Gedanken über weiteren Werdegang

Martin240

Ensign
Registriert
Mai 2007
Beiträge
149
Hallo.

Zuerst mal zu meiner aktuellen Situation. Ich bin Schüler auf einer Wirtschaftsschule in der 13. Klasse. Nächstes Jahr werde ich mit mitlerweile 23 Jahren, da ich früher ziemlich viel Mist gebaut habe, dennoch mein Abitur mit ziemlicher Sicherheit in der Tasche haben. Ich hatte mit 18 Jahren etwa einen kleine Erleuchtung bezüglich meines späteren Berufslebens und habe deshalb etwas mehr Gas gegeben, damit ich diesen angestrebten Weg auch gehen kann. Dieser Weg ist ein Informatikstudium an der Universität in der nahegelegenen Stadt Trier. Meine Leistungskurse Informatik, Mathematik und BWL sind meine Favoriten, da ich an allen drei Fächern Spass habe und sie relativ einfach finde. Ich bin ein logisch denkender Mensch und habe deshalb wenige Probleme den Stoff nachzuvollziehen.

Doch langsam kommen mir Zweifel. Immer wieder hört man davon, dass die Leute von der Fachhochschule bessere Chancen haben einen Job zu bekommen, weil sie mehr Praxiserfahrung haben. Außerdem hängt mir die Theorie mehr oder weniger zum Hals raus und ich würde auch gerne mal Geld verdienen. Also habe ich nachgedacht, wie sich mein weiterer Weg gestalten sollte, um die bestmöglichen Chancen zu haben.

Ich habe mir überlegt, ob ich nicht eventuell eine Ausbildung zwischen mein Abitur und das Studium einschieben sollte. Oder vielleicht doch ein Studium an der Fachhochschule? Gibt es noch andere Alternativen? Ich bin mir im Moment echt nicht mehr im Klaren, welchen Weg ich gerne gehen würde. Könnt ihr mir dabei helfen und entsprechende Vor- und Nachteile, die damit verbunden sind erläutern? Ich wäre euch sehr verbunden :)

MFG
Martin
 
Eine dritte Alternative neben Studium und Ausbildung wäre das Duale Studium.
Das Duale Studium besteht aus Praktika im Unternehmen und Studiensemestern, die sich alle 3 Monate abwechseln und währe somit also genau das Mittelding zwischen einem Studium und einer Ausbildung.

Pro:
  • du bekommst ein nicht zu verachtendes Gehalt
  • das Studium ist schnell (nur 3 Jahre)
  • du bekommst wichtige Praxiserfahrung

Contra:
  • sehr straff und hart
  • -> wenig Freizeit
  • du hast dann nur eine auf ein bestimmtes Unternehmen zugeschnittene Ausbildung, beim Wechsel könnte es daher zu Problemen kommen
  • harte Aufnahmebedingungen
 
Eine andere Alternative wäre eine Berufsausbildung und Studium parallel. Vorteil: du hast nach 3 Jahren das Ausbildungszeugnis und ein Jahr später (oder früher, je nach FH) auch den Bachelor.
Wird nicht leicht, aber per Fern-Studium kann man beides machen, und es gibt sehr gute Fern-FHs.
 
Ergänzend zu Fu Manchu:

NRW ist von Trier auch nicht weit weg und die FH Köln bietet zum Beispiel Verbundstudiengänge an. Das ist eine Mischung zwischen einem Präsenzstudium und einem Fernstudium. Die kann man auch berufsbegleitend machen und man hat nach etwa 8-9 Semestern seinen Bachelor.

-> http://www.verbundstudium.de
 
Ich wuerde auf die Uni gehen. Absteigen kannst du immer noch aber aufsteigen und "mehr" wollen ist immer mit Zeit verbunden. Ich bereue es auf die FH gegangen zu sein. Ich wuerde viel lieber alles Theorie in der Uni reinziehen...
Wg. dem Job mach dir keine Sorgen. Ein Praktikum in den sommerferien und Werkstudent zum Jobben nebenbei zeigt eigeninitiative, bringt Geld und du hast (fast) genauso viel Praxiserfahrung wie nen FH'ler...
 
FH- und Uni-Abschlüsse sind rein formell gesehen mittlerweile vollkommen gleichwertig. In Ba-Wü gibt es z.B. die Bezeichnung FH garnicht mehr.
 
Korrekt, der Bachelor hat dafür gesorgt (und sorgt dafür), das zwischen FH und Uni keine Unterscheidung mehr gemacht wird.
Ab Master kann man evtl schauen obs besser ist zur Uni oder FH zu gehen, erst ab einer Promovierung kann man sich als Uni-Abgänger auf die Schulter klopfen.
 
Zurück
Oben