhältnis – möchte nur mal wissen, ob diese Konfiguration dem Anspruch gerecht werden kann, Daten lesend sehr schnell zur Verfügung zu stellen und trotzdem Datensicherheit gegeben ist.

Danke und Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Datensicherheit hat mit dieser Zusammenstellung überhaupt nichts zu tun.
RAID1 kann schneller lesen, ja. Aber bei SSD würde das nur bei großen Dateien ins Gewicht fallen. Bei Datenbankzugriff nicht.
 
RAID 1 ist doch 100% Redundanz, oder?
 
Das ist keine Datensicherheit. ZERO Datensicherheit.
 
Weil?
 
HominiLupus verwechselt Raid-1 mit Raid-0.

Raid-5 wäre noch eine Option, aber dort sind 5 Speichermedien am effektivsten, nur 3 gehen auch noch okay.
 
RAID ist keine Datensicherheit. Egal welches Level. Und nein ich verwechsel keine RAID Levels.

RAID bedeutet Verfügbarkeit aka "no downtime". RAID1 erlaubt mit weiterzuarbeiten während ein Hardwaredefekt einer einzelnen Festplatte beseitigt wird. Es ist keinerlei, ZERO, Datensicherheit. Dafür braucht es ein Backup.
Allererster Google Hit: http://serverfault.com/questions/2888/why-is-raid-not-a-backup
 
...Hab auch erst gedacht, du verwechselst die Level. ;) ...Ok, aber was heißt das für diese Platten-Konfiguration?
 
Es heißt: was soll dieser Server denn serven? Was macht die Kiste?
 
second.name schrieb:
  1. System-Festplatte für OS und virtuelle Maschinen: „Samsung SSD 950 Pro“
  2. Festplatten für Daten: RAID_1, 2x „Samsung SSD 850 Evo 1TB“, sowie weitere 64GB als Cache von der System-Festplatte (über Intel Smart-Response-Technik)
Was soll denn das für ein Cache werden? Die System Festplatte ist doch selbst eine SSD und auch noch eine schnellere als die 850 Evos oder willst Du die Evos auf der 950 Pro cachen? Das ist beides irgendwie sehr unsinnig, diese Caches haben ja auch einen Verwaltungsaufwand und ich würde daher vermuten, dass der jeglichen Geschwindigkeitsvorteil zunichte macht, da selbst die Evo im Vergleich zu einer HDD sauschnell ist. Vergiss das mit dem Cachen also, wenn Du eine SSD auf einer anderen Cachen willst.

Dann sind beides nur Consumer SSDs, die haben weder eine Power-Fail Protection noch eine Internal Data Path Protection, wenn es also Probleme z.B. mit dem Cache der SSD gibt, dann kann es sein das sie unkorrekte Daten liefert. Du wirst ja wohl sicher ECC RAM nehmen, der Rest der Konfiguration ist ja ECC RAM tauglich, dann solltest Du auch eine enrsprechende SSD mit sicheren Datenpfaden wählen. Da kommen von den Consumer-SSDs nur die Intel 730 und 750 in Frage, da beides Endkundenableger der DC S3500 bzw DC P3500 sind und diese Features besitzen. Daher würde ich eine einzelne Intel 750 1.2TB nehmen, denn man muss bei SSDs nicht Daten- und Systemlaufwerk trennen, die Zugriffe bremsen sich ja nicht wirklich spürbar gegenseitig aus. Außerdem ist so eine Intel 750 schon intern ein RAID 5 über die NAND Kanäle und bei stärkerer Last performanter als z.B. die SM951, die von der her der 950 Pro wohl sehr ähnlich sein dürfte.

Dazu dann eine sinnvolles Backupstrategie, z.B. auf ein NAS oder abwechselnd zwei USB Platten und gut.
 
Danke für die ausführlich Antwort - an solche Hinweise hab ich gedacht. :daumen: (Ja, RAM wäre reg. ECC)

Ja, das habe ich so gemeint: Wenn Cache, dann die "Evo's" auf der "950" cachen. Kann deinen Argumentationen gegen diese Cache-Lösung folgen, aber gibt's da auch Reviews oder Performance-Tests dazu? ...Würde schon denken, dass das die Sache beschleunigt.

Ich dachte die EVO's und die 950 habe sowieso die Power-Loss-Protection!? Oder stimmt das nicht?

...Und zu dem Feature Internal-Data-Path-Protection muss ich sagen, dass ich davon noch nichts gehört habe. :o Hat das sonst noch einen anderen Namen und was ist das genau?

Bzgl. des RAID's sehe ich evtl. den NAchteil, dass eine RAID-Lösung auf einem einzelnen PCB auch das Risiko des Totalverlusts hat, wenn der Controller der Karte streikt, oder?
 
second.name schrieb:
Danke für die ausführlich Antwort - an solche Hinweise hab ich gedacht. :daumen: (Ja, RAM wäre reg. ECC)
Keine Ahnung wie es mit den v5 der E3 Xeons aussehen wird, aber bisher konnten die E3 nicht mit reg. ECC sondern nur mit unbuffered ECC RAM umgehen, für reg. ECC braucht man einen Xeon E5 oder E7.

second.name schrieb:
gibt's da auch Reviews oder Performance-Tests dazu? ...Würde schon denken, dass das die Sache beschleunigt.
Da sind mir keine bekannt, aber die 950 Pro gibt es auch noch nicht und solch schnelle PCIe SSDs sind ja auch noch neu und extrem selten. Teste es halt selbst.

second.name schrieb:
Ich dachte die EVO's und die 950 habe sowieso die Power-Loss-Protection!? Oder stimmt das nicht?
Nein, oder wo siehst Du auf den vielen Fotos der Platinen die Reihe von kleiner Kondensatoren oder den Elko, die man dafür benötigt?

second.name schrieb:
...Und zu dem Feature Internal-Data-Path-Protection muss ich sagen, dass ich davon noch nichts gehört habe. :o Hat das sonst noch einen anderen Namen und was ist das genau?
Dann informiere Dich einfach mal über Enterprise HW, da findest Du die Beschreibung solche Features schon bei den Enterprise HDDs und erst recht bei den echten Enteprise SSDs für Rechenzentren.

second.name schrieb:
Bzgl. des RAID's sehe ich evtl. den NAchteil, dass eine RAID-Lösung auf einem einzelnen PCB auch das Risiko des Totalverlusts hat, wenn der Controller der Karte streikt, oder?
Ja, bei einem Chipsatz-RAID von Intel kann es reichen den Rechner einmal im AHCI Modu zu booten um sich die Metadaten des RAIDs zu zerschiessen. Das ist auch einer der Gründe weshalb RAIDs kein Ersatz für Backups sind: Es wird eben eine weitere Fehlerquelle zugefügt.
 
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