Frage zur Druckvorbereitung (Bauteilfüllung, Tools)

GlockMane88

Lt. Commander
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1.504
Hi Leute,

habe ein einfaches Bauteil konstruiert und möchte das gerne drucken (hab bis jetzt noch gar nichts gedruckt, abgesehen von der AnyCubic Eule und das war bevor ich auf Klipper und Mainsail umgestellt habe)..

Hier mal eine Zeichnung davon..

1) Würdet ihr in das Bauteil eine Waben- oder Gitterstruktur einfügen oder Vollmaterial drucken?
2) Welche Tools könnt ihr empfehlen, um CAD Bauteile für den Druck aufzubereiten?
3) Würdet ihr Kanten am CAD verrunden?

Unbenannt.PNG
 
Welches Material, welcher Drucker, welche Anforderungen an die Stabilität?
Grundsätzlich würde sagen Waben-Struktur, du verlierst kaum Stabilität aber verbrauchst weniger Material und etwas Überextrusion stört nicht, weil Platz zum Ausgleichen da ist. So ein einfaches Objekt kannst du in Tinkercad schnell erstellen.
 
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@Ja_Ge

Hab nur PLA da.. Drucker ist ein Anycubic Kobra Neo.. Die Füße sollen für einen Mini Ofen sein.. Konstruiert habe ich es ja bereits, meine Frage nach Tools bezog sich jetzt eher auf die Druckvorstufe, also Wabenstruktur einbringen, Supports usw..
 
HI,

Waben sind immer schnell und günstig gedrückt, aber am Ende musst du sagen wo und wie viel Belastung von wo kommt genau, denn auch das entscheidet ob du das Model legen oder stellen musst unter umständen.
 
GlockMane88 schrieb:
kläre ab, wieviel wärme abgegeben wird.
jo, warme luft steigt auf.
aber wärmestrahlung ned.

und solche öfen werden durchaus auch außen heiss, weil ned viel an material im case is. und das ganze eben mini.
und wärme, das ist die schwachstelle von thermoplasten.
 
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geschlossener flacher boden aufs druckbett dürfte hier am sinnvollsten sein.
fasen kommen besser raus als verrundungen, hast du ja schon dran.
ausrichtung, wanddicken, füllstruktur, stützen etc machst du in der regel alles im slicer.

pla ofenfuß...naja.
pla kriecht unter belastung immer weiter und wenn es unter dem ofen auch noch warm wird.
kann ich nicht einschätzen wie gut das halten wird, klingt aber nicht optimal.
 
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UltiMaker Cura oder PrusaSlicer (Profiele gibts dafür auf Anycubic Homepage).
 
@CPUinside

Okay, ich packe den Boden auf die Platte.. Die Radien habe ich nun durch Fasen ersetzt.. Also lieber ABS in dem Falle?
 
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Ja_Ge schrieb:
UltiMaker Cura oder PrusaSlicer (Profiele gibts dafür auf Anycubic Homepage).
Danke, schaue ich mir beides mal an.. Aktuell habe ich mir die Materialise Magics Trial besorgt, da ich das Programm noch von ganz früher kenne, aber das wird wohl kaum jemand privat nutzen.. Jedenfalls habe ich damit schonmal eine Wabenstruktur im Inneren hinbekommen..
Ergänzung ()

Skudrinka schrieb:
Nicht möglich mit deinem Drucker.
Gibt es ein temperaturbeständiges Material, welches mein Drucker verarbeiten kann?
 
Für Abs braucht es einen geschlossenen Bauraum sowie eine vernünftige Absaugung, da es giftig beim Drucken ist.
 
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Das heißt aber nicht das der Drucker das nicht kann und da du nicht weißt wie er aufgestellt ist, ist die Aussage einfach zu pauschal.
 
Wenn das dein erster Druck ist würde ich bei PLA bleiben. ASA wäre wohl die vernünftige Wahl aber das ist schon ein wenig anspruchsvoller, gerade in einem offenen Drucker. Als generelle Einsteigertipps:
  1. Nimm den Slicer vom Druckerhersteller
  2. Nimm wenn möglich das Filament vom Druckerhersteller für's erste Mal
  3. Nimm das passende Profil für deinen Drucker und dein Filament. Wenn alles vom Druckerhersteller ist sollte es da was Vorgefertigtes geben.
  4. (Drucke ggf. zuerst ein Beispiel-Modell des Druckerherstellers um sicher zu gehen, dass der Drucker keine inhärenten Probleme hat. Meist sind Benchies verfügbar.)
  5. 3d Druck ist ständiges Basteln und Ausprobieren. Ich hab meinen Drucker nun schon 1,5 Jahre und ich werf noch regelmäßig Teile weg und betreibe Ursachenforschung. Eine gewisse Frusttoleranz gehört dazu.
Dein Teil schaut recht einfach aus, das sollte mit PLA generell kein Hexenwerk werden. Wenn es weich wird und der Ofen schief steht druckst du es mit einem temperaturbeständigeren Material neu. Wenn du bis dahin ein paar Teile gedruckt hast und ein paar Erfahrungen gemacht hast, was geht und was nicht, ist das auch kein größeres Problem mehr.
 
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SternburgExport schrieb:
3d Druck ist ständiges Basteln und Ausprobieren.
Na, da wird dir Bambu Lab was anderes sagen :)
 
Gegen schlechtes Design oder falsche Materialwahl kann Bambu auch nichts tun.
Ein Bastelfaktor ist insbesondere als unerfahrender Anwender eindeutig immer vorhanden.

