Frage zur Deutschen Rechtschreibung (Orthografie)

nedim89

Lt. Commander
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Guten Tag,

1. Und zwar suche ich den, Fachausdruck (das ich vergessen hab) eines Adjektives, das zwischen einem Artikel und einem Substantiv steht

z.B. der schlaue Junge


2. Dann habe ich noch eine Frage zur Substantivierung. Dass ein Verb substantiviert werden kann, seh ich in Wikipedia

z.B. lehren => die Lehre; rufen => das Rufen

Ist das bei Adjektiven auch der Fall?



3. Die zweite Frage, hängt auch mit dieser Frage zusammen

Satz: sowohl nach den großen, als auch nach den kleinen Regeln...

bleibt großen kleingeschrieben oder wird es großgeschrieben?
Falls bei Artikeln auch eine Substantivierung gibt, so müsste es im Grunde genommen großgeschrieben werden, jedoch ist das viel mehr eine Aufzählung bezogen auf den Artikel Regeln.

(Übrigens der Satz ist frei erfunden, mir ist nichts anderes eingefallen)

MfG
Ndm
 
1. Adverb

2. Substantivierung meint eigentlich: ich lerne / Das Lernen fällt mir schwer
Adjektiv: z.B. ruhig / Die Ruhe

3. großen bezieht sich auf das Subjektiv Regeln und wird daher klein geschrieben
 
zu 1: keine Ahnung

zu 2: Da hast du nen Fehler drinn. Bei "lehren" muss es "das Lehren" heißen. Die Lehre ist ein eigenständiges Nomen und wird IMMER groß geschrieben. Dann wird auch klar, dass es nicht mit Adjektiven geht. Wie auch? Adjektive beschreiben einen Zustand und sind halt keine Verben.

zu 3: "großen" wird klein geschrieben, da es sich auf "Regeln" bezieht.


/mist zu spät ^^
 
hi,

1. ich glaube wir hatten dafür in der schule in der mittelstufe irgendeine bezeichnung in richtung "beschreibendes adjektiv", ich bezweifle aber, dass das ein allgemein gültiges fachwort ist.
2. Substantivierung gibt es soviel ich weiß auch bei adjektiven. ein gutes beispiel dafür sidn namen wie "der Alte" oder gruppenbezeihnungen wie "die jungen" (bezogen aufs alter und nicht aufs geschlecht ;))
3. mMn wird "großen" in diesem fall klein geschrieben, da es sich im grunde auf "regeln" bezieht und somit ein reines adjektiv ist

ich hoffe das meine aussagen so noch ihre richtigkeit haben, lasse mich aber auch gerne verbessern, schließlich ist allen damit geholfen, wenn jeder eine gute rechtschreibung hat
 
1. meiner Meinung nach ein attributives Adjektiv
 
http://de.wikipedia.org/wiki/Adjektiv
Alle Fragen werden in dem Artikel beantwortet.
Obacht: Der Deutsche unterscheidet sehr deutlich zwischen Adjektiv und Adverb.
Adjektiv = zum Objekt; Adverb zum Verb.

Frage 3. "großen" würde hier immer klein geschrieben.
Denn beide Adjektive gehören zum Objekt Regeln.
Hättest Du geschrieben: nach den großen Regeln würde es groß heißen, nach den kleinen würde es klein heißen.
Der Unterschied ist, dass es hier zwei Satzteile sind. "Kleinen" steht als eigenständiges Objekt im Satz, das nur inhaltlich Bezug auf Regeln nimmt.
 
Danke für die Antworten, alles soweit beantwortet, bis auf die erste Frage.

In der Real haben wirs gelehrt bekommen, da hieß es irgendwie Begleitwort, Begleiter oder ähnliches
 
Begleitwort LoL. Vergiß solch einen Schnickschnack.
Es heißt attributiv.
Es ist schon schlimm genug, dass Grundschüler in einigen Schulen mit Fürworten anfangen
und dann nicht wissen, was ein Pronomen ist.
Begleitwort ist unterstes Grundschulniveau.

Solche Lehrer haben in einer weiterbildenden Schule nichts zu suchen.
 
ich find das Wiewort immer noch am besten :D Oder "Begleiter" (Artikel)
 
Für Hauptschulniveau (ggf. sogar Realschule, je nach dem) ist das vollkommen in Ordnung und normal. Mehr braucht man da nicht zu wissen! Wieso auch?! Ich finde es prinzipiell lobenswert, dass er überhaupt nachfragt und das, obwohl er laut Signatur vermutlich ein Ausländer ist.

Nicht jeder zeigt Interesse für die deutsche Sprache. Das ist eine sehr positive Eigenschaft.

Hier mal ein Beispielsatz:

Ich mag meinen interessanten Koran.

Ich:Fürwort
mögen: Tunwort
mein: (besitzanzeigendes) Fürwort
interessant: Wiewort
Koran: Hauptwort ("Anfasswort")
 
Zuletzt bearbeitet:
Es bezog sich auch auf den Lehrer und wir haben auch nichts dagegen, dass nachgefragt wird. Nur halte ich die didaktische Entwicklung auch im Zuge der Gemeinschaftsschulen für besorgniserregend.
Die erste Fremdsprache setzt ein grammatikalisches Grundverständnis voraus, dass durch solche Lehrmethoden nicht beigebracht wird.
Wenn der Unterricht z.B. über Subjekt, Prädikat oder Objekt geht, dann sieht man nur noch in verwirrte Gesichter.
Wenn man von Tunwort oder Anfasswortspricht, dreht sich mir der Magen um.
In der Realschule wird zudem auch eine zweite Fremdsprache verlangt.
Es hilft keinem Kind, wenn man solche Begriffe vermittelt.

