Gängiger Aufbau von Firmennetzwerken mittels Hypervisor?

(-_-)

Commander
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Hi erstmal,

ich schule gerade zum FiSi um und habe interessehalber ein paar Fragen:
Meine Firma ist relativ klein und nutzt nichtmal Active Directory, fast Alles passiert dann cloudbasiert.

Wie sieht das denn in größeren Unternehmen aus, da wird sicher viel mit Hyper-V/vSphere und Thin Clients gearbeitet, oder?

-Welche Betriebssysteme werden dann genutzt? Etwas kleines, das im Grunde nur den Zugriff via RDP erlaubt und sonst nichts? Oder eher Windows Embedded?

-Wie geht es dann weiter? Man greift auf (s)ein VM-Windows zu und muss sich in die Domäne einloggen?

-Werden pro Nutzergruppe vorgefertigte Installationen erzeugt und bei Bedarf geklont? Die Softwarelizensierung wird ja bestimmt über Volumenlizenzen abgewickelt.

Nun, mehr fällt mir vorerst nicht ein, bin aber auch für weitere Infos dankbar!
 
Illunia schrieb:
Wie sieht das denn in größeren Unternehmen aus, da wird sicher viel mit Hyper-V/vSphere und Thin Clients gearbeitet, oder?
Je nach Bedarf. Bei einfachen Dingen bieten sich Thin Clients an. Bei anderen Dingen sind Workstations sinnvoller.

wie geht es dann weiter? Man greift auf (s)ein VM-Windows zu und muss sich in die Domäne einloggen?
Oder ein VM-Linux ;) Manches läuft auch rein Browserbasiert.

Werden pro Nutzergruppe vorgefertigte Installationen erzeugt und bei Bedarf geklont? Die Softwarelizensierung wird ja bestimmt über Volumenlizenzen abgewickelt.
Nicht jede Software ist über Volumenlizenzen zu haben. Manches gibt es auch nur per User oder concurrent. Wenn du nur Windows meinst bietet sich eine Volumenlizenz an, ja.
 
Du erwartest grad leider eine Antwort die pauschal nicht im Geringsten beanwortet werden kann.
Das ganze ist immer eine Gesamtheit aus Server und Client, der zugrunde liegenden Firmenstruktur und dann noch der Software und zugehöriger Lizenzen.
Man kann ein Unternehmensnetz das schon existiert nicht einfach mal so "neumachen". Mann muss immer die ganzen Rahmenfaktoren mit einbeziehen.
Genau das ist eigentlich dein künftiger Job als Systemintegrator, wenn du zu kunden geschickt wirst: Vorhandene IT analysieren, verstehen, Verbesserungsmöglichkeiten überlegeben.
Und dann das wichtigste: Herausfinden ob die tollen Ideen mit den Geschäftsabläufen und der Software überhaupt funktionieren und vereinbar sind.

Das ist im Zweifel für jeden Kunden eine individuelle Lösung.
Klar gibts immer gewisse Sache die gleich sein werden, aber da gibts kein Schema F. Sonst würde es schon längst eine Großfirma geben die alles von Kleingewerbe bis Riesenkonzern abdecken kann.
und nein: SAP ist KEINE Lösung, sondern nur de nächste Krückstock in eine Abhängigkeit. Auch wenn das oftmals anders propagiert wird.

Also Basis kann man bei 80-90 % zumindest eine Windows-Server hinstellen als Damänenccontroller. Alles andere wird dann um diesen aufgebaut. Exchange ist defintitv KEIN must-have, weil in der Verwaltung wirklich aufwändig und alles andere als einfach und wartungsfrei.
Hyper-V oder andere Virtualisierungstechniken sind etwas eigenes. Das sind Themen wenn man Systeme trennen will/muss. zb weil man den Bereich der Buchhaltung auslagern möchte. Datev schwört darauf.
Das endgültige Konzept ist aber immer eine Gesamtleistung die gut durchdacht sein will und auch durchaus einmal viel Geld kosten darf.
Wenn das Konzept und die Hardwareverträge aber nicht auf 5 Jahre ausgerichtet sind, dann hat der FiSi etwas falsch gemacht.
Denn das ist das minimum.