Das Teil sieht nicht komplex aus. Das sollte jeder Drucker hinbekommen.
Generell halte ich es fuer angebracht Ueberhaenge weitestgehend zu vermeiden. 16 Millimeter innendurchmesser ginge vielleicht sogar noch ueber Kopf zu Drucken, sieht aber scheisse aus :D Bei diesem Teil ist klar: Flache Seite aufs Bett, dann gibts keinerlei Ueberhaenge. Einen Brim hinzuzufuegen mag helfen, wenn man sich nicht ganz sicher ist wie die Haftung vom Druckbett ist. Schaden wird der jedenfalls nicht.

GlockMane88 schrieb:
1) Würdet ihr in das Bauteil eine Waben- oder Gitterstruktur einfügen oder Vollmaterial drucken?
Den ersten Versuch wuerde ich mit den Standards des Slicers drucken. Das ist in der Regel irgendwo zwischen 15% und 20% Infill. Vollmaterial ist eher unueblich, und da kann auch PLA schnell Probleme machen und sich verziehen.

GlockMane88 schrieb:
2) Welche Tools könnt ihr empfehlen, um CAD Bauteile für den Druck aufzubereiten?
Den Slicer des Druckerherstellers bzw. dessen Empfehlungen.

GlockMane88 schrieb:
3) Würdet ihr Kanten am CAD verrunden?
In diesem Fall duerfte das nicht noetig sein. Aber schaden tuts auch nicht, zumindest bei der Innenkante im Loch.
Bei duennen Waenden habe ich mit dem PrusaSlicer und einem PrusaMK3S+ das Problem, das 90 Grad Innenkanten dafuer sorgen das ich eine sichtbare Linie an der Aussenseite habe. Die Innenkanten abrunden hilft da sehr.

Mojo1987 schrieb:
Das stimmt nicht, zumindest nicht laut Hersteller.
Das heisst vorallem, dass die Duesse heiss genug wird um ABS zu extrudieren. Das ist aber nur die halbe Miete, denn fuer gute ABS Drucke braucht es einen geschlossenen Bauraum. Das kleine Teil von @GlockMane88 kann man vielleicht sogar versuchen, wenn der Drucker an einer vor Zugluft geschuetzten Stelle steht, aber dann sind da noch die giftigen Ausduenstungen von ABS.

GlockMane88 schrieb:
PETG ist nach PLA am einfachsten zu drucken, kann aber ggf. ein anderes Druckbett brauchen. Viel gewinnt man aber damit nicht.

Als totale Alternative: Ich weiss, wenn man einen 3D Drucker hat will man den auf viele Probleme loslassen :D Aber schonmal ueberlegt die Fuesse einfach von einem Holzstab abzuschneiden? Damit hast zu zumindest keine Gefahr, dass dir die Fuesse schmelzen.
 
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Ranayna schrieb:
Ein Bastelfaktor ist insbesondere als unerfahrender Anwender eindeutig immer vorhanden.
Vor allem wird der TE sehr schnell merken, dass er sich auf das erfolgreich gedruckte Eulchen gar nicht verlassen kann. Denn die ist so ausgestaltet, dass sie praktisch immer out of the Box erfolgreich druckbar ist. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird der erste eigene Entwurf zu einem eher ernüchternden Ergebnis führen.

@ClockMane88
Die Slicer besitzen immer mehrere Füllstrukturen, die sie automatisch einfügen können und darunter befindet sich bei praktisch allen Slicern das Füllmuster Octet, das den eigentlich besten Kompromiss zwischen Druckgeschwindigkeit und Stabilität darstellt.

Und lass Dich bitte auch nicht in die Irre führen, was die Materialwahl angeht - PLA ist nämlich weit stabiler als immer behauptet wird. Einzig eine permanente Wärmezufuhr verzeiht PLA nicht. Was die Belastungsstabilität angeht kommt es zu allererst darauf an wie man das entsprechende Teil ausgestaltet hat und welche Belastungen tatsächlich zu erwarten sind. Ein Miniofen, der auf vier gedruckte Füsse gestellt wird, der wird diese kaum grossartig beeinflussen - es sei denn er ist gewaltig schwer und die Druckteile viel zu fragil dafür. Mit entsprechender Wandstärke, Deckschichten und Fülldichte lässt sich da ziemlich gut entgegenwirken.

Der 3D Druck ist halt mal eine Sache, für die man sehr viel Erfahrung sammeln muss, wenn man sauber gedruckte und stabile Teile anfertigen will, die man selbst entworfen hat. Aber die Lernkurve dabei kann auch sehr steil sein, wenn man das nötige Interesse hat.
 
Das sind allesamt hilfreiche Tipps.. Habe jetzt den AnyCubic Slicer installiert (basiert auf dem Prusa Slicer), interessanterweise gibt es nur den Kobra 2 Neo zur auswahl, aber ich habe den Kobra Neo..

@areiland

Okay, die Eule hat mir schon Hoffnung gemacht :D Meinst du mit "Octet" das, was bei meinem Slicer mit "Octagram Spiral" bezeichnet ist? Ansonsten sieht das ja recht easy aus, einfacher als mit meinem kurzen Materialise Magics Test (welches ich noch von früher kenne als mächtiges STL Tool)..

1746546787741.png
 
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