Im Gegenteil, dies führt zu einer Einfältigkeit ohne jegliches Sprachverständnis. Die Kinder werden dadurch eindeutig in der Sprachentwicklung gehemmt.
 
Du hast ja recht. Ich selbst hatte sogar Ärger mit meiner Grundschullehrerin in der 1. Klasse, weil ich mich weigerte "und" bzw. "weniger" anstelle von "plus" und "minus" zu sagen. Für ein Grundverständnis - und eben dieses soll die Haupt- bzw. Realschule vermitteln - ist es vollkommen ausreichend.
 
Wat? Ich war auf ner Real und wenn wir da sowas gesagt haben, ham wa direkt einen drauf gekriegt :D
Auf Real lernt man sowat nich. Allein schon weil man ja Abitur machen kann und da macht man sich ja lächerlich mit so Ausdrücken :D
 
Da Realschule eher Gymnasium gleichzusetzten ist, lernt man da normalerweise auch die lateinischen Begriffe ;)
 
ScoutX schrieb:
Begleitwort LoL. Vergiß solch einen Schnickschnack.
Es heißt attributiv.
Es ist schon schlimm genug, dass Grundschüler in einigen Schulen mit Fürworten anfangen
und dann nicht wissen, was ein Pronomen ist.
Begleitwort ist unterstes Grundschulniveau.

Das haben wir so in der Real so beigebracht bekommen... ich dachte immer es sei ein Fachausdruck, da es der Lehrer uns es immer so schön beigebracht hatet. Ich habe es mir schon immer gemerkt, doch irgendwie habe ich diesen Ausdrucke vergessen, naja ist ja jetzt auch egal, jetzt weiß ich ja zumindest, dass es Attributiv, Adverb, attributives Adjektiv.



meine Mutter schrieb:
Ich finde es prinzipiell lobenswert, dass er überhaupt nachfragt und das, obwohl er laut Signatur vermutlich ein Ausländer ist.

Nicht jeder zeigt Interesse für die deutsche Sprache. Das ist eine sehr positive Eigenschaft.

Danke, naja aber der Glaube bzw. die Überzeugung an etwas wie Religion, Lebensphilosophie, Konfession muss ja nicht die Nationalität widerspiegeln.

Bin hier geboren, verfüge über einen Deutschen Perso, bin auch zum größten Teil mit Deutschen aufgewachsen und würde am Liebsten auch für immer hier bleiben, allein aus dem Grund, weil ich Deutschland Land liebe und nicht wie einige mit Migrationshintergrund das Land im Allgemeinen beleidigen oder vefluchen und alle Ansässigen noch dazu, beleidigen.

Doch trotz alledem, habe ich einen türkischen Migrationshintergrund, dass heißt meine Eltern sind Türken, deren Eltern wiederum mal irgendwann aus der Türkei ausgewandert sind (berufliche Gründe) und seit dem hier wohnen.

Bevor ich auf die Real ging, war ich auf der Hauptschule, und da ist mein Klassenlehrer schon wegen meiner Leistung in Deutsch, genauer im Diktat schreiben ausgerastet :D.
Er konnte es nicht glauben, dass ich als einziger in der Klasse mit Migrationshintergrund, dauernd Einser und Zweier geschrieben habe (sah ich an seinem Gesichtsausdruck beim Verteilen der Diktate).
Ich kann mich noch gut daran erinnern, als wir 'nen Diktat zurückerhalten haben und er total ausgerastet ist, weil es nur eine Eins gab und die Ehre hatte ich. Was ich jedoch von ihm unverschämt fand war, dass er meinen Namen nicht erwähnt hat, obwohl er es bei Einser-Kanditaten immer tat.

Danke wegen dem Beispiel, könntest aber auch ruhig die Fachausdrücke, wie Pronomen, Verb, Pronomen, Adverb und Substantiv dazu schreiben hehe, würde auch anderen Recherchierenden vielleicht helfen.



h@mster schrieb:
Da Realschule eher Gymnasium gleichzusetzten ist, lernt man da normalerweise auch die lateinischen Begriffe

Das stimmt schon, jedoch haben wir für dieses Adverb, ein anderes Wort auch noch dauernd wiederholt, fällt mir aber leider immer noch nicht ein :D
 
Nein leider auch nicht :D

Aber ich hätte zwei weitere Anliegen

einmal "Was der Mike mir alles gegeben hat"

und "Das er sich körperlich bewegen kann"


Das jeweils unterstrichene, groß oder klein?
 
Zum einen, wieso sollte ein Verb (bewegen) groß geschrieben werden? Das ist einfachste Grammatik Grundschule - oder hast du auch da schon nicht aufgepaßt?
Außerdem wird dass mit ss oder ß geschrieben und alles wird auch nicht groß geschrieben.
Das kommt davon, wenn man nur diese Comic- oder Slangsprache benutzt oder alles abkürzen muß.
Da hapert es sowohl an Rechtschreibung als auch an simpelster Grammatik.
Lieber mal ein Buch lesen als nur passive Wissensaufnahme z.B. durch Fernsehen, Videos oder Computer.
 
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