Änderung von Kundenseite während diesen 5 Jahren sind dann Problem des Kunden, wenn davor nicht kommuniziiert
 
Ich hatte mich hier mal bewusst knapp gefasst. Das was rg88 schreibt trifft die Kritik für dich ich gerade keine Lust hatte schon gar nicht so schlecht.

Ich hoffe nur nicht, dass du kurz vor der Abschlussprüfung stehst ;-)
 
e-Funktion schrieb:
Ich hoffe nur nicht, dass du kurz vor der Abschlussprüfung stehst ;-)

Das hoff ich für ihn nicht ;)
Wobei da erfahrungsgemäß nahezu jeder durch kommt. Die IHK-Anforderungen sind quasi lachhaft.

Ich wollte damit aufzeigen, dass dies ein Beruf ist, den man nicht im Geringsten mit Schema-F abarbeiten kann. Allein die Frage zu Lizenzen zeigt aber, dass der TE null Ahnung hat und sicherlich noch am Anfang der Ausbildung ist.
 
Zum Glück gibt es noch das Abschlussprojekt und die dazugehörige Präsentation bei der man ausgequetscht werden kann. Ich kenne aber auch Fälle in denen man erstaunt ist, dass es die Leute überhaupt bis zur Prüfung schaffen. Das ist aber ne andere Story.
 
Zuletzt bearbeitet:
Allein die Frage zu Lizenzen zeigt aber, dass der TE null Ahnung hat und sicherlich noch am Anfang der Ausbildung ist.

Interessant, aber dem ist nicht so.
Da ich nunmal in einer Firma arbeite, die nichts mit Enterprise-Hardware zu tun hat und zu geizig ist die IT von einem Systemhaus verwalten zu lassen muss ich mich nunmal in der Freizeit informieren.
 
das war nicht als Vorwurf gemeint :)

Zeigt nur, dass du eben nicht mit vielen System zu tun hattest bisher.

Lizenzen können extrem unterschiedlich sein:
pro user, pro gerät, pro Instanz usw.

Das ist wie schon gesagt immer ein Gesamtkonzept das man da aufbauen muss.
Es kann teilweise günstiger sein, wenn man einen fetten überteuerten Server nimmt(, obwohl 3 günstige das selbe kosten und sinnvoller wären) und darauf keine einzige VM laufen lässt nur weil sonst die Lizenzen sich verdoppeln. Da gibts einfach keine richtige Lösung. Es gibt gute, es gibt billige, aber nur maximal ein optimale für den Kunden.
 
Ich baue Firmennetzwerke in unserem Fall übrigens gewöhnlich mit Switchen, Routern, Firewall und in Einzelfällen xDSL Modems, falls es ein benachbarter Standort ist. Alles mit eigenem MPLS Backbone auf einen Netz eines VPLS Carriers. Die Verwendung des Begriffs Firmennetzwerk im dem Zusammenhang des TE finde ich sehr merkwürdig. Dienste die über das Netzwerk angeboten werden, haben doch nichts mit dem Netzwerk selbst. Habe selbst vor vielen vielen Jahren mal Fisi gelernt, aber Dienste im Netzwerk wurden damals nie zum Netzwerk verklärt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@conf: naja, kommt halt einfach drauf an welche Schicht du betrachtest. (wenn wir im klassischen Ausbildungsbereich bleiben wollen)
Software gehört definitiv auch zum Netzwerk, wenn es das physikalische Netzwerk das ein paar Schichten darunter liegt nutzt.
 
Klar, gemäß der allgemeinen anerkannten Definitionen wie OSI-Schichtenmodell ist gehört gibt es viel Beiwerk um die physikalsichen Schichten, damit diese eben für die Applikationen funktionieren. Aber oberhalb von Layer 3 gibt es nicht mehr viel (ok, je nach Konfig Firewalls, Proxys, Lastverteiler....), dass vom Netzwerk (physikalisches Layer) gesteuert wird. Alles darüber steht und fällt mit der Applikation oder dem OS.
Dienste, selbst DNS oder DHCP sind netzwerknahe Dienste, aber nicht DAS Netzwerk und das Netzwerk könnte auch ohne funktionieren.
 
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Das Netzwerk wäre in einer Firma aber ohne das ganze oben drauf recht sinnlos ;)
 
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