Frage zu Netzteilen

Lansky

Cadet 4th Year
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87
Hallo Forum

Ich habe ein älteres Lenovo G560 Leppi, dessen Netzteil hat folgende Specs:
65W | 20V | 3.25A

Dann habe ich noch einen älteren asus eeepc 1001h dessen Netzteil hat folgende Specs:
40W | 19V | 2.1A


Angenommen, man würde den Lenovo G560 irrtümlich an das falsche und leistungsschwächere Netzteil des eeepc anschließen, was würde passieren?

Logisch dürfte sein, dass der G560 dann erstmal langsamer geladen wird.

Könnte dadurch, dass das zu schwache Netzteil dauerhaft am Leistungslimit läuft, die Gefahr von Überhitzung, Verschmoren, Kurzschluss oder Brand bestehen?

Beim Gockel finde ich hierzu unterschiedliche Aussagen, daher meine Frage hier.

Danke :)
 
Das Notebook wird ja nicht durchgehend Volldampf laufen, von daher wird es wahrscheinlich auch einfach mit dem kleineren netzteil laufen.
 
Würde langsamer laden und wenn die Polung falsch ist, würde es wahrscheinlich irgendwo im Laptop puffen.
 
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Lansky schrieb:
Angenommen, man würde den Lenovo G560 irrtümlich an das falsche und leistungsschwächere Netzteil des eeepc anschließen, was würde passieren?
Das Lenovo Laptop würde nicht laden. Grund dafür, wenn das Netzteil nicht erkannt wird dann kannst zwar den Laptop damit betreiben, aber es wird nicht geladen.
Welchen Stecker hat das Lenovo Netzteil? Vermutlich drei Polig. Hohlstecker mit dünnen Stift in der Mitte.
Netzteile von Lenovo und auch DELL haben ein EEPROM mit One Wire Bus, im EEPROM steht welches Netzteil und welche Leistung es kann. Das Asus Netzteil passt somit nicht zum Lenovo.
 
Beide Geräte haben Hohlstecker 5,5mm x 2,5mm ohne Pin, es sind aber nicht die originalen, die sind mal bei einem Umzug verschwunden. Jedes Netzteil lädt an jedem Gerät ohne Fehlrr - erstmal. Und deswegen stellt sich mir die Frage wegen Brandgefahr bei Dauerbetrieb.
 
Es könnte halt passieren, dass das kleinere Netzteil zu heiß wird. Ich habe lange Zeit (vor ca. 20 Jahren ca. 5 jahre lang) einen WLAN-Router, der eigentlich ein 12V-1,5A-Netzteil bräuchte mit einem 12V-1A-Netzteil betrieben. Ich habe dazu einen passiven Alukühler auf den Klotz geschnallt, damit hielten sich die Temperaturen im Rahmen. Würde ich heute aber nicht mehr machen ;-)
 
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Lansky schrieb:
Und deswegen stellt sich mir die Frage wegen Brandgefahr bei Dauerbetrieb.
Die kann aber keiner beantworten, wenn das nicht mal die Originalen sind. Ja, die sollten Dauerbetrieb aushalten, eigentlich. Aber ... willst du das ausprobieren? Die Gefahr ist bei Dauerlast nunmal eine hohe Temperatur. Da sollte nix abfackeln, aber je nach dem, was der unbekannte Hersteller da verbaut hat, kann es trotzdem Puff machen.
 
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frazzlerunning schrieb:
Je nach Hersteller der nicht-Original Netzteile hätte ich hier mehr oder weniger bedenken.
Sehe ich auch so.
Grundsätzlich sind Netzteile so entwickelt, das diese die Nennleistung dauerhaft erbringen.
Vorausgesetzt die Betriebsbedingungen werden eingehalten.
Bsp: Betreibt man ein Netzteil auf dem Sofa und es gerät unter eine Decke, kann es durchaus sein das
das Netzteil, wenn es zu warm wird abschaltet. Ist mir tatsächlich passiert.
Geht die Temperatur zurück, schaltet sich das Netzteil wieder ein.
Aber ob das bei allen Netzteilen so gut funktioniert, kann ich nicht sagen, da wird es wohl auch Chinaböller geben.
 
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Wozu gibt es ja auch für die Reise sogenannte "Universal-Netzteile", ohne dass diese Probleme verursachen.
 
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also Finger weg und nicht nachmachen!
 
Lansky schrieb:
Könnte dadurch, dass das zu schwache Netzteil dauerhaft am Leistungslimit läuft, die Gefahr von Überhitzung, Verschmoren, Kurzschluss oder Brand bestehen?
Es kommt darauf an was das Netzteil für Schutzvorrichtungen hat.
Netzteile von Lenovo, DELL und HP haben Schutzschaltungen gegen überlast, Kurzschluss und zu hohe Temperaturen.
Ich würde aber nicht Empfehlen das Netzteil mit Herstellerangabe 40 Watt zu überlasten, warum macht der Hersteller diese Angabe? Sicher nicht um daraus dann 60 oder gar 100 Watt zu ziehen.
Wenn Du das machst und Glück hast dann schaltet es sich ab, z.B. wegen zu hoher Temperatur.
Es kann aber auch sein dass sich das Netzteil stark erwärmt und am Ende in Brand gerät.
Mal davon abgesehen, ein Dauerhafter Betrieb bei hohen Temperaturen schadet den Bauteilen vor allem Elkos,
das Netzteil wird dann vorzeitig ausfallen.

Deshalb gilt Netzteil oder auch andere Geräte nicht über dem Limit was der Hersteller angegeben hat betreiben.
 
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Das ist ja leider ein potenzielles Problem bei Netzteilen unbekannter Herkunft.
Nichts hindert ein Geraet erstmal daran, zu versuchen zu viel Leistung zu ziehen. Zumindest solange wir ueber "dumme" Geraete reden die keine Kommunikationsschnittstelle zum Netzteil haben.

Ein gutes Netzteil schaltet ab wenn wesentlich zuviel Leistung gezogen wird.
Bei einem maessigen Netzteil faellt die Spannung stark ab, was zu diversen Problemen fuehren kann, von Instabilitaet bis hin zu moeglicher Beschaedigung.
Ein schlechtes Netzteil nimmt Schaden bei der Ueberlast, zB weil eine Schmelzsicherung ausloest oder Komponenten ueberhitzen und kaputtgehen.
Ein katastrophales Netzteil ueberhitzt und faengt Feuer :P

Gute Netzteile zu bekommen bei denen man ein ruhiges Gewissen haben kann ist echt schwierig.
99% der Steckernetzteile die man so bei Amazon bekommt wuerde ich nicht weiter trauen als ich sie werfen kann. Und mein Wurfarm ist schlecht, weil mein Ellenbogen kaputt ist :P

Andererseits, solange man sie nicht ueberlastet und kein anderer Fehlerfall auftritt, funktionieren auch schlechte Netzteile ausreichend gut, als das niemals was passiert. Es sind die Fehlerfaelle, egal ob technische Fehler oder falsche Bedienung, bei denen sich die Streu vom Weizen trennt.
 